Archiv für Juli, 2013

Bild Plus, Adblock Plus, Christine Maier

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Interpretationen eines Interviews“
(sueddeutsche.de, Stefan Braun)
Bundespräsident Joachim Gauck wird „als Snowden-Gegner gebrandmarkt, als Feind der Freiheit und der Aufklärung“. „Ein Interview, in dem er sich auch zu Edward Snowden äußert, wurde unter größtmöglicher Verkürzung zusammengefasst mit den Worten, Gauck halte den Ex-Mitarbeiter des US-Geheimdienstes vor allem für einen Verräter.“

2. „ORF.at retuschierte Foto“
(diepresse.com, her)
Orf.at entfernt den Schriftzug „88.6“ von einem abgebildeten Mikrofon. Es stellt sich heraus, dass diese Bildbearbeitung im Einklang mit den redaktionellen Vorgaben angefertigt wurde. „Da dies aber zu dem Missverständnis führen könnte, wonach ORF.at unlauteren Motiven folgen oder gar grundsätzlich leichtfertig Bildmaterial verändern würde – was beides ausdrücklich zurückzuweisen wäre -, wurde diese Vorgabe mit sofortiger Wirkung aufgehoben.“

3. „Was man über die Bild-Paywall wissen muss“
(journalist.de, Svenja Siegert)
Svenja Siegert beschäftigt sich mit „Bild Plus“: „Werbekunden lieben Zielgruppen, die sich möglichst genau definieren lassen. Ein angemeldeter Nutzer, ob er nun zahlt oder nicht, ist Gold oder zumindest bares Geld wert. (…) Springer wusste von den Bild-Kioskkäufern bislang so gut wie nichts, jetzt lernt der Konzern seine Leser kennen.“

4. „Ex-Schätzchen auf dem Schleudersitz“
(bernerzeitung.ch, Peter Meier)
Ab dem 1. November 2013 übernimmt Christine Maier die Chefredaktion des „Sonntagsblick“: „Besonders in den Anfangsjahren ihrer langen TV-Karriere trägt Maier das Herz auf der Zunge – ihr Leben, Lieben und Leiden sind ein offenes Buch. Boulevard- und Regenbogenpresse empfangen die redselige Blondine denn auch mit offenen Armen, als sie 1986 als 21-jährige Jusstudentin im Leutschenbach als Ansagerin anheuert.“

5. „Als Dankeschön gibt’s einen Sommermantel“
(spiegel.de, Eva Kopytto)
Eva Kopytto begleitet Kiki Albrecht von „The Random Noise“ an der Berlin Fashion Week.

6. „Deutschlands heimliche Werbemacht“
(sueddeutsche.de, Hakan Tanriverdi und Bastian Brinkmann)
Eine Zusammenfassung der bisherigen Debatte um Adblock Plus. „Der Deal, den die Adblocker-Hersteller anbieten, funktioniert so: Ihr zahlt uns Geld – dafür dürft ihr ein bisschen Werbung an die Millionen Adblock-Plus-Nutzer ausspielen.“

Mit Wikipedia wär‘ das nicht passiert

Man darf sich als Journalist ja nicht allzu sehr auf Wikipedia verlassen. Es gibt aber auch Fälle, bei denen ein kurzer Recherche-Abstecher dorthin gar nicht so verkehrt gewesen wäre.

Drei kleine Beispiele.

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In der morgendlichen Belanglosigkeits-Klickstrecke „10 um 10“ präsentierte Bild.de heute „zehn witzige Fehlermeldungen aus dem Internet“. Darunter auch diese hier:[Bilunterschrift:] Für alte Hasen: Wer früher mit MS-DOS gearbeitet hat, bekommt beim Aufruf dieser 404-Seite einen gehörigen Schreck

Kleiner Hinweis für die „alten Hasen“ von Bild.de: Diese Fehlermeldung trat bei AmigaOS auf – nicht bei MS-DOS.

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Zu einem ganz anderen Thema. Gestern wurde in einem Glascontainer in Meerbusch der Kopf eines Tieres gefunden. Laut Bild.de handelte es sich dabei um „den fachmännisch abgetrennten Kopf eines Rotwild-Rehs.“ Ah ja. Interessant. Vor allem, weil Rehe und Rotwild in etwa so viel gemeinsam haben wie AmigaOS und MS-DOS.

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Moment – eine Gemeinsamkeit fällt uns da doch ein: Sie leben beide nicht auf Hashima. Dort lebt allerdings auch sonst nicht besonders viel. Denn Hashima ist eine verlassene Insel im Ostchinesischen Meer. Sie diente als Vorlage für einige Kulissen im James Bond-Film „Skyfall“. Bild.de erklärt nun, was es mit dieser Geister-Insel auf sich hat:

Die ehemalige Residenz von 5000 Minenarbeitern wurde 2009 geschlossen, weil die Bausubstanz der Gebäude so schlecht war, dass die Sicherheit der Bewohner nicht mehr gewährleistet werden konnte. In kürzester Zeit wurde die Insel evakuiert und ist seither verlassen. Heute dürfen Touristen nur noch mit einem Boot daran vorbei fahren.

Na ja, das ist höchstens viertelrichtig. Denn geschlossen wurde die Insel schon 1974. Und seit 2009 ist sie wieder zugänglich für Touristen.

Mit Dank an Henning, Dieter S., Jens G. und Kai-Oliver K.

Autsch! Schade!

Sabine Lisicki ist soeben ins Finale des Tennisturniers von Wimbledon eingezogen.

Um 17.36 Uhr war sie bei Bild.de schon raus:

Wimbledon-Halbfinale: Autsch! Schade! Bine raus!

Mit Dank an Kai L., Dominik M. und Felix W.

Süddeutsche Zeitung, Autorisieren, Bild Plus

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1. „Gefräßiges Monster Israel“
(juedische-allgemeine.de, Michael Wuliger)
Eine Karikatur in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 2. Juli: „Ohne Ernst Kahls Illustration wäre an dem Text von Heiko Flottau nichts auszusetzen. Und ohne dessen Text wäre Kahls Bild harmlos. Erst in der Kombination von beiden plus der Bildunterschrift entsteht der bewusst bösartige Effekt, der an schlimmste, in Konsequenz mörderische antijüdische Hetze erinnert. Zu verantworten hat das allein die Redaktion der Süddeutschen Zeitung, in deren Ressort ‚Das politische Buch‘ Text und Zeichnung erschienen sind.“ Siehe dazu auch die Stellungnahme der Redaktion.

2. „‚Nicht kreativ genug‘: Eine Porno-Ente erobert die Schlagzeilen“
(irights.info, John Weitzmann und Till Kreutzer)
Ein Beschluss des Landgerichts München führt zu Schlagzeilen: „Man gewinnt den Eindruck, hier sei ein Grundsatzurteil über das Urheberrecht bei Pornos ergangen. (…) Vielmehr ist hier nur das deutsche Prozessrecht am Werk.“

3. „Markus Wiegand über das Autorisieren von Interviews“
(newsroom.de, Markus Wiegand)
Markus Wiegand führt ein Interview mit NZZ-Chefredakteur Markus Spillmann – und dieser will es gar nicht autorisieren: „Anfangs freute ich mich, aber schnell dämmerte mir beim Schreiben, dass ich durch seinen Verzicht nicht ein Problem weniger hatte, sondern eins mehr.“

4. „BildPlus: Wer soll das bezahlen?“
(zapp.blog.ndr.de, Fiete Stegers)
Fiete Stegers testet „Bild Plus“, das Bezahlprogramm von „Bild“: „Es zeigt sich also das Problem, dass sich schon von Anfang an abzeichnete: Die typischen ‚Bild‘-Inhalte eignen sich kaum als Premium-Bezahl-Content. Exklusiv-Infos erschöpfen sich bei ‚Bild‘ meist in wenigen Zeilen, deren Kern dann von anderen Nachrichtenagenturen und anderen Medien weitergetragten wird: Kaum Anreiz für Nutzer, dann für das ‚Bild‘-Original extra ein Abonnent abzuschließen.“

5. „‚Bist ja blöd! Kannst auch mal was hinschicken'“
(spiegel.de, Peter Wagner)
Illustratorin Birgit Schössow hat dieses Jahr schon drei Titelblätter des „New Yorker“ gestaltet.

6. „Perfektionistenverband vertagt Gründungstreffen, weil Einladung seit acht Jahren überarbeitet wird“
(kojote-magazin.de)

Kompassnadel, Verwahrung, Universitäten

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1. „Das neue Schreiben“
(journalist.de, Constantin Seibt)
Constantin Seibt schreibt zum Medienwandel. „Die Qualität der Ware, die gefragt ist, ändert sich radikal. Routiniert Gemachtes wird nicht mehr beachtet. Damit ein Artikel virale Qualität gewinnt, damit ein Medium Aufmerksamkeit, Relevanz, Respekt gewinnt, braucht es nicht mehr Nicht-Enttäuschung, sondern etwas ganz anderes: Begeisterung.“

2. „taz.de: Wikipedia schickt uns die meisten Leser“
(blogs.taz.de/hausblog, Sebastian Heiser)
Die Hälfte der taz.de-Leser kommen über einen externen Link auf die Website: „31 Prozent stoßen über eine Suchmaschine auf uns, 6 Prozent über ein soziales Netzwerk und 12 Prozent kommen über andere Webseiten. (…) Google News ist für uns übrigens ziemlich unbedeutend.“

3. „‚Aus heutiger Sicht würde ich das anders formulieren'“
(bazonline.ch, Silvana Guanziroli)
In einem Artikel unter dem Titel „Wird er es wieder tun?“ hinterfragte Mathias Ninck, Journalist bei „Das Magazin“, 2009 die Verwahrung eines mehrfachen Vergewaltigers. Der Täter wurde entlassen, steht aber heute wieder vor Gericht, wegen Vergewaltigung. „Den Artikel aus dem Jahr 2009 würde ich heute folglich nicht mehr mit dem Beispiel W. schreiben. (…) Mein Artikel wurde erst im Nachhinein kritisiert: als auskam, dass W. rückfällig geworden war. Vorher wurde der Artikel nie kritisiert, im Gegenteil. In mehreren Kantonen wurde er an Weiterbildungssemi­naren verwendet, um zu illustrieren, wie es im Justizvollzug nicht laufen darf. Der Artikel hatte Beispiel­charakter, so wie ich es beabsichtigt hatte.“

4. „Eklat vor Verleihung der Kompassnadel in Köln“
(die-andere-welt.de, Matthias Honold)
Martin Dannecker will die vom Schwulen Netzwerk NRW verliehene Kompassnadel „für die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz der schwulen Minderheit“ nicht an den „Spiegel“ überreichen. „Mit ein paar bedauernden Bemerkungen lässt sich die AIDS-Politik des SPIEGEL nicht einebnen. Man kann diese, weil sie nun einmal wirkungsvoll war, nicht zuletzt weil sie niedrige Affekte bediente, nicht einfach zum Verschwinden bringen.“

5. „NSA-Lauscher: Das konnte doch keiner ahnen! Oder?“
(spiegel.de, Sascha Lobo)

6. „Ask Me Anything Episode 1: Most Startling Fact about the German Legal System“
(andrewhammel.typepad.com, Video, 7:46 Minuten, englisch)
Andrew Hammel über Universitäten in Deutschland und den USA.

Und: Action!

Bei einer Auto-Show in Polen sind am Wochenende 17 Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Ein Sportwagen war mit hoher Geschwindigkeit von der Straße abgekommen und hatte einige Zuschauer erfasst.

In Deutschland berichteten nur vereinzelte Medien über den Unfall, einige beließen es bei einer knappen Meldung und ein paar Fotos von dem kaputten Sportwagen. Bild.de nicht.

Dort widmete man dem „Horror-Crash“ gleich einen Platz auf der Startseite sowie einen umfassenden Artikel samt Video und Klickstrecke. Im Video wird der Unfall aus mehreren Perspektiven gezeigt, ganze dreimal sehen wir, wie der Sportwagen in die Menschenmenge fährt und die Verletzten umhergeschleudert werden. Einmal sogar in Zeitlupe.

„Ein gelber Sportwagen rast in eine Menschenmenge, Körper fliegen durch die Luft“, stellt die Off-Sprecherin fest. Das Aufmacherfoto des Artikels, das zeitweise auch auf der Startseite zu sehen war, zeigt genau diese Szene – „Körper fliegen durch die Luft“ – als Standbild.

Und wenn Sie sich auch schon mal gefragt haben, was wohl in den Köpfen der Bild.de-Autoren vorgeht, während sie solche Artikel schreiben – nach dem folgenden Absatz dürften Sie eine Ahnung bekommen:

Posen (Polen) – Auf gerader Strecke kommt der gelbe Sportwagen plötzlich von der Straße ab, schleudert mehrere Zuschauer meterhoch durch die Luft! Beim neunten „Gran Turismo Polonia“-Autorennen in Posen (Polen) wurden am Sonntag 17 Menschen verletzt – bei einem Unfall, der an den US-Actionfilm „The Fast and the Furious“ erinnert.

Bei Bild.de war man offenbar dermaßen stolz auf diesen dämlichen Vergleich, dass er sogar als Dachzeile dient.

Unfall wie bei "The Fast an the Furious" - 17 Verletzte! Luxus-Auto rast in Menschenmenge

Mit Dank an Michael H. und Daniel M.

Feuilleton, Mülltrennung, A.C.A.B.

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1. „Und jetzt noch mal auf Deutsch“
(medienwoche.ch, Fabian Baumann)
Fabian Baumann plädiert dafür, „Gedanken so verständlich als möglich auszudrücken, anstatt inhaltliche Schwächen mit pseudo-intellektuellem Geschwätz zu verschleiern. Denn leider scheint es im deutschsprachigen Feuilleton doch oft so zu sein: Je anstrengender ein Artikel zu lesen ist, desto weniger hat er zu sagen.“

2. „A.J.A.B. – oder: Wie Massenmedien im Jahr 2013 funktionieren“
(flurfunk-dresden.de, owy)
„Drei von vier heimischen Tageszeitungen“ beschäftigen mit einem Plakat der Stadt Dresden, auf dem ein Pullover mit der Aufschrift „A.C.A.B.“ zu sehen ist.

3. „Bin ich ein Komplize? Wenn ja: Von wem?“
(swiss-kyburz.ch, Kevin)
Kevin Kyburz antwortet der „Sonntagszeitung“, die ihm „freiwillige Öffentlichkeitsarbeit“ für die Swisscom unterstellt. „Ich schreibe, wann ich will, worüber ich will, und wie ich will: begeistert oder ablehnend, wie ich es gerade empfinde. Und ja, bei einigen meiner rund 800 Follower gelte ich als Influencer – deswegen wurde ich ja ursprünglich auch an den Event eingeladen.“

4. „Erklärvideo: Mails verschlüsseln leicht gemacht“
(investigativerecherche.de, Boris Kartheuser, Video, 20:44 Minuten)
Boris Kartheuser erklärt, wie man E-Mails verschlüsselt.

5. „#pallengate: Warum Sascha Pallenberg bewusst lügt“
(adblockplus.org, Till Faida)
Adblock Plus antwortet auf den Beitrag „Adblock Plus Undercover – Einblicke in ein mafioeses Werbenetzwerk“ von Sascha Pallenberg – der selbst einen zweiten, sehr ausführlichen Beitrag nachlegt. Siehe dazu auch „Adblock Plus: Weitere Vorwürfe und Widersprüche“ (heise.de, Torsten Kleinz).

6. „Könnes kämpft – Der große Müll-Schwindel“
(wdr.de, Video, 43:14 Minuten)
Müllverbrennungsanlagen in Deutschland importieren Müll aus dem Ausland, um ihre Maschinen auszulasten. Derweil trennen die Bürger weiterhin ihren Abfall (oder versuchen es zumindest).

Käseglocke, Swisscom, Birgit Reinemund

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1. „Medienquartett: Die Berliner Käseglocke“
(dradio.de, Audio, 43:07 Minuten)
Stephan-Andreas Casdorff, Hajo Schumacher, Axel Vornbäumen und Birgit Wentzien reden über den „Hauptstadtjournalismus in den Wochen vor der Bundestagswahl“.

2. „Alles iO – Kunden werden zu Komplizen“
(sonntagszeitung.ch, Barnaby Skinner)
Die klassische Werbung werde ausgehebelt, wenn ein Telekomunternehmen wie die Swisscom zusammen mit einer PR-Agentur Blogger dazu bringt, die eigenen Produkte zu besprechen: „Aufwendige und kostspielige Werbekampagnen in TV und Zeitungen, so gab der Telecomriese auf Anfrage an, seien nun keine geplant.“

3. „Journalisten vs. Blogger – Ein uralter Konflikt neu entfacht“
(ifrick.ch)
„Natürlich sind einige Blogger käuflich“, schreibt Jean-Claude Frick in einer Antwort an Barnaby Skinner, aber: „Wenn ich mit 3 gestandenen Print Journalisten auf Einladung von Samsung 4 nette Tage in Barcelona am MobileWorldCongress verbringe, muss nur der Blogger sich danach rechtfertigen wenn Samsung alles zahlt und ich auch darüber schreibe. Für die mitgereisten Journis ist es selbstverständlich sich davon nicht in ihrer Berichterstattung beeinflussen zu lassen.“

4. „Snowden statt Prism: Vielen Journalisten fehlen Wissen und Interesse“
(derstandard.at, Iwona Wisniewska)
Über Edward Snowden sollte mit mehr Interesse und Wissen berichtet werden, findet Iwona Wisniewska: „Netzpolitik ist zwar Politik, doch sobald es um Konsequenzen diplomatischer Beziehungen aufgrund des Datenskandals geht oder die bloße Aufklärung gefordert wird, fühlen sich Tech-Journalisten nicht mehr zuständig. Den Politik-Redakteuren fehlt das technische Wissen und vor allem das Interesse. Darum konzentrieren sich viele eher auf den ‚Agententhriller‘ um Snowden.“

5. „‚Fragen nicht im Sinne von…'“
(rheinneckarblog.de, Hardy Prothmann)
Das Rheinneckarblog verzichtet auf die Publikation eines mit Birgit Reinemund geführten Interviews: „Die Kollegin Lydia Dartsch hat die Aussagen von Frau Dr. Reinemund zutreffend zusammengefasst. Wenn Frau Dr. Reinemund oder ihr Büroleiter Beisel nun im Nachhinein andere Formulierungen ‚in ihrem Sinne‘ wünschen, bedanken wir uns ganz herzlich, dass uns die ‚Freiheit‘ zugestanden wird, den Text nicht veröffentlichen zu müssen.“

6. „Typisches Verbrecherfoto“
(fernsehkritik.tv)
Eine „typische Aufnahme eines Verbrechers“ auf der Website der WDR-Sendung „Planet Wissen“.

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