Ob die Autorin des Bild.de-Textes über die “20 beliebtesten Touristen-Attraktionen der Welt” wohl den Trafalgar Square mit dem Piccadilly Circus verwechselt hat:
Es folgen weitere Hotspots der USA, auf Platz vier schließlich findet sich Londons Trafalgar Square (15 Millionen Besucher), den man mit seinen Werbetafeln fast für den kleineren Zwilling des Times Square halten könnte. (Hervorhebung von uns)
Mit Dank an Marco R. und Michael B. für den sachdienlichen Hinweis.
Eine Love-Story, die das Drehbuch (“Control”) schrieb, macht gerade Schlagzeilen bei uns: Alexandra Maria Lara (“Der Untergang”) outete ihre Liebe zu Filmpartner Sam Riley, früher Sänger der Brit-Band “Joy Division”.
Dendler hält das “für gelungene Film-PR” — hat aber an entscheidender Stelle den Unterschied zwischen Film und Realität übersehen. Sam Riley war wenige Monate alt, als sich die Band Joy Division im Mai 1980 auflöste. Und aufgelöst hat sie sich, weil ihr Sänger Ian Curtis Selbstmord beging. In dem Film “Control”spielt Frau Laras angeblicher neuer Freund den Joy-Division-Sänger.
Danke an Kate B. und Phillipp S. für die Hinweise!
In der heutigen “Bild”-Zeitung findet sich auf Seite 2 diese Meldung:
“Hä?”, werden jetzt wohl all diejenigen denken, die den Streit um das Passgesetz ein kleines bisschen verfolgt haben. “Bild”-Redakteure und -Leser hingegen werden sich erst wundern, wenn sie nach dem 31. Oktober einen neuen Reisepass beantragen — und dazu aufgefordert werden, Fingerabdrücke abzugeben.
Denn dass auf dem neuen biometrischen Reisepass, der ab dem 1. November ausgegeben wird, auch Fingerabdrücke gespeichert werden, steht schonlängst fest. Das Kabinett hat im Dezember letzten Jahres einen entsprechenden Gesetzentwurf beschlossen. Streit gab es noch darüber, ob die Fingerabdrücke auch den Sicherheitsbehörden zugänglich sein sollen. Gesterneinigtensich Unionund SPD, dass sie, außer im Pass, nirgendwo gespeichert werden. Und das Kompromissangebot, das die SPD abgelehnt hat, bezog sich auf eine freiwillige Speicherung der Fingerabdrücke.
Mit Dank an Peter T. für den sachdienlichen Hinweis.
Seit geraumer Zeit kooperiert Bild.de auch mit dem Schuhdiscounter Deichmann. Neuerdings kooperiert Deichmann auch mit der Popgruppe Pussycat Dolls. Und über die Pussycat Dolls berichtet Bild.de häufiger — sei es, dass sie mit Deichmann kooperieren (und Bild.de “exklusiv die Video-Vorschau” zeigte), oder…
… auch heute wieder: Laut Bild.de war nämlich eine der Sängerinnen der Pussycat Dolls, “bislang Cheerleaderin beim legendären US-Baseballteam New York Knicks”.
Dass aber das “legendäre US-Baseballteam”New York Knicks ausgerechnet einen Basketball im Logo hat (siehe Ausriss), gibt uns zu denken.
Mit Dank an die zahlreichen Hinweisgeber.
Nachtrag, 16.30 Uhr:Bild.de hat ihren “Baseball”-Fehler durch Hinzufügen der Buchstaben k und t an der richtigen Stelle korrigiert.
Würde die “Bild”-Zeitung jeden Tag nur 3440 Exemplare verkaufen, wäre sie ebensowenig die meistverkaufte Tageszeitung Europas wie Google mit einem Markenimagewert von 49 Mio. Euro die wertvollste Marke der Welt oder BMW mit 19 Mio. Euro die wertvollste Marke “Made in Germany”.
“Bild” hält das dennoch nicht davon ab, auf ihrer heutigen Titelseite (siehe Ausriss)fälschlicherweise [pdf] zu behaupten, Google stehe mit einem Wert von “49 Mio. Euro” an der Spitze der wertvollsten Marken der Welt, und die wertvollste Marke “Made in Germany” sei BMW mit einem Wert von “19 Mio. Euro”.
Mit Dank an Torsten W., Philipp S. und M.P. für den Hinweis.
Nachtrag, 27.4.2007: “Bild” hat den Fehler anderntags in ihrer “Korrekturspalte” korrigiert.
Nun, da der als “Russen-Riese” bekannte, größte und schwerste Box-Champion aller Zeiten, Nikolai Valuev, in der Nacht zum heutigen Sonntag seinen Weltmeistertitel im Schwergewicht verlor, ist es vielleicht eine gute Gelegenheit, kurz darauf hinzuweisen, dass er — anders als “Bild” am 17.4.2004, am 27.6.2004, am 24.7.2004, am 26.7.2004, am 8.10.2004, am 9.10.2004, am 11.10.2004, am 12.10.2004, am 5.11.2004, am 20.11.2004, am 22.11.2004, am 4.12.2004, am 6.12.2004, am 23.12.2004, am 6.1.2005, am 20.1.2005, am 22.1.2005, am 7.2.2005, am 8.2.2005, am 9.2.2005, am 11.2.2005, am 12.2.2005, am 14.2.2005, am 7.3.2005, am 20.4.2005, am 30.4.2005, am 14.5.2005, am 17.5.2005, am 27.5.2005, am 24.8.2005, am 22.9.2005, am 29.9.2005, am 1.10.2005, am 17.11.2005, am 26.11.2005, am 9.12.2005, am 13.12.2005, am 14.12.2005, am 16.12.2006, am 17.12.2005, am 19.12.2005, am 4.1.2006, am 4.1.2006, am 16.1.2006, am 21.1.2006, am 17.3.2006, am 31.5.2006, am 2.6.2006, am 3.6.2006, am 6.6.2006, am 17.6.2006, am 26.6.2006, am 23.8.2006, am 25.8.2006, am 29.8.2006, am 4.10.2006, am 6.10.2006, am 7.10.2006, am 9.10.2006, am 10.10.2006, am 11.10.2006, am 13.11.2006, am 14.11.2006, am 20.11.2006, am 23.10.2006, am 19.1.2007, am 20.1.2007, am 3.3.2007, am 12.4.2007 und am 14.4.2007 sowie die “Bild am Sonntag” am 14.11.2004, am 21.11.2004, am 19.12.2004, am 13.2.2005, am 15.5.2005, am 29.5.2005, am 12.6.2005, am 25.9.2005, am 2.10.2005, am 11.12.2005, am 18.12.2005, am 4.6.2006, am 28.8.2006, am 19.11.2006, am 3.12.2006, am 21.1.2007 und am heutigen Sonntag behaupten* — nicht 2,17 Meter groß ist, sondern “nur” 2,13 Meter.
Mit Dank auch an Ole J. und Axel B.
*) Abgesehen von den fast 90 falschen Angaben seit 2004 stand Valuevs echte Körpergröße am 24.1. und 12.3.2007 auch schon mal in “Bild” sowie am 25.3. und 1.4.2007 in der “BamS”.
Nachtrag, 16.4.2007: Heute berichtet auch “Bild” über den Boxkampf vom Samstag — und schreibt zwar nicht ausdrücklich, Valuev sei “2,17 Meter” groß, dafür aber, dass er “31 Zentimeter größer” als sein 1,86 Meter großer Gegner sei…
In “Bild” kommen heute auf der zweiten Seite “zwei Rentnerinnen vom oberen und unteren Ende” der “großen BILD-Renten-Tabelle” zu Wort. Über die vom oberen Ende berichtet “Bild” Erstaunliches:
Da ist es natürlich nur fair, dass die Dame mehr Rente bekommt als viele andere — schließlich hat sie offenbar angefangen, Deutsch und Geschichte “an einer DDR-Oberschule” zu unterrichten, als sie etwa sieben Jahre alt war.
Mit Dank an Mathias L. für den sachdienlichen Hinweis.
Nachtrag, 10.4.2007: “Bild” hat den Fehler tags drauf in einer “Berichtigung” dahingehend erläutert, dass die Rentnerin nicht 47 Jahre als Lehrerin gearbeitet, sondern “47 Jahre lang Rentenansprüche erworben” habe – “einschließlich Lehre, Studium und Vorruhestand”.
Die Kompetenz der “Bild”-Zeitung in Sachen Harry Potter ist eher nur so mittel. Insofern würden wir der Behauptung der “Bild am Sonntag”, Harry Potter werde entgegen früherer “Bild”-Behauptungen im siebten Band der Reihe nicht sterben, keine größere Bedeutung schenken.
Insbesondere, da “Bild” in dem Artikel sowohl das Erscheinungsdatum des Buches falsch angibt (der Verkauf der englischen Ausgabe beginnt nicht am 7. Juli, sondern am 21. Juli) als auch den Titel: Es heißt nicht “Harry Potter and the Deathly Hollows” (etwa: …und die tödlichen Hohlräume), sondern “Harry Potter and the Deathly Hallows” (etwa: …und die tödlichen Weihen).
Danke an Verena D. und Volker für die sachdienlichen Hinweise!