Gebt den Sauriern Saures! (Lesetipp) (werbewoche.ch, Oliver Reichenstein)
Die Rezession ist das Beste, was uns passieren kann. Uns Lesern. Uns Konsumenten. Uns neuen Medienmachern.
“Der größte Überwachungsapparat der Welt” (spiegel.de, Thorsten Dörting und Sascha Klettke)
Mit perfiden Methoden kümmern sich Chinas Medienwächter um das Image des Landes im Ausland. ZDF-Korrespondent Johannes Hano sprach mit SPIEGEL ONLINE über verängstigte Interviewpartner, schwarze Bildschirme und Kollegen, die mit der Staatssicherheit Tee trinken müssen.
Alle hassen Peter (zuender.zeit.de, Chris Köver)
Peter Sunde betreibt die Pirate Bay, ein Download-Portal. Die Musikindustrie versucht seit Jahren, die Seite zu schließen. Hat er manchmal ein schlechtes Gewissen?
Internet-Attacken “schlimmer als 9/11” (taz.de, Ben Schwan)
Internetangriffe könnten ähnlich gefährlich sein wie der 11. September, warnt das US-Heimatschutzministerium. Dessen Chef Chertoff startet eine gigantische Initiative, um das Netz abzusichern.
“Wir sind ja kein Streichelzoo” (tagesspiegel.de, Sonja Pohlmann)
Die “Bunte” wird 60. Chefredakteurin Patricia Riekel spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über das Geschäftsmodell Klatsch mit Fakten.
“Handys im Flugzeug müssen verboten bleiben!” (zoomer.de, Video, 1:28 Minuten)
Ulrich Wickert überrascht mit humoristischem Talent. Er will, dass in Flugzeugen nur E-Mail zugelassen wird – Handygespräche möchte er keine hören.
Soeben erreicht uns folgender Hilferuf von Waldi W.:
Liebes BILDblog-Team,
gerade hat sich mein Frauchen vor mich auf den Boden gesetzt, in die “Bild”-Zeitung geguckt, mich angestarrt, bis zwölf gezählt, gelächelt, wieder in die “Bild”-Zeitung geguckt, eine große Decke geholt, wieder in die “Bild”-Zeitung geguckt, eine Stoppuhr geholt, wieder in die “Bild”-Zeitung geguckt, die Decke über mich geworfen, gewartet, bis ich rausgekrabbelt war, wieder in die “Bild”-Zeitung geguckt und dann nach mir gerufen, mich aber nicht “Waldi” genannt, sondern “Frischhaltefolie”.
Ich mach mir ernsthafte Sorgen um sie. Vor allem, weil ich mir sicher bin, dass sie das gleiche vor Jahren schon mal mit mir gemacht hat. Bin ich doof? Oder ist sie es?
Lieber Waldi,
mach Dir keine Sorgen. Dein Frauchen hat nur einen Intelligenztest mit Dir gemacht. Den hat ein amerikanischer Mensch namens Stanley Coren vor vielen Jahren entwickelt und 1994 in seinem Buch “The Intelligence of Dogs” (deutsch: “Die Intelligenz der Hunde”) veröffentlicht.
Das steht im Grunde heute auch so in der “Bild”-Zeitung, außer dass “Bild” natürlich einen eigenen Begriff für “vor 14 Jahren” benutzt, nämlich “jetzt”:
Und wenn Dir einige Übungen bekannt vorkommen, könnte das daran liegen, dass “Bild” sie vor vier Jahren schon einmal veröffentlicht hat. Am 12. Juni 2004 nannte die Zeitung die damals zehn Jahre alten Aufgaben Corens den “1. Wuff-IQ-Test!”.
Was die Intelligenz Deines Frauchens angeht, können wir allerdings keine völlige Entwarnung geben. Sie liest eine Zeitung, die heute dieselbe Hitliste der klügsten Hundearten zum dritten Mal veröffentlicht (immerhin diesmal nicht wie 2002 und 2007 auf der Titelseite). Es ist eine Hitliste, die ebenfalls aus dem 1994 veröffentlichten Buch Corens stammt.
Es ist soweit! (web2null-derfilm.de, Video, 35:16 Minuten)
Die Version 1.0 des Web-2.0-Films ist veröffentlicht. Produziert haben den Film Heiko Brandsch, Felix Kolb und Anne Arndt von der Hochschule der Medien in Stuttgart (hdm-stuttgart.de).
Die Zeitung von gestern (moritzleuenberger.blueblog.ch, Moritz Leuenberger)
Der Medienminister der Schweiz fragt sich, warum ein Blick-Journalist offenbar überzeugt sei, “ein Bundesrat lüge gewissermassen von Berufs wegen sowieso”.
Neues Tool zeigt die besten Blogs (heute-online.ch, Thomas Benkö)
Ab heute hat die Schweizer Blogszene ihr erstes Real-Time-Statistik-Tool (-> Slug.ch Live). Entwickelt hat es der heute-online.ch-Chef und Betreiber des Blogverzeichnisses Slug.ch, Benny Rüegg.
Bye-bye, Baby (ejo.ch, Kurt W. Zimmermann)
Journalisten und Streikende misstrauen dem technologischen Fortschritt. Doch es wird schwierig mit der Rückkehr zu Dampflokomotiven und Hermes-Schreibmaschinen.
Die vielen Wahrheiten über Tibet (zoomer.de, Nicole Meßmer)
China versucht, der Weltöffentlichkeit seine Sicht auf die Ereignisse in Tibet zu vermitteln. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments – die zuvor massive Kritik an Peking geäußert hatten – haben vom chinesischen Botschafter eine CD bekommen, die “objektives Wissen” vermitteln soll. An Objektivität mangelt es tatsächlich auf beiden Seiten – doch das chinesische Video ist kaum dazu geeignet, offene Fragen zu beantworten.
Flocke-Irrsin bei ZDF, n-tv und N24 (dwdl.de, Uwe Mantel)
Schön, dass Öffentlich-Rechtliche und Nachrichtensender ihren Informationsauftrag noch so ernst nehmen und parallel live dabei sind, wenn Weltbewegendes passiert. Weltbewegendes wie der Umzug von Eisbär-Baby Flocke im Nürnberg Zoo ins Freigehege.
Bloggen, bis der Arzt kommt (brandeins.de, Steffan Heuer)
Sich im Netz einen Namen zu machen ist eine Leistung. Und eine Gefahr: Blogs neigen dazu, ihre Macher aufzufressen.
It’s the links, stupid (economist.com)
Blogging is just another word for having conversations.
Dies ist ein Blog (nzz.ch, S. B.)
“Manche Blogger schreiben für Geld und schneller, als sie denken können, um ihren Verdienst zu steigern. Andere schreiben in der Hoffnung, dass, wenn sie nur lange genug weiterschreiben, Gedanken schon allmählich sich verfertigen werden.”
Üben Sie den Spagat? (medienspiegel.ch, Rolf Hürzeler)
Von all den «Kostenexplosionen», den «Eldorados» und «Leuchtenstädtern» im Schweizer Journalismus quält uns der «Spagat» am meisten. Die akrobatische Übung durchzieht kluge Analysen, muntere Boulevard-Geschichten und clevere Reportagen gleichermassen. Der Spagat ist die liebste Verrenkung der Schreibenden.
Seit Jahren ist die “Bild”-Zeitung (56) davon überzeugt, dass es außerirdisches Leben gibt! Vergangenen Freitag wurde sie mal wieder konkret und behauptete in der Dresdner Ausgabe, ein Professor behaupte, dass es bald zum ERSTEN KONTAKT kommt:
Seit Jahren ist Prof. Dr. B. Herrmann (63) davon überzeugt, dass es außerirdisches Leben gibt! Jetzt wird er erstmals konkret und behauptet, dass es bald zum ERSTEN KONTAKT kommt!
Wenn Sie sagen, wieder so ein Nazi-Esoteriker Spinner, dann lesen Sie erst mal weiter! Denn “Bild” schrieb:
Wenn Sie sagen, wieder so ein Spinner, dann lesen Sie erst mal weiter!
Aber lassen wir die albernen Spielchen. “Bild” zitiert unter der Überschrift “In zehn Jahren landen die Ufos … und zwar in Berlin” (siehe Ausriss) den Astronomen Prof. Dr. Dieter B. Herrmann mehrfach und lässt keinen Zweifel daran, dass er an einen baldigen Besuch Außerirdischer glaubt:
“Schon in zehn Jahren könnten sie auftauchen” (…). “Dafür gibt’s einen wichtigen Grund!” (…) “Die Außerirdischen haben gemerkt, dass wir uns selbst vernichten. Klimakatastrophe, Artensterben – und sie kommen uns zu helfen!” (…) Falls die Ufos wirklich kommen, dann ist für Professor Herrmann klar, wo sie landen werden: “In Berlin – auf dem neuen Großflughafen. Da ist schön viel Platz und man wäre sofort in der Hauptstadt.”
“Bild” schrieb am Freitag, Herrmann würde “seine These” von den außerirdischen Besuchern am Abend im Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen erklären. Tatsächlich erklärt hat er dort allerdings, dass an dem “Bild”-Artikel “nichts wahr” sei, außer dass er “im DDR-Fernsehen eine Sendung hatte”.
Und uns erzählt Herrmann, dass er keineswegs “überzeugt” sei, dass es Außerirdische gibt. Er habe jedoch den Eindruck gehabt, dass der “Bild”-Reporter, der ihn mehrfach angerufen habe und ihn “gar nicht mehr in Ruhe lassen wollte”, dringend eine konkrete Aussage zum Landeplatz haben wollte. Damit habe er sich schwer getan:
“Wir wissen ja nicht mal, ob es sie gibt. Wie soll man denn sagen, wo sie landen würden?”
Allerdings habe er sich zu der Vermutung hinreißen lassen, dass Außerirdische, wenn sie denn kämen, sich für die Landung wohl ein Wüstengebiet aussuchen würden. Und im Scherz habe er gesagt:
“Die würden in Dresden landen, weil sie sich für die Solarforschung interessieren.”
Den Berliner Flughafen habe er nicht erwähnt.
Da muss wohl die Fantasie mit dem “Bild”-Reporter durchgegangen sein. Aber das ist ja auch kein Wunder. Schließlich lief der Abend im Deutsch-Sorbischen Volkstheater unter dem Titel “Planeten am Wegesrand – Wissenschaft und Kunst” und wurde so angekündigt:
Stellen Sie sich vor, auf einem der Planeten des 41 Lichtjahre entfernten Sterns 55 Cancris A im Sternbild Krebs gibt es wirklich hochintelligentes Leben. Von dort nähert sich mit Übergeschwindigkeit ein Raumschiff unserem Sonnensystem. Was erhoffen sich die Besucher, was erwartet sie in Wirklichkeit? Lassen Sie sich einladen zu einer kurzweiligen Reise durch unser Planetensystem mit Musik, Animationen, erstklassigen Vorträgen und Gesprächsrunden.
Mit Dank an Stefan K., Andreas K. und Werner W. von cenap.
Die “Bild am Sonntag” hat ein Foto von der verhungerten fünfjährigen Lea-Sophie, wie sie nackt und tot auf dem Obduktionstisch liegt. Und weil sie dieses Foto hat, zeigt sie es. Und sie zeigt es, weil sie es hat. Eine Großaufnahme ihres Gesichtes. Bild.de wirbt zusätzlich noch mit einem Bild von der ganzen abgemagerten Leiche.
Es war der “Bild am Sonntag” aber nicht genug, dieses erschütternde Foto zu zeigen. Sie musste diese Entscheidung auch noch als einen selbstlosen Akt verbrämen. Als eine Veröffentlichung, die gut ist. Gut nicht nur für die “Bild am Sonntag” und die Klickzahlen von Bild.de (und den “Bild”-Fotografen, der dieses Foto besorgt hat). Sondern gut für die Gesellschaft. Gut für uns alle. Gut für die von ihren Eltern vernachlässigten und misshandelten Kinder in Deutschland. Die sind dadurch, dass die “Bild am Sonntag” die tote Lea-Sophie millionenfach zur Schau stellt, offenbar weniger bedroht.
Es ist ein Schock-Foto. Und wir haben lange diskutiert, ob es richtig ist, eines dieser schrecklichen Obduktionsfotos zu zeigen. Nach Abwägung aller Argumente haben wir uns dazu entschlossen, es zu tun.
Denn wir wollen, dass so etwas nie wieder in Deutschland passiert!
Kritische Masse, digitale Elite, Markus Bleckebach.
Unter dem Motto “die kritische Masse” fand zum zweiten Mal in Berlin die Konferenz re:publica statt. Nicht nur der Ort war der Gleiche, sondern auch auf den Podien sassen oft die gleichen Leute wie im Jahr zuvor, die dann auch oft noch die gleichen Themen wie im Jahr zuvor behandelten. Für Benedikt Köhler beispielsweise war vieles selbstgefällig, ihm fehlte die Kontroverse und der Blick in die Zukunft: “Es ist schon etwas merkwürdig: Einerseits neigen die Blogger dazu, sich als Gegenveranstaltung darzustellen. Andererseits ist aber jeder zur PR in eigener Sache unterwegs.” Über die kritische Masse vermochte immerhin dieser per SMS verschickte und an der SMS-Wand hinter dem Podium im grossen Saal publizierte Beitrag aufzuklären. Read On…
Im vergangenen Jahr klagte “Bild”-Chefredakteur Kai Diekmann in der evangelischen Zeitschrift “Chrismon” über den Niedergang der deutschen Sprache. Der “Variantenreichtum des Deutschen” sei dahin — “und damit auch Nuancierungen, Redefiguren, Subtext”. Die “voranschreitende Analphabetisierung der deutschen Gesellschaft” führe dazu, dass “selbst einfachste Kommentare oder Meldungen” missverstanden würden — was seine Zeitung vor “grundsätzliche Darstellungsfragen” stelle.
Nun wissen wir nicht, ob dieser Artikel von gestern aus dem Online-Angebot von “Bild”, dessen “Content-Vorstand” Diekmann ist, schon eine Antwort auf diese “grundsätzlichen Darstellungsfragen” ist. Oder eher ein Beleg für den Anteil von “Bild” an der angeblichen Analphabetisierung. Jedenfalls verzichtet er weitgehend auf die in der deutschen Sprache vorhandenen Nuancierungsmöglichkeiten, um den Zeitpunkt und die Abfolge von Ereignisses deutlich zu machen. Er geht so:
Diese Berliner Promis demonstrieren nackt
Nippel-Attacke gestern vor der britischen Botschaft in Berlin: Aktivisten einer Tierschutzorganisation demonstrierten nackt gegen die Bärenjagd (BILD.de berichtete). Auch Berliner Promis setzen sich für den Schutz von Tieren ein — und zwar mit vollem Körpereinsatz!
Für die Organisation Peta (…) ziehen unter anderem die Schauspieler von “GZSZ”, Sänger Ben und viele andere Stars und Sternchen aus der Hauptstadt blank! (…)
Testfrage: Wann haben sich die “GZSZ”-Darsteller, Ben und die anderen (“Diese Berliner lassen nackte Haut sprechen”) ausgezogen? Vor, während oder nach der “Nippel-Attacke” vom Donnerstag?
Sie werden es nie lernen (Stefan Niggemeier)
Die Berliner Zeitung hat eine neue Webseite und Online-Chefin Ahlrichs bittet um Kommentare. “Seit fünf Stunden füllt Leser um Leser, wie gewünscht, seinen Frust und seine Fragen in das Kommentarfeld am Ende des Artikels. Seit fünf Stunden gibt es keine Reaktion von Frau Ahlrichs.”
Zeitungen sind keine Schuhfabriken (Süddeutsche, Hans-Jörg Heims)
“Die Glaubwürdigkeit der Berliner Zeitung ist durch das Schweigen ehemaliger Stasi-Zuträger beschädigt. Aber wegen der unbewältigten Vergangenheit muss sich das Blatt keine Sorgen um die Zukunft machen. Gefährlicher ist, dass renditesüchtige Manager die Zeitung auch heute wie eine Schuhfabrik behandeln.”
Ebay Would Be Nuts to Sell Skype (Wired.com, Betsy Schiffmann)
Ein Gerücht geht um in der Mediendienst-Schnippselverwerter-Klatschpresse: Google. Skype. Wired.com hält dagegen: “If we’re to believe the rumors, Google is considering a Skype acquisition. Or partnership. Or something big! And while we don’t doubt Skype would make a hot little trophy for Google, we’re not sure what eBay would get out of a deal right now.”
Bloß kein Happy End (Der Umblätterer, Andreas Vogel)
Das neue amerikanische Kino spielt mit Formen, besetzt Filme gegen alle Erwartungen und produziert packende, gute Filme – ohne Happy End und mit Ecken und Kanten. Andreas Vogel listet in seinem Essay derart viele herausragende aktuelle Beispiel auf, dass ich gleich ins Kino verschwinden möchte. (via Mail)
Re:publica in der Presse: Fett, dich gibt’s real (Welt Online, Jan C. Wehmeyer)
“Sie lesen viel voneinander, doch wissen meist kaum, wer auf der anderen Seite des Internetkabels sitzt: Hunderte Web-Akteure treffen sich deswegen wieder auf der re:publica in Berlin, um zu reden und sich kennezulernen. Im Mittelpunkt stehen mal wieder Blogs und soziale Netzwerke.”
Wenn “Bild” heute im Sportteil über die Formel 1 in besonders großen Buchstaben schreibt, Michael Schumacher meine, “BMW kann Weltmeister werden!”, ist das falsch.
Aber dafür kann “Bild” nichts.
Michael Schumacher habe sich gestern “in großer Runde” auf einer Pressekonferenz in Brüssel “missverständlich ausgedrückt”, sagt seine Sprecherin. Gemeint habe er eigentlich das, was er der Nachrichtenagentur Reuters in einem Gespräch auf derselben Pressekonferenz erzählte:
“BMW here and there will have a few highlights, maybe more than we think. But calculating all things, I believe, no, they cannot sustain it over the season,” Schumacher told Reuters in an interview in Brussels (…). “I believe it is a straight fight between Ferrari and McLaren,” he said “There will be no other team fighting realistically towards the end of the championship.”
Kurz gesagt: Schumacher meint, BMW wird nicht Weltmeister.
Schumi im “Bild”-Zitat
“Es sind drei Teams, die jetzt um die WM fahren. Neben Ferrari und McLaren kann auch noch BMW gewinnen. Das wird sehr spannend.”
Insofern ist es etwas unglücklich, dass “Bild” ausgerechnet aus dem, was Schumacher nicht meinte, eine große Schlagzeile mit fast ganzseitigem Artikel gemacht hat. “20 Minuten”, die “Abendzeitung” oder Sport1.de, waren nämlich offenbar so beeindruckt von der großen “Bild”-Schlagzeile, dass sie meinten, die vermeintliche Nachricht heute Vormittag weiterverbreiten zu müssen, und dabei (anders als etwa motorsport-total oder adrivo.com) die Reuters-Meldung wohl übersehen haben.
Sonst wären sie womöglich auf die Idee gekommen, mal kurz bei Schumachers Sprecherin nachzufragen, was er nun gesagt oder gemeint hat. Dauert keine fünf Minuten.
Mit Dank an Michael L. für den sachdienlichen Hinweis.
Nachtrag, 4. April 2008:“Bild” interviewt heute Mario Theissen, den BMW-Motorsport-Direktor, zu den WM-Chancen von BMW Sauber:
Eine Korrektur der gestrigen Schlagzeile ist das nicht. Es sei denn, “Bild” meint “Experten wie die beiden Schumis” im Sinne von wie einer der beiden Schumis und nicht wie der andere. (Das Reuters-Interview mit Michael Schumacher gibt es übrigens bei “Spiegel Online” als Video).