Peter Frankenfeld, Servicejournalismus, DDR

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „jakob augstein hat das verkaufen verlernt“
(wirres.net, Felix Schwenzel)
Felix Schwenzel bemerkt, dass Leute im Internet sehr wohl Geld ausgeben und das nicht etwa „verlernt“ haben, wie Jakob Augstein glaubt: „das problem sind die verlage die für einzelartikel im online-einzelverkauf meinen mehrere euro abrufen zu können, die selten faire und niedrigschwellige abo-pakete anbieten und oft die gleichen absurden kündigungsfristen und abo-bedingungen anbieten wie bei ihren print-pendants.“

2. „Wie? So.“
(theeuropean.de, Stefan Gärtner)
Stefan Gärtner über die „permanente Gängelung durch die freie Servicepresse“: „Journalismus, wie er ist, zielt auf Einverständnis, und indem er dem Publikum die Fragen unterschiebt, die es für seine ureigenen halten soll, oder Antworten gibt auf solche, die nie gestellt worden sind, sorgt er dafür, dass die Fähigkeit, Fragen überhaupt noch zu formulieren, verloren geht.“

3. „Ja, wir schreiben vor!“
(cicero.de, Petra Sorge)
Petra Sorge bekennt: „Ja, so läuft es: Journalisten schreiben ihre Berichte vor.“

4. „Die vierte Machtlosigkeit“
(blogs.faz.net/wost, Katrin Rönicke)
Journalismus in der DDR: „Journalisten hatten in der DDR vor allem die Aufgabe, Weiterleiter der Weisungen der Partei zu sein.“

5. „Entertainer von der rauen Berliner Sorte“
(dradio.de, Beatrix Novy)
Beatrix Novy erinnert an den heute vor 100 Jahren geborenen Peter Frankenfeld. Siehe dazu seine Wetteransage von 1973 (youtube.com, Video, 2:45 Minuten).

6. „Updates to the Newspeak Dictionary, 2013“
(mcsweeneys.net, Michael Levy, englisch)
Neue Wörter für neue Situationen.