1. Deutschland rutscht in Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 14 ab
(spiegel.de)
Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) habe für 2026 eine weitere Verschlechterung der weltweiten Pressefreiheit festgestellt. Als Gründe nenne ROG unter anderem wachsenden Druck auf Journalistinnen und Journalisten im Internet und auf der Straße sowie erschwerte Arbeitsbedingungen bei polarisierenden Themen wie dem Krieg in Nahost. Weltweit lebe nur noch rund ein Prozent der Bevölkerung in Ländern mit einer “guten” Lage der Pressefreiheit. Auch in Deutschland sei die Situation nur “zufriedenstellend”, im aktuellen Ranking sei das Land um drei Plätze auf Rang 14 zurückgefallen.
2. Facebook und Instagram sollen härter gegen Kinder-Accounts vorgehen
(netzpolitik.org, Chris Köver)
Die EU-Kommission habe vorläufig festgestellt, dass der Social-Media-Konzern Meta auf seinen Plattformen Facebook und Instagram nicht genug gegen Konten von Kindern unter 13 Jahren unternehme. Kinder könnten trotz Mindestalter leicht falsche Geburtsdaten angeben. Meta bestreite die Vorwürfe und verweise auf eigene Maßnahmen zur Erkennung und Löschung solcher Accounts. Der Fall stehe im größeren Zusammenhang der Debatte um strengere Alterskontrollen sowie um Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche in der EU.
3. Christian Ulmen streitet jeden Gewaltvorwurf ab
(lto.de, Felix W. Zimmermann)
Im Streit um den “Spiegel”-Bericht über die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen Christian Ulmen habe Ulmen seine Unterlassungsanträge erweitert und stelle nun ausdrücklich jede körperliche Gewalt, Körperverletzung und schwere Bedrohung gegen seine Ex-Frau in Abrede. Das Gericht müsse nun unter anderem klären, wie widersprüchliche eidesstattliche Versicherungen zu bewerten seien. Außerdem gehe es um die Frage, ob aus einer E-Mail an Ulmens Strafverteidiger zitiert werden durfte und ob die “Spiegel”-Redaktion den Deepfake-Verdacht fair und ausreichend transparent dargestellt habe.
4. “Klar” von NDR und BR: Warum die ganze Aufregung?
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Timo Niemeier hat sich das neu angelaufene Reportagemagazin “Klar” angeschaut, das im vergangenen Jahr wegen der Diskussion um die Moderatorin Julia Ruhs für Aufregung sorgte. Sein Fazit: “Klar” sei weder ein Propagandainstrument noch ein besonderer Skandal, sondern im Kern ein journalistisches Format, das ohne die frühere Debatte wohl weitgehend als normaler Fernsehalltag wahrgenommen würde.
5. Polizeibefugnisse gegen Pressefreiheit
(verdi.de)
Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in Verdi kritisiert die geplante Ausweitung polizeilicher Befugnisse. Sie warnt davor, dass KI-gestützte Gesichtserkennung, massenhafte Datenauswertung und die Auslagerung sensibler Daten an ausländische Firmen nicht nur den Datenschutz, sondern auch das Redaktionsgeheimnis und damit die Pressefreiheit gefährden würden. Wenn öffentlich zugängliche Daten umfassend zusammengeführt würden, könnten auch Journalistinnen und Journalisten sowie deren Quellen leichter ins Visier der Behörden geraten.
6. Wie wir arbeiten
(zdf.de, Katrin Eigendorf & Ulf Röller & Elmar Theveßen, Video: 59:02 Minuten)
Im ZDF-Podcast “Der Trump-Effekt” diskutieren Katrin Eigendorf (Internationale Sonderkorrespondentin), Ulf Röller (Studioleiter Brüssel) und Elmar Theveßen (Studioleiter Washington) regelmäßig über die neuesten Ereignisse in den USA. In einer aktuellen Sonderfolge geben dir drei Einblicke in ihre Arbeit: “Sie beantworten Fragen aus der Community und machen unter anderem transparent, wie sie unter Zeitdruck Informationen recherchieren, worüber sie berichten und welche Sicherheitsvorkehrungen es für ihre Berichterstattung braucht.”
