Suchergebnisse für ‘the’

6 vor 9

1. “Von Kanzlermachern und Politikberatern”
(medienheft.ch, Leif Kramp und Stephan Weichert)
Spiegel Online ist nach einer Befragung von “32 Experten aus Politik und Wirtschaft sowie Journalisten aus den Politikressorts sämtlicher Mediengattungen” das “mit Abstand schnellste und flexibelste Nachrichtenmedium” und hat sich den “Ruf eines Trendverkünders und unerschütterlichen Agenda-Setters” erarbeitet: “Manche Korrespondenten sehen sich von den Zentralredaktionen mitunter sogar mit dem Auftrag konfrontiert, vorrangig die Themen von ‘Spiegel Online’ als Ausgangspunkt für ihre Berichterstattung zu wählen.”

2. “‘Neon’-Chef will Leser ‘nicht verarschen'”
(meedia.de, Oliver Scheiner)
Interview mit dem Chefredakteur der Zeitschrift Neon (hier von uns getestet), Michael Ebert, den seine guten Verkaufszahlen viel mehr interessieren als die Meinung von Oliver Gehrs: “Ich unterscheide nicht zwischen plakativem und weniger plakativem Journalismus, ich unterscheide zwischen gutem und schlechtem Journalismus. Wir überlegen uns sehr genau, welche Geschichte unsere kritischen und schlauen Leserinnen und Leser am meisten interessiert.”

3. “So bunt wie Welt und Leben”
(zeit.de, Stephan Lebert)
“Das Ende von Bauers Magazin ‘Revue’ erinnert uns an die große Zeit der Illustrierten.”

4. “‘TV Movie Digital’ – nicht mehr als Papierverschwendung”
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
“Über schlecht gemachtes Fernsehen lästern Medienjournalisten gerne. Über schlechte Print-Titel weniger. Vielleicht, weil viele Kollegen selber bei einem arbeiten.”

5. Was zeichnet Frau Blocher aus?
(henusodeblog.blogspot.com)
Die Ehefrau eines ehemaligen Bundesrates wird von der Sonntagszeitung ausführlich zu einer Schulreform interviewt. Warum eigentlich?

6. “Wer gegen Schwaben ist, ist auch nur Rassist”
(tagesspiegel.de, Gerrit Bartels und Ulf Lippitz)
“Die Multikulti-Lüge, der Kiez-Muff und die kleine Welt von ‘Spiegel’-Redakteuren: Wer sich das Denken zu einfach macht, bekommt es mit Sven Regener zu tun.”

6 vor 9

1. “Die Vortageszeitung”
(miriammeckel.de)
Ist man vom Internet abgeschnitten auf einer Insel, dann ist wahre Begeisterung für Tageszeitungen möglich: “Und tatsächlich: da finde ich sie – die SZ und die FAZ! Was für ein wunderbarer Augenblick den ich kaum fassen kann. Ich trage die Zeitungen wie zwei gewickelte Babies auf meinen Armen zum Auto.”

2. “Die Alpha-Journalisten 2.0”
(medienhandbuch.de, Oliver Hein-Behrens)
Anfang 2009 erscheint ein Buch mit den üblichen Verdächtigen Matussek, Sixtus, Bunz, Borchert und Niggemeier. Autor Stephan Weichert im Interview: “Ich verfolge schon seit Längerem die Entwicklungen der Presse in den USA, wo ich gerade mehrere Wochen zur Zukunft der Zeitung geforscht habe. Dort erleben Sie, dass die gesamte Medienlandschaft einen heftigen Umbruch durchmacht – und zwar genau in diesem Moment. Einige Zeitungen verschwinden von der Bildfläche, die Gesamtheit der klassischen Medien geht online, neue publizistische Felder mit anderen professionellen Akteuren und ökonomischen Konstellationen tun sich auf. Dadurch ändert sich natürlich auch das ganze publizistische Machtgefüge im Journalismus – und diese Entwicklung ist allmählich auch in Europa, in Deutschland spürbar.”

3. “Eine schwedische Nachrichtenredaktion im Internet-Schaufenster”
(nzz.ch, Cristina Elia)
“Die Redaktion einer schwedischen Nachrichtensendung lässt sich bei der Arbeit filmen. Jedermann kann darauf das Tun hinter den TV-Kulissen im Internet anschauen. Mit dieser Aktion will das öffentliche Fernsehen Transparenz herstellen und Verständnis gewinnen.”

4. “Bundesliga live und kostenlos”
(taz.de, Jürn Kruse)
“Wer Bundesligaspiele live sehen will, braucht kein Premiere-Abo – DSL genügt. Livestreams ausländischer Sender anzugucken ist nicht strafbar – anders als die Verbreitung der Internetstreams.”

5. Dritte Staffel von “Switch reloaded” läuft an
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Switch Reloaded läuft wieder, seit Dienstag. Katharina Saalfrank, Peter Klöppel und Günther Jauch werden befragt, was sie von ihren Parodien halten.

6. “Fire Your PR Company”
(alleyinsider.com, Jason Calacanis)
Jason Calacanis gibt zehn Tipps, wie man PR macht. Seine Philosophie dazu kann er in sechs Worte fassen: “be amazing, be everywhere, be real.”

6 vor 9

1. “Qualität hat ihren Preis”
(epd.de)
Interview mit dem Kommunikationswissenschaftler Klaus-Dieter Altmeppen: “Leiharbeit im Journalismus, untertarifliche Bezahlung, Outsourcing von Redaktionen. Das sind die Realitäten. Statt der Qualität steht die Suche nach Synergiepotenzialen, also Rationalisierung, im Vordergrund. Deswegen ist auch der Medienjournalismus so unterentwickelt. Denn wer lässt schon gerne kritische Berichterstattung über die Vorgänge im eigenen Hause zu.”

2. “Chinesischer Reporter deckt Umweltverbrechen auf”
(ndr.de, Video, 7:15 Minuten)
Verfolgt von schwarzen Karossen filmt die Sendung “Zapp” einen freien, offenbar bloggenden Journalisten, der in China den Auswirkungen von Umweltschäden nachgeht.

3. “Web-Bildli kosten 17 000 Franken”
(20min.ch, Manuel Bühlmann)
“Die Forderungen der Bildagentur Getty Images nehmen zuweilen absurde Formen an. Ein 20-Minuten-Online-Leser soll für ein paar briefmarkengrosse Bilder 16 950 Franken bezahlen. Er hatte die Fotos auf seiner Website verwendet.”

4. “Bauer Verlag agiert im Internet immer noch defensiv”
(fr-online.de, René Martens)
“Im Internet verfolgt der Konzern eine Strategie, die mit defensiv noch nobel umschrieben wäre. Die Angebote vieler Zeitschriftenableger bestehen nur aus standardisierter Abo-Werbung, und auf der Website der Frauenzeitschrift Maxi wurde sechs Tage nach Erscheinen der August-Ausgabe noch die Juli-Nummer beworben.”

5. Oswalt Kolle sieht keinen Sex im TV
(rhein-main.net)
“Im Fernsehen spielt sich doch überhaupt keine Sexualität mehr ab, außer, dass sich nachts nach zwölf ein paar Nutten anbieten. Ich sehe da keine Übersexualisierung. Wenn ich den Fernseher einschalte, sehe ich immer nur Kochrezepte.”

6. “Mode 2.0: Stil aus dem Netz”
(fudder.de, Caro)
Ausführlicher Artikel, der eine Übersicht schafft über die riesige Welt der Mode im Internet. Mit vielen grossartigen Hinweisen, zum Beispiel zur bildunterlegten Hörkolumne On the Street von Fotograf Bill Cunningham auf nytimes.com.

6 vor 9

1. “Macht Massenbesäufnisse! Es gibt Dümmeres”
(tagesanzeiger.ch, Constantin Seibt)
Ein neuer Medienhype ist im Anmarsch, nämlich die Empörung der Medien über organisierte Massenbesäufnisse. In einem grossartigen Interview nimmt der “Experte für alles”, was in der Schweiz mit Menschen zu tun hat, Kurt Imhof, diesem gleich mal den Wind aus den Segeln und nennt die Medien heute “Brutstätten für Moraltanten”. Was auffällt: Wie ein einziges Gespräch, in dem mal Klartext gesprochen wird, begeistern kann. Das spricht für sehr viel Geschwurbel sonst.

2. “Tagesanzeiger ‘verliert’ Cablecom-Kommentare!”
(fuellhaas.com, Karsten Füllhaas)
Das neugemachte Portal tagesanzeiger.ch kämpft aber dennoch mit vielen Problemen. Zum Beispiel gehen einfach alle Kommentare zu einem Artikel verloren: “Wir haben leider noch einige Startschwierigkeiten. Die Cablecom-Kommentare sind wegen eines technischen Problems unwiderruflich verschwunden. Wir hoffen, künftig solche Fehler vermeiden zu können.”

3. “Die Reihenfolge von Leser-Kommentaren”
(dirkvongehlen.de)
“In Blogs werden Leser-Kommentare in chronologischer Reihenfolge dargestellt. Wer zuerst kommentiert, wird oben dargestellt. (…) Und wie wird auf deutschen Nachrichten-Websites kommentiert? Einige zufällig ausgewählte Beispiele.”

4. “‘Tagesthemen’ immer noch nicht erfolgreicher”
(meedia.de, Jens Schröder)
Die Sendung “Tagesthemen” verschickt Pressemitteilungen, sobald die Quoten der Sendung mal 0,5 Prozentpunkte über dem Vorjahr liegen. Die Wahrheit aber ist: Es geht abwärts, seit Jahren.

5. “Die ARD bezahlt keine Interviews”
(faz.net, Michael Hanfeld)
“Olympiasiegerin Britta Steffen wollte nicht in der Blödelsendung ‘Waldi & Harry’ im Ersten auftreten. Da war der Ärger groß und da rutschte dem Sportchef des BR etwas heraus: Man zahle schließlich Geld für die Interviews. Ein neuer ARD-Skandal? Wir haben nachgefragt.”

6. “Möchtest Du meine CD-R-Sammlung sehen?”
(coffeeandtv.de, Lukas)
“Auch ohne Zugriff auf die Bilddatenbank der dpa zu haben, glaube ich zu wissen, was dort als erstes Ergebnis auftaucht, wenn man ein Symbolbild zum Thema Datenklau sucht.”

6 vor 9

1. “ZDF kopiert Apples ‘Think Different’ Spot”
(plagiat.ch)
“Apples Original” vs. “ZDFs Kopie”.

2. “Die Selbstdekonstruktion des Josef Joffe”
(blog.handelsblatt.de/indiskretion, Thomas Knüwer)
Dass es auch 2008 noch immer intelligente Menschen gibt, die glauben, der Wert von Buchstabenfolgen sei abhängig von der Wahl ihres Trägers, stimmt nachdenklich. Thomas Knüwer analysiert einen Zeit-Artikel und erzählt zudem etwas Klatsch über Andrew Keen.

3. “Deckname Moser”
(netzjournalist.twoday.net, Thomas Mrazek)
“Soziale Netzwerke wie StudiVZ, MySpace oder Xing können eine ergiebige Quelle für Journalisten sein. Doch sollte die Recherche mit Fingerspitzengefühl erfolgen.”

4. ORF-Beitrag über die “Kronen Zeitung” kurzfristig abgesagt
(diepresse.com)
“Wieso wurde ein geplanter Beitrag über die ‘Kronen Zeitung’ nicht gesendet? Die Redakteure sagen, sie können nichts dafür.”

5. “Is Jon Stewart the Most Trusted Man in America?”
(nytimes.com, Michiko Kakutani)
Die New York Times fragt, ob es sich beim derzeit vertrauenswürdigsten Mann der USA tatsächlich um den Moderator einer Satiresendung handelt.

6. “Schluss mit den obligaten drei Küsschen zur Begrüssung”
(sonntagszeitung.ch, Steffi Hibber)
Endlich fordert jemand die Abschaffung des seit Jahren in der Schweiz grassierenden Begrüssungsrituals: “Die Hölle, die eigene Wange an verschwitze, mit Denim-Aftershave imprägnierte Buben-Backen drücken zu müssen, dazu erwachsene ‘mwah mwah MWAH!’-Geräusche zu machen. Um dann den ganzen Abend kein einziges Wort mehr mit ihm zu reden.”

Aberglaube ist keine Hexerei!

Es war eine dieser Meldungen, die erschüttern: Viele Ehen, die in Las Vegas geschlossen werden, berichtete Bild.de in dieser Woche, halten nicht für immer.

Woran mag das liegen? Bild.de ist diese mögliche Erklärung eingefallen:

Liegt ein Fluch auf den Hochzeiten in Las Vegas?

Holla, darauf wären wir jetzt nicht gekommen. Aber dafür hat man ja Experten, dass sie einen warnen, vor Orten und Gegenständen, die verwunschen sind, von irgendeiner übersinnlichen Macht.

Und wir nutzen die Gelegenheit, als Service für unsere Leser die wichtigsten der potentiellen Flüche, über die “Bild” in diesem Jahr berichtete, in einer Übersicht zusammenzufassen:

Verflucht Name und Art des Fluchs
Bär Bruno “Liegt ein Fluch über dieser Bärenfamilie?” (zwei Jahre nach Bruno wurde auch sein Bruder erschossen)
Batman-Film “The Dark Knight” “Der Fluch des Batman-Films”
(zwei Tote, eine Festnahme, ein Horror-Unfall)
Bayern München “HSV-Fluch”
(kein Sieg in der Arena gegen Hamburg)
Beatles “Die Beatles haben einen Fluch, sie werden nie glücklich werden.”
Deutsche Olympioniken 2008 “Olympia-Fluch”
(keine Goldmedaillen für Deutschland)
Dieter Degowski, Gladbeck-Geiselnehmer “Über seiner Familie scheint seit seiner Tat ein Fluch zu liegen.”
(Vater gestorben, Mutter Hirnschlag, Bruder Selbstmord, keine Freunde)
Dirk Zingler,
Präsident 1. FC Union
“Erfurt-Fluch”
(mehrere Niederlagen)
Dustin Heun,
Stürmer 1. FC Union
“Erfurt-Fluch”
(keine Tore)
Günther Beckstein, Erwin Huber “Als laste ein Fluch auf den beiden ‘Provinzpolitikern’ (Stoiber)”
(ihnen “will nichts gelingen”)
Hertha BSC “Flutlicht-Fluch”
(keine Siege, wenn es dunkel ist)
Die Kennedys “Der Fluch der Kennedys”
(“Tragödien und Skandale, Trauermärsche und Särge”, sogar alte Männer werden krank)
Klimbim-Familie “LIEGT ETWA EIN FLUCH ÜBER DER KLIMBIM-FAMILIE?”
(traurige Schicksale)
Luca Toni “Torlos-Fluch”
Manuel Neuer, Torwart Schalke 04* “Erbt Neuer den Fluch von Pannen-Olli?”
(“mal Held, mal Depp”)
Michael Ballack “Vize-Fluch”, “Endspiel-Fluch”, “Final-Fluch”
(gewinnt kein Endspiel)
Nürnberger Zoo “Es ist, als ob ein Fluch auf dem Tiergarten liegt.”
(im Lauf von 8 Jahren sterben 4 Bären, 1 Giraffen-Junges, 7 Delfin-Babys, 1 Elefantendame, 1 Gepardin, 2 Eisbär-Babys, 1 Besucherin)
Renft, Popgruppe “Der Fluch über der ‘Renft’-Combo hält an.”
(mehrere Mitglieder sterben an Krebs, einer bei einem Autounfall)
Roger Federer, Tennisspieler “Paris-Fluch”
(noch nie die French-Open gewonnen)
Schalke 04 “Start-Fluch”
(kein Tor, nur Niederlagen in den Auftaktspielen der Champions League)
Spanische Fußballnationalmannschaft “Elfer-Fluch”
(verliert immer am 22. Juni das Viertelfinale bei einem großen Turnier im Elfmeterschießen)
Tour de France 2008 “Auf dieser Tour liegt ein Fluch!”
(“nach den Doping-Fällen der letzten Tage … gab es einen bösen Sturz”)
Tutanchamun “Fluch des Pharao”
Volleyballer vom SC Charlottenburg “Pleiten-Fluch”
(scheitern in der Vorrunde der Play-Offs)

*) Korrektur, 23.20 Uhr (mit Dank an die vielen Hinweisgeber): Verflucht, da hatten wir den Schalker doch zunächst tatsächlich versehentlich zum Bayern-München-Torwart gemacht. Sorry.

6 vor 9

1. “Springer-Chef Döpfner zur US-Zeitungskrise”
(handelsblatt.com, Hans-Peter Siebenhaar)
Mathias Döpfner, Vorstandschef des Medienkonzerns Axel Springer, kennt den Weg aus dem “Krisengerede”: “Unser Geschäft ist Inhalt. Wenn wir guten Journalismus pflegen, egal ob gedruckt oder online, dann ist mir nicht bange. Wer sein Kerngeschäft herunter redet oder sich gar zu Tode spart, wird scheitern.”

2. Der Organisator der TV-Übertragungen der ARD
(ftd.de, Lutz Knappmann)
Olympia-Produktionsleiter Gerald Heitzig beklagt sich über die ständigen Sicherheitskontrollen:”Obwohl wir unsere Ausrüstung minutiös angemeldet haben und hochtransparent sind, müssen wir ständig alles öffnen und vorführen. Jeden Tag eine neue Hürde. Die Sicherheitsmaßnahmen machen uns das Leben wirklich schwer.”

3. “Ernüchternd – Die Verwirrung der Medien im Fall Clement”
(ndr.de, Video, 6:58 Minuten)
Die Sendung “Zapp” beleuchtet das Wesen der Entschuldigung. Da viele Politiker überaus viel Mühe bekunden, ein Wort der Entschuldigung über ihre Lippen zu bringen, sind viele Medien dazu übergegangen, auch schon Ansätze von Entschuldigungen als Entschuldigungen zu werten.

4. Roger Schawinski über Radiokonzessionen und Ehrverletzung
(weltwoche.ch, Philipp Gut und Peer Teuwsen)
Die Weltwoche befragt Roger Schawinski: “Bei der Fahrt zu diesem Gespräch haben wir Radio 1 gehört. Das Thema war: ‘Hundeknochen im Abo’. Macht man so Qualitätsradio?” Schawinski: “Das ist eine sehr kursorische Sendekritik.”

5. “sf lanciert tagesschau-timeline”
(benkoe.ch, Thomas Benkö)
“alle news der vergangenen 24 h chronologisch im überblick. bitte aufs bild klicken.”

6. “Markwort – Allein zu Haus”
(riesenmaschine.de, Jan Bölsche)
Focus bringt eine aufsehenerregende Titelstory, wie man durch Fahrradfahren Sprit sparen kann. Was die Riesenmaschine zu weiteren Titeln inspiriert. Zum Beispiel: “Die neue Gang-Art: Schlendern – entschleunigt, entspannt, entertaining! Toll: Ihr Körper bringt schon alles mit, was sie dazu brauchen!”

6 vor 9

1. “Potentes Product Placement”
(infam.antville.org, supra)
Die Sendung “10 vor 10” von SF warnt vor gefährlichen Pillen, die die Pillen der Firma Pfizer kopieren (sf.tv, Video, 3:56 Minuten). O-Ton aus der Sendung: “Potenzpillen wie Viagra helfen dem Mann, wenn er nicht mehr kann. Das blaue Wunder von Pfizer ist ein Verkaufsschlager, deshalb gibt es viele Nachahmer.”

2. “Offenbar Gespräch von BKA-Chef Ziercke und ‘Tagesspiegel’ aufgezeichnet”
(radio-utopie.de)
“Radio Utopie ist aus unerfindlichen Quellen heute die mutmassliche Mitschrift eines Abhörprotokolls zugespielt worden, welches Hintergrundgespräche von Nachrichtendienst-Chef Jörg Zierke (‘BKA’) und den NachrichtenhändlerInnen Frank Jansen und Barbara Junge (‘Tagesspiegel’) enthält.” Eine zugespielte, mutmassliche Abschrift eines nicht veröffentlichten Tondokuments also. Im Tagesspiegel wurde das Gespräch dann so abgedruckt. “Radio Utopie kann leider nicht die potentielle Echtheit dieses wahrscheinlichen Skriptes eines möglichen Gespräches im Ruheraum der Republik garantieren.”

3. “Berichterstatter in Gaza”
(fr-online.de, Inge Günther)
“Direkt nach ihrer Machtübernahme vor einem Jahr hatte die Hamas die mediale Gegenoffensive gestartet. Journalisten wurden eingeladen, um sich anzusehen, wie frei und sicher man sich nach den Tagen von Chaos, Anarchie und Bürgerkrieg wieder in Gaza bewegen könne. (…) Inzwischen sperrt die Hamas-Polizei die eigenen Journalisten ein, die nicht auf Linie liegen.

4. Österreich mit “redaktionellen” Artikeln über Autowäsche und Krampfadern
(medienschelte.at, Richard)
“Nachdem ÖSTERREICH letzte Woche gegen Krampfadern mobil gemacht hatte, sind in der heutigen Ausgabe – unter dem Titel ‘Boxenstopp’ – hilfreiche Tipps für AutobesitzerInnen dran.”

5. “Waldi, Harry und der Kaiser von China”
(fernsehlexikon.de, Stefan)
“Ich habe herausgefunden, warum die Deutschen bei diesen Olympischen Spielen so schlecht abschneiden. Wer das Pech hat, an einem Tag, an dem die ARD überträgt, eine Medaille zu gewinnen, muss hinterher in die Show zu Waldemar Hartmann und Harald Schmidt.”

6. Beijing vs. Peking
(fischerlaender.net, Stefan Fischerländer)
Stefan Fischerländer, der sich zurzeit eigentlich im Olympia-Boykott befindet, schreibt über die olympischen Spiele. Und zwar stört er sich am “Unfug”, Peking als Beijing zu schreiben: “Peking ist Peking und nicht Beijing. Punktum.” Schliesslich würde auch niemand von Roma, Praha, Moskwa, Torino oder Minga schreiben.

6 vor 9

1. “Russia: Again Savior of Peace and Life”
(english.pravda.ru, Lisa Karpova)
Wie auch faz.net berichtet, sehen russische Medien Russland als Friedensbringer. Die Gegenseite wird so geschildert: “Georgian troops attempted to storm the city much as Hitler‘s Panzer divisions blazed through Europe”. Der georgische Präsident Micheil Saakaschwili wird als aufgeblasener Clown beschrieben. Wer mal einen richtig einseitigen Artikel lesen will, ist mit diesem in der Pravda gut bedient.

2. Chinas neue Blätter
(faz.net, Luo Lingyuan)
“Der Zeitungsmarkt in China wächst. Auch wenn kritische Kommentare gefährlich und politische Spekulationen nahezu unbekannt sind, ist die Berichterstattung freier geworden. Die neuen Blätter sind human, leserfreundlich, informativ und – objektiv.”

3. “Ich habe die Zukunft der Nachrichten gesehen”
(blog.metaroll.de, Benedikt Köhler)
“In Zukunft werden Schlagzeilen von uns selbst gemacht. Im Internet.”

4. “Die Menschen werden nicht dümmer”
(brainblogger.de, Patrick Breitenbach)
Der Brainblogger zur Spiegel-Frage, ob das Internet uns dumm mache: “Sollte es also diese beschriebene Verdummung tatsächlich geben, so fällt dies leider immer wieder auf die klassischen Medien (Boulevard-TV-Radio-Presse) zurück. Sie sind die eigentlichen Erfinder der ‘sinnlosen’ Informationsflut. Oder gibt es meinem Leben einen Nutzen oder Sinn, wenn ich lese, dass sich Boris Becker verlobt?”

5. “20 Jahre ideelles Gesamtfeuilleton”
(konkret-verlage.de, Ralf Schröder)
“Zum Jubiläum präsentiert sich die Kulturzeitschrift ‘Lettre International‘ sendungsbewußter denn je.”

6. “Neuer ARD-Skandal”
(eleph.antville.org, yam)
“Nach dem Drama um die falsche Fahne leistet sich die ARD den nächsten Scheiß.”

6 vor 9

1. “Internet, intelligent!”
(dasmagazin.ch, Thomas Zaugg)
“Pessimisten aller Länder, seid lieb mit dem digitalen Zeitalter. Wenn man sich nicht dumm anstellt, macht es nicht dumm. Ein Appell.”

2. “Chinas Botschafter kritisiert Schweizer Medien”
(sonntagonline.ch, Katia Murmann und Patrik Müller)
Der chinesische Botschafter in der Schweiz, Dong Jinyi, empfiehlt folgende Sehenswürdigkeiten: “Die Grosse Mauer, weil sie das wohl wichtigste Kulturerbe Chinas ist. Dann die Sommerpaläste der chinesischen Kaiser. Und die Einkaufszentren – damit die Schweizer sehen, welch grosses Angebot es heute in China gibt.”

3. “Als Journalist in Peking”
(stern.de, Jens Fischer)
Stern.de-Reporter Jens Fischer wird nachts von sechs Polizisten geweckt und kontrolliert: “Meine Daten wurden notiert, ihre Blicke durchbohrten mich. Nach etwa 15 Minuten hatte der ganze Spuk ein Ende. Pass und Akkreditierung wurden mir wieder ausgehändigt, die Staatsmacht zog von dannen.”

4. Interview mit Christiane zu Salm
(faz.net, Georg Meck)
Christiane zu Salm vom Burda Verlag beruhigt den Fragesteller von der Frankfurter Allgemeinen: “Zeitschriften und Zeitungen sterben genauso wenig wie seinerzeit das Buch.” – “Danke. Genau das wollten wir hören.”

5. “Eine kleine Umfrage unter Bloggern”
(blogbar.de, Don Alphonso)
Don Alphonso macht sich Gedanken über die Leute, die einen, viele Blogger kennen das, dummdreist um Informationen angehen: “Das sind vermutlich irgendwelche viertelgebildeten Auswendiglerner, die unter Druck ihre 20 Seiten zusammenschmieren und dann faktisch von irgendeinem HiWi betreut werden, der auch keine Ahnung vom Thema hat. Hauptsache was mit Internet und einem Modethema.”

6. “Ich war ein hübscher Arztsohn mit guten Manieren”
(welt.de, Sven Michaelsen)
Wer dem Spiegel beweisen will, dass er doch noch fähig ist, einen über fünf Zeilen hinausgehenden Text zu lesen, sollte sich Interview mit Oswalt Kolle in voller Länge antun. Es lohnt sich.

Blättern:  1 ... 504 505 506 ... 614