Suchergebnisse für ‘Klima’

Unrühmliche Jagd, Verlagen gehen die Leser aus, Kein “Klima vor acht”

1. ARD Media lehnt Werbespot von Klima vor acht ab
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Der öffentlich-rechtliche Werbevermarkter ARD Media habe einen geplanten 35-sekündigen Werbespot der Initiative “Klima vor acht” für das Vorabendprogramm des Ersten abgelehnt. Nach Angaben des Vereins begründe ARD Media die Entscheidung damit, dass der Spot weder der klassischen Produkt- noch der Imagewerbung diene und zudem gegen die EmpCo-Richtlinie für Umweltaussagen verstoße. Politische Werbung sei laut Medienstaatsvertrag unzulässig. Die Initiative halte die Ablehnung für unbegründet und prüfe juristische Schritte.

2. Zuhören ja – Antworten nein
(verdi.de, Danica Bensmail)
Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in Verdi kritisiert zwei geplante Gesetzesvorhaben, die den investigativen Journalismus und die demokratische Kontrolle massiv einschränken könnten. Einerseits drohe durch die Reform des BND-Gesetzes eine Aushöhlung des Quellenschutzes. Andererseits solle das Informationsfreiheitsgesetz durch die Hürde eines “berechtigten Interesses” beschnitten werden, wodurch das bisherige Jedermannsrecht faktisch abgeschafft und Medien sowie NGOs der Informationszugang verwehrt würde.

3. Vor der Frankfurter Buchmesse: Verlagen gehen die Leser aus
(t-online.de)
Kurz vor Beginn der Frankfurter Buchmesse blicke die deutsche Buchbranche auf spürbare Einbußen. Sowohl Umsätze als auch die Zahl der Erstauflagen sowie der Käuferinnen und Käufer seien rückläufig. Besonders drastisch falle der Rückgang bei jüngeren Zielgruppen aus: Bei den 10- bis 15-Jährigen sei die Zahl der Buchkäufer 2025 um über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Neben Zuwächsen bei Hörbüchern und Genres wie Young Adult oder New Adult mache der Börsenverein des Deutschen Buchhandels vor allem die schwindende Lesekompetenz für die Entwicklung verantwortlich.

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4. Fall Paal und die unrühmliche Jagd nach mehr Missbrauchsdetails
(kobuk.at, Andrea Gutschi)
Die mediale Aufarbeitung der Missbrauchs- und Erpressungscausa um den österreichischen Kabarettisten Günther Paal (“Gunkl”) verletze in weiten Teilen fundamentale Opferschutz- und Ethikstandards, kritisiert Andrea Gutschi. Österreichische Boulevardmedien wie “Krone”, “Oe24” und “Heute”, aber auch das Magazin “Falter”, seien in eine voyeuristische Täterzentrierung verfallen. Durch die Veröffentlichung intimer Details aus Ermittlungsakten, Fotos des Wohnumfelds sowie reißerische Begriffe werde das betroffene Kind zur Ware herabgewürdigt und identifizierbar gemacht.

5. Fakten benennen, statt sie als “umstritten” weichzuspülen
(deutschlandfunk.de, Marina Weisband, Audio: 3:45 Minuten)
Die Publizistin Marina Weisband kritisiert den inflationären Einsatz des Begriffs “umstritten” in Medienüberschriften als fatale Scheinneutralität. Häufig handele es sich bei so verharmlosten Sachverhalten um wissenschaftlich widerlegte Behauptungen, rassistische Aussagen oder Rechtsbrüche. Aus Angst vor einem wütenden Mob und dessen Leserbriefen würden Redaktionen oft auf weichgespülte Formulierungen ausweichen. Weisbands Appell an Journalistinnen und Journalisten: “Mein Rat hier wäre die alte Maxime: Mit Terroristen verhandelt man nicht. Briefe an Redaktionen sind ein legitimes und auch wertvolles Mittel, um zusätzliche Perspektiven in eine Debatte zu bringen und auch Feedback zu geben. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass sie auch instrumentalisiert werden von Leuten, die die freie Presse am liebsten komplett abschaffen würden.”

6. Dem Zuschauer untertan
(taz.de, Karlotta Ehrenberg)
Die Drehbuchautorin Karlotta Ehrenberg kritisiert in einem Gastbeitrag die Quotenfixierung und den vorauseilenden Gehorsam in den Redaktionen von ARD und ZDF: “Bleibt ein Programm unter der Erwartung, fliegt es raus. Häufig sofort. Stimmt die Quote, führt man die Formate fort. Manche bis in alle Ewigkeit. Oder man macht dasselbe in Grün. Was erklärt, warum im ÖRR immer mehr Krimis laufen. Neuerdings hat der Zuschauer einen Second Screen in der Hand. Komplexen Geschichten kann er schlecht folgen, weil er gleichzeitig auf dem Handy wischt. Also muss man die Story simpel halten und immer wieder zusammenfassen. Ganz ehrlich: Auf den Zuschauer, der vor meinen Filmen bügelte, hab ich lieber geachtet.”

Wetter und Klima in Medien, Mit drei Klicks umgangen, Irrelevante Themen

1. Wir waren doch schon weiter
(taz.de, Ann-Kathrin Leclere)
Trotz häufiger Berichte über extreme Wetterereignisse nehme die Berichterstattung über die Klimakrise in deutschen Medien kontinuierlich ab, kommentiert Ann-Kathrin Leclere. Wie sie in der “taz” unter Berufung auf eine Untersuchung der Initiative “Klima° vor acht” schreibt, habe sich der Anteil der Klimathemen in den Hauptprogrammen von ARD und ZDF seit 2023 mehr als halbiert. Leclere bemängelt, dass strukturelle Zusammenhänge und wissenschaftliche Einordnungen abseits akuter Katastrophen oder politischer Debatten kaum mehr aufgegriffen würden.

2. Klar informiert? Woher die KI ihre Informationen bekommt
(medienanstalt-nrw.de)
Eine aktuelle Studie der Landesanstalt für Medien NRW (PDF) zeigt, dass bereits knapp ein Viertel der Befragten (24 Prozent) KI-Chatbots nutze, um sich über politische Themen zu informieren. Dabei würden die Systeme meist wie klassische Suchmaschinen mit einfachen Stichworten bedient. Die Informationsgrundlage der Antworten bleibe für Nutzerinnen und Nutzer häufig intransparent, da Chatbots wie ChatGPT bei Erstanfragen nur in etwa der Hälfte der Fälle auf aktuelle Webquellen zurückgreifen würden. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien, fordert daher strengere Regulierungs- und Transparenzvorgaben für KI-Anbieter.

3. Constantin Schreiber verlässt Axel Springer schon wieder
(dwdl.de, Alexander Krei)
Nach nicht einmal eineinhalb Jahren ende die Zusammenarbeit zwischen dem ehemaligen “Tagesschau”-Sprecher Constantin Schreiber und dem Axel-Springer-Verlag wieder. Schreiber sei erst im September 2025 als “Global Reporter” für die Berichterstattung aus dem Nahen Osten angetreten, jedoch schon im April dieses Jahres aus familiären Gründen zurück nach Deutschland gewechselt. Nun habe der 47-Jährige seinen endgültigen Abschied von Springer angekündigt, um sich ab 2027 neuen Aufgaben und einer Podcast-Tournee zu widmen.

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4. Mit drei Klicks umgangen: Wieso Österreichs geplante Porno-Sperre zahnlos, aber trotzdem gefährlich ist
(derstandard.de, Peter Zellinger & Andreas Proschofsky)
Peter Zellinger und Andreas Proschofsky berichten im “Standard”, dass der Gesetzesentwurf von Österreichs Medienminister Andreas Babler zur flächendeckenden Altersverifikation auf scharfe Kritik von Experten und Datenschützern stoße. Die geplante Pflicht zur Alterskontrolle für pornografische Seiten und Soziale Medien setze auf das “Doppelblindmodell” oder die ID Austria, die in der geforderten Form technisch nicht ausgereift oder datenschutzkonform nutzbar seien. Zudem sei das Vorhaben juristisch fragwürdig, da der Digital Services Act der EU nationale Sonderregeln untersage.

5. Russland setzt Telegram-Gründer Durow auf die Terrorliste
(spiegel.de)
Der Konflikt zwischen russischen Behörden und Telegram-Gründer Pawel Durow eskaliere: Die staatliche Finanzaufsicht Rosfinmonitoring habe den Unternehmer sowie dessen Bruder Nikolai offiziell auf die Liste der “Terroristen und Extremisten” gesetzt. Dem Schritt sei eine internationale Fahndungsausschreibung durch den Geheimdienst FSB vorausgegangen. Der im Exil lebende Durow habe in Sozialen Medien auf die Maßnahmen gewohnt provokant reagiert.

6. Warum berichten Medien über irrelevante Themen?
(deutschlandfunk.de, Nach Redaktionsschluss, Sascha Wandhöfer, Audio: 35:31 Minuten)
Im Deutschlandfunk (DLF) kommen regelmäßig Hörerinnen und Hörer zu Wort. Manchmal liefern sie sogar die Idee für eine ganze Sendung und tauschen sich darin mit Expertinnen und Experten aus. In dieser Folge des Podcasts “Nach Redaktionsschluss” geht es um die Frage, warum Medien all zu oft über irrelevante Themen berichten. Es diskutieren DLF-Hörerin Hannah Runken (Pseudonym) und Medienforscher Hektor Haarkötter.

Vor den Bus geschubst, Klimakrise schön geredet, Influencer-Aufnahmen

1. “Wir sollten nicht fürchten müssen, vor den Bus geschubst zu werden”
(netzpolitik.org, Chris Köver)
Im Interview mit netzpolitik.org schildert Josephine Ballon von der Organisation HateAid, welche Folgen das von den USA verhängte Einreiseverbot gegen sie und ihre Co-Geschäftsführerin habe. Das US-Außenministerium werfe ihnen Zensur gegen US-Plattformen vor, obwohl HateAid als Trusted Flagger offiziell im Rahmen des europäischen Digital Services Act (DSA) arbeite. Ballon fordert mehr praktische Unterstützung durch Bundesregierung und EU sowie eine entschiedene Durchsetzung des DSA gegenüber großen Plattformen.

2. Wird die Klimakrise plötzlich doch nicht so schlimm?
(bsky.app, Lobbycontrol)
Auf Bluesky fragt der Verein Lobbycontrol in einem Erklärthread: “Wird die Klimakrise plötzlich doch nicht so schlimm? Genau diesen Eindruck erweckt derzeit eine Kampagne, die mit verzerrten Darstellungen in die Irre führt. Und wieder mit dabei: WELT-Redakteur Axel Bojanowki und die frühere CDU-Politikerin Kristina Schröder.”

3. Katapult MV: Die Stimme für den Norden
(verdi.de, Claudia Krieg)
Patrick Hinz, Chefredakteur von “Katapult MV”, beschreibt das Regionalmedium als kritische Ergänzung zur dünnen Medienlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Im Fokus stehe besonders die AfD, deren kommunale Strukturen und Wahlkampfversprechen man datenjournalistisch einordnen wolle. Hinz kritisiert, dass viele lokale Medien zu unkritisch über die AfD berichten würden und so zu deren Stärke beitrügen.

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4. Achtung, Influencer: Wann sind öffentliche Aufnahmen rechtskonform?
(dwdl.de, Simon Pycha)
Simon Pycha erklärt, wann öffentliche Aufnahmen für Social Media, TV oder Radio rechtlich zulässig sind. Anlass sind Influencer-Formate wie “Streichbruder”, bei denen fremde Menschen in Zügen oder auf der Straße ungefragt Teil von Videos würden. Der Text macht deutlich: Sobald Privatpersonen erkennbar im Mittelpunkt stehen oder aktiv einbezogen werden, braucht es in der Regel eine Einwilligung.

5. Demokratieförderung 3.0
(npj.news, Leif Kramp)
Leif Kramp argumentiert in seinem Text, dass Journalismus stärker als Teil der Demokratieförderung verstanden werden müsse. Programme wie “Demokratie leben!” würden zwar Bildung, Beteiligung und Extremismusprävention fördern, aber weitgehend ausblenden, dass Demokratie auch eine funktionierende lokale Öffentlichkeit brauche. Angesichts schrumpfender Lokalmedien und wachsender “Nachrichtenwüsten” plädiert Kramp dafür, Journalismus, Stadtentwicklung, Bürgerbeteiligung und digitale Plattformen gemeinsam als “kommunikative Infrastruktur” zu fördern.

6. Wie mich der Eurovision Song Contest kaufen wollte
(taz.de, Anastasia Zejneli)
Anastasia Zejneli schildert selbstironisch, wie schwer beim Eurovision Song Contest (ESC) in Wien die Grenze zwischen Berichterstattung, Fan-Kultur und PR zu ziehen gewesen sei. Akkreditierte Journalistinnen und Journalisten hätten ein umfangreiches Gratis-Rahmenprogramm, Goodiebags, Sightseeing-Angebote und Einladungen bekommen: “Mehr als eine Woche lang könnte man sich theoretisch von morgens bis abends mit exklusivem ESC-Programm und dem normalen Sightseeing (alle Museumseintritte, Riesenrad fahren und Hop-on-Hop-off-Bus) kostenlos beschäftigen.”

Bürgermeister wehrt sich, RBB zahlt Entschädigung, Kein Klima fürs Klima

1. Journalisten der Deutschen Welle von israelischen Siedlern angegriffen
(spiegel.de)
Im palästinensisch verwalteten Teil des Westjordanlandes seien zwei Mitarbeitende der Deutschen Welle (DW) von radikalen israelischen Siedlern verfolgt und mit Steinen angegriffen worden. DW-Intendant Peter Limbourg habe den Angriff scharf verurteilt und die israelische Regierung aufgefordert, die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten zu gewährleisten.

2. Gelnhäuser Bürgermeister geht juristisch gegen Axel Springer vor
(hessenschau.de, Michelle Goddemeier)
Gelnhausens Bürgermeister Christian Litzinger gehe juristisch gegen den Axel-Springer-Verlag vor. Ihm sei in der “Welt” eine Aussage zu sexuellen Übergriffen im Freibad verfälschend zugeschrieben worden. Dadurch sei fälschlich der Eindruck entstanden, er verharmlose die Taten, was zu massiven Anfeindungen und Morddrohungen geführt habe. Springer habe sich auf Anfrage des Hessischen Rundfunks noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

3. Außergerichtliche Einigung: RBB zahlt Entschädigung an Gelbhaar
(dwdl.de, Uwe Mantel)
Der RBB habe sich mit dem Grünen-Politiker Stefan Gelbhaar außergerichtlich geeinigt und eine Geldentschädigung für die fehlerhafte Berichterstattung über Belästigungsvorwürfe gezahlt. Die zentrale Quelle für diese Vorwürfe stellte sich später als nicht existent heraus. Der öffentlich-rechtliche Sender habe journalistische Mängel eingeräumt, den Bericht zurückgezogen und öffentlich bei Gelbhaar um Entschuldigung gebeten.

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4. MDR streicht Kemferts Klima-Podcast – mit sofortiger Wirkung
(correctiv.org, Anette Dowideit)
Der MDR habe “Kemferts Klima-Podcast” mit sofortiger Wirkung eingestellt, obwohl dieser hohe Reichweiten erzielt habe. Die Entscheidung werde mit einer ARD-weiten Bündelung von Klimaformaten und der geplanten Entwicklung eines neuen gemeinsamen Podcasts mit dem NDR begründet. Hinter den Kulissen werde jedoch spekuliert, ob politische Motive eine Rolle spielen, da Claudia Kemfert als Reizfigur für rechtskonservative Klimaskeptiker gelte.

5. “Alles außer Fußball”: DFL steigt bei Sportsender Dyn ein
(tagesspiegel.de, Michael Rossmann)
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sei mit einem Anteil von etwa 6,5 Prozent beim Sportsender Dyn eingestiegen, der vom früheren DFL-Chef Christian Seifert gegründet wurde. Bislang überträgt Dyn getreu dem eigenen Slogan “Alles außer Fußball” verschiedene Sportarten, nur nicht Fußball. Obwohl die Beteiligung relativ überschaubar sei, werfe sie Fragen auf, findet Michael Rossmann im “Tagesspiegel”.

6. Tanzen und klatschen und tanken und quatschen
(taz.de, Johannes Drosdowski)
Seit 30 Jahren treffen sich Schlagerfans “Immer wieder sonntags” zur Aufnahme der gleichnamigen TV-Sendung, seit 20 Jahren moderiert Schlagerstar Stefan Mross die Liveshow im Ersten. Zum doppelten Jubiläum hat sich “taz”-Redakteur Johannes Drosdowski unters Publikum gemischt und seine Eindrücke unterhaltsam aufgeschrieben.

Druckmittel Streik, Was vom Klima-Pferd, Vertrauen in Medien

1. Streik bei Tageszeitungen in Bayern, NRW und Schleswig-Holstein
(dwdl.de, Uwe Mantel)
In Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein würden Beschäftigte von Tageszeitungen für 48 Stunden streiken. Hintergrund sei, dass die Verlegerseite frühere Angebote zurückgezogen und laut Gewerkschaftsseite Verschlechterungen für Jüngere gewollt habe. Die Gewerkschaften Verdi und Deutscher Journalisten-Verband hätten das neue Angebot als unzumutbar abgelehnt. Mit dem Streik wolle man vor der nächsten Verhandlungsrunde am 18. Juli Druck auf den Verlegerverband BDZV ausüben.

2. Stefan Aust erzählt was vom Klima-Pferd
(uebermedien.de, Boris Rosenkranz)
Boris Rosenkranz kann nur den Kopf über die “Klimawandelungläubigkeit” von Stefan Aust, dem früheren “Spiegel”-Chefredakteur und späteren “Welt”-Herausgeber, schütteln. Sein einziger Trost: “Man muss auch dankbar sein für so viel Comedy-Gold. Wie er da steht, neben dem sattgrünen Pferderasen, und ziemlich verrückt übers Wetter, das Klima und den ‘Quatsch’ in sein wackelndes Smartphone redet.”

3. Vertrauen in Medien: Was aktuelle Studien zeigen – und was sie offenlassen
(media-lab.de, Martin Stäbe)
Martin Stäbe analysiert in seinem Artikel, wie sich das Vertrauen in Medien entwickelt hat, welche Faktoren es stärken oder schwächen und warum es sich nicht um einen fixen Zustand, sondern um einen gemeinschaftlichen, dynamischen Prozess handelt. Studien würden zeigen, dass das allgemeine Medienvertrauen zuletzt leicht gestiegen sei, jedoch weiterhin fragil bleibe. Vertrauen entstehe laut Stäbe durch Transparenz, Fehlerkultur, Nähe zum Publikum und partizipative Formate.

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4. Die Krone-Schein-Enthüllung zu EU-Geldern
(kobuk.at, Andrea Gutschi)
Andrea Gutschi kritisiert bei “Kobuk”, dass die österreichische “Kronen Zeitung” mit einer vermeintlichen “Enthüllung” über versickernde EU-Gelder Stimmung gegen die Europäische Union mache. Die “Krone” suggeriere Intransparenz, obwohl die zugrunde liegenden Informationen öffentlich zugänglich seien und EU-Portale klare Auskunft über Empfänger, Summen und Verwendungszwecke gäben. Gutschi vermutet hinter der reißerischen Berichterstattung eine politische Kampagne im Schulterschluss mit rechten EU-Abgeordneten.

5. Sicher ist sicher: Eigene Adressen sperren
(verdi.de, Jasper Prigge)
Rechtsanwalt Jasper Prigge warnt vor einer zunehmenden Bedrohung von Journalistinnen und Journalisten durch rechte Angriffe und erklärt, wie sie ihre privaten Daten besser schützen können. Er empfiehlt unter anderem Auskunftssperren im Melderegister, alternative Impressumsangaben und Schutzmaßnahmen bei Ermittlungsakten, um die Weitergabe sensibler Daten zu verhindern.

6. Pan Am, ich komme!
(taz.de, Klaus Hillenbrand)
“Lange Zeit wurde die taz noch physisch in die Druckerei geflogen. Erinnerungen eines taz-Rennfahrers an den Nervenkitzel der täglichen Raserei zum Flughafen Tegel.” Klaus Hillenbrand mit einem nostalgischen Ausflug in die Anfangszeiten der “taz”.

Iran-Perspektiven, Klimabericht kleingeredet, Ist doch nur Spaß

1. Wessen Perspektiven kommen in den Berichten über Iran zu kurz?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 17:59 Minuten)
Im “Übermedien”-Podcast hat sich Holger Klein mit Parniean Soufiani vom WDR-Podcast “Iran im Herzen” unterhalten: “Worauf sollten Journalisten achten, wenn sie iranische Quellen zitieren? Warum ist das, was in Iran geschieht, für alle relevant – und nicht nur für Menschen mit iranischen Wurzeln? Und: Sagt man eigentlich noch ‘der Iran’?”

2. Eine “simple Binsenweisheit” – wie der Exxpress den Klimabericht kleinredet
(kobuk.at, Andrea Gutschi)
Andrea Gutschi berichtet bei “Kobuk”, dass der österreichische “Exxpress” einen neuen Klimabericht herunterspiele und als “Panikmache” und “simple Binsenweisheit” darstelle. Der “Exxpress” argumentiere zwar richtig, dass Österreich sich schneller erwärme als der globale Durchschnitt, ziehe daraus jedoch irreführende Schlüsse. Gutschi kritisiert, dass durch diese verdrehten Darstellungen und Halbwahrheiten gezielt ein falsches Gesamtbild vermittelt werde.

3. Regierung startet Verleumdungskampagne gegen RSF
(reporter-ohne-grenzen.de)
Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) beschwert sich, dass die ungarische Regierung eine systematische Verleumdungskampagne gegen sie und ihren Korrespondenten Szabolcs Vörös gestartet habe. Anlass sei ein Interview mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gewesen. RSF fordere nun die EU auf, entschlossen gegen diese institutionalisierte Diffamierung unabhängiger Medien in Ungarn vorzugehen.

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4. Kern der Berichterstattung über einen Priester im Bistum Passau ist zulässig
(correctiv.org, Marcus Bensmann)
Die “Correctiv”-Redaktion berichtet in eigener Sache, dass das Landgericht München entschieden habe, dass der Kern ihrer Berichterstattung über den Verdacht des “geistlichen Missbrauchs” durch einen Priester im Bistum Passau zulässig sei. Der betroffene Priester habe versucht, die Berichterstattung komplett zu unterbinden. Das Gericht habe jedoch ein legitimes öffentliches Interesse anerkannt, weshalb der wesentliche Inhalt des Artikels bestehen bleibe.

5. Wie das Internet den Journalismus verändert hat
(netzpolitik.org, Jann-Luca Künßberg)
In seinem Gastbeitrag für netzpolitik.org schreibt Jann-Luca Künßberg, dass das Internet den Journalismus stark verändert habe. Reichweite und Klickzahlen seien wichtiger geworden als unabhängige journalistische Entscheidungen. Suchmaschinen wie Google, Soziale Medien und nun Künstliche Intelligenz hätten diesen Trend immer weiter verstärkt und würden den Journalismus vor große Herausforderungen stellen. Künßbergs Fazit: “Weil [der Journalismus] selbst betroffen ist, fehlt ihm bisweilen die kritische Distanz in der Bewertung neuer Technologien. Und während er sie mit Hypes groß macht, fällt er ihnen zum Opfer.”

6. Ist doch nur Spaß
(setup-punchline.de, Bernhard Hiergeist)
Bernhard Hiergeist beschäftigt sich in seinen aktuellen “Noten zur Comedy” mit der Problematik, dass deutsche Comedians oft menschenfeindliche und diskriminierende Witze machen. Er argumentiert, dass sie damit ein gesellschaftliches Klima unterstützen, das reaktionäre und menschenverachtende Gedanken begünstigt und salonfähig macht. Die angeblich harmlosen Witze der Comedians trügen dazu bei, Hemmschwellen herabzusetzen, und würden so den Boden für eine zunehmende Akzeptanz rechter und transfeindlicher Einstellungen bereiten.

Zugang nach Gaza, Klimakiller KI, Cosmo soll wohl bleiben

1. Weltweiter Appell: Wir fordern Zugang nach Gaza
(reporter-ohne-grenzen.de)
Über 130 Medien und Pressefreiheitsorganisationen hätten sich einem Aufruf von Reporter ohne Grenzen (RSF) und dem Committee to Protect Journalists angeschlossen und freien Zugang für Journalistinnen und Journalisten nach Gaza sowie den Schutz palästinensischer Medienschaffender gefordert. “Wir sehen in der fortgesetzten Medienblockade des Gazastreifens den systematischen Versuch der israelischen Seite, Fakten zu verschleiern, Informationen aus dem Krieg zu unterdrücken und die palästinensische Presse und Bevölkerung zu isolieren. Wir fordern Regierungen, Institutionen und Staatschefs auf der ganzen Welt auf, ihr Schweigen zu beenden. Sonst machen sie sich mitschuldig. Nach dem humanitären Völkerrecht ist die Tötung eines Journalisten ein Kriegsverbrechen”, so RSF-Geschäftsführerin Anja Osterhaus.

2. “Wir überschätzen, wie wichtig Intelligenz ist”
(journalist.de, Jakob Vicari)
Beim “journalist” spricht Jakob Vicari mit dem KI-Experten David Caswell über die Frage, wie Künstliche Intelligenz (KI) den Journalismus verändern könnte. Caswell betont, dass KI viele Aufgaben übernehmen werde, aber komplexe, emotionale Recherchen auch in Zukunft menschlichen Journalistinnen und Journalisten vorbehalten seien. Entscheidend sei, die Bedürfnisse des Publikums besser zu verstehen und Vertrauen durch Transparenz und nutzerzentrierten Journalismus zurückzugewinnen.

3. Klimakiller KI: Deine Prompts sind das kleinste Problem
(socialmediawatchblog.de, Simon Berlin & Martin Fehrensen)
In der aktuellen (ausnahmsweise frei verfügbaren) Ausgabe des “Social Media Watchblogs” beschäftigen sich Martin Fehrensen und Simon Berlin mit dem hohen Energieverbrauch von KI-Technologien. Während einzelne Nutzerinnen und Nutzer keine großen Klimasünder seien, steige der Gesamtverbrauch massiv an, vor allem bei Video-KI sowie durch den Ausbau energieintensiver Infrastrukturen. Die Newsletter-Autoren verweisen auf Experten, die mehr Transparenz von Tech-Konzernen fordern und die grundsätzliche Frage aufwerfen, ob der Nutzen der Technologie die ökologischen Folgen rechtfertigt.

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4. WDR: Cosmo soll wohl bleiben
(digitalfernsehen.de)
Trotz der geplanten Reduzierung der ARD-Radioprogramme werde der WDR seinen interkulturellen Sender Cosmo nach eigener Aussage nicht abschalten, sondern weiterentwickeln. Anlass zur Sorge gab eine Petition mit prominenter Unterstützung, die befürchtete, Cosmo könnte im Zuge der Rundfunkreform wegfallen. Laut WDR und NRW-Medienminister Nathanael Liminski habe Cosmo aber einen klaren gesetzlichen Auftrag und sei von großer Bedeutung.

5. Einnahmen aus Rundfunkbeitrag rückläufig, mehr Befreiungen
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Wie Timo Niemeier bei “DWDL” berichtet, sind die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag 2024 leicht gesunken und lagen bei 8,74 Milliarden Euro. Der Rückgang werde auf den Abschluss vieler Klärungsverfahren nach dem Meldedatenabgleich zurückgeführt. Gleichzeitig sei die Zahl der Beitragsbefreiungen erstmals seit 2018 wieder angestiegen. Grund dafür sei vor allem eine Zunahme von Anträgen von Menschen in der Grundsicherung oder im Bürgergeld.

6. Google schmeißt kritische Berichterstattung wegen Fake-Beschwerden aus der Suche
(netzpolitik.org, Ingo Dachwitz & Maxence Peigné)
Ingo Dachwitz und Maxence Peigné berichten bei netzpolitik.org, dass kritische Artikel über das Glücksspielunternehmen Soft2Bet mithilfe fingierter Urheberrechtsbeschwerden zeitweise aus der Google-Suche entfernt worden seien. Unbekannte hätten gefälschte Beschwerden eingereicht und Googles automatisiertes System ausgenutzt, um unbequeme Berichterstattung zu zensieren. Der Fall zeige, wie leicht digitale Plattformen manipulierbar seien, wenn die Urheberrechtsdurchsetzung automatisiert erfolge und echte Prüfung fehle.

Hartes Arbeitsklima, Ende der freien US-Presse?, Holger Friedrich

1. “Das Arbeitsklima ist extrem hart”
(verdi.de, Stefan Mey)
Im Interview mit Stefan Mey schildert Katharina Weiß von Reporter ohne Grenzen, dass die Berichterstattung über den Nahostkonflikt für viele Journalistinnen und Journalisten in Deutschland mit massivem Druck, Anfeindungen und struktureller Einschränkung der Pressefreiheit verbunden sei. Besonders problematisch seien körperliche Angriffe auf Demos, gezielte Online-Hasskampagnen sowie politische Interventionen und redaktionelle Selbstzensur, etwa durch Begriffssperren oder ungleiche Behandlung von Quellen.

2. Das Ende der freien Presse in den USA?
(ndr.de, Fritz Lüders, Video: 21:22 Minuten)
Der Beitrag des NDR-Medienmagazins “Zapp” zeigt, wie die Regierung von Donald Trump gezielt klassische Medien ausgrenze, regierungstreue Influencer in den Vordergrund rücke und kritische Berichterstattung systematisch unter Druck setze. Durch wirtschaftliche Hebel, rechtliche Drohungen und politische Einflussnahme auf Medienaufsicht und Auslandsrundfunk sei die Pressefreiheit in den USA massiv gefährdet. Diese Strategie bedrohe nicht nur einzelne Medienschaffende, sondern schwäche die demokratische Öffentlichkeit insgesamt.

3. Holger Friedrich sagt, wie (gut) es beim Berliner Verlag läuft – und lässt eine Zeitschrift der Weimarer Republik wieder aufleben
(kress.de, Marc Bartl)
Wie Marc Bartl bei “kress” berichtet, plant Verleger Holger Friedrich eine Neuauflage der Zeitschrift “Weltbühne”, um an deren republikanisch-antimilitaristische Tradition aus der Weimarer Zeit anzuknüpfen und Räume für offenen Diskurs zu schaffen. Gleichzeitig habe Friedrich Geschäftszahlen des Berliner Verlags (unter anderem “Berliner Zeitung”) offengelegt: 2024 sei ein operativer Gewinn von 1,4 Millionen Euro erzielt worden, was die wirtschaftliche Stabilität des Hauses belege. Als nächstes Ziel wolle Friedrich mit dem Berliner Verlag Gesellschafter der Deutschen Presseagentur (dpa) werden, um ostdeutsche Perspektiven stärker in die Medienlandschaft einzubringen.

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4. ORF jubelt über den ESC-Sieg und fängt schon an zu rechnen
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Im “Austria-Update” von “DWDL” schreibt Timo Niemeier, dass der öffentlich-rechtliche ORF trotz erheblicher Sparzwänge den Eurovision Song Contest 2026 in Österreich ausrichten möchte. Die Vorbereitungen dafür hätten bereits begonnen. Gleichzeitig warne der ORF-Redaktionsausschuss vor einem massiven Programmabbau infolge eingefrorener Rundfunkbeiträge und appelliere an die Politik, die redaktionelle Unabhängigkeit zu wahren. Weitere Themen: Canal+ soll ein Angebot für die TV-Rechte an der österreichischen Bundesliga abgegeben haben, ein Verleger sei wegen Bedrohung verurteilt worden, und der Medienwissenschaftler Leonhard Dobusch ziehe als neues SPÖ-Mitglied in den ORF-Stiftungsrat ein.

5. Kritik oder Rassismus? – Warum Herkunft kein Makel ist
(thueringer-allgemeine.de, Roya Hedayati)
In einem Kommentar für die “Thüringer Allgemeine” berichtet Roya Hedayati, dass sie als Volontärin in der Lokalredaktion Arnstadt sowohl Offenheit als auch alltäglichen Rassismus erlebt habe: “Ich habe viele offene Menschen kennengelernt – und gleichzeitig erlebt, wie verletzend es sein kann, als junge Frau mit Migrationsgeschichte im Journalismus zu arbeiten.” Abwertende Kommentare über ihre Herkunft würden zeigen, dass Diskriminierung sowohl im Journalismus als auch im Alltag des Ilm-Kreises präsent sei. Hedayati ruft dazu auf, Ausgrenzung nicht zu ignorieren, sondern offen anzusprechen und sich für Vielfalt und Respekt einzusetzen.

6. Gefährlicher Angriff auf die sexuelle Selbstbestimmung
(netzpolitik.org, Chris Köver & Sebastian Meineck)
Bei netzpolitik.org argumentieren Chris Köver und Sebastian Meineck, dass das neue schwedische Gesetz zur Online-Sexarbeit nicht nur Sexarbeiterinnen kriminalisiere, sondern auch tief in digitale Plattformstrukturen eingreife. Plattformen wie OnlyFans oder Snapchat könnten demnach künftig strafrechtlich belangt werden. Zudem würden verstärkte Inhaltslöschungen, Profilverbote und der Ausschluss Betroffener von Zahlungsdiensten drohen. Der Gesetzgeber nutze den Schutz vor Missbrauch als Vorwand, um die Überwachung digitaler Kommunikation und Zahlungsflüsse auszuweiten.

Klimakrise in den Medien, Welt im Wandel, “Süddeutsche” bestreikt

1. “Die Klimakrise wird uns in den nächsten fünf Jahren sowas von um die Ohren fliegen”
(journalist.de, Catalina Schröder)
Luisa Neubauer spricht im Interview mit dem “journalist” über die Verantwortung von Parteien und Medien, die Klimakrise trotz anderer Krisen stärker in den Fokus zu rücken. Sie kritisiert die Berichterstattung als oft zu wenig substanziell und fordert ein breiteres Verständnis für Klimafragen in allen journalistischen Formaten: “Es scheint, als hätte man sich dazu entschieden, nicht weiter über die Klimakrise zu berichten, obwohl sie umfassend und existenziell ist. Aber sie ist nicht weg, nur weil man weniger darüber berichtet”, so die Klimaaktivistin.

2. “Süddeutsche Zeitung” wird für 48 Stunden bestreikt
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Wie “DWDL” berichtet, streiken die Redakteurinnen und Redakteure der “Süddeutschen Zeitung” wegen festgefahrener Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger 48 Stunden lang. Die Gewerkschaften würden eine Tariferhöhung von zwölf Prozent fordern, rückwirkend ab Mai 2024. Das Angebot der Verleger falle deutlich niedriger aus. Außerdem wolle die Arbeitgeberseite Gehaltssteigerungen an selbst organisierte und selbst bezahlte Weiterbildungen koppeln.

3. Die Welt im Wandel: Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Fokus des Journalismus
(fachjournalist.de, Ulrike Bremm)
Jörg Köpke, Chefredakteur und Leiter Kommunikation des Thinktanks Centrum für Europäische Politik, spricht im Interview mit Ulrike Bremm über die Herausforderungen des Sicherheits- und Verteidigungsjournalismus angesichts der aktuellen geopolitischen Lage, insbesondere nach der Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump. Köpke beleuchtet, wie Trumps erratische Politik und Europas mangelnde Vorbereitung die Sicherheitslage verschärfen könnten, und kritisiert die zunehmende Oberflächlichkeit in der Berichterstattung über sicherheitspolitische Themen.

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4. EU-Abgeordneter, Youtuber und Musk-Fanboy: Die große Show des Fidias
(rnd.de, Matthias Schwarzer)
“Seit dem Sommer sitzt der Youtuber Fidias Panayiotou für Zypern im EU-Parlament. Seinen Fans präsentiert er regelmäßig Clips aus Brüssel, die auch Elon Musk gefallen. Andere Abgeordnete verlieren langsam die Nerven. Was genau ist seine Agenda?” Matthias Schwarzer ist dem kuriosen Fall nachgegangen, bei dem ein Youtuber anscheinend das EU-Parlament vornehmlich dafür nutzt, um Social-Media-Aufmerksamkeit für sich zu generieren.

5. Bloß raus bei der Hetz-Plattform von Musk
(netzpolitik.org, Markus Reuter)
Immer mehr Organisationen, darunter staatliche Institutionen, Medien, Vereine und Städte, verlassen Elon Musks Plattform X (vormals Twitter), die zunehmend mit Hetze, Demokratiefeindlichkeit und extremistischen Positionen in Verbindung gebracht werde. Beispiele seien die Bundeswehr, der Hessische Rundfunk sowie die Sportvereine Hertha BSC und SV Darmstadt 98, die ihre Werte nicht mit X vereinbar sähen. Insbesondere die Plattform Bluesky profitiere von der Abwanderung, da sie als Alternative für ein faires und respektvolles Online-Umfeld wahrgenommen werde.

6. Keine Rolle rückwärts
(djv.de, Gina Schad)
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) warnt vor einer möglichen Einflussnahme von Plattformkonzernen wie X und Meta auf europäische Standards, vor allem nach Donald Trumps Amtsantritt als US-Präsident. Elon Musk und Mark Zuckerberg hätten bereits Maßnahmen ergriffen, die europäische Regelungen gegen Desinformation untergraben könnten. Der DJV fordert Politik und Aufsichtsbehörden auf, den Digital Services Act entschlossen durchzusetzen, um demokratische Spielregeln und die politische Willensbildung vor der Bundestagswahl zu schützen.

Medienfreiheit in Israel, Mehr Klima bitte, Prognosen fürs Medienjahr

1. Israel: “Angriff auf die Medienfreiheit”
(mmm.verdi.de, Till Schmidt)
Till Schmidt hat sich mit der israelischen Journalistin und Gewerkschafterin Anat Saragusti über die Einschränkungen der Medienfreiheit in Israel unterhalten: Was sind die wichtigsten aktuellen Trends in der israelischen Medienlandschaft? Was sind die größten Herausforderungen für israelische Journalistinnen und Journalisten, wenn sie über den aktuellen Gaza-Krieg berichten? Und wie wirkt sich die belastete und polarisierte Atmosphäre auf die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten in Israel aus?

2. Mehr Klima bitte
(taz.de, Johanna Weinz)
Das “Netzwerk Klimajournalismus” fordert in einem offenen Brief die Medien auf, die Klimakrise konsequent und ressortübergreifend in ihre Berichterstattung einzubeziehen und im Wahlkampf zu thematisieren. Der Verein kritisiere, dass trotz der drängenden Auswirkungen der Klimakrise das Thema oft von anderen Krisen verdrängt werde, und rufe Journalistinnen und Journalisten dazu auf, Zusammenhänge aufzuzeigen und kreative Erzählformate zu entwickeln.

3. Reuters-Report: Die Prognosen fürs Medienjahr 2025
(medientage.de, Petra Schwegler)
Das Reuters Institute for the Study of Journalism hat in seinem News-Report “Journalism, Media, and Technology Trends and Predictions 2025” einen Blick in die Zukunft gewagt. Petra Schwegler fasst die Thesen zusammen. Trotz schwieriger Aussichten für die Branche würden die Autorinnen und Autoren die Chancen für Medienunternehmen betonen, sich durch Anpassung und Diversifikation erfolgreich im digitalen Umfeld zu positionieren.

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4. RSF verlässt X
(reporter-ohne-grenzen.de)
Nun verlässt auch die deutsche Sektion von Reporter ohne Grenzen Elon Musks Plattform X (vormals Twitter): “Studien belegen, dass der Anteil an Verschwörungserzählungen, Desinformation und diskriminierenden Beiträgen gestiegen ist. Dadurch hat der öffentliche Diskurs auf X stark gelitten – es dominieren Trolle und populistische Inhalte, während konstruktive Dialoge kaum noch stattfinden.”

5. Hören/Sagen!
(mailchi.mp/sandroschroeder)
Sandro Schroeder berichtet in seinem Newsletter über Entwicklungen und Herausforderungen in der Podcast-Branche, insbesondere zu Arbeitsbedingungen, Bezahlung und Solidarität unter Podcasterinnen und Podcastern. Außerdem geht es um die Konferenz “So Many Voices”, die Themen wie faire Honorare und Arbeitsstrukturen in den Mittelpunkt gestellt habe. Zu guter Letzt bietet er einen Rückblick auf “Meine Podcasts des Jahres 2024”.

6. Nominierungen für den Grimme-Preis: Wer 2025 hoffen darf
(dwdl.de, Alexander Krei)
“Die Nominierungen für den Grimme-Preis 2025 sind da – und es sind so wenige Filme im Rennen wie nie. Wie immer dominieren die Öffentlich-Rechtlichen, doch auch Prime Video, RTL und Disney+ haben Chancen.” Alexander Krei hat zusammengefasst, wie sich die Nominierungen zusammensetzen, und eine Übersicht aller Kandidaten und Kandidatinnen angehängt: von “Angemessen Angry” bis “Die Zweiflers”.

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