Spiegel, Zeit, APO

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Döpfner-Porträt“
(umblaetterer.de, Josik)
Der „überragende faktenorientierte Nachrichtenwert“ des Mathias-Döpfner-Porträts im aktuellen „Spiegel“ müsse „nachdrücklich verteidigt werden“, schreibt Josik.

2. „In eigener Sache: DER SPIEGEL hat Cornelius Gurlitt korrekt zitiert“
(spiegel.de)
Der „Spiegel“ wehrt sich gegen Vorwürfe, nicht korrekt zitiert zu haben: „Cornelius Gurlitt hat im November gegenüber Özlem Gezer mehrfach in unterschiedlichen Formulierungen eine freiwillige Rückgabe abgelehnt. Auch der Vorwurf, das Zitat sei ‚verzerrend‘ gewesen, ist falsch.“

3. „Über die Kunst und Technik des Interviews“
(zeit.de, Harald Martenstein)
Harald Martenstein „lästert über die Medienbranche“: „Es gibt Leute, die keinen einzigen geraden Satz schreiben können und vom Schreiben leben, echt. Wenn die mit ähnlicher Kompetenz in der Leberwurstbranche tätig wären, gäbe es jede Woche unter den Wurstessern ein Massensterben.“

4. „Anti-Lanz-Petition erinnert die ‚Zeit‘ an Anti-Juden-Kampagne der Nazis“
(stefan-niggemeier.de)
Josef Joffe stellt eine Satire als Realität dar, erkennt eine digitale „Verwünschungskultur“ und vergleicht diese mit dem Satz „Kauft nicht beim Juden!“.

5. „Germany and America is Paradise“
(andrewhammel.typepad.com, englisch)
Andrew Hammel widmet sich der Liebeserklärung von Frank Schmiechen an die USA: „So sure, the people Herr Schmiechen met seemed relaxed, friendly, unpretentious go-getters, but he was, whether he knew it or not, hobnobbing with the American elite. To broaden his perspective, he might want to spend four months among the 40% of working Americans who make less than $20,000 per year. I think he’d be surprised just how much less a $20,000 salary buys you in the United States than it would in Germany, and he’d find all the surliness, misery, and envy he could handle.“

6. „Auf einmal wollen alle APO sein“
(heise.de/tp, Alexander Dill)
Der Wunsch, eine Außerparlamentarische Opposition (APO) zu verkörpern, erfasse immer mehr Gruppen, konstatiert Alexander Dill. „Nun fehlt nur noch, dass sich Merkel und Gabriel selbst als APO bezeichnen.“