Suchergebnisse für ‘sport’

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«Sie klingen verbittert» – «Das bin ich»
(weltwoche.ch, Pierre Heumann)
Ahmed Sheikh, Chefredaktor des TV-Senders Al-Dschasira, hält die Lage im Nahen Osten für hoffnungslos. Daran – und an den dauernden Niederlagen gegen Israel – werde sich nichts ändern, solange die Araber bei ihren Regimen keine Reformen durchsetzen.

Hochglanz für Hochschüler
(dradio.de, Thomas Wagner)
Sie heißen “Mensa”, “Campus” oder “Audimax”, auf den ersten Blick sehen sie aus wie Hochglanz-Broschüren, die für Autos, Parfums oder exklusive Kleidung werben. Wer darin herumblättert, entdeckt dann plötzlich Artikel über Karrierechancen und Studiengebühren. Hochschulmagazine sind auf dem Vormarsch. Auch etablierte Zeitungsverlage entdecken Studierende als Klientel der Zukunft – und reagieren mit entsprechenden Magazinen.

Mediale Heuchelei – Hämische Schlagzeilen gegen Fußballexperten Jürgen Klopp
(ndr.de, Video)
Zapp über die heuchlerische Doppelmoral einiger Sportjournalisten.

Von gestern
(fr-aktuell.de, Christoph Twickel)
Die Neunziger sind wieder da. Eher die frühen Neunziger, jene Zeit, in denen Zeitschriften noch ein bisschen unverschämt sein durften. In denen ein Tom Kummer die wirklich interessanten Interviews mit Prominenten einfach erfand und ein Uwe Kopf in seine Schreibmaschine wilde Hass-Kolumnen schlug. Helden von gestern, die unter die Kategorie “Was macht eigentlich…? ” fallen. Und was machen sie? Sie schreiben für Faces.

Pendlitzerpreis 2006: Übergabe-Gala mit viel Prominenz
(pendlerblog.blogspot.com)
Der diesjährige Pendlitzerpreis ist am Montag im Braunen Mutz Basel verliehen worden. Gewinner der begehrten Journalistenauszeichnung ist Wolfgang Bortlik.

“Ich knall euch alle ab!”
(taz.de)
Nichts ist nach dem Amoklauf von Emsdetten so vorhersehbar wie die “Christiansen“-Sendung vom kommenden Sonntag. Vorschau auf eine gesamtgesellschaftlich hochbrisante Expertendebatte.

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US-Blogger in Beugehaft
(telepolis.de, Wolf-Dieter Roth)
Blogger werden immer mehr Journalisten und Medienunternehmen gleichgestellt – und das ist nichts, worüber sie sich wirklich freuen sollten.

Unter deutschen Dächern
(faz.net, Michael Hanfeld)
Sie sehen alles, und sie halten alles fest. Die ?Leserreporter? sind die Pest. Und sie sind ein Segen: Paparazzi werden arbeitslos. Doch wer sich aufregt, der vergißt, wie wichtig manche Amateurbilder sind.

In Google drin
(blick.ch, Sandro Brotz und Patrik Müller)
Zürich wird Google-City – und keiner merkts: Ganz im Stillen entsteht hier das Technologiezentrum der weltweit grössten Internet-Suchmaschine. Für SIE+ER öffnete die Schweizer Vertretung die Türen. Bericht aus dem Hirn eines Giganten.

“Wir nähern uns dem Internet schrittweise”
(spiegel.de, Hasnain Kazim)
Die Auflage des “Economist” wächst und wächst. Nur im Internet spielt das Nachrichtenmagazin so gut wie keine Rolle. Das soll sich jetzt ändern, sagt Chefredakteur John Micklethwait im Interview mit SPIEGEL ONLINE und spricht über seine Pläne für die Zeitschrift und das Netz.

Mehr Mut zum Risiko, liebe NZZ!
(medienspiegel.ch, Martin Hitz)
Die NZZ AG will ihr «Leistungsangebot» optimieren, wie in der gestern Freitag verbreiteten Medienmitteilung zu lesen ist. 10 bis 15 Stellen sollen laut Medienberichten dadurch verloren gehen.

Miesmachen als Volkssport
(dradio.de, Michael Miersch)
Würde Che Guevara heute wiederauferstehen, könnte er sich an fast jeden deutschen Stammtisch setzen. Er bekäme ein paar Biere spendiert und Applaus für seine 40 Jahre alten Kampfparolen.

Neuer “Torwart-Zoff” in “Bild”

Klar könnte ein Fußballtorwart sich einfach damit zufrieden geben, in der Nationalmannschaft bloß Ersatzspieler zu sein. Er könnte sagen: “Mein Anspruch ist, ewig die Nummer 2 in Deutschland zu bleiben.” Allerdings: Wer weiß, ob jemand mit so einer Einstellung überhaupt in eine Nationalmannschaft aufgenommen würde.

Der Fußballtorwart Timo Hildebrand jedenfalls (derzeit die Nummer 2 hinter Jens Lehmann) hat, nachdem er erfahren hat, dass er morgen gegen Zypern spielen soll, offenbar “ins DSF-Mikrofon” gesagt:

“Mein Anspruch ist, die Nummer 1 in Deutschland zu werden.”

Das steht heute so in “Bild”*. Der einleitende Satz lautet:

Wer gedacht hat, dass es nach Kahns Rücktritt ruhig werden würde im deutschen Tor, hat sich getäuscht.

Und seltsamer Weise sehen Überschrift und Seite-1-Aufmacher so aus:

"Neuer Torwart-Zoff vorm Zypern-Spiel: Hildebrand greift Lehmann an"

*) Ansonsten hat Hildebrand offensichtlich kein Wort über Jens Lehmann und sein Verhältnis zu ihm verloren, hat weder Lehmanns Spielweise kritisiert, noch behauptet, er sei besser als Lehmann oder irgendetwas anderes in der Richtung. Nur damit hier kein falscher Eindruck entsteht — was angesichts der “Bild”-Überschrift nicht verwunderlich wäre.

Kurz korrigiert (283)

In einem Artikel, der ausschließlich eine neue, “einheitliche Spielphilosophie” des Deutschen Fußball-Bundes thematisiert, heißt es in der heutigen “BamS” (und bei Bild.de) exklusiv:

“BamS erfuhr: In einem Geheimtreffen einigten sich Sammer und Bundestrainer Joachim Löw (46) darauf, dass beim DFB von der U18 bis zur A-Nationalelf ab sofort alle Mannschaften mit der gleichen Taktik spielen müssen – und zwar einem 4:4:2-System! (…) Bei der U15 bis zur U17 darf flexibel zwischen 4:2:2 und 4:3:3 variiert werden.
(Hervorhebung von uns.)

Nähme man das, was die “BamS erfuhr”, beim Wort, hätte sich die DFB-Spitze darauf geeinigt, dass in den U15- bis U17-Mannschaften die Spielerzahl flexibel zwischen neun und elf variieren dürfe. Um so erfreulicher also, dass andere Medien den “BamS”-Fehler beim Weiterverbreiten bereits unauffällig korrigiert haben.

Mit Dank an Sebastian B. für den Hinweis.

Nachtrag, 16.40 Uhr:
Inzwischen hat auch Bild.de den “BamS”-Fehler unauffällig korrigiert.

Silberpfeil mit fremden Federn

Stimmt: Der neue McLaren-Mercedes MP4-22 (auch “Silberpfeil” genannt) soll, wie auch “Bild” heute schreibt, offiziell erst Mitte Januar nächsten Jahres in Valencia vorgestellt werden. Aber:

"Schon heute ist er in BILD zu sehen..."

Und tatsächlich: Neben diesem “Bild”-Satz findet sich heute der “Foto-Beweis” (“entstanden bei einem geheimen Foto-Termin in Jerez”).

Nach einem Foto-Nachweis für den “Foto-Beweis” suchen die Millionen “Bild”-Leser* heute allerdings ebenso vergebens wie nach einem Hinweis darauf, dass nicht etwa “Bild” den MP4-22 “erwischt” und “das exklusive Geheimnis gelüftet” hat, sondern (wie man auch hierzulande seit Montag bei F1Total.com nachlesen kann) die spanische Tageszeitung “Marca”. Auf deren Titelseite war der “Foto-Beweis” schließlich schon vor einer Woche zu sehen…

Mit Dank an Christine N. für den Hinweis.

*) Bild.de ist es immerhin gelungen, in der “Bild”-Meldung den Fotonachweis (“Marcamedia”) unterzubringen.

“Bild” sieht Gelb bei Oliver Kahn

Drei Autorennamen stehen über dem “Bild”-Bericht vom Bundesligaspiel Schalke 04 gegen Bayern München. Vielleicht ist das nicht genug. Vielleicht wäre einem vierten “Bild”-Reporter aufgefallen, dass Oliver Kahn gar keine gelbe Karte bekommen hat. Oder dem Fünften.

Und auch die beiden Autoren, die in der “Bild am Sonntag” über Real Madrid schrieben, hätten noch einen zusätzlichen Kollegen gebrauchen können, um sie darauf aufmerksam zu machen, dass der Stürmer Antonio Cassano, der angeblich den Verein demnächst verlassen soll, nicht “erst zu Saisonbeginn” zu Real Madrid kam, sondern schon Anfang des Jahres.

Danke an Alexander J., Michael J., Rene B., Jan J., Patrik R. und Christopher G.!

…und die Nationalflagge mitsingen!

Weil Jürgen Klinsmann möglicherweise Trainer der Fußball-Nationalmannschaft der USA wird, hat “Bild” gestern “die wichtigsten Fragen” dazu “beantwortet”. Darunter diese:

Singt er die US-Hymne mit?

Unwahrscheinlich! Klinsi hat immer betont, dass er sich als Deutscher fühlt und unsere Hymne mit Inbrunst singt. Der Text von “Stars and Stripes”, der US-Hymne, dürfte allerdings kein Problem für ihn sein.

Im Gegensatz zur “Bild”-Zeitung, für die schon der Titel der US-Hymne ein Problem ist. Sie heißt nämlich “The Star-Spangled Banner”. “Stars and Stripes” nennt man die amerikanischen Flagge.

Danke an Reinhard T. für den Hinweis!

“Bild” vergibt Chance auf Kollegenschelte

Hagen Boßdorf will sich “gegen ‘Bild’ wehren”, berichtet die “Süddeutsche Zeitung”. “Bild” hatte den Sportkoordinator der ARD nämlich am Donnerstag zum “Verlierer des Tages” gemacht und über ihn geschrieben:

In einem “Zeit”-Interview verharmlost er den Blutdoping-Vorwurf gegen Radstar Jan Ulrich: “Was ist schon Doping? Wenn man sich das eigene Blut spritzt? Nee, Pillen und Spritzen, das ist Doping.” BILD meint: Total daneben!

Boßdorf hatte aber lediglich aus der Sicht eines Sportlers sprechen wollen. Das lässt sich nachvollziehen, wenn man die vollständige Passage in der “Zeit” kennt. Sie lautet nämlich:

“Vielleicht gerät man als Radfahrer in so ein Definitionsproblem”, sagt er schließlich. “Was ist schon Doping? (…)”

Allerdings wusste “Bild” das wahrscheinlich gar nicht und kannte nur eine Vorabmeldung der “Zeit”, in der es heißt:

Boßdorf nimmt den unter Blutdoping-Verdacht stehenden Ullrich indirekt in Schutz: “Was ist schon Doping? (…)”

Der ursprüngliche Fehler lag also bei der “Zeit”, die Boßdorf in ihrer Vorabmeldung sinnentstellend zitiert hatte. Und insofern ist “Bild” eigentlich kein Vorwurf zu machen. Außer dem, dass sie spätestens seit gestern weiß, was Boßdorf eigentlich gesagt hat und es heute trotzdem nicht korrigiert hat.

Mit Dank an Stefan J. für den sachdienlichen Hinweis.

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