Suchergebnisse für ‘BILD’

Selber doof!

Nicolaus Fest, Mitglied der “Bild”-Chefredaktion, ist jemand, der sich schnell mal ein bisschen in Rage schreibt. Und man muss nicht sein Therapeut sein, um zu ahnen, dass das gestern, als er den “Bild”-Kommentar für heute verfasste, wieder passiert ist.

Doof wie Rogge

Leider verliert Nicolaus Fest mit der Contenance auch gern den Überblick über die Fakten. Und so schreibt er heute über die Versprechungen von Jacques Rogge, dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, und die Zensur des Internets durch China:

Statt des versprochenen „freien“ gibt es für die Journalisten am Ort nur den „größtmöglichen“ Internet-Zugang. „Größtmöglich“ ist ein dehnbarer Begriff. Wie die Sperrung der Internet-Seiten von „Frankfurter Allgemeine“, Deutsche Welle oder des britischen Staatssenders BBC zeigt, legen ihn die Chinesen in Richtung „kleinstmöglich“ aus.

Mal abgesehen davon, dass es sich bei der BBC (im Gegensatz zum chinesischen Fernsehen) nicht um einen “Staatssender” handelt, ist das falsch. Die Internetseiten der “FAZ”, der Deutschen Welle und der BBC sind nicht gesperrt — wie unsere heute morgen um 9 Uhr Ortszeit in Peking entstandenen* Screenshots beweisen:

Genau das ist der in der vergangenen Woche erreichte Kompromiss, den Jacques Rogge als “größtmöglichen” Internetzugang bezeichnet hat (und den man mit gutem Recht kritisieren darf): dass diese und viele andere internationale Nachrichtenseiten nicht mehr gesperrt sind und sich die Zensur fast nur noch auf Homepages zum Beispiel von Dissidenten, Tibet-Gruppen und manchen Menschenrechtsorganisationen bezieht.

Und wenn uns jetzt noch ein passendes Wortspiel mit dem Namen des erregt-erratischen “Bild”-Kommentators einfiele, wäre es uns ein Fest.

*) Ja, wirklich.

Mit Dank an Jens W.!

6 vor 9

1. “Das bisher ambitiöseste journalistische Projekt im Internet”
(tagesanzeiger.ch, Reto Hunziker)
Das Newsnetz bereitet seinen Startschuss am 8. August sehr selbstbewusst vor: “Die Zeiten, in denen Onlinejournalismus in der Schweiz im Copy-Paste-Verfahren betrieben wurde, sind vorbei. Heute weiss man: Qualität hat ihren Preis. Newsnetz, das bisher ambitiöseste journalistische Projekt im Internet, setzt diesbezüglich neue Standards.” Da freuen wir uns doch schon mal im Voraus.

2. “Der Rückblick in die Netz-Pionierzeit”
(blog.jacomet.ch, Andi Jacomet)
Andi Jacomet blick zurück und zeigt auf, dass die Ankündigungen zum Relaunch von tages-anzeiger.ch im Jahr 1996 ähnlich vollmundig waren. Damals hiess es: “Der konsequente Schritt ist also, sich langsam, aber sicher, vom Printprodukt zu lösen und ein eigenständiges Medium zu erschaffen.” Ein Versprechen, das während 12 Jahren nicht oder nur ansatzweise eingelöst wurde.

3. “Und täglich grüßen die Reformen”
(jungle-world.com, Sascha Becker)
Sascha Becker macht in den überregionalen Blättern Deutschland einen Einheitsbrei aus, der sich als Vielfalt tarnt: “Die schon in Schulbüchern den großen Blättern zugewiesenen politischen Richtungen wie ‘linksliberal’, ‘konservativ’ oder gar ‘links’ zeigen sich in den Meinungs­texten der Medien lediglich als geringfügige Stil­unterschiede im selben Konsens.”

4. “Die WZ wandelt auf BILD-Spuren…”
(wupperblog.de, Marcus Müller)
Marcus Müller sorgt sich um seine Zeitung: “Irgendwie mag man inzwischen den traurigen Eindruck gewinnen, dass sich die Westdeutsche Zeitung (WZ) mit ihrer Wuppertaler Lokalredaktion immer mehr an anderen Zeitungen orientiert.”

5. Als Privatmann am Fackellauf
(jensweinreich.de)
“Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat mit sofortiger Wirkung seinen Redaktionsleiter Dieter Hennig abberufen.”

6. Wieder solo / wieder Single
(coffeeandtv.de)
Nachdem wir gestern erfahren haben, wie man durch Zeitungen mehrmals scheinschwanger werden kann (Bild), hat sich nun Sienna Miller gleich zweimal getrennt (RP Online).

6 vor 9

“Wir sind’s nur”
(jetzt.sueddeutsche.de, Christian Zaschke)
“China öffnet sich mit den Olympischen Spielen der Weltpresse? Nun ja, es kommen hauptsächlich Sportjournalisten. Eine Relativierung.”

“Katie Holmes besteht jeden Schwangerschaftstest”
(bildblog.de, Clarissa)
Katie Holmes, die Frau von Filmstar Tom Cruise, war, seit sie 2006 Tochter Suri zur Welt gebracht hat, schon sage und schreibe zehn Mal beinahe schwanger. Allerdings nur in der Bild-Zeitung.

“Das Sofa ist ein Betriebsunfall”
(tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Friedrich Nowottny, ehemaliger Intendant des WDR, analysiert die Talkmaster Anne Will und Sabine Christiansen und kommt dabei auf die Haarfarbe zu sprechen: “Die beiden Journalistinnen sind zwei völlig unterschiedliche Charaktere. Unterschiedlich im Temperament, unterschiedliche Ausstrahlung, die eine ist blond, die andere dunkel.”

“Olympische Spiele in Peking: Keine dicken Kameras erlaubt”
(fokussiert.com, Wolf-Dieter Roth)
“Die Wellen der Empörung schlagen bereits hoch, doch wirklich unerwartet ist es nicht: Normale Besucher der olympischen Spiele dürfen keine größeren Kamerausrüstungen in die Stadien bringen.”

“Sky Sports als Vorbild?”
(sportmedienblog.de)
“Oftmals, wenn die Diskussion darüber geführt wird, was PREMIERE im Sportbereich falsch macht, kommt das Gespräch auf den britischen Pay-Anbieter Sky und seine Sportkanäle. Sollte Sky Sports – erst Recht, nachdem nun Murdochs News Corporation Anteile an PREMIERE gehören – als Vorbild für eine Umorientierung, ja sogar einen Relaunch des PREMIERE Sportprogramms herhalten?”

“Robert Basic ist eine Linkschleuder”
(t3n.yeebase.com)
Frank Westphal, Gründer und Entwickler von rivva.de, im Interview: “Mir schwebt vor, Spiegel Online zu spiegeln. Die Ressorts würden also ähnlich aussehen wie die Hauptressorts bei Spiegel Online, dazu käme dann die Titelseite, die die großen Themen aus den einzelnen Ressorts und dazu noch ein paar kleinere Themen bündelt und dadurch den Überblick auf einer Seite bietet.”

Katie Holmes besteht jeden Schwangerschaftstest

Am 18. April 2006, sieben Monate vor ihrer Hochzeit mit Tom Cruise, brachte Katie Holmes in Los Angeles ihre Tochter Suri zur Welt, am vergangenen Donnerstag hat sie in New York einen Kaffee getrunken, und in der Zwischenzeit gab es immer wieder Gerüchte über eine zweite Schwangerschaft. Hier eine kleine Auswahl:

  • Oktober 2006:
    Indiz 1: Bauch-Foto
  • Dezember 2006:
    Indiz 1: neues Bauch-Foto
    Indiz 2: Augenzeugenberichte über den Kauf blauer Baby-Strampler
  • März 2007:
    Indiz 1: Augenzeugenberichte über den Besuch einer Edel-Baby-Boutique
  • Juni 2007:
    Indiz 1: neues Bauch-Foto
    Indiz 2: weiteres Bauch-Foto
  • November 2007:
    Indiz 1: neues Bauch-Foto
    Indiz 2: weiteres Bauch-Foto
    Indiz 3: “strahlt wie ein Engel” (“Bild”)
  • Januar 2008:
    Indiz 1: Augenzeugenbericht über den Kauf von Kinderkleidung mit dem Aufdruck “Big Sister” und Babykleidung mit den Aufdrucken “Little Sister” und “Little Brother”
  • Februar 2008:
    Indiz 1: Bestellung von Babydecken in einem Online-Shop
  • Mai 2008:
    Indiz 1: neues Bauch-Foto
  • Juli 2008:
    Indiz 1: neues Bauch-Foto
    Indiz 2: weiteres Bauch-Foto

Am vergangenen Donnerstag schossen Paparazzi abermals einen ihrer Schwangerschaftstests – und die “Bild am Sonntag” reagierte prompt:

Katie Holmes wieder schwanger?

(…) Hat Katie Holmes (29) nur einen Kaffee zu viel getrunken oder wölbt sich unter dem weißen T-Shirt etwa ein zartes Babybäuchlein?

Aber wie egal der “Bild am Sonntag” diese Frage eigentlich ist, zeigt eindrucksvoll die Online-Version der “BamS”-Meldung (siehe rechts):

Nun können womöglich Heerscharen von Online-Lesern heute nacht nicht einschlafen, weil sie sich fragen, warum Holmes ausgerechnet “einen Becher Kaffee zu viel getrunken” haben soll (oder wo man auf dem Foto von Holmes im grauen Tanktop eigentlich das “weiße T-Shirt” sehen kann, von dem im Text daneben die Rede ist). Und allen, die jetzt womöglich am Hinterausgang des New Yorker “Minetta Lane Theatre” rumlungern wollen, weil Holmes ja dort – laut “BamS” – “nach einer Theaterprobe” fotografiert wurde, sei gesagt: Man sollte sich lieber nicht auf die “BamS” verlassen dafür vielleicht doch lieber ein paar Straßen rauf zum “Gerald Schoenfeld Theatre” gehen.

Nachtrag, 8.8.2008:

  • August 2008
    Bild.de entdeckt ein neues Schwangerschaftsindiz: “Haare schneiden lassen – das machen Frauen ja in der Regel nicht einfach so.”

Nachtrag, 28.6.2009:

  • Juni 2009
    Bild.de entdeckt mal wieder das übliche Schwangerschaftsindiz: “unter Katies weißem Shirt ein verdächtiges Bäuchlein”. Weiteres Indiz: Holmes Tochter Suri “würde sicher eine gute große Schwester abgeben”.

Wochenrückblick Nr. 31

Vor den olympischen Spielen wird klar: Freie Berichterstattung wird es nicht geben. Teilnehmer bekommen strenge Regeln auferlegt, auch für Journalisten wird das Internet zensiert.

Presse unerwünscht: Ein TV-Team aus Hongkong wird am Freitag darin gehindert, für Olympia-Tickets anstehende Chinesen zu filmen (Bild Keystone/Robert F. Bukaty)

Bild der Woche: Reporter aus Hongkong werden von chinesischen Offiziellen daran gehindert, für Olympia-Tickets anstehende Chinesen zu filmen. IOC-Präsident Rogge steht zunehmend in der Kritik, weil er die Zensur der Presse hinnehme. Entgegen der Zusicherungen gibt es für Journalisten keinen freien Zugang zum Internet.

Read On…

6 vor 9

Im Zahlenrausch: Die Blogosphäre
(blog.stuttgarter-zeitung.de, Peter Glaser)
Peter Glaser trägt zusammen, wie viele Blogs es denn nun gibt, wieviel Prozent das sind und wie Journalisten Blogs lesen.

Geld fürs Löschen – das deutsche Geschäftsmodell?
(gruban.de, Patrick Gruban)
Patrick Gruban erhält 800 Euro, weil er einer seiner Blogartikel wieder löscht – ist das das neue Geschäftsmodell?

Erste 1. August Blog Rede
(moritzleuenberger.blueblog.ch, Moritz Leuenberger)
Der Vorsteher des Eidg. Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation hält seine Rede dieses Jahr nicht auf einem Podium, sondern in seinem Blog.

Liste: Die schönsten NZZ-Titel
(dasmagazin.ch, Mathias Plüss)
Strenge, Stil und eine Prise Humor – die Titel der Neuen Zürcher Zeitung. Eine Mini-Hommage von der Konkurrenz bei Tamedia.

CNN verwechselt Belgrad mit Budapest
(20min.ch)
“Peinlicher Lapsus beim US-Sender: CNN hat seine Berichterstattung über nationalistische Krawalle in Belgrad teilweise mit Bildern aus Budapest illustriert.”

Ente des Tages – heute: “Olympiasite gehackt”
(infam.antville.org, patpatpat)
Die Website des Schweizer Fernsehens meldete am Mittwoch, die “offizielle Seite der Olympischen Spiele” sei “von Unbekannten gehackt worden”. Stimmt aber gar nicht.

Kurz korrigiert (479)

Wenn irgendwas kompliziert ist in der jüngeren Geschichte Europas, dann sicherlich die Geschichte (Ex-)Jugoslawiens. Aber man muss sich nicht sonderlich gut auskennen, um festzustellen, wie schlecht sich einer auskennen muss, der behauptet, der ehemalige Präsident der bosnischen Serben, Radovan Karadzic, sei in Belgrad durch “jugoslawische Richter” verhört worden.

“Bild”-Redakteur Hans-Jörg Vehlewald behauptet das heute in einer Titelgeschichte über Radovan Karadzic trotzdem – bislang offenbar auch weltexklusiv. (Aber Vehlewald behauptet im selben Artikel ja auch, es handele sich bei Karadzic um den “ehemaligen Präsidenten der Serben”.)

Und wo wir schon dabei sind: Dass “Bild” heute auf der Titelseite über ein Foto Karadzics das Wort “Exklusiv” geschrieben hat, deutet übrigens nicht etwa auf eine besondere Rechercheleistung o.ä. hin. Wie man dem Fotonachweis entnehmen kann, hat “Bild” von der serbischen Zeitung “Blic” wohl nur irgendwelche Exklusiv-Rechte erworben.

Mit Dank auch an Simon S.

Rügen haben kurze Beine

Einmal im Jahr veröffentlicht der Deutsche Presserat in seinem Jahrbuch alle Entscheidungen, die er im Vorjahr gefällt hat. Interessanter als seine nur selten nachvollziehbaren Urteile sind oft die (anonymisierten) Stellungnahmen der Zeitungen.

Das Jahrbuch bietet auch seltene Einblicke in die Argumentationsmuster innerhalb der notorisch öffentlichkeitsscheuen Axel-Springer-AG, wenn die Rechtsabteilung gegenüber dem Presserat ausgeruht die fragwürdigen Ad-Hoc-Entscheidungen der “Bild”-Zeitung zu rechtfertigen versucht.

Da war etwa die Beschwerde, dass “Bild” am Tag des Fußball-WM-Spiels gegen Polen 2006 dreizehn Witze über Polen veröffentlichte, von denen zwölf darauf abzielten, dass Polen Diebe seien. Ein Leser fand das diskriminierend und ehrverletzend. Der Presserat gab ihm Recht und sprach einen “Hinweis” aus. Die Rechtsabteilung von “Bild” aber erklärte in den Worten des Presserates:

Der Abdruck der Witze sei (…) dem aktuellen Ereignis geschuldet. Kollektiv abwertende Vorurteile würden nicht zum Ausdruck gebracht. (…) Die Rechtsabteilung verweist auf die gängige Praxis in der Sportberichterstattung, Schlagzeilen zu wählen, die mit dem sportlichen Wettkampf zusammenhingen und zum Ausdruck brächten, dass Deutschland hoffentlich gewinnen werde. Eine Diskriminierung oder Herabsetzung des Gegners gehe damit nicht einher. Es handele sich vielmehr um eine Motivationshilfe für das jeweilige deutsche Team.

Bemerkenswert ist auch die Erklärung des Verlages, warum es zulässig gewesen sei, das Porträtfoto eines 17-Jährigen zu zeigen, der gestanden hat, am Raubüberfall auf das Haus von Dieter Bohlen beteiligt gewesen zu sein — obwohl der Pressekodex eine solche Identifizierung in der Regel untersagt und bei Jugendlichen ganz besonders. Laut Presserat erklärte Springer:

Den Tätern habe auch klar sein müssen, dass ihr Überfall auf den prominenten Dieter Bohlen eine besondere öffentliche Wirkung entfalten würde. Das wiederum habe zwangsläuzfig zur Folge gehabt, dass auch sie im Fall einer Festnahme und anschließender Anklage einem besonderen Informationsinteresse ausgesetzt sein würden.

Die Erwiderung des Presserates, der in diesem Fall eine “Missbilligung” aussprach, liest sich vergleichsweise trocken: “Die Resozialisierungschancen eines Täters hängen nicht von der Prominenz des Opfers ab.” Nun ja, möchte man erwidern: dank “Bild” eben doch.

Die “Maßnahmen” des Presserates:

Hat eine Zeitung oder eine Zeitschrift gegen den Pressekodex verstoßen, kann der Presserat aussprechen:

  • einen Hinweis
  • eine Missbilligung
  • eine Rüge.

Eine “Missbilligung” ist schlimmer als ein “Hinweis”, aber genauso folgenlos. Die schärfste Sanktion ist die “Rüge”. Gerügte Presseorgane werden in der Regel vom Presserat öffentlich gemacht. Rügen müssen in der Regel von den jeweiligen Medien veröffentlicht werden. Tun sie es nicht, tun sie es nicht.

Die nüchtern zusammengefassten Stellungnahmen der Rechtsabteilung lesen sich manchmal wie erstaunliche Leugnungen des Unleugbaren. Wenn “Bild” etwa in großer, aus gutem Grund unzulässiger Ausführlichkeit die tragischen Begleitumstände einer Selbsttötung schildert, und die Juristen erklären, der Artikel sei einfühlsam und mit viel Fingerspitzengefühl geschrieben.

Dazu passt, dass “Bild”-Chefredakteur Kai Diekmann, der die Suizid-Berichterstattung angeblich zur Chefsache gemacht hat, im vergangenen Jahr erklärte, “Bild” sei in diesem Bereich “extrem zurückhaltend”, weil man “wisse, dass die Berichterstattung über Selbstmorde labile Menschen möglicherweise zum Nacheifern veranlasst”. “Bild” hat in den vergangenen sechs Jahren acht Rügen für ihre Suizid-Berichterstattung kassiert.

Wie immer haben wir alle Rügen, die der Presserat im vergangenen Jahr gegen “Bild” ausgesprochen hat, und die jeweilige Rechtfertigung des Verlages dokumentiert.

  • Wie “Bild” aus schwererziehbaren Jugendlichen “Gangster” macht und andere Verstöße gegen Ethik und Menschenwürde:
    “Bild”-Rügen 2007

6 vor 9

Der WDR war seit Jahren informiert
(stern.de, Daniel Bouhs und Nicole Simon)
“Im Fall Hademar Bankhofer hatten Kritiker den WDR seit 2004 mehrfach gewarnt. Der Wissenschaftler Gerd Antes übte im Gespräch mit stern.de massive Kritik – am Schweigen des Kölner Senders und an den Methoden des vermeintlichen Gesundheits-Experten.”

Die toten Roma-Mädchen von Neapel
(stefan-niggemeier.de)
Stefan Niggemeier analysiert, wie Medien ein einziges Bild mit einer einzigen dazu erzählten Geschichte zur alleinigen Wahrheit stilisieren. Aus dem Rudel der Einheitshaltung ausgebrochen ist einzig der Onlineauftritt der Rheinischen Post – allerdings nicht zum Guten.

Einstellung und Realität von Journalistinnen
(medienheft.ch, Andrea Renggli)
“Der Anteil an Frauen im Journalismus hat in den letzten Jahren zwar stetig zugenommen, doch in Führungspositionen sind Journalistinnen nach wie vor untervertreten. Gemäss einer aktuellen Studie sind die Arbeitsbedingungen und die Familie für Schweizer Journalistinnen aber kein Grund, sich gegen den beruflichen Aufstieg zu entscheiden. Die Ursachen sind demnach anderswo zu suchen.”

Fräulein unschuldig und der fitte Senator
(sueddeutsche.de, Hans Leyendecker)
“Am Donnerstagabend hat Diekmann im Restaurant Borchardt übrigens Obama die Zeitung mit der Schlagzeile ‘Bild-Reporterin im Fitness-Studio’ gezeigt, Assistent Love wollte (wenn schon, denn schon) als Fotograf genannt werden. In einen Teil der Auflage hat er es noch geschafft.”

Kameramann von der Hamas festgenommen
(tagesschau.de, mit Video)
“Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff hat die radikalislamische Hamas aufgefordert, den verschleppten palästinensischen ARD-Kameramann Sawah Abu Saif sofort freizulassen. Der ARD-Journalist war in der Nacht zum Samstag von vier maskierten Hamas-Männern in seiner Wohnung festgenommen worden. Zur Begründung hieß es, Sawah Abu Saif stehe in dem Verdacht, ein Fatah-Aktivist zu sein.”

Anschwellender Blogsgesang
(telepolis.de, Burkhard Schröder)
“Der Vorwurf, Blogs seien ‘rechthaberisch’, ist ohnehin subjektiv und kann weder belegt noch widerlegt werden. Die Holzmedien und ihre digitalen Ableger sind in der Regel belehrungsresistenter und unflexibler bei Irrtümern als Blogger, die von ihrem Publikum, sei es noch so klein, jeden Fehler gnadenlos um die Ohren gehauen bekommen.”

Blättern:  1 ... 859 860 861 ... 1086