KW 35/26: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Wie berichtet man über die AfD, wenn sie den eigenen Arbeitgeber abschaffen will?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 22:01 Minuten)
Holger Klein unterhält sich mit Lars Frohmüller, der als freier Journalist für den MDR aus Sachsen-Anhalt über die dortigen Wahlen und die AfD berichtet: “Inwiefern hat sich seine Arbeit rund um Landtagswahlen in den vergangenen Jahren verändert? Wie gehen AfD-Mitglieder mit ihm um? Und wie ist sonst so die Stimmung im MDR, der derzeit viele Kürzungen beschließt?”

2. Politik auf TikTok: Wenn der Algorithmus heimlich mitregiert
(youtube.com, Jule Jänsch, Video: 24:19 Minuten)
In der Reportage von RTL Nord geht es um den wachsenden Einfluss von Kurzvideoplattformen auf die politische Kommunikation in Deutschland. Nachdem Parteien an den politischen Rändern das Medium frühzeitig mit zugespitzten und stark emotionalisierenden Inhalten für sich genutzt hätten, zögen inzwischen auch immer mehr Bundes- und Kommunalpolitiker anderer Parteien nach. Expertinnen und Politiker warnen dabei vor den Risiken intransparenter Empfehlungsalgorithmen, einer Verflachung des Diskurses sowie zunehmenden Hasswellen in den Kommentarspalten.

3. Zwischen Front und Freiheit: Wenn der Krieg das Interview übernimmt
(ardsounds.de, Christine Auerbach, Audio: 26:19 Minuten)
In dieser Folge des Podcast „BR24 Medien“ spricht Christine Auerbach mit Sergiy Tomilenko, dem Vorsitzenden des ukrainischen Journalistenverbandes, über die dramatische Lage und das überraschende Comeback von gedruckten Lokalzeitungen in den Frontgebieten, die von Journalistinnen und Journalisten oft unter Lebensgefahr selbst verteilt würden. Das Gespräch wird dabei unmittelbar von der Kriegsrealität eingeholt: Neben einem plötzlichen Luftalarm unterbricht eine Nachricht aus dem Büro von Präsident Selenskyj das Interview.

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4. Wie Medien besser über Künstliche Intelligenz berichten
(deutschlandfunk.de, Pia Behme, Audio: 36:38 Minuten)
Im Deutschlandfunk (DLF) kommen regelmäßig Hörerinnen und Hörer zu Wort. Manchmal liefern sie sogar die Idee für eine ganze Sendung und tauschen sich darin mit Expertinnen und Experten aus. In dieser Folge des Podcasts “Nach Redaktionsschluss” geht es um die Frage, wie Medien besser über Künstliche Intelligenz berichten können. Es diskutieren DLF-Hörer Sven Lindroth, Moderator Marcus Richter und Svea Eckert, Tech-Journalistin und Mercator-Fellow am Leibniz-Institut für Medienforschung.
Weiterer Hörtipp: Bias in KI verstehen und verringern: “Im BredowCast erläutert Katharina Mosene, warum Künstliche Intelligenz (KI) nicht neutral ist und warum es eine intersektional-feministische Perspektive braucht, um Macht- und Ungleichheitsverhältnisse zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.” (leibniz-hbi.de, Bredowcast, Kristina Kobrow, Audio: 56:52 Minuten)

5. Zwischen Engagement und Neutralität: Haltung im Journalismus
(laeuft-programmschau.podigee.io, Alexander Matzkeit & Torsten Zarges, Audio: 33:30 Minuten)
“Mit welcher Haltung sollten Journalistinnen und Journalisten ihre Arbeit machen? Gehört Haltung zum journalistischen Handwerk oder sorgt sie für Verzerrung dessen, was Journalismus sein sollte?” Über diese und weitere damit im Zusammenhang stehende Fragen diskutieren Alev Doğan („The Pioneer“), Nena Brockhaus („Meinungsfreiheit mit Nena Brockhaus“), Moritz Döbler („Rheinische Post“ und Deutscher Presserat) sowie der ehemalige WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn.

6. Caroline Wahl, wie schreibt man Bestseller?
(zeit.de, Christoph Amend & Jochen Wegner, Audio: 2:59:24 Stunden)
In dieser Folge von “Alles gesagt?” spricht die Bestsellerautorin Caroline Wahl („22 Bahnen“, „Windstärke 17“) über ihren rasanten Aufstieg in der deutschsprachigen Literaturszene, ihren Schreiballtag und den Umgang mit dem plötzlichen Erfolg. In dem ausführlichen Gespräch reflektiert sie über die autobiografischen und fiktionalen Einflüsse auf ihre Figuren, die Dynamiken des Literaturbetriebs sowie die Herausforderung, unter wachsendem Erwartungsdruck die eigene kreative Stimme zu bewahren. Wie immer bei “Alles gesagt?” endet das Gespräch erst, als die Autorin selbst das vereinbarte Schlusswort spricht.