Suchergebnisse für ‘youtube’

Tilgner, Mingels, Ahmadinedschad

1. Interview mit Ulrich Tilgner

(swr.de, Wolfgang Heim)

Iran-Korrespondent Ulrich Tilgner (wegen Einschränkungen seiner Arbeit nicht mehr beim ZDF) ist nach Deutschland zurückgekehrt und spricht (mp3, 31:42 Minuten) über die Propaganda aus dem Westen, über Demonstrationen, die von Zehntausenden auf Millionen Menschen anwachsen, über das öffentliche Leben im Iran, das ohne Internet schlicht zusammenbricht und über die Software aus China, die jeden Morgen neu installiert werden muss, um die Internet-Filter zu umgehen.

2. “Bad Cover Versions*”

(stefan-niggemeier.de, Daniel Erk)

Daniel Erk liest den ins Zeit-Magazin übernommene Das-Magazin-Artikel “Dubai Exodus” (Guido Mingels, 19.06.2009) und vergleicht ihn mit dem Independent-Artikel “The dark side of Dubai” (Johann Hari, 07.04.2009). Erk meint: “(…) vielleicht hätte man auch einfach Johann Haris ganz hervorragenden Text übersetzen können. Oder, wenn man sich schon an seinem Text orientiert, wenigstens kurz auf ihn verweisen können. Im Hiphop nennt man das ‘Samples’ klären – und dem Respekt zollen, dem Respekt gebührt.”

3. “Finde den Unterschied – Zeit Online vs. Printausgabe”

(unpolitik.de)

“Stoppschilder vor Kinderpornoseiten” vs. “Verbot von Kinderpornographie”.

4. “IVW schränkt ab 2010 Relevanz von Page Impressions ein”

(horizont.net)

Endlich gibt es ein wenig Hoffnung auf ein Ende der den Online-Journalismus verändernden Page Impressions. Leider bleiben sie auch in Zukunft “ein Faktor zur Darstellung der Werbeträgerleistung von Online-Medien” (ivw.de).

5. “How to verify a tweet”

(twitterjournalism.com, Craig Kanalley)

8 Methoden, um einen Tweet (einen Beitrag beim Mikroblogging-Dienst Twitter) zu verifizieren.

6. Hose zu!

(youtube.com, Video, 30 Sekunden)

Im Umgang mit den Medien gibt es einige wichtige Dinge, die man wissen sollte. Dazu gehört: Vor einem Interview immer den Hosenschlitz zumachen. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad weiss das.

Iran, Twitter, Graff, Federer

1. “Journalismus im Iran: Ein Flickr Hoffnung”

(diepresse.com, Patricia Käfer)

“Bürgerreporter als wichtige Stütze, Arbeitsbedingungen schwierig. Die Blogger-Szene im Iran ist seit Jahren kritisch aktiv. Und derzeit bietet das Web 2.0 selbst renommierten Medien die einzige Möglichkeit, an authentische Informationen zu kommen.”

2. In der Endlosschleife

(carta.info, Robin Meyer-Lucht)

Robin Meyer-Lucht war am Medienforum NRW und an einer Veranstaltung zum “Ende des Journalismus” in Berlin und kriegte “das Gefühl, ein Mediensystem im Abstieg zu besichtigen”, denn: “Wirklich zentrale Fragen für neue Öffentlichkeitsstrukturen, wie beispielsweise eine Link-Ethik, werden nicht aufgegriffen. Das Internet als Leitmedium und der Veränderungsbedarf aller Medieninstitutionen werden noch immer unter den Vorzeichen und mit der Sprache des klassischen Systems verhandelt. ”

3. “Wie ein Pirat dem anderen”

(bildblog.de, Lukas Heinser)

Bernd Graff, stellvertretender Chefredakteur von sueddeutsche.de, nennt die Piratenpartei die “politische Vertretung” von Pirate Bay. Doch so ist es nicht: “Piratenpartei und Pirate Bay entstammen derselben Bewegung, sind aber nicht direkt miteinander verbunden.”

4. “Rules of Engagement for Journalists on Twitter”

(pbs.org, Julie Posetti)

Zwanzig Regeln für Journalisten bei Twitter. Von 1. “Denke, bevor du twitterst. Du kannst einen unbesonnenen Tweet nicht löschen” über 5. “Sei menschlich; sei ehrlich; sei offen; sei aktiv” bis zur 13. “Twittere nicht, wenn du wütend oder betrunken bist.”

5. “Iran’s Web Spying Aided By Western Technology”

(online.wsj.com, Christopher Rhoads und Loretta Chao)

Europäische Telekommunikationsfirmen haben dem Iran geholfen, eine Infrastruktur zur Zensur und Kontrolle des Internets aufzubauen.

6. “Federer’s shot around the post”

(youtube.com, Video, 1:03 Minuten)

Geht es nicht auf dem üblichen Weg – mach’s wie Roger Federer: aussenrum.

Twittersuche, Augstein, Medienkaffee

1. “Das Internet rettet die ARD”

(axel-springer-akademie.de, Thomas Wanhoff)

Thomas Wanhoff fragt sich, warum die ordentlich akkreditierten Journalisten in Teheran bei YouTube klauen: “Was ich nicht verstehe ist, warum die ARD nicht einen eigenen Mann mit Handy oder Minicam auf die Strasse schickt – vielleicht nicht gerade einen Ausländer, sondern einen Iraner. Der kann heimlich filmen und die ARD hat die Bildrechte.”

2. Interview mit Jakob Augstein

(planet-interview.de, Jakob Buhre und Felix Kubach)

Jakob Augstein, Verleger des Freitag, grenzt sich politisch ab: “Also, die Typen, die im Ernst finden, dass der Kapitalismus morgen abgeschafft werden muss, notfalls mit Gewalt, die werden wir verlieren. Weil sie irgendwann merken werden, dass diese Zeitung kein Rote Front-Kämpferverein ist, sondern wir uns hier auch mit Quittenlimonade von Bionade beschäftigen. Die Leute gehen dann wahrscheinlich zur ‘Roten Fahne’ zurück und das ist ehrlich gesagt auch gut so.”

3. Media Coffee in München

(youtube.com, Video, 5:31 Minuten)

Hans Werner Kilz, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, glaubt weiterhin an Papier: “Also wenn die Zeitungen mal gestorben sind, dann wird der erfolgreichste Unternehmer der sein, der sie sofort wiedererfindet. Das Medium ist gar nicht tot zu kriegen – weil es so praktisch ist.”

4. “Medienpolitisches Manifest”

(schweizerpresse.ch, PDF-Datei)

Der Schweizer Verlegerverband hat ein Manifest geschrieben, in dem medienpolitische Massnahmen gefordert werden. Darunter die Befreiung der Mehrwertsteuer, Steuerabzug für Zeitungs- und Zeitschriftenabos, Vertriebsförderung, Werbefreiheit, Urheberrechtsschutz und Schutz vor staatlicher Konkurrenz, inkl. einer Eingrenzung der Aktivitäten der SRG.

5. “Twitter Search in Plain English”

(youtube.com, Video, 3:37 Minuten)

Redakteur und keine Ahnung, wie man bei Twitter sucht? Dem kann abgeholfen werden mit einer kostenlosen und leicht verständlichen Anleitung.

6. “S’beschte wo’s je hets gits”

(nzz.ch, Daniel Gerny)

“Youtube-Video [youtube.com, Video, 8 Sekunden] wird zum Sprachkult auf Pausenplätzen”

Springer, Autismus, Nachtkritik

1. Interview mit Mathias Döpfner

(faz.net, Claudius Seidl und Harald Staun)

Der Vorstandsvorsitzende des Springer-Verlags erklärt, dass der Begriff “Enteignet Springer” “von einem Mitarbeiter der Stasi, Walter Barthel, erfunden und verbreitet wurde”: “Ich finde, es wäre an der Zeit, dass sich die uneinsichtigen Protagonisten der 68er-Bewegung mal bei unserem Haus entschuldigen. Ich glaube, dem Axel-Springer-Verlag ist Unrecht widerfahren in dieser Auseinandersetzung, die bis heute negativ auf unser Haus wirkt.”

2. “Geldbündel für ‘Enteignet Springer’?”

(meedia.de, Georg Altrogge)

Schriftsteller Peter Schneider und Publizist Manfred Bissinger erzählen Details über die Geldübergaben deutscher Verleger an die Kampagne “Enteignet Springer”. Sowohl Rudolf Augstein als auch Gerd Bucerius sollen je 50000 DM gespendet haben.

3. Interview mit Nikolaus Merck

(tagesspiegel.de, Adrian Pickshaus)

Der Chefredakteur des Theaterkritik-Portals nachtkritik.de erzählt, was Kritiker im Internet erwartet: “Zunächst ist da natürlich die erschreckende Erfahrung, dass plötzlich jemand antwortet. (…) Damit haben vor allem diejenigen Probleme, die nie den Resonanzkörper einer Redaktion kennengelernt haben, vor dem sie spielen konnten. Die treffen dann auf das Kommentarwesen bei nachtkritik.de – und sind erst mal geschockt. Aber mit der Zeit bekommt man ein dickes Fell.”

4. “Schleichwerbung beim Schweizer Fernsehen”

(augenreiberei.ch)

Die Augenreiberei macht sich Gedanken über Schleichwerbung im Schweizer Fernsehen und bringt viele verschiedene Beispiele aufs Tapet.

5. “The Paper Chase”

(vanityfair.com, Graydon Carter)

Graydon Carter, Chefredakteur der Vanity Fair, fragt seine Leser, ob sie nicht etwas müde seien, in den Zeitungen so viel über den baldigen Untergang der Zeitung zu lesen: “It’s no wonder readership is down. Who has the patience to hear endless whining about someone else’s misfortune when your own fortunes are rickety?”

6. “Autismus bringt das Genie hervor”

(nzz.ch, Lena Stallmach)

“Eine Hemmung in der linken Hirnhemisphäre” verbessere die Gedächtnisleistung, schreibt die NZZ. Im Beitrag eingebunden sind zwei Videos, in einem davon (youtube.com, Video, 5:18 Minuten) zeichnet der Autist Stephen Wiltshire nach einem Rundflug über Rom das Panorama der Stadt aus dem Gedächtnis originalgetreu nach.”

Yes we count

Dann legen wir heute eben einen spontanen “Englisch lernen mit BILDblog”-Tag ein …

US-Präsident landet am Donnerstag in Dresden: One, two, three ... Jetzt läuft der Obama-Countdown

Das Wort Countdown ist zusammengesetzt aus den zwei englischen Begriffen (to) count (“zählen”) und down (“herunter”). Bei einem Countdown wird also bei einer (hohen) Zahl begonnen und heruntergezählt.

Wir haben mal einen Experten gebeten, uns (und den Redakteuren von Bild.de) so einen Countdown vorzumachen:

Mit Dank an Marco B. und C. W.

Nachtrag, 18:05 Uhr: Bild.de hat sich der Expertenmeinung angeschlossen und schreibt nun “Three, two, one …”

Zuckerberg, Murdoch, Promi-Anwälte

1. “Intimsphäre vs. Pressefreiheit”

(sueddeutsche.de, Hans-Jürgen Jakobs)

Der Chef von sueddeutsche.de schreibt über “die unheimliche Nähe von Medienanwälten, Presse und Prominenz”: “Die Macht der Presse ist heutzutage auch eine Frage, wie viel Geld man in einen Rechtsstreit stecken kann.”

2. “Reinigendes Getwitter”

(coffeeandtv.de, Lukas Heinser)

Lukas Heinser macht sich Gedanken über Menschen, die twittern, ohne sich Gedanken zu machen. Er findet es erstaunlich, dass man “Volksvertretern offenbar erst einmal erklären muss, was mit ‘nicht-öffentlich’ gemeint sein könnte”. Und er fragt sich: “Wann kommen die ersten Tweets aus den geheimen Sicherheitsausschüssen? (‘Hinweise auf gepl. Anschläge im Raum Berlin. Schmutzige Bombe, BKA ist dran’)”.

3. Bei “Freundchen” Mark Zuckerberg

(zeit.de, Christoph Amend und Götz Hamann)

Das Zeit-Magazin verbringt Zeit mit dem Gründer von Facebook. Immer, wenn das Gespräch persönlich werden könnte, gehen sofort die Berater von Zuckerberg dazwischen.

4. Interview mit Rupert Murdoch

(foxbusiness.com, Video, 6:39 Minuten)

Für Rupert Murdoch ist der endgültige Abschied vom Papier in der Zeitungsbranche nur noch zwei oder drei Jahre entfernt. Dann finde der Umstieg auf “panels” statt. In etwa 10 bis 15 Jahren werde sich die Öffentlichkeit daran anpassen.

5. “Verdeckte PR”

(spiegel.de)

“Die Bahn hat allein im Jahr 2007 1,3 Millionen Euro ausgegeben, um die Öffentlichkeit mit bezahlten Beiträgen in Radioprogrammen und Internet-Foren zu manipulieren – wobei nicht erkennbar war, dass die Bahn Auftraggeber der Artikel und Meinungsäußerungen war. ”

6. Höchstleistungen eines Fussball-Kommentators

(youtube.com, Video, 1:21 Minuten)

Deutschsprachige Fussball-Kommentatoren äussern sich zur Veränderung des Spielstands nicht selten mit einem kurzen “Tor!”. Langweiler! (Video unbedingt mit Ton ansehen).

Krasses Video von irgendwas, irgendwann

Gestern veröffentlichte “Spiegel Online” einen Videobericht. Er beginnt mit den Worten:

Ungewöhnlicher Besuch im Rathaus von Wichita, Kansas, im mittleren Westen der USA. Ein Mann brettert mit seiner Limousine durch das Gebäude. Ihm immer auf den Fersen: zwei tapfere Sicherheitsleute. Verschiedene Überwachsungskameras zeichnen das Geschehen auf.

Die Bilder sind dramatisch. Es ist kaum zu glauben, dass bei der wilden Fahrt niemand verletzt wurde, wie der Sprecher sagt. Nur Momente, bevor der Mann mit seinem Auto durch die Gänge rast, sind sie noch voller Menschen.

Wer sich das Video nicht auf “Spiegel Online”, sondern zum Beispiel auf “YouTube” ansieht, sieht mehr: einen Timecode. Auf “Spiegel Online” ist die eingeblendete Uhrzeit am unteren Bildrand abgeschnitten. Dabei enthält sie wertvolle Informationen. Sie enthüllen zum Beispiel, dass die Szenen unmerkliche Schnitte enthalten. Obwohl es aussieht, als würden die Leute immer wieder um Haaresbreite dem Amokfahrer entkommen, liegt in Wirklichkeit bis zu einer Viertelstunde dazwischen.

Die Aufnahmen der Überwachungskameras wurden offenbar auf maximalen Unterhaltungswert als Internetvideo dramatisiert*. Den Leuten von “Spiegel Online” war das entweder egal oder recht. Denn als Nachricht interessiert sie das Ereignis ohnehin nicht. Sie erwähnen nicht einmal, dass die spektakuläre Fahrt, über die sie aktuell berichten, bereits im Januar vergangenen Jahres stattfand.

Seit längerer Zeit schon folgen viele Online-Medien einem Trend zur Boulevardisierung, was neben einer reißerischen Form der Präsentation vor allem andere Kriterien bei der Auswahl von Nachrichten bedeutet. Inzwischen gehen sie gern noch einen Schritt weiter und behandeln Videos und Fotos gar nicht mehr als Dokumente einer Nachricht, sondern nur noch als kontextlose Fundsache, wie bei einer Clipshow im Fernsehen oder einem von Kollege zu Kollege weitergeschickten YouTube-Video.

Die in mehrerer Hinsicht dramatisierte “Spiegel Online”-Präsentation der Aufnahmen von dem Auto, das durch das Rathaus von Wichita, Kansas, fuhr, ist dafür nur ein anschauliches Beispiel.

*) Nachtrag, 14.40 Uhr. Der örtliche Fernsehsender KSCW weist in seinem Bericht ausdrücklich auf die Zeitsprünge im Video hin und erklärt sie: Die Überwachungskameras zeichnen nur dann etwas auf, wenn sie Bewegungen wahrnehmen. Aktueller Anlass für die Berichterstattung und die Veröffentlichung des Videos ist übrigens die Verurteilung des Fahrers am Mittwoch vergangener Woche. Aber das kann man aufgrund des “Spiegel Online”-Videos kaum erahnen.

Mit Dank an Gunar, jaimitoCV und Clarissa!

Grobe Annäherung an eine Präsidentenwahl

Um 14.11 Uhr legt Peter Struck Gesine Schwan kurz die rechte Hand auf die linke Schulter. Es folgt ein Blick, der als tröstend gewertet werden darf: Das war’s!

Der Anfang seines Artikels klingt, als ob der Parlaments-Korrespondent der “Frankfurter Rundschau” ganz genau hingesehen hat bei der Bundesversammlung gestern: auf die Hand, ins Gesicht, auf die Uhr.

Aber das täuscht.

Dass er schreibt, Horst Köhler habe bei der Wahl “eine [Stimme] mehr als erforderlich” bekommen, obwohl Köhler doch keine einzige Stimme mehr bekam als erforderlich, ist wohl nur ein Flüchtigkeitsfehler. Aber dann fügt er hinzu:

Dass der kurze, zwar stets geleugnete, aber eben doch stattgefundene Wahlkampf seine Spuren hinterlassen hat, wird nun an Kleinigkeiten deutlich: Als erster aus der SPD gratuliert Peter Struck, nicht die unterlegene Kandidatin.

Im Gegenteil: Wie die Fernsehbilder zeigen, war Gesine Schwan die erste überhaupt, die Köhler die Hand gab.

Köhler dankt in seiner kurzen Ansprache den demokratischen Mitbewerbern (also auch denen von Linkspartei und Rechtsradikalen).

Nun, dass Köhler tatsächlich ausdrücklich nicht den Mitbewerbern, sondern den “demokratischen Mitbewerbern” dankte, lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass er den rechtsextremen Kandidaten der NPD damit nicht meint.

Eine grüne Köhler-Wählerin hatte sich zuvor geoutet: Uschi Eid, die sie im Bundestag “Mama Afrika” nennen.

Nein. Uschi Eid hatte, nachdem sie abgestimmt hatte, dieser Darstellung deutlich widersprochen. Auf Nachfrage erklärte sie einer Fernsehreporterin, dass sie ihr Wahlverhalten geheim halten wolle. Sie stellte dabei auch klar, dass sie entgegen anderer Berichte nicht gesagt habe, für Köhler stimmen zu wollen, sondern sich nur dagegen ausgesprochen habe, dass die Grünen-Fraktion sich auf Gesine Schwan festlegte.

Mit Dank an Norbert J.!

Meckel, Stellenkürzungen, ARD-Börse

1. Miriam Meckels Antwort
(miriammeckel.de, Miriam Meckel)
Miriam Meckel antwortet auf Stefan Niggemeiers Artikel in der FAZ. Sie hält die momentane Debattenkultur um die Zukunft des Journalismus (online wie offline) für ein “Trauerspiel”. Sie selbst sei zu einem “Gegner (…) stilisiert” worden, der sie nicht sei. Sie habe “viele sehr kluge und interessante Kommentare in den Blogs gefunden, aber auch ziemlich viel Bullshit.”

2. Kein öffentliches Echo auf Stellenkürzungen
(nzz.ch)
Die drastischen Stellenkürzungen bei den Schweizer Zeitungen “Tagesanzeiger” und “Bund” werden laut NZZ zwar wahrgenommen, es finde aber “kein Aufschrei, höchstens ein wenig Stirnrunzeln und ein bisschen Empörung vonseiten der schwachen Arbeitnehmerorganisationen” statt. Gründe für die lauen Reaktionen seien die allgemein schlechte Wirtschaftslage sowie das Überangebot an Medientiteln.

3. ARD-Börsenexpertin arbeitet für DAX-Firmen
(carta.info, Marvin Oppong)
Anja Kohl, Börsenexpertin der ARD und oft persiflierte Figur, ist regelmässig für die Privatwirtschaft tätig, so Marvin Oppong. Er wirft ihr vor, Veranstaltungen moderiert zu haben, die von “DAX-Firmen, die auch Gegenstand von Kohls Börsenberichterstattung in der ARD sind” mitfinanziert worden sind.

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Bild.de, n-tv, RTL  etc.

Medien erklären Patrick Swayze für tot

Gegen halb sieben gestern Abend haben RTL, n-tv und Bild.de Patrick Swayze sterben lassen. RTL berichtete in seinem Magazin “Exclusiv” vom Tod des krebskranken Schauspielers und sendete gleich einen Nachruf:

Der Schwestersender n-tv hatte zuvor ins laufende Programm die Breaking News eingeblendet: “US-Medien: Patrick Swayze stirbt an Krebs”, meldete auf Twitter: “Der amerikanische Schauspieler stirbt nach langer schwerer Krankheit” und ließ sich den Tod von seiner Korrespondentin in New York bestätigen. Bild.de brachte die Meldung (“US-Schauspieler Patrick Swayze ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben”) unter Bezug auf n-tv, n-tv nannte daraufhin “Bild” als Quelle.

Eine echte, verlässliche Quelle hatten sie alle nicht. Die Nachrichtenagentur dpa meldete um 18.54 Uhr, sie bemühe sich um eine Bestätigung, aber: “Zur Zeit gibt es dafür keine Quellen in den USA”. Um 19.10 Uhr MESZ veröffentlichte die amerikanische Zeitschrift “People” auf ihrer Homepage das Dementi einer Sprecherin Swayzes, um 19.29 Uhr berichtete dpa darüber.

Die Falschmeldung haben in Deutschland unter anderem auch die Online-Auftritte von “B.Z.” (“Patrick Swayze ist tot”), “Express” (“Patrick Swayze ist tot”), RTL (“Patrick Swayze ist tot”) und “Rheinischer Post” (“Patrick Swayze offenbar gestorben”) verbreitet.

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