Inszenierung bei FIFA-Festnahmen, Frauke Petry, detektor.fm

1. Es ist die Inszenierung, die stört
(nzz.ch, Daniel Gerny)
Die Art und Weise der Berichterstattung über die neuesten Festnahmen im FIFA-Skandal findet Daniel Gerny aus rechtsstaatlicher Sicht problematisch: „Szenen, bei denen Verdächtige vor laufender Kamera unter Getöse von Live-Tickern und sozialen Netzwerken verhaftet werden, ritzen die Unschuldsvermutung und untergraben so unser nüchterneres Verständnis von verfahrensrechtlicher Fairness.“

2. Wie berichten über den „Islamischen Staat“?
(mediendienst-integration.de, Carsten Janke)
Es beginnt schon beim Namen: „sogenannter Islamischer Staat“, „IS“, „ISIS“, „ISIL“ oder „Daesh“? Auch bei anderen Begrifflichkeiten ist Vorsicht geboten: Wann ist ein Attentat „islamistisch“? Waren die Täter wirklich „Dschihadisten“ oder „radikale Muslime“? Carsten Janke gibt Tipps, wie Journalisten über dieses Thema berichten sollten und appelliert, nicht unnötig Panik zu schüren, sich andererseits aber auch nicht zum Sprachrohr der Teorroristen machen zu lassen, indem man deren Bild- und Videomaterial weiterverbreitet.

3. Die sechs Rhetoriktricks der Frauke Petry
(opinion-club.com, Falk Heunemann)
Sind es die Argumente, die die AfD-Vorsitzende Frauke Petry bei ihren Talkshowteilnahmen oft triumphieren lassen? Mitnichten, meint Falk Heunemann. Die „alternativdeutsche Sächsin“ habe sich zahlreiche Ausweichtricks zurechtgelegt — von „Reden, reden reden, bis das Thema stimmt“ bis „Niederbrüllen“. Am Beispiel von Petrys „Hart aber fair“-Auftritt am vergangenen Montag erklärt er, warum andere Diskussionsteilnehmer kaum gegen sie ankommen.

4. Verstaatlicht den Journalismus! Sofort!
(jensrehlaender.com)
„Staatlich subventionierter Journalismus geht gar nicht! Das wäre ja das Ende der unabhängigen Berichterstattung!“ Jens Rehländer hält diese Skepsis mit Blick auf das seiner Meinung nach funktionierende System der öffentlich-rechtlichen Medien für unangebracht. Er ist überzeugt, dass „nur Staatsknete (…) den Qualitätsjournalismus retten“ könne und fordert: „Verstaatlicht die Verlage!“

5. „Ein viel zu ähnlicher Blick auf die Welt“
(journalist.de)
Regelmäßig veröffentlicht die „Initiative Nachrichtenaufklärung“ („INA“) eine „Top Ten der vernachlässigten Themen“, die in der medialen Berichterstattung zu kurz gekommen sind. Hektor Haarkötter, Leiter der „INA“, erklärt, wie die Auswahl zustande kommt und warum es manche Themen partout nicht in die Medien schaffen.

6. “Nach oben ist wirklich noch viel Luft”: Wie geht es dem Internet-Sender zum 6. Geburtstag?
(daniel-bouhs.de)
Daniel Bouhs spricht mit Christian Bollert und Marcus Engert, die bei detektor.fm die Geschäfte beziehungsweise die Redaktion leiten. Das junge Team aus Leipzig befindet sich bei seiner Crowdfunding-Kampagne für eine Vormittagssendung aktuell auf der Zielgeraden.