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Bruchlandung

Manchmal ist es schwer, als Journalist den Überblick zu behalten. Beispielsweise, wenn nach einer Bruchlandung widersprüchliche Fakten in der Redaktion eintrudeln und ein ziemliches Chaos vorherrscht.

Manchmal machen es einem die Beteiligten aber leichter, indem sie zum Beispiel eine Pressekonferenz einberufen und der Pilot eine auch für Laien verständliche Erklärung abgibt.

Aber für “Bild” ist nichts leicht genug.

Doch der Reihe nach:

Am Donnerstag ist eine Boeing 777 von British Airways beim Landeanflug auf den Londoner Flughafen Heathrow plötzlich abgesackt und hat auf einer Wiese vor der Landebahn aufgesetzt.

Gestern berichteten britische Medien über die Bruchlandung:

Both engines on the British Airways jet which crash-landed at Heathrow failed to respond to both automatic and manual demands for more thrust two miles short of the airport, investigators have said.

(Alle Hervorhebungen von uns.)

Heißt: Die Turbinen erhöhten die Leistung nicht wie erforderlich, es fehlte an zusätzlichem Schub für die Landung. Dass beide Triebwerke vollständig ausgefallen sind, steht keineswegs fest und ist sogar eher unwahrscheinlich.

Und “Bild” titelt:

TRIEBWERKSAUSFALL!

Überhaupt ist in “Bild” alles ganz besonders dramatisch:

Alle zwölf Fahrwerkräder sind abgerissen. Die Tragflächen haben sich in die Kabinenwand gebohrt.

Nun ja, das linke Hauptfahrwerk wurde schon mal nicht abgerissen, sondern in den Flügel gedrückt, und von der Kabine heißt es in einem Bericht explizit, dass sie nicht beschädigt wurde:

It skidded sideways and debris was thrown around as a wing became detached from the fuselage, but the passenger cabin stayed intact.

Aber es kommt noch besser. In seiner gestern verlesenen Erklärung erklärte Peter Burkill, der Pilot des Flugzeugs, sein Co-Pilot John Coward habe beim Landeanflug die Maschine geflogen:

As captain of the aircraft I am proud to say that every member of my team played their part expertly yesterday, displaying the highest standards of skill and professionalism, no-one more so than my Senior First Officer John Coward who was the handling pilot on the final approach and did the most remarkable job.

Entsprechend sahen die Überschriften in Großbritannien aus:

“Captain reveals co-pilot landed BA crash flight”

“Co-pilot controlled crash-landing”

“Captain Cool lauds heroic Coward”

Die “Bild”-Zeitung aber schreibt:

Der Held: Peter Burkill (43) verhinderte die Katastrophe

Dieser Bruchpilot ist ein echter Held! Peter Burkill (43), Kapitän der Crash-Boeing von London, verhinderte mit kühler Besonnenheit ein Inferno am Flughafen Heathrow. (…)

Pilot Burkill reißt den Bug hoch, versucht, wie ein Segelflieger den Kurs gerade zu halten, schafft es noch über den Flughafenzaun. (…)

Pilot Burkill, der gefeierte Held, gibt sich bescheiden, sagte nur: “Die ganze Crew hat perfekt funktioniert. Die größte Leistung hat mein Co-Pilot vollbracht.”

Dass der Pilot “den Bug hochreißt”, ist gleich doppelt falsch. Denn das tat nicht nur Burkill nicht, sondern auch Co-Pilot Coward nicht; es wäre auch fatal gewesen. Er musste die Nase des Flugzeugs herunterdrücken — und genau das tat er offenbar auch:

He pushed the nose down to gain speed (…).

Aber Ahnungslosigkeit muss nicht auf Kosten von Detailfreude gehen, lehrt uns “Bild” und berichtet:

Während der Jet aus 150 Meter Höhe über Wohnvierteln absackt, funkt Burkill seelenruhig an den Tower: “Gehe auf Gleitflug!”

Seelenruhig, soso. Laut anderer Medien hatten die Piloten nicht einmal die Zeit, überhaupt einen Funkspruch abzusetzen.

Mit Dank an Klaus, Manuel, Renke B. und Tobias R. für die Hinweise.

Ein Wintermärchen für Roland Koch (2)

Es steht kein Wort wie “Berichtigung” über dem Artikel; es fehlt überhaupt jeder Hinweis, dass er in irgendeiner Weise das korrigiert, was “Bild” gestern behauptet hat (wir berichteten), aber immerhin: Der heutige Text über den Gießener Jugendlichen, der für neun Monate in Sibirien lebt, rückt einiges gerade, was “Bild” gestern behauptet oder angedeutet hatte. Unter anderem erwähnt “Bild” nun (“BILD erfuhr, warum er wirklich nach Sibirien kam”), dass es sich um eine freiwillige Aktion handelt, und erweckt nicht mehr den Eindruck, es sei eine “Strafmaßnahme”, eine besonders strenge noch dazu. Auch der teils falsche, teils grob irreführende Artikel auf Bild.de wurde unauffällig entschärft.

Am Ende des heutigen “Bild”-Artikel kommt etwas unvermittelt noch ein Politiker zu Wort:

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) zu BILD: “Wenn Psychologen der Meinung sind, dass eine solche Maßnahme geeignet ist, den Jugendlichen von seinem Tun abzubringen, dann ist schon die Hoffnung, dass es keine weiteren Opfer gibt, den Aufenthalt wert.”

Wie schon gestern erweckt “Bild” den Eindruck, das von Koch regierte Bundesland, in dem in zehn Tagen gewählt wird, stehe hinter der Maßnahme. Das ist gleich doppelt irreführend: Erstens ist es konkret der Landkreis Gießen. Und zweitens hat sich das Land Hessen nach den Worten von Sozialministeriumssprecher Franz-Josef Gemein aus der Finanzierung solcher erlebnispädagogischer Projekte sogar zurückgezogen.

Auch wir müssen uns korrigieren: Betreut wird der 16-Jährige, anders als wir berichtet haben, sehr wohl vom Verein “Pfad ins Leben”.

Ein Wintermärchen für Roland Koch

Was mag der “Bild”-Leser denken, wenn er die heutige “Bild”-Schlagzeile sieht?

  • Endlich passiert mal was!
  • Hat die “Bild”-Debatte um Jugendkriminalität doch Wirkung gezeigt!
  • Roland Koch greift hart durch, den wähl ich!

Man muss unterstellen, dass die Schlagzeile — passend zur aktuellen “Bild”-Kampagne und rechtzeitig vor der Landtagswahl in Hessen — genau diesen Eindruck erwecken soll.

Der Eindruck ist falsch.

“Bild” schreibt:

Es geht offenbar auch anders! Das Jugendamt des Landkreises Gießen (Hessen) hat einen jugendlichen Gewalttäter nach Sibirien geschickt! (…)

KNALLHARTE STRAFMAßNAHME STATT KUSCHELPÄDAGOGIK!

Richtig ist: Das Land Hessen hat mit dem Fall direkt nichts zu tun; niemand hat den Jungen gezwungen, nach Sibirien zu fahren; es handelt sich nicht um eine Strafe, sondern um eine erlebnispädagogische Maßnahme.

Sämtliche Informationen in dem “Bild”-Artikel stammen aus zwei Artikeln in “Welt” und “Gießener Anzeiger” und einem Bericht des Hessischen Rundfunks; die Fakten hat die “Bild”-Zeitung allerdings ihren eigenen Vorstellungen angepasst. Die “Welt” berichtet zum Beispiel (anders als “Bild”), dass solche Maßnahmen nur auf freiwilliger Basis funktionierten: Auch der 16-Jährige und seine Mutter hätten dem Aufenthalt zugestimmt. Und der “Gießener Anzeiger” schreibt unter Berufung auf den zuständigen Jugendamtsleiter Peter Heidt:

Es geht weder in der einen Richtung darum, einem schwierigen Jugendlichen einen Abenteuer-Auslandsaufenthalt zu finanzieren, noch in der anderen Richtung darum, ihn mit Sibirien zu bestrafen, das im kollektiven Gedächtnis der Deutschen mit der Assoziation von lebensbedrohlichen Arbeitslagern verbunden ist.

Noch weiter von der Wahrheit entfernt hat sich Bild.de mit einem gestern veröffentlichten Artikel zum selben Thema:

Hessen schickt ersten Teenager nach Sibirien

Letzter Ausweg Nowosibirsk. Das Jugendamt Gießen hat jetzt den ersten jugendlichen Straftäter in die russische Einöde geschickt.

Erstens hat ihn das Jugendamt Gießen keineswegs “jetzt” nach Sibirien geschickt, sondern bereits vor einem halben Jahr. Und der 16-jährige ist (anders als auch “Bild” nahelegt) keineswegs der erste Teenager, der diese Art Therapie bekommt. Der Verein “Pfad ins Leben” zum Beispiel hat bereits vor über zehn Jahren damit begonnen, kriminelle oder labile Jugendliche nach Sedelnikowo zu bringen und dort unter ähnlichen Umständen zu betreuen wie der 16-jährige, mit dem “Bild” heute aufmacht. “Bild” illustriert den Artikel sogar mit einem Foto von “Pfad ins Leben”, obwohl der Verein selbst seit zwei Jahren keine Jugendlichen dort mehr betreut.

Das Projekt ist den Medien nicht verborgen geblieben; ausführlich berichteten unter anderem 1999 die “Thüringer Allgemeine”, 2001 der MDR, 2002 die (inzwischen eingestellte) “Woche” und 2002 die “Welt am Sonntag”.

Wie flexibel “Bild” beim Umgang mit der Realität ist, zeigt der Schluss des Artikels heute. Voller Lob schreibt der ungenannte Autor:

Das Erziehungscamp (…) kostet 150 Euro täglich — nur ein Drittel der Kosten, die bei einer Unterbringung in einem geschlossenen Heim in Deutschland anfallen würden.

Gestern kritisierte “Bild” die Hamburger Jugendpolitik, weil dort Problemkinder “auf noble Privat-Schulen gesteckt [sic]” werden, und empörte sich:

Kostet pro Monat 2290 Euro allein an Schulgeld!

2290 Euro im Monat sind 76 Euro täglich.

Vielen Dank an Sven J., Jens J., Stefan K., Andreas und die anderen Hinweisgeber!

Nachtrag, 18.1.2008. Fortsetzung hier.

6 vor 9

Wettstreit der besten Argumente
(werbewoche.ch, Josefa Haas)
Der Journalismus steht im Wettbewerb der Informationsvermittlung – eine sportliche Herausforderung, findet Josefa Haas.

Der «Blick» soll dicker werden (+)
(sf.tv, Video, 5:23 Minuten)
Mehr Seiten, ein neues Layout und eine Frauenzeitschrift als Beilage: Am Ringier-Hauptsitz in Zürich wird mit Hochdruck an der neuen Ausrichtung der Tageszeitung «Blick» gefeilt. Das Vorgaben sind klar: Mehr exklusive Geschichten.

Ringier – 175 Jahre Abenteuer
(tagesanzeiger.ch, Constantin Seibt)
Zum Geburtstag des Verlags erscheint morgen ein Buch – es ist ein Alptraum für jeden Unternehmensberater.

Radio Tropic ade
(nzz.ch, ras.)
Start von Radio 1 – zurück zu mehr Einfalt.

Neu! “Bild” bringt Qualitätsjournalismus!
(perlentaucher.de, Thierry Chervel)
Die Bild-Zeitung druckt Frank Schirrmachers “dramatischen Beitrag” zu Jugendgewalt nach. Und basht Schirrmachers Kollegen Jens Jessen: “Muss er Konsequenzen fürchten?”

Zwischen Befindlichkeit und Quote
(taz.de, Meike Laaff)
Inzwischen haben klassische Medien auf die Neuerungen des Web 2.0 reagiert. Inhaltlich rümpfen Journalisten aber noch die Nase über Blogger.

Ein Mitesser weniger im “Dschungelcamp”

“Bild” berichtet derzeit immer wieder ausführlich über das, was sich bei der RTL-Show “Ich bin ein Star, holt mich hier raus” so tut: Der Auftritt der Busch-Bewohnerin Julia Biedermann im “Playboy” wurde mit einer Bildergalerie begleitet, Ex-Kandidat Daniel Küblböck darf bei Bild.de sein “Dschungelbuch” in eine Kamera sprechen — und heute fragt “Bild” bange und beinahe seitenfüllend (siehe rechts):

Wann platzt Dirk Bach?

(…) Im Gegensatz zu den Kandidaten, die sich täglich von Reis und Bohnen und ab und zu von Rattenschwänzen und Kakerlaken ernähren müssen, bekommen die Moderatoren aber auch feinste Menüs im australischen Busch serviert.

Und augenscheinlich gut informiert präsentiert “Bild” auch eine lange Gegenüberstellung dessen, was den Kandidaten vorgesetzt und was den Moderatoren serviert wurde:

“Bild” kommentiert die doch recht unterschiedlichen Speisepläne so:

Kein Wunder, dass Dirk Bach ablehnte, als Barbara Herzsprung (54) ihm bei der Dschungel-Prüfung etwas von ihren Tierchen anbot. Bach: “Nein danke, ich bin nicht wahnsinnig.”

Dass Dirk Bach ablehnte, ist allerdings echt “kein Wunder” — egal, ob Rattenschwanz, Lammkarree oder sonstige “Tierchen”: Bach ist seit Jahren bekanntermaßen Vegetarier.

Von Äpfeln und Birnen, Türken und Deutschen

Die Sprache, in der die “Bild”-Zeitung sich dem Thema Ausländerkriminalität widmet, liest sich inzwischen so:

Der deutsche Steuerzahler blecht dafür, dass brutale Ausländer in Deutschland sicher leben können, muss aber damit rechnen, von ihnen verprügelt zu werden!

Seit über zwei Wochen fährt “Bild” eine immer schrillere Kampagne, die keine Rücksicht auf Verluste nimmt und einen Eindruck von explodierender Ausländergewalt erweckt, der mit der Realität wenig zu tun hat. Christian Pfeiffer, einer der renommiertesten deutschen Experten zum Thema Jugend- und Ausländerkriminalität, sagt, er habe eine Kampagne von solcher Intensität noch nicht erlebt und nennt sie “massiv gefährlich”.

Im BILDblog-Interview warnt er davor, falsche Schlussfolgerungen aus den Statistiken zu ziehen, plädiert aber auch für eine offene Diskussion zum Beispiel über innerfamiliäre Gewalt in türkischen Familien.

6 vor 9

Best of Feuilleton 2007
(umblaetterer.de)
“Die zehn besten Texte aus den Feuilletons des Jahres 2007: Bayreuth, Sodann und Gomorrha, Bionade-Biedermeier, Zidanes Melancholie, Spiegel Online, Autorenporträts, »Esra«-Urteil, Notiz über Kitsch, Kaiser Chiefs.”

Blattschuss!
(watchberlin.de, Video, 4:57 Minuten, Oliver Gehrs)
Oliver Gehrs plaudert es aus und freut sich: Georg Mascolo, Leiter des SPIEGEL-Hauptstadtbüros und Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur von SPIEGEL ONLINE, sollen das neue Chefredakteurs-Team des Spiegels bilden.

Bringt Facebook den Untergang des Abendlandes?
(medienkonvergenz.com, Andreas Göldi)
“Dass das Social Network Facebook viele, viele User zur Zeitverschwendung mit Vampirspielen und virtuellem Schafewerfen animiert, ist bestens bekannt. Und dass diese vielgehypte Website an etwas krummen Businessmodellen leidet, wussten wir auch schon. Neu hingegen ist, dass Facebooks dunkle Hintermänner doch tatsächlich vorhaben, die reale Welt zu zerstören und durch ein globales, virtuelles, neokonservativ-imperialistisches Netzwerk zu ersetzen. Das meint zumindest Tom Hodgkinson im Guardian von heute.”

WEB 3.0: Wenn Google überflüssig wird
(manager-magazin.de, René Baron)
Wie nennt man Wörter, die von vorne und hinten gelesen gleich sind – also zum Beispiel “Anna” oder “Rentner”? Seit es Google gibt, sind solche Fragen schnell beantwortet. Aber in ein paar Jahren kann man vielleicht einfach sein Handy fragen, um zu erfahren, dass das Palindrome sind. Web 3.0 macht’s möglich.

Leserreporter in der Schweiz
(wortgefecht.net)
“Immer mehr Regionalzeitungen springen auf den Leserreporter-Zug auf, welchen das Boulevardblatt «Blick» und die Pendlerzeitung «20 Minuten» ins Rollen gebracht haben. Die Schweizer Medien bauen also Bürgerjournalismus vermehrt in ihr journalistisches Konzept ein.”

Google-Beilage der WOZ: empfehlenswert
(yourposition.ch, Lukas Stuber)
“Die jüngste Ausgabe der WOZ samt Google-Beilage war in Neu-Oerlikon nicht gerade einfach zu ergattern (das PDF ausdrucken mochte ich nicht), aber zum Schluss klappte es dann doch. Zum Glück: Das Google-Spezial «Dein grosser Bruder» ist absolut lesenswert.”

In die Tonne getreten (2)

FCB-Manager Uli Hoeneß:
 
“Das ist Zufall, denn man kann sich ja vorstellen, dass man nicht von Freitag bis Sonntag einen Transfer über die Bühne bringt.”
(Quelle: fcbayern.de)

Wenn Sportbild.de unter der Überschrift “Borowski-Transfer: Klinsmann nicht beteiligt” berichtet, der Wechsel des Fußballspielers Tim Borowski von Werder Bremen zum FC Bayern München sei “nicht vom künftigen Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann angestoßen worden”, wenn Kicker.de vermeldet, Borowski Wechsel sei “keineswegs vom künftigen Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann eingefädelt worden” und auch der FC Bayern (siehe Kasten) nichts davon wissen will, dass der Neuzugang “ein Verdienst des zukünftigen Bayern-Coaches gewesen sein könnte”…

… wie berichtete dann wohl “Bild” darüber? — Na, so:

"Klinsi holt WM-Helden Borowski"

Mit Dank an Lorenz S.

In die Tonne getreten (1)

"BILD fand die Klinsi-Tonne"

Mann, das war bestimmt voll die kniffelige Recherche, bis “Bild” das gute Stück endlich “in Stuttgart aufgespürt” hatte, wie ein Blick ins Archiv* zeigt! Berichtete doch die “Stuttgarter Zeitung” am 23.09.2006:

Rein zufällig sei er beim Internet-Auktionshaus E-Bay auf “die Tonne” gestoßen, erzählt Dieter Fischer. Mit “Tonne” meint der bekannte Weingroßhändler jene Werbesäule, an der Jürgen Klinsmann einst seine Spuren hinterlassen hat. (…) Die Agentur von Sanyo (…) stellte die Tonne bei dem virtuellen Auktionshaus ein. Als sie unvermutet im Netz auftauchte, bot Fischer unter dem Decknamen Barolo 1943 (sein Lieblingswein und sein Geburtsdatum) beherzt mit – “zumal das Geld ja an einen guten Zweck geht”.

Das Loch mitsamt der Klinsmann-Säule ist jetzt bei Fischer & Trezza in Wangen zu besichtigen. (…)

*) In der Online-Datenbank Genios zum Beispiel ist der Artikel bei einer Suche nach “Klinsmann Tonne Sanyo” der dritte Treffer.

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