Sony Nexus X, The Germans, Weltuntergang

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Weltuntergang 2012: Ein Leitfaden für Journalisten“
(scienceblogs.de, Florian Freistetter)
Im Vorfeld des 21. Dezembers 2012 will Florian Freistetter als „kleinen Service für die Journalisten“ einiges klarstellen: „Der Maya-Kalender endet nicht! Es gibt keine Maya-Prophezeiung! Es gibt keine besondere Konstellation am Himmel! Wissenschaftler haben keine Katastrophen vorhergesagt! 2012 ist kein besonderes Jahr! Wir müssen nicht abwarten!“

2. „Roma, Romands, Rätoromanen“
(blog.persoenlich.com, Alex Baur)
„Weltwoche“-Redakteur Alex Baur stellt fest, dass verschiedene wegen Rassismusverdacht angestrengte Strafverfahren von den Medien größer vermeldet werden als deren Einstellung. „Das Muster ist immer dasselbe: Die Übung erschöpft sich im grossartigen Verkünden der Strafanzeige und der Eröffnung einer Untersuchung, die später irgendwann stillschweigend eingestellt wird.“

3. „Politisch und gefühlsecht sollt ihr sein“
(welt.de, Marc Reichwein)
Marc Reichwein liest die Zeitschrift „The Germans“: „Schon seit einigen Jahren wandert die Gefühlsduseligkeit des Fernsehens immer stärker auch in die Printmedien ein, die sich einstmals ausschließlich rational gaben. Selbst eine Wochenzeitung wie die ‚Zeit‘ gestaltet seit einigen Jahren emotional kuschelige Titelseiten à la ‚Bücher gegen die Kälte‘.“

4. „Anatomy Of A Hoax“
(anatomyofahoax.tumblr.com, englisch)
Das Hochladen einiger Bilder, auf denen vorgeblich das neue Sony Nexus X zu sehen sein soll, löst über 500 Berichte aus. „Not sure who fired the first shot, but after the post on XperiaBlog was published, dozens of articles popped up within 15 minutes time. Many of these outlets did the right thing and alluded to the possibility that the images were fake.“

5. „Der ‚Du-darfst-nicht‘-Antirassismus“
(taz.de, Deniz Yücel)
Deniz Yücel findet, die Nichtnennung der Herkunft von Tätern habe sich zu „einem Verschleierungsinstrument verselbstständigt; zu einer Ansammlung von ‚Du-darfst-nicht‘-Sätzen, die die Glaubwürdigkeit von Medien erschüttern, aber jede Erkenntnis verhindern. (…) Besser: Man sagt, wie es ist.“

6. „‚Er starb in meinen Armen'“
(zeit.de, Özlem Topcu)
Özlem Topcu befragt Ismail Yozgat, dessen Sohn 2006 von der NSU ermordet wurde.