Michael Schumacher, RTL Extra, Korrekturen

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Phantasien statt Fakten“
(faz.net, Anno Hecker)
Die Medienberichterstattung über Michael Schumacher, der seit einem Unfall Ende Dezember 2013 im Koma liegt: „Im Lauf der vergangenen acht Wochen ist Schumacher in phantastischen Geschichten schon gestorben und auferstanden.“

2. „Fall Edathy: Im Zweifel für den Angeklagten“
(novo-argumente.com, Sabine Beppler-Spahl)
Sabine Beppler-Spahl erkennt in der Debatte über Sebastian Edathy (Edathy-Affäre) „Züge eines modernen Kreuzzugs“. „Auch wenn wir etwas besonders ekelhaft finden, gibt es einen Unterschied zwischen legal und illegal. Was einer in seiner Fantasie möglicherweise getan hat, sollte uns nicht interessieren. Es ist keinesfalls leichtfertig hinzunehmen, dass im Falle Sebastian Edathys eine bürgerliche Existenz zerstört wurde, bevor klar ist, ob überhaupt eine Straftat begangen wurde.“

3. „Warum der flüchtige Pädophile unbedingt ins Fernsehen will“
(basellandschaftlichezeitung.ch, Moritz Kaufmann)
Ein „verurteilter, chemisch kastrierter Pädokrimineller“ flüchtet aus den Universitären Psychiatrischen Klinken Basel und gibt „RTL Extra“ ein Interview. Siehe dazu auch „Auf der Flucht von RTL interviewt“ (bazonline.ch, Daniel Wahl).

4. „Abgesetzt! Wie Sender Serienfans verärgern (und warum sich das kaum ändern wird)“
(blogs.stern.de/programmstoerer, Peer Schader)
Serien, die plötzlich abgesetzt und nicht bis zur letzten Folge ausgestrahlt werden: „Wenn das Publikum einmal gelernt hat, dass neue Serien im Fernsehen nur noch in unkalkulierbaren Ausnahmefällen bis zum Ende laufen, schaltet es in Zukunft womöglich gar nicht mehr ein. Und die Flopgefahr steigt schneller als es den Sendern lieb sein kann.“

5. „Wie Medien endlich sympathisch werden“
(welt.de, Lucas Wiegelmann)
Korrekturen bieten Medien „eine willkommene – vielleicht die einzige – Möglichkeit, sympathisch zu erscheinen“, glaubt Lucas Wiegelmann. Siehe dazu auch „Die ‚New York Times‘ korrigiert nach 161 Jahren einen Tippfehler in einem ’12 Years A Slave‘-Artikel“ (watson.ch) und „Corrections: March 4, 2014“ (nytimes.com, englisch).

6. „Calvin and Hobbes“
(gocomics.com/calvinandhobbes, englisch)