Flatrate, Paywall, Migrantenkinder

1. „Anmerkungen eines ehemaligen Zeitungslesers“
(wiesaussieht.de, TeraEuro)
TeraEuro möchte gerne unkompliziert für Journalismus bezahlen und skizziert die Idee einer Flatrate: „Die ersten 100 Artikel sind für jeden frei (finanziert von mir aus über eine Kulturflatrate, freie Mittel nach Abschaffung des BND, der Mineralölsteuer oder bei den öffentlich-rechtlichen Sendern abgezwackt, whatever), weitere Artikel kosten anschließend Geld.“

2. „Ein Duracell-Häschen namens Journalismus“
(blog-cj.de, Christian Jakubetz)
Christian Jakubetz hinterfragt die Atemlosigkeit im Journalismus: „Wenn wir wirklich wollen, dass Menschen Journalismus wertschätzen und in deshalb letztendlich auch finanzieren, dann sollten wir aufhören, ihn immer wahlloser zu betreiben. Manchmal erinnern mich Medien zunehmend mehr an einen vollgestopften Briefkasten, aus dem man genervt eine Menge Papier rausholt, um es dann ungelesen wegzuwerfen.“

3. „Sind Promis Opfer der Medien?“
(mainpost.de)
Medienethiker Alexander Filipovic stuft die Barmherzigkeit und Unbarmherzigkeit von Medien ein: „In der Berichterstattung über Tebartz-van Elst oder Wulff konnte man teilweise eine gewisse Unbarmherzigkeit beobachten. Die wurde dort deutlich, wo nicht zwischen Tat und Person unterschieden worden ist. Journalisten haben jedoch die Aufgabe zu differenzieren: Sie müssen Fehler klar benennen, dürfen aber nicht einen Menschen an den Pranger stellen.“

4. „Zigeunerschnitzel und Dönermorde?“
(zeitjung.de, Markus Ehrlich)
Daniel Bax von der „taz“ erklärt, warum „nur jeder 50. Journalist“ in Deutschland über einen Migrationshintergrund verfügt: „Natürlich sind die unsichtbaren Schwellen für Arbeiter und oder Migrantenkinder in diesem Bereich, wo es sehr stark auf kulturellen Habitus und kulturellen Background ankommt, sehr hoch. Medien sind Exzellenzbetriebe und Arbeitgeber stellen gerne Leute ein, die so ähnlich sind wie sie selbst.“

5. „Zu Hause im Kalten Krieg“
(fr-online.de, Stephan Hebel)
Stephan Hebel antwortet auf den Text „Linke Heuchler“ (faz.net, Reinhard Mohr): „Leise stellt sich uns die Frage: Wenn wir schon gewonnen haben, wir linken Mainstream-Spießer, warum lesen wir dann immer noch von Kriegseinsätzen und Klimawandel, von kläglich ertrinkenden Flüchtlingen an unseren europäischen Grenzen?“

6. „Walt Disney hat ja schon 1991 eine Paywall eingeführt“
(twitter.com/uniwave)