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KW 18/25: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Kann man sich als Sportjournalist dem Fußballkommerz entziehen?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 35:52 Minuten)
Im “Übermedien”-Podcast spricht Holger Klein mit Philipp Köster, Gründer und Chefredakteur des Fußballmagazins “11 Freunde”, über die Schwierigkeit, sich als Sportjournalist der zunehmenden Kommerzialisierung des Fußballs zu entziehen. Köster kritisiert, dass die Profivereine mittlerweile die totale Kontrolle über die Berichterstattung anstreben würden, wodurch unabhängiger Journalismus stark eingeschränkt werde und häufig mit PR verschmelze.

2. Die Trickkiste der Falschinfo
(youtube.com, Eva Wackenreuther, Video: 8:21 Minuten)
Bei “ZIB erklärt” geht es darum, wie in Sozialen Medien gezielt Falschinformationen verbreitet werden, etwa durch die Manipulation von Algorithmen mit emotionalen und provokativen Inhalten oder durch die Nutzung vermeintlicher Autoritäten. Außerdem werden typische Methoden wie das Herauspicken von Argumenten, das Verdrehen von Zusammenhängen oder das Überfluten mit Informationen vorgestellt, die dazu dienen sollen, Nutzerinnen und Nutzer zu verwirren und Kritik zu erschweren.

3. Verständlich schreiben, Teilhabe fördern – Einfache und Leichte Sprache im Journalismus
(dfjv.de, Frederike Demattio, Audio: 14:19 Minuten)
Im “Fachjournalist”-Podcast spricht Frederike Demattio mit Lisa Kreutzer, Chefredakteurin des Magazins “andererseits”, über Einfache und Leichte Sprache im Journalismus. Kreutzer erklärt, wie ihr Magazin, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten, komplexe Inhalte verständlich aufbereitet und warum Barrierefreiheit grundsätzlich ein Qualitätsmerkmal für guten Journalismus sei.

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4. Haha! Humor im Journalismus
(bonjourno.de, Olivia Samnick, Audio: 41:07 Minuten)
“Wie machen wir deutsche Medien lustig(er)? Was heißt es, den Cringe-Olymp zu meistern? Und wie findet man überhaupt seine Stimme im Witz in den Medien?” Darüber hat sich Olivia Samnick mit der Comedy-Autorin Marie-Lina Smyrek unterhalten, die den “Funk”-Kanal “Smypathisch” betreibt.

5. Verleihung der Concordia-Preise 2025
(youtube.com, Österreichisches Parlament, Video: 1:33:10 Stunden)
Bei der Verleihung der Concordia-Preise im österreichischen Parlament wurden Johannes Greß und Christoph Mackinger für ihre Berichterstattung über ausbeuterische Arbeitsbedingungen auf Donauschiffen mit dem Menschenrechtspreis und Barbara Tóth für ihre journalistische Aufklärung einer gezielten Rufmordkampagne gegen Alexandra Föderl-Schmid mit dem Preis für Pressefreiheit ausgezeichnet. Armin Thurnher wurde für sein journalistisches Lebenswerk geehrt, insbesondere für seine jahrzehntelange Rolle als kritische, intellektuelle Stimme in der österreichischen Medienlandschaft sowie für seinen Einsatz für unabhängigen Journalismus.

6. Deutschsprachige Medien im Ausland
(spotify.com, Christian Jakubetz, Audio: 20:12 Minuten)
Bei “Satzzeichen” spricht Christian Jakubetz mit Björn Akstinat, dem Leiter der Internationalen Medienhilfe, über die Herausforderungen und Bedeutung deutschsprachiger Medien im Ausland. Anlass des Gesprächs ist der Internationale Tag der Pressefreiheit. Akstinat betont, wie wichtig es sei, lokale Medien zu unterstützen, statt ausschließlich von Deutschland aus über die Welt zu berichten.

Wie “Bild” die Energiewende sabotiert, Cyberattacke, Spam

1. Wie BILD die Energiewende sabotiert
(youtube.com, Simplicissimus, Video: 35:16 Minuten)
Das Video von “Simplicissimus” zeigt, wie die “Bild”-Redaktion systematisch Stimmung gegen die Energiewende und Elektromobilität mache, indem sie Fakten verdrehe, Angst verbreite und polarisierende Begriffe wie “Heizhammer” etabliere. Der Beitrag legt nahe, dass die Berichterstattung von wirtschaftlichen und politischen Interessen beeinflusst sein könnte, insbesondere von Springer-Chef Mathias Döpfner und dem Großaktionär KKR. Insgesamt wird kritisiert, dass “Bild” eine irreführende Kampagne führe, die bewusst nachhaltige Technologien sabotiere und damit die öffentliche Debatte verzerre.

2. Gezielt getroffen
(taz.de, Anne Fromm & Jean-Philipp Baeck & Pierre Dinh van)
Die Website der “taz” sei am Tag der Bundestagswahl durch einen gezielten Cyberangriff lahmgelegt worden. Die Redaktion ist dem Vorfall in eigener Sache nachgegangen: Die verantwortlichen Angreifer, bekannt unter dem Namen “Hano”, hätten zuvor bereits zahlreiche regierungskritische Medien in Ungarn attackiert und seien vermutlich politisch motivierte Hacktivisten mit möglicher Verbindung zur ungarischen Regierung. Der Vorfall verdeutliche die wachsende Bedrohung kritischer Medien durch gezielte Cyberattacken.

3. Wie ARD-Börsenexpertin Anja Kohl gegen Fakes bei Facebook kämpft
(dwdl.de, Timo Niemeier)
ARD-Börsenexpertin Anja Kohl kämpfe gegen zahlreiche Fake-Profile auf Facebook, die unter ihrem Namen falsche Anlagetipps verbreiten und Menschen betrögen. “Ich fühle mich missbraucht und ich selbst nutze überhaupt keine Plattform des Meta-Konzerns: kein Facebook, kein Instagram, kein WhatsApp, weder beruflich, noch privat. Ich bin selbst auf keiner der Plattformen aktiv”, sagt Kohl gegenüber “DWDL”.

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4. »Wir arbeiten daran« – Meta räumt großes Spam-Problem bei Facebook ein
(spiegel.de)
Der Social-Media-Konzern Meta gebe offen zu, dass seine Plattform Facebook derzeit stark von Spam, Fake-Accounts und manipulierten Inhalten betroffen sei. Das Unternehmen habe verschiedene Maßnahmen dagegen angekündigt, darunter die Reduzierung der Reichweite von Spam-Accounts, die Sperrung betrügerischer Profile und neue Tools zum Melden von Fake-Profilen. Über das Ausmaß der Spam-Inhalte machte Facebook jedoch keine Angaben.

5. Wie brand eins den Journalismus neu denkt – mit Toni Willkommen
(youtube.com, Marcel Hübenthal, Video: 41:48 Minuten)
Im Podcast “Celebrate Organizations” spricht Moderator Marcel Hübenthal mit Toni Willkommen, dem “Chief Growth & Brand Officer” des Wirtschaftsmagazins “brand eins”, über die Bedeutung journalistischer Verantwortung und über konstruktiven Journalismus im digitalen Zeitalter. Außerdem geht es in dem Gespräch um die Frage, wie sich Medienmarken heute durch Community Building, erlebbare Inhalte und gesellschaftliche Verantwortung neu erfinden müssen, um relevant zu bleiben.

6. Tracks East: Siegeszug der Fake News?
(arte.tv, Raphael Jung, Video: 30:26 Minuten)
Autokraten nutzen Desinformation, um weltweit Meinungen zu manipulieren. Mit gezielten Falschmeldungen wollen sie Verwirrung verbreiten und politische Gegner schwächen. In dieser Folge von “Tracks East” geht es unter anderem um Russlands groß angelegte Desinformationskampagnen sowie um die Situation in den USA.

KW 17/25: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Warum ist der Tod des Papstes so ein Medienspektakel?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 27:35 Minuten)
Im “Übermedien”-Podcast spricht Moderator Holger Klein mit der Journalistin Christiane Florin darüber, warum der Tod von Papst Franziskus trotz der seit Jahren sinkenden Relevanz der Kirche zu einem großen Medienspektakel wurde. Florin erklärt, dass die katholische Kirche meisterhaft Inszenierungen beherrsche, kritische Themen wie Missbrauch in der Berichterstattung jedoch oft untergehen würden. Darüber hinaus erörtern die beiden, warum religiöse Themen journalistisch anspruchsvoll sind und wie gute, kritische Religionsberichterstattung aussehen kann.

2. Politikpodcasts – Trend oder nur Strohfeuer?
(br.de, Jonathan Schulenburg, Audio: 29:04 Minuten)
Jonathan Schulenburg unterhält sich bei “BR24 Medien” mit Jasmin Brock, Moderatorin des BR-Politikpodcasts „Die Entscheidung“, über den aktuellen Boom politischer Podcasts, der besonders rund um die Bundestagswahl zu beobachten war. Gemeinsam reflektieren sie, ob dieser Trend nachhaltig ist oder nur kurzfristig durch das politische Großereignis befeuert wurde. Außerdem diskutiert Schulenburg mit Constanze Kainz, Ressortleiterin Podcast bei „Zeit Online“, über das Erfolgsrezept der populären Politikformate und deren Konkurrenzfähigkeit zu erfolgreichen Genres wie True Crime.

3. “Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat eine Bringschuld”
(youtube.com, Markus Trantow, Video: 43:41 Minuten)
Im „turi2“-Videointerview kritisiert Zeitverlag-Chef Rainer Esser, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) eine Bringschuld gegenüber den Qualitätsmedien habe und mehr Initiative bei der Zusammenarbeit mit den Verlagen zeigen müsse. Esser fordert außerdem einen Umbau des ÖRR, um interne Strukturen abzubauen, statt höhere Gebühren zu fordern oder das Angebot zu reduzieren. Außerdem betont er die Bedeutung der Sozialen Medien für die “Zeit” und deren Rolle als Gegengewicht zu populistischen Kräften.

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4. 2. Gothaer Mediengespräch
(youtube.com, Oscar am Freitag-TV, Video: 1:11:10 Stunden und 1:19:23 Stunden)
Beim 2. Gothaer Mediengespräch berichtet der Journalist Sergej Lochthofen im Dialog mit Yvonne Backhaus-Arnold („Hanauer Anzeiger“) und Maik Schulz („Oscar am Freitag TV – Gothaer Lokalfernsehen“) von seinen Erinnerungen an die Transformation der ehemaligen SED-Zeitung “Das Volk” in die “Thüringer Allgemeine”. Weiterer Gucktipp: Der zweite Teil des Gesprächs mit Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt, dem MDR-Journalisten Lars Sänger, dem Altenburger Lokal-TV-Macher Mike Langer, dem Funke-Politikjournalisten Fabian Klaus sowie Sebastian Scholz, dem Geschäftsführer des Deutschen Journalisten-Verbands Thüringen.

5. Das neue “KLAR”-Format & Richtigstellung der BILD im Fall Judy S
(wdr.de, Anja Backhaus, Audio: 40:04 Minuten)
Im WDR5-Medienmagazin „Töne, Texte, Bilder“ geht es unter anderem um die kritische Auseinandersetzung mit Medienpraktiken und deren gesellschaftlichen Auswirkungen, beispielsweise im neuen öffentlich-rechtlichen TV-Format “KLAR”, das kontroverse Debatten ausgelöst habe und den Migrationsdiskurs negativ beeinflussen könnte. Außerdem werden Fälle von medialer Falschberichterstattung wie etwa bei der “Bild”-Zeitung aufgegriffen. Auf dieser Grundlage wird diskutiert, wie Betroffene gegen Diffamierungen im Internet vorgehen können.

6. YouTube-Stars, die (noch) kaum jemand kennt
(youtube.com, Annette Zinkant, Video: 58:57 Minuten)
In den vergangenen 20 Jahren sind immer mehr Menschen zu begeisterten Youtubern und Youtuberinnen geworden. Die WDR-Doku von Annette Zinkant begleitet verschiedene Menschen, darunter Rudi, der nach dem Verlust seiner Frau in seinem Gartenkanal Halt findet, Birgit, deren Dohle Gunna das Familienleben unterhaltsam bereichert, und die Freunde Raje und Besard, die davon träumen, mit ihrem humorvollen Podcast eines Tages Geld zu verdienen.

Bild vom Osten, KI-Kennzeichnung, Trumps neues Sprachrohr

1. Das mediale Bild vom Osten Deutschlands: Einmal “Zonen-Gaby”, immer AfD?
(tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Das mediale Bild Ostdeutschlands sei seit Jahrzehnten mit negativen Klischees versehen, was das Vertrauen in die westdeutsch geprägten Medien im Osten stark beschädigt habe. Die ARD-Dokumentation “Abgeschrieben? – Der Osten in den Medien” zeige, wie sich diese einseitigen Darstellungen historisch entwickelt und welche Auswirkungen sie bis heute haben.

2. “Manche gehen davon aus, dass sowieso schon alles von der KI geschrieben wird”
(dfjv.de, Gunter Becker)
Gunter Becker hat mit Katharina Schell, stellvertretende Chefredakteurin der Austria Presse Agentur, über eine KI-Kennzeichnung im Journalismus gesprochen. Die Frage gestalte sich als nicht einfach, so Schell, denn: “Wenn ich aber überall KI draufklebe und nicht erkläre, warum ich das kennzeichne, dann bleibt eigentlich nur diese Täuschungsangst bei den Usern. Sie haben dann generell weniger Vertrauen in etwas, das mit KI gelabelt ist, als in etwas, das gar nicht gelabelt ist. Mit einer unreflektierten Kennzeichnungsstrategie würde man also im schwersten Fall erreichen, dass nicht gelabelter generischer KI-Müll quasi vertrauenswürdiger wirkt als gelabelter guter Journalismus.”

3. Karoline Leavitt: Trumps neues Sprachrohr
(youtube.com, Sonia Devillers, Video: 11:02 Minuten)
Der Arte-Beitrag erörtert, wie Bilder als zentrale Sprache unserer Zeit wirken und unsere Wahrnehmung beeinflussen, oft ohne dass wir sie vollständig verstehen. Am Beispiel der neuen US-Pressesprecherin Karoline Leavitt wird deutlich, wie sich die Machtverhältnisse und der Umgang von US-Regierung und Medien verändern. Sonia Dridi und Corentin Sellin ordnen diese Entwicklung medienhistorisch ein und beleuchten die Hintergründe der aktuellen Pressearbeit im Weißen Haus.

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4. Die Macht der Plattformen
(mspr0.de, Michael Seemann)
Michael Seemann ist Kulturwissenschaftler, Sachbuchautor, Journalist und einer der profiliertesten Beobachter und Kritiker der digitalen Gesellschaft. In seinem Buch “Die Macht der Plattformen” analysiert er die grundlegende Bedeutung, die Funktionsweise und den Einfluss der großen digitalen Plattformen. Da die Rechte des Werks an ihn zurückgegangen seien, stelle Seemann die ebook-Version kostenlos zum Download zur Verfügung.

5. Stärkung der Nachrichtenkompetenz im Unterricht
(boersenblatt.net)
Die Initiative “Journalismus macht Schule” fördert seit 2022 die Nachrichtenkompetenz junger Menschen durch Schulgespräche mit Journalistinnen und Journalisten, kostenlose Unterrichtsmaterialien und bundesweite Netzwerktreffen. In Kooperation mit dem Ernst Klett Verlag sollen neue Impulse für die schulische Praxis entwickelt und in konkrete Bildungsangebote umgesetzt werden. Ziel sei es, Medien- und Demokratiebildung fächerübergreifend zu stärken und Lehrkräfte künftig auch durch gemeinsame Fortbildungen zu unterstützen.

6. SPIEGEL-Pressearchiv Digas ermöglicht KI-Recherche
(gruppe.spiegel.de)
Wie der “Spiegel” in eigener Sache mitteilt, könne das “Spiegel”-Pressearchiv, eines der größten Pressearchive Europas, nun per KI durchsucht werden. Nutzerinnen und Nutzer könnten Fragen direkt an das Archiv stellen, das auf über 160 Millionen Artikel zugreife. Möglich mache dies die RAG-Technologie (Retrieval Augmented Generation), die nur auf ausgewählte Texte zugreife und deren Quellen transparent darstelle.

Sender dementiert, Druck auf US-Medien, Die nonlineare Zukunft

1. Gedenkstätten-Chef macht ZDF Vorwurf – Sender dementiert
(t-online.de, Jonas Mueller-Töwe)
Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, sagte im Gespräch mit t-online.de, dass er in einem ZDF-Interview gebeten worden sei, aus Angst vor rechter Hetze in den Sozialen Medien keine direkten Bezüge zwischen der AfD und nationalsozialistischer Propaganda herzustellen (siehe die “6 vor 9” von gestern). Diesem Vorwurf trete das ZDF nun mit einer Stellungnahme entgegen: “Aus dem Transkript des Interviews, das dem ZDF vorliegt, geht hervor, dass die Autorin an keiner Stelle, wie von Herrn Wagner behauptet, gesagt hat, das ZDF oder die Redaktion würden einen Beitrag, in dem die AfD thematisiert wird, nicht senden.” Daraufhin habe Wagner seine Kritik noch einmal konkretisiert.

2. Druck auf US-Medien
(tagesspiegel.de, Daniel Krause)
Wie Daniel Krause im “Tagesspiegel” berichtet, sei Bill Owens, langjähriger Produzent der US-Investigativsendung “60 Minutes”, zurückgetreten, weil er sich unter wachsendem politischen und firmeninternen Druck nicht mehr frei in seinen Entscheidungen gefühlt habe. Insbesondere die Einflussversuche auf die Berichterstattung aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump und der Eigentümerin Shari Redstone hätten Owens Unbehagen bereitet.

3. Voice of America soll wieder senden
(reporter-ohne-grenzen.de)
Auf Betreiben der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) und des US-Auslandssenders Voice of America habe ein US-Bundesrichter die Trump-Administration angewiesen, die Abwicklung der Auslandssender rückgängig zu machen und den Sendebetrieb wiederherzustellen. “Die Entscheidung des Gerichts ist ein klares Zeichen gegen das pressefeindliche Vorgehen der US-Regierung”, sagt RSF-Geschäftsführerin Anja Osterhaus.

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4. Sarah Palin scheitert mit Klage gegen “New York Times”
(taz.de)
Die stramm-rechte US-Politikerin Sarah Palin sei mit ihrer Verleumdungsklage gegen die “New York Times” (“NYT”) gescheitert. Eine Jury habe entschieden, dass ein fehlerhafter Leitartikel sie nicht absichtlich diffamiert habe. Die “NYT” hatte 2017 fälschlicherweise behauptet, Palins politisches Aktionskomitee sei indirekt für einen Schusswaffenangriff mitverantwortlich. Die Redaktion hatte den Fehler jedoch schnell korrigiert.

5. Medienentwicklung neu denken: Ein Gespräch mit Dr. Michel Leroy
(de.ejo-online.eu)
Bei “EJO-Online” spricht Kommunikationswissenschaftler Michel Leroy über die zentralen Thesen seines Buches “The Sustainability Imperative in Media Development” und kritisiert die westliche Medienhilfe in Entwicklungsländern. Leroy hinterfragt die verbreitete Annahme, dass diese Hilfe automatisch nützlich sei, und bezeichnet das Konzept der Nachhaltigkeit als “eigennützigen Mythos”. Dieser diene oft mehr den Interessen der Geldgeber als den lokalen Medien.

6. Die nonlineare Zukunft des Fernsehens mit Leonhard Dobusch
(laeuft-programmschau.podigee.io, Alexander Matzkeit, Audio: 27:08 Minuten)
Im Podcast “Läuft” spricht Alexander Matzkeit mit dem Wirtschaftswissenschaftler und ZDF-Verwaltungsratsmitglied Leonhard Dobusch über den Umbau der ZDF-Website zu einem Streamingportal. Die beiden diskutieren darüber, was dieser Schritt für die Zukunft des linearen Fernsehens bedeutet und inwieweit das neue Angebot den Anforderungen an öffentlich-rechtliche Onlineangebote entspricht.

7. 20 Jahre YouTube
(radioeins.de, Lorenz Meyer, Audio: 3:51)
Zusätzlicher Link, da in eigener Sache: Bei radioeins kommentiert der “6-vor-9”-Kurator den 20. Geburtstag von YouTube: “YouTube hat vielen Menschen Chancen eröffnet, Wissen frei zugänglich gemacht, Kreativität gefördert. Und ja, das verdient Anerkennung. Aber das reicht nicht. Wer eine Bühne für die ganze Welt baut, kann sich nicht damit rausreden, nur der Hausmeister zu sein.”

Nicht über AfD sprechen?, Kliemanns Fiebertraum, Internettrend Ragebait

1. “So etwas habe ich nie zuvor erlebt”
(t-online.de, Jonas Mueller-Töwe)
Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, sagt im Gespräch mit t-online.de, dass er in einem ZDF-Interview gebeten worden sei, aus Angst vor rechter Hetze in den Sozialen Medien keine direkten Bezüge zwischen der AfD und nationalsozialistischer Propaganda herzustellen. Außerdem hat Wagner einen generellen Tipp für Medien: “Es ist ein Fehler, rechtsextreme Politiker in Talkshows einzuladen. Verfassungsfeindliche Positionen werden damit normalisiert. Als ob es bloße Meinungen wären, über die man diskutieren kann. Die Vorstellung, diese Leute inhaltlich zu entzaubern, ist trügerisch. Das funktioniert nicht. Weder in den Medien noch in der Politik.”

2. BND muss Informationen über Corona-Ursprung nicht offenlegen
(zeit.de)
Das Bundesverwaltungsgericht habe entschieden, dass der Bundesnachrichtendienst (BND) keine Informationen über seine Erkenntnisse zum Ursprung des Coronavirus an Medien herausgeben müsse. Der Antrag des Axel-Springer-Verlags sei abgelehnt worden, weil die Informationen nach Ansicht des Gerichts die Funktionsfähigkeit des BND sowie außenpolitische Interessen, insbesondere gegenüber China, gefährden könnten. Hintergrund seien Recherchen, wonach dem BND plausible Hinweise auf die sogenannte Laborthese vorlägen, die jedoch seit Jahren unter Verschluss gehalten würden.

3. Fynn Kliemanns Comeback ist ein Fiebertraum
(youtube.com, Alexander Prinz, Video: 33:57 Minuten)
Auf seinem Youtube-Kanal “Der dunkle Parabelritter” beschäftigt sich Alexander Prinz kritisch mit dem Comeback von Fynn Kliemann und fragt, ob dessen Rückkehr tatsächlich von echter Reue oder nur von kluger Inszenierung geprägt ist. Prinz analysiert Kliemanns mediale Auftritte, sein neues Album, eine Kunstausstellung und die ARD-Doku, in der Kliemann viel Raum für seine Version der Geschichte rund um einen Maskenskandal bekommt. Im Zentrum steht die Frage: “Hat sich Kliemann wirklich verändert? Und hat er seine wortreichen Entschuldigungen ernst gemeint oder war das am Ende auch wieder nur Show?”

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4. Reality dank Rundfunkbeitrag: ARD & ZDF trauen sich was
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Thomas Lückerath beschreibt, wie sich ARD und ZDF langsam dem Reality-TV öffnen und sich damit ein Genre erschließen, das bislang vor allem bei Privatsendern und Streamingdiensten stattfand. Statt auf Dating und nackte Haut setzen neue Formate wie “Wettlauf um die Welt” oder “Werwölfe” auf Strategie, Abenteuer und Wissensvermittlung. Diese Entwicklung könnte nicht nur das Image des Genres verbessern, sondern auch helfen, in Zeiten knapper Budgets kostengünstig Spannung und Unterhaltung zu produzieren.

5. ARD-Akzeptanzstudie 2025: Digitalstrategie zahlt sich aus
(verdi.de)
Die ARD-Akzeptanzstudie 2025 (PDF) zeige, dass die Digitalstrategie der ARD insbesondere bei jungen Menschen wirke: Die Nutzung digitaler Angebote sei bei den 14- bis 24-Jährigen um 20 Prozentpunkte gestiegen. Insgesamt würden 73 Prozent der Bevölkerung die ARD für wichtig halten, insbesondere die junge Zielgruppe bewerte sie heute deutlich positiver als noch vor zwei Jahren. Gleichzeitig gebe es Nachholbedarf bei der Repräsentation: Weniger als die Hälfte der Befragten habe der Aussage, die ARD gibt “Menschen wie mir eine Stimme”, zugestimmt.

6. Reichweite geht durch den Magen
(taz.de, Laila Oudray)
Content Creator würden auf Plattformen wie TikTok und Instagram absichtlich ekelhafte oder absurde Kochrezepte umsetzen, um gezielt Empörung auszulösen – sogenannter Ragebait. Die wütenden Reaktionen würden für hohe Reichweite sorgen, von Algorithmen belohnt und von Reaction-Kanälen weiterverbreitet. Laut Fachleuten verändere diese Dauerempörung nicht nur den Ton in Sozialen Medien, sie wirke langfristig auch nachteilig auf gesellschaftliche Debatten.

KW 16/25: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Wie übersteht eine kleine Redaktion einen jahrelangen, kostspieligen Rechtsstreit?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 16:15 Minuten)
Im “Übermedien”-Podcast spricht Moderator Holger Klein mit Anna Hunger, Chefredakteurin der Wochenzeitung “Kontext”, über einen jahrelangen Rechtsstreit um einen “Kontext”-Artikel aus dem Jahr 2018. Hunger hatte darin aus privaten Chats eines ehemaligen AfD-Mitarbeiters zitiert, um dessen rechtsextreme Gesinnung zu belegen. Das Oberlandesgericht Frankfurt habe die Zeitung wegen dieser veröffentlichten Chats zu einer Geldstrafe von rund 100.000 Euro verurteilt. Für Hunger ist das Urteil eine “Klatsche für den Informantenschutz”.

2. So verzerren Medien das Bild von Muslimen
(youtube.com, Manuell Biallas & Raja Khadour, Video: 16:56 Minuten)
Das NDR-Magazin “Zapp” hat untersucht, wie Medien durch einseitige und negative Berichterstattung das Bild von Muslimen in Deutschland verzerren, insbesondere im Zusammenhang mit Gewalt und Islamismus. Eine Studie im Auftrag des Bundesinnenministeriums zeige, dass 89 Prozent der TV-Beiträge über islamische Themen bei den großen Sendern negativ besetzt seien. Dadurch könne ein Klima des Generalverdachts entstehen, das Muslime pauschal stigmatisiere.

3. Kalk und Welk kriegen Nachhilfe in Medienkunde mit Dr. Christian Richter
(ardaudiothek.de, Oliver Kalkofe & Oliver Welke, Audio: 54:49 Minuten)
Im Podcast “Kalk & Welk” sprechen Oliver Kalkofe und Oliver Welke mit dem Medienwissenschaftler Christian Richter über Medienbildung in der Schule und Medienkompetenz in der Gesellschaft. Die drei diskutieren darüber, warum Medienbildung ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts sein sollte, wie schwer es Schulen oft fällt, Medienregeln sinnvoll umzusetzen, und warum Handyverbote keine langfristige Lösung sind. Richter plädiert dafür, medienpädagogische Konzepte gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern zu entwickeln und auch Erwachsene stärker in die Verantwortung für Medienkompetenz zu nehmen.

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4. TikTok? Gefährlich oder genial?
(youtube.com, Ingrid Brodnig, Video: 43:53 Minuten)
Was bekommen Jugendliche auf TikTok tatsächlich zu sehen, wenn sie durch die App scrollen? Und welches Bild der Welt vermittelt die Plattform dabei? Bei einer Fachtagung der Kinder- und Jugendanwaltschaft Oberösterreich sprach die Journalistin Ingrid Brodnig über Filterblasen, Desinformation und sichere digitale Räume. Sie gab dabei auch praxisnahe Tipps, wie man Medienkompetenz wirksam vermitteln kann.

5. Medienstrategien der extremen Rechten – und wie man damit umgehen sollte
(br.de, Thies Marsen, Audio: 24:49 Minuten)
“BR24 Medien” hat mit dem Rechtsextremismusforscher Gideon Botsch, der Historikerin Barbara Manthe und der Zeithistorikerin Martina Steber darüber gesprochen, wie sich die mediale Berichterstattung über die extreme Rechte im Laufe der Zeit verändert hat. Im Fokus steht, welche Fehler im Umgang mit der AfD und anderen rechten Gruppierungen gemacht wurden und zum Teil weiterhin gemacht werden.

6. Fynn Kliemann – Ich hoffe, ihr vermisst mich
(ardmediathek.de, Mariska Lief, Video: 1:00:35 Stunden)
Fynn Kliemann, einst gefeierter YouTuber und Unternehmer, geriet 2022 durch Enthüllungen des “ZDF Magazin Royale” über fragwürdige Maskengeschäfte in einen öffentlichen Skandal. Die anschließende Kritik, der Verlust von Geschäftspartnern und ein Ermittlungsverfahren markierten seinen tiefen Fall. Eine Dokumentation begleitet Kliemann nun beim Versuch eines Comebacks und stellt die zentrale Frage: Warum zieht es ihn wieder zurück ins Rampenlicht?

Physische Angriffe, Phantom Objektivität?, TikTok-Unterricht

1. Feindbild Journalist:in 9: Pressefreiheit im Spannungsfeld gesellschaftlicher Krisen
(ecpmf.eu)
Die Studie “Feindbild Journalist:in” (PDF) zeige, dass physische Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten in Deutschland im Jahr 2024 mit 98 Fällen einen neuen Höchststand erreicht hätten, hauptsächlich im Kontext rechter Gewalt und pro-palästinensischer Demonstrationen. Besonders kritisch sei die Lage im Lokaljournalismus, wo Medienschaffende aufgrund einer zunehmenden Radikalisierung der extremen Rechten verstärkt bedroht und eingeschüchtert würden.

2. Ist Objektivität im Journalismus ein “Phantom”?
(youtube.com, Markus Trantow, Audio: 48:42 Minuten)
Wie viel persönliche Agenda erlaubt die journalistische Arbeit? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Journalismus und Aktivismus? Und ist Objektivität im Journalismus ein Phantom? Um diese Fragen ging es auf dem Panel des diesjährigen “Medien-Camps” des Medienfachverlags Oberauer. Es diskutieren Antje Sirleschtov, Mitherausgeberin von “Table Media”, Barbara Junge, Chefredakteurin der “taz”, und Christian Maertin, “Head of Corporate Communications” beim Bayer-Konzern.

3. Prof gefeuert, Unterricht läuft
(taz.de, Charlina Strelow)
Die “taz” berichtet über John Friedman, einen beliebten Anthropologie-Dozenten, der aufgrund von Budgetkürzungen am niederländischen University College Roosevelt entlassen wurde, seinen Unterricht jedoch öffentlich fortsetze und dabei auf TikTok Millionen Menschen erreiche. Trotz der prekären Situation ermutige Friedmans Engagement viele Menschen, sich öffentlich für Wissenschaft und kritisches Denken einzusetzen.

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4. Meta kündigt KI-Training mit EU-Nutzerdaten an
(spiegel.de)
Der Social-Media-Konzern Meta habe seine KI-Funktion “Meta AI” nun auch in Europa gestartet und nutze dafür standardmäßig öffentliche Nutzerdaten, um Dialekte, regionale Besonderheiten und Humor lernen zu können. Nutzerinnen und Nutzer müssten aktiv widersprechen (“Opt-out”), wenn sie nicht wollen, dass ihre Daten verwendet werden – ein Vorgehen, das Datenschützer kritisch sehen, das laut Meta aber rechtlich abgesichert sei.
Weiterer Lesehinweis: Gericht verhandelt über mögliche Zerschlagung von Meta: “Mark Zuckerberg steht unter Druck. Am Montag beginnt der Prozess der US-Regierung gegen seinen Social-Media-Konzern. Der Vorwurf: Milliardenschwere Übernahmen von Konkurrenten seien illegal gewesen.” (spiegel.de)

5. Konsequenzen aus dem Fall Mischke: Neue “ttt”-Struktur
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Timo Niemeier berichtet bei “DWDL”, dass die ARD nach der gescheiterten Verpflichtung von Thilo Mischke als Moderator der Kultursendung “titel, thesen, temperamente” nun strukturelle Änderungen vornehme und die Verantwortung für “ttt” zentral beim MDR bündele. Die ARD räume eigene Fehler bei der Kommunikation und der Abstimmung ein und verzichte vorerst auf ein weiteres Moderatorencasting. Mischke selbst habe zuvor öffentlich die chaotische Kommunikation und die Uneinigkeit der ARD kritisiert.

6. Ich lege meine YouTube-Einnahmen offen
(youtube.com, Mats Schönauer, Video: 10:52 Minuten)
Mats Schönauer wirft auf seinem YouTube-Kanal “Topfvollgold” regelmäßig einen kritischen Blick hinter die Kulissen von Boulevardpresse, YouTubern und Social Media. Diesmal macht er etwas, was in der Branche selten ist: Er legt seine Einnahmen offen. Dabei wird auch das fragwürdige Vergütungsverhältnis bei YouTube deutlich, bei dem eingespielte Werbung bei sogenannten Reactions oft ungleich besser bezahlt wird als bei den Originalvideos selbst, auf denen die Reaktionsvideos basieren.
Transparenzhinweis: Mats Schönauer ist ehemaliger Leiter des BILDblog und Co-Autor des BILDblog-Buchs “Ohne Rücksicht auf Verluste. Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet”.

KW 15/25: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Daniel Drepper bei “Freiheit Deluxe”
(hr2.de, Jagoda Marinić, Audio: 1:24:11 Stunden)
Bei “Freiheit Deluxe” spricht Jagoda Marinić mit dem Investigativjournalisten Daniel Drepper über dessen Recherchen zu Machtmissbrauch, unter anderem zum Fall von Ex-“Bild”-Chefredakteur Julian Reichelt und der Band Rammstein, und über deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Medien. Die beiden diskutieren außerdem darüber, wie journalistische Arbeit durch politische und mediale Gegenstrategien unter Druck gerät, etwa durch Angriffe auf das Informationsfreiheitsgesetz.

2. Warum berichtet die “Zeit” so ausführlich über einen Sorgerechtsstreit?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 19:56 Minuten)
Holger Klein unterhält sich im “Übermedien”-Podcast mit der “Zeit”-Kriminalreporterin Anne Kunze über deren Artikel (nur mit Abo lesbar) zu einem prominenten Sorgerechtsfall: “Wie geht man als Journalistin mit einem derart gewaltigen Aktenberg um? Gehört so ein Streit überhaupt in die Öffentlichkeit? Und wie schwer ist es, journalistisch neutral zu bleiben, wenn eine Seite der Geschichte deutlich kooperativer ist als die andere?”
Ergänzender Lesetipp aus dem Januar 2024: Die Medienschlacht um die Block-Kinder: “Ein privater Sorgerechtsstreit wird seit Monaten auch in Medien ausgetragen. Für die ist die Sache verlockend, weil es um eine Hamburger Millionärsfamilie geht, um einen ehemaligen Sportmoderator und um Entführung. Doch wäre es nicht geboten, die Kinder vor Öffentlichkeit zu schützen?” (übermedien.de, Boris Rosenkranz)

3. Im Osten nichts Neues? Ostdeutschland in den Medien
(youtube.com, Nadine Lindner, Video: 1:02:21 Stunden)
Im Rahmen der Medientage Mitteldeutschland beschäftigte sich ein Panel mit der Berichterstattung deutscher Medien über Ostdeutschland: “Wie kann die vielschichtige Gesellschaft in den ostdeutschen Ländern differenzierter dargestellt werden? Wie lassen sich Klischees vermeiden? Und wie können ostdeutsche Stimmen sichtbarer werden?” Es diskutierten Reiner Haseloff (Ministerpräsident Sachsen-Anhalt), Christin Bohmann (Chefredakteurin MDR), Heiko Paluschka (Leiter des ProSiebenSat.1-Hauptstadtbüros), Maria Fiedler (stellvertretende Leiterin des “Spiegel”-Hauptstadtbüros) und Dirk Oschmann (Literaturprofessor und Publizist).

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4. “Godcode” & “Avignon: Der Prozess Pelicot” – Das “Ich” im Podcast
(ohrensessel.podigee.io, Sandro Schroeder & Carina Schroeder, Audio: 1:59:57 Stunden)
In der aktuellen Folge des Podcasts “Ohrensessel” sprechen Carina und Sandro Schroeder über die Podcasts “Godcode – Macht. KI. Drama.” von funk und die “Spiegel”-Produktion “Avignon: Der Prozess Pelicot”. Sie analysieren die unterschiedlichen Moderationsstile der Hosts und diskutieren darüber, was einen guten Podcast-Host ausmacht. Außerdem geht es um gängige Erzählmuster, überladene Einstiege und abgenutzte Stilmittel in der Podcast-Produktion.

5. F.A.Z.: Warum habt ihr ein neues Abo gelauncht?
(spotify.com, Lennart Schneider, Audio: 1:06:01 Stunden)
In der neuen Folge von “Subscribe Now” geht es um die überarbeitete Nachrichten-App “Der Tag” der “FAZ”, die täglich zehn ausgewählte Artikel, KI-Zusammenfassungen, eine Vorlesefunktion und ein News-Quiz biete. Marina Sorg, “Deputy Chief Product Officer” der “FAZ”, erklärt, warum die App zehn Jahre nach ihrem Start einem Relaunch unterzogen wurde, und wie die Redaktion damit gezielt neue Abonnentinnen und Abonnenten ansprechen will. Außerdem geht es um die Rolle der App als Experimentierfeld für neue Funktionen und die Integration von Künstlicher Intelligenz.

6. Die Geschichte eines Medienskandals: Die gefälschten “Hitler-Tagebücher”
(spotify.com, Christian Jakubetz, Audio: 32:51 Minuten)
Christian Jakubetz spricht in seinem Podcast “Satzzeichen” mit dem Journalisten und Autor Malte Herwig über den Medienskandal rund um die gefälschten Hitler-Tagebücher, die der “Stern” 1983 veröffentlichte. Im Mittelpunkt steht die Rolle des Reporters Gerd Heidemann, dessen Tonbandaufnahmen Herwig später entdeckte und als Grundlage seines Podcasts “Faking Hitler” nutzte. Jakubetz und Herwig sprechen darüber, was der Skandal über den Journalismus aussagt und ob sich so etwas heute wiederholen könnte.

KW 14/25: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Klaasohm auf Borkum – Was sich nach der Kritik verändert hat
(ardmediathek.de, Alexandra Bauer & Julia von Buddenbrock, Video: 29:40 Minuten)
Die Reportage des NDR-Medienmagazins “Zapp” beschäftigt sich mit den Folgen der kritischen Berichterstattung über den Brauch des Klaasohm auf Borkum, bei dem auch Frauen mit Kuhhörnern geschlagen wurden. Der Film beleuchtet die Frage, wie die Inselgemeinschaft auf die bundesweite Kritik in Medien reagiert, zwischen der Verteidigung der Tradition und dem Gefühl, falsch dargestellt worden zu sein.

2. 75 Jahre ARD – Umbau unter Druck
(youtube.com, Julius Bretzel, Audio: 29:58 Minuten)
In dieser Folge des “Tagesschau”-Podcasts “11KM” spricht die Medienjournalistin Annika Schneider anlässlich des 75-jährigen Bestehens der ARD über die Geschichte und die aktuellen Herausforderungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland. Als ehemalige ARD-Mitarbeiterin analysiert sie, warum ARD und ZDF derzeit unter Druck stehen – unter anderem aufgrund von Skandalen und strukturellen Problemen. Schneider erklärt, warum es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt und was sich inhaltlich und organisatorisch ändern muss.
Weitere Hörtipps zum ARD-Jubiläum: 75 Jahre ARD: Die ARD und die Politik – Ringen um Unabhängigkeit (br.de, Jonathan Schulenburg, Audio: 25:59 Minuten) und “Töne, Texte, Bilder”-Spezial: 75 Jahre ARD (wdr.de, Anja Backhaus, Audio: 44:59 Minuten).

3. Woher kommt der Mediensprech?
(deutschlandfunk.de, Michael Borgers, Audio: 36:31 Minuten)
Im Deutschlandfunk (DLF) kommen regelmäßig Hörerinnen und Hörer zu Wort. Manchmal liefern sie sogar die Idee für eine ganze Sendung und tauschen sich darin mit Expertinnen und Experten aus. In dieser Folge des Podcasts “Nach Redaktionsschluss” geht es um die Frage, ob sich der Journalismus immer weiter von der Alltagssprache entfernt. Es diskutieren DLF-Hörer Arno Logiewa, Kommunikationswissenschaftlerin Friederike Herrmann, Hauptstadtjournalistin Helene Bubrowski und Michael Borgers vom DLF.

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4. Medien aus der Krise in die (Sinn)krise?
(podcast.de, Julia Krüger & Maurice Gajda, Audio: 1:01:50 Stunden)
In der aktuellen Folge des Podcasts “In kleiner Runde – Medien Insider” sprechen Julia Krüger und Maurice Gajda über eine mögliche Medienkrise in Deutschland und stellen fest, dass trotz Krisenrhetorik eine Menge Geld im System vorhanden ist. Sie diskutieren unter anderem über das Scheitern des Verlagshauses Gruner + Jahr und die Entwicklungen bei großen Akteuren wie “Spiegel” und Axel-Springer-Verlag. Außerdem sprechen sie mit Daniela Braun vom Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien über die Herausforderungen und kreativen Antworten von Tageszeitungen auf sinkende Abozahlen.

5. Hartmut Rosa (Soziologe)
(wiesoweshalbwarum.podigee.io, Thomas Hartmann, Audio: 1:07:00 Stunden)
In seinem Podcast “Wieso? Weshalb? Warum?” spricht Thomas Hartmann mit dem Soziologen Hartmut Rosa über dessen Konzept der Resonanz und einer möglichen Bedeutung für Kindermedien. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie Medienangebote gestaltet sein müssen, um Resonanzerfahrungen bei Kindern zu fördern, also Beziehungen zur Welt, die von echter Verbundenheit und Berührung geprägt sind. Dabei diskutieren sie auch kritisch, inwieweit Medien solche Erfahrungen ermöglichen oder sogar verhindern können.

6. Deutsch-französische Beziehungen und was die Medien dazu sagen
(spotify.com, Christian Jakubetz, Audio: 25:13 Minuten)
Der BR-Journalist und Autor Jean-Marie Magro spricht in Christian Jakubetz’ Podcast “Satzzeichen” über sein neues Buch “Radatouille”, in dem er seine Radtour durch Frankreich und seine Eindrücke vom Land beschreibt. Weitere Themen des Gesprächs sind die Medienlandschaft in Frankreich und das französische Bild der deutsch-französischen Beziehungen. Mit seinem Buch und einer begleitenden Lesereise möchte Magro einen differenzierteren Blick auf Frankreich vermitteln.

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