Sport Bild, Spiegel Online, Social-Media-Redakteur

1. „Der Social-Media-Redakteur – das überschätzte Wesen?“
(onlinejournalismusblog.com, Stephan Dörner)
Die Frage, „was von den eigenen Inhalten beachtet wird und was nicht“, entgleite den Redaktionen zunehmend, stellt Stephan Dörner fest, weshalb es zunehmend auch gar keine „Blattmacher“ benötige. „Auch für Werbekunden erfordert die wachsende Bedeutung von Social Media ein Umdenken: Kann der Werbekunde, der eine Anzeige bei Handelsblatt Online oder dem Wall Street Journal bucht, wirklich noch sicher sein, dass diese vor allem die Zielgruppe erreicht? Vermutlich immer weniger, je größer der Anteil von Lesern wird, der eher zufällig auf der Website landet, weil ein einzelner Artikel – wenn er ein Reizthema behandelt oder das Thema einer gut vernetzten Gruppe – zum Facebook-Hit wird.“

2. „Die substantiellen Probleme von Spiegel Online“
(datenjournalist.de, Lorenz Matzat)
Lorenz Matzat befasst sich mit der Online-Strategie von „Spiegel“ und „Spiegel Online“: „Die Zwei Klassen-Gesellschaft in der Spiegel Gruppe, also die Printredaktion mit ihren Gesellschafteranteilen (Mitarbeiter-KG) versus Online ohne Anteile am Verlag, bleiben das zentrale Problem.“

3. „Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Für die nicht wissen wie“
(titanic-magazin.de, Stefan Gärtner)
„Sport Bild“ lässt Kevin Großkreutz Fragebogen mit witzig gemeinten Antworten ausfüllen (BILDblog berichtete), um ihm diese später ernsthaft vorzuhalten.

4. „Er kann es einfach nicht“
(begleitschreiben.net, Gregor Keuschnig)
Gregor Keuschnig liest das Buch „Ganz oben ganz unten“ von Christian Wulff: „Ich habe inzwischen keinen Zweifel daran, dass Wulff in einer Mischung aus selbst­verschuldetem Unglück und narzisstischem Jagdtrieb einiger wildgewordener Egomanen einem eben auch qualitätsmedialen Blutrausch erlag, in dem sich zu Beginn mehrere Jäger gleichzeitig auf das gleiche Objekt konzentrierten. Zunächst begann ein Wettkampf (‚Bild‘, ’stern‘, ‚Spiegel‘). Als ‚Bild‘ durch die Mailbox-Nachricht praktisch über Nacht ein Faustpfand in der Hand hatten, übernahm ‚Bild‘ die Führungsrolle. Willig liessen sich nahezu alle selbsternannten Qualitätsmedien vor den Karren spannen.“

5. „The German war against the link“
(buzzmachine.com, Jeff Jarvis, englisch)
Jeff Jarvis kommentiert die Forderung deutscher Verleger an Suchmaschinen, „bis zu elf Prozent der Umsätze, die sie mit Ausschnitten aus Online-Presseerzeugnissen erzielen, an die Zeitungen und Zeitschriften“ weiterzureichen: „They are trying to blackmail net companies in hopes of getting some payoff from them.“

6. „Fußballfloskeln wörtlich genommen“
(youtube.com, Video, 5:15 Minuten)
Die Sendung mit der Maus nimmt Fußballreporter mal wörtlich.