Eichhörnchen, Daniel Ellsberg, Literaturclub

1. „#Heftigstyle: Bitte hört auf mit der Prostitution!“
(tobiasgillen.de)
Tobias Gillen warnt journalistisch arbeitende Titel davor, dem Clickbaiting-Erfolg „wie ein Eichhörnchen auf Speed seinen Nüssen“ hinterherzurennen: „Qualitativ hochwertige Themen finden ihre Leser auch ohne solche Teaser. Und sie werden auch geteilt.“

2. „Der ‚Literaturclub‘ und die ‚Besserwisser'“
(medienblog.blog.nzz.ch, Rainer Stadler)
Das Schweizer Fernsehens reagiert auf das von Elke Heidenreich erfundene Heidegger-Zitat mit dem Vorwurf an den (inzwischen von seiner Leitungsposition entbundenen) Moderator Stefan Zweifel, er habe sich „lehrerhaft und besserwisserisch“ verhalten. „Ist jemand besserwisserisch, wenn er auf ein falsches Zitat mit heiklem Inhalt aufmerksam machen will? Nein, er nimmt in einem solchen Fall bloss seine journalistische Pflicht wahr.“

3. „‚Snowden würde direkt ins Gefängnis wandern'“
(freitag.de, Daniel Ellsberg)
Whistleblower Daniel Ellsberg begründet, warum er glaubt, dass Whistleblower Edward Snowden in den USA keinen fairen Prozess erhalten würde.

4. „‚Was bei Google unauffindbar ist, existiert für viele nicht'“
(tagesanzeiger.ch, Reto Hunziker)
Für 90 Franken die Stunde sucht Alexander Wenger nach Menschen: „Ich musste zum Beispiel herausfinden, wo ein Mann 1975 gewohnt hat. Das elektronische Archiv des Einwohnermeldeamtes reichte allerdings nur bis ins Jahr 2002 zurück. Teilweise haben die Beamten selbst keine Ahnung, dass ältere Daten beispielsweise im Keller des Gemeindehauses aufbewahrt werden.“

5. „Vergewaltigungswitz der @Bild-Zeitung kein Fall für den Presserat. Ihr erinnert euch?“
(upgrademeblog.com)
Andreas Weck erhält Post vom Presserat. Ein von ihm beanstandeter Witz in „Bild“ sei kein Verstoß gegen den Pressekodex.

6. „Tankstelle überfallen: ‚Bild‘-Sportreporter muss 13 Monate in JVA Landsberg einsitzen“
(der-postillon.com, Satire)