„Carlos“, Schweiz, Urheberrechte

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Der Verrat“
(blog.dasmagazin.ch, Mathias Ninck)
Eine ausführliche Aufarbeitung der Beteiligung von Medien, PR und Politik im Fall „Carlos“: „Riesen-Kupper ist unschlüssig, er bespricht sich mit Roger Huber. Der PR-Berater sagt: ‚Wenn Carlos ins Sondersetting kommt und dort ein Delikt begeht, dann gnade dir Gott. Dann bist du weg, und Martin Graf ist auch weg. Nichts daraus gelernt! lautet dann die vernichtende ‚Blick‘-Schlagzeile. Nimmst du das in Kauf?'“. Siehe dazu auch „Fall ‚Carlos‘: Medienspektakel ohne Ende“ (edito.ch, Bettina Büsser) und „Richtigstellungen im Fall ‚Carlos'“ (zh.ch).

2. „Der fremde Nachbar“
(medienwoche.ch, Lothar Struck)
Wie deutsche Medien die Schweiz sehen: „Deutsche Medien lieben Protagonisten wie Blocher, weil sie perfekte Projektionen sind. Sie zu kritisieren mehrt den Ruhm innerhalb der journalistischen Klasse – und es ist nicht besonders schwer. Dabei gilt schon sein erfolgreiches Unternehmertum als verdächtig.“

3. „Here’s what happens when the readers choose the front page story“
(blog.newswhip.com, englisch)
In einem Experiment werden die Frontstorys mehrerer Zeitungen ersetzt mit jenen Storys, die Leser am häufigsten geteilt hatten.

4. „Getty Images und die Sache mit der ’nichtkommerziellen Nutzung‘ – Wir haben nachgefragt“
(blog.rebellen.info, Nilo)
Wann und wo dürfen Getty Images kostenlos in Beiträge eingebettet werden? Nilo fragt bei der Pressestelle nach. Mehr dazu auch in den FAQ.

5. „Liebe Raubkopierer bei der SPD“
(blogs.taz.de/hausblog, Sebastian Heiser)
Sebastian Heiser mahnt die SPD ab, wegen Verstößen gegen aktuell geltende Urheberrechte: „Nach einigem Hin und Her habt ihr wegen der beiden Bilder auf den beiden Webseiten dann doch 1.800 Euro an mich überwiesen. Und jetzt schaut mal, was daraus geworden ist und wer von eurem tollen Urheberrecht profitiert: Mein Anwalt: 1.103,93 Euro. Ich als Urheber: 696,07 Euro. Da sind übrigens die Kosten für eure Anwälte noch nicht drin.“ Siehe dazu auch „Ein Urheberrecht auf eine Statue von 1501“ (schmalenstroer.net).

6. „Schicker Beruf: Journalist (1978)“
(vongestern.com)