Satzbau-Hooligans, Medienquote, InTouch-TV

1. Gruppe „Hooligans gegen Satzbau“ bekommt Facebook-Preis
(morgenpost.de, Lars Wienand)
Facebook hat Initiativen geehrt, die sich in sozialen Medien gegen Hasskommentare einsetzen. Den „Smart Hero Awards“-Publikumspreis hat die Gruppe „Hooligans gegen Satzbau“ gewonnen, die ihr Preisgeld an die Initiative „Enough is Enough“ abgetreten und die Bühne genutzt hat, um Kritik an Facebook zu üben. „Dass wir von Euch für unsere Arbeit ausgezeichnet werden, ist absurd, belief sich Euer Dank bisher doch auf unsere Sperrungen und Löschungen.“

2. Neuer Vorstand: Löst ProQuote sich auf?
(pro-quote.de)
Man würde es dem Verein „ProQuote Medien e.V.“ gönnen, wenn er sich auflösen würde, denn dann wäre das Ziel erreicht: Mindestens 30 Prozent der journalistischen Führungspositionen in den deutschen Medien bis 2017 mit Frauen zu besetzen. Bis dahin will der neue Vorstand von ProQuote unter Beteiligung der mittlerweile fast 5000 Unterstützer und Unterstützerinnen weiterhin mit Druck und Kampagnen dafür sorgen, dass die Forderung nicht in Vergessenheit gerät.

3. „InTouch“-TV: Es gibt nichts zu berichten, kosten wir’s aus
(dwdl.de, Peer Schader)
Peer Schader hat sich für „DWDL“ vor den Fernseher gesetzt und auf RTL II das neue „InTouch“-TV eingeschaltet. Seine Diagnose: „RTL II transferiert ein befreundetes Promilaberblättchen vom Kiosk ins Fernsehen und verspricht eine Mischung aus Star-Magazin und Redaktions-Doku. Die Premiere ging ordentlich daneben: Nicht mal Guido Maria Kretschmer hatte Bock auf ein Interview.“

4. Was gibt’s Neues, Resi?
(journalist.de, Matthias Daniel)
„Resi“ nennt sich die Nachrichten-App von Martin Hoffmann, der seinen Job als Leiter der Social-Media-Redaktion bei der „Welt“ gekündigt hat, um sich ganz auf sein Startup-Unternehmen zu konzentrieren: Einen Chatbot, der mit seinen Nutzern über die aktuellen Nachrichten „redet“. Im Interview spricht Hoffmann über gute und böse Bots, Kriterien bei der Nachrichtenauswahl und was man bei dieser Form des Messenger-Journalismus sonst noch beachten muss.

5. Aus Deutschlandradio Kultur wird Deutschlandfunk Kultur
(tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Aus „Deutschlandradio Kultur“ wird „Deutschlandfunk Kultur“, „D-Radio Wissen“ heißt künftig „Deutschlandfunk Nova“, doch „Deutschlandfunk“ darf weiter „Deutschlandfunk“ heißen.

6. Null Vulven gefunden
(spiegel.de, Margarete Stokowski)
„Spiegel“-Kolumnistin Margarete Stokowski hat das im Hotelzimmer vorgefundene „ZEITmagazin Mann“ studiert: „Seit Jahrzehnten müssen sich Frauen an jeder Supermarktkasse von Magazinen beleidigen lassen, die ihnen Problemzonen einreden. Jetzt können endlich auch Männer über sich selbst lesen – und zum Glück nicht nur Unsinn.“