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Paul C. Martins Wirtschafts-Koldummne

Beginnen wir mit einer kleinen Denksportaufgabe. Die “Wirtschaftswoche” hat ein Interview mit Jürgen Stark geführt und für alle, die ihn nicht kennen, dazu geschrieben:

Stark, 59, ist seit Juni 2006 Mitglied im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt, wo er den Posten des Chefvolkswirts bekleidet. Zuvor war der promovierte Wirtschaftswissenschaftler Vize-Präsident der Deutschen Bundesbank.

Frage: Welche Position bekleidet Jürgen Stark heute?

 

 

 

Nicht spicken!

 

 

 

 

Ja, Herr “Bild”-Kolumnist Paul C. Martin?

Bundesbank-Vize

Bitte?

Öhm: Nee.

Gravierender ist allerdings, dass Jürgen Stark von Paul C. Martin als Kronzeuge für seine These missbraucht wird, dass Deutschland mit Stagflation, und sogar STAGFLATION rechnen muss (eine Mischung aus stagnierender Wirtschaft und steigenden Preisen). Paul C. Martin hat sich für seinen Artikel zum Thema ein paar passende Zitatbrocken aus dem “Wirtschaftswoche”-Interview herausgebrochen und unpassende einfach weggelassen. Stark sagt nämlich ausdrücklich (und die “Wirtschaftswoche” hebt das extra hervor):

Von einer Stagflation sind wir noch weit entfernt.

Über die Inflation zitiert “Bild” Stark mit dem Satz:

“Dieses Phänomen könnte sich als hartnäckiger erweisen, als wir es noch Ende vergangenen Jahres vermutet hatten.”

Dass Stark unmittelbar zuvor gesagt hatte, die Inflation sei nur “ein temporäres Phänomen”, ignoriert Martin sicherheitshalber, um sein apokalyptisches Szenario nicht unnötig zu relativieren. Vielleicht hat er aber auch das überlesen, so flüchtig wie er über alle anderen Fakten hinweggegangen ist. Über die Entwicklung der Inflation in China schreibt er:

In einem einzigen Monat stiegen die China-Preise für Nahrungsmittel um sagenhafte 7,1 Prozent (Januar).

Das ist gleich doppelt falsch. Es ist natürlich nicht die Steigerung in einem Monat, sondern in zwölf (Januar 2008 gegenüber Januar 2007). Und es ist nicht die Preissteigerung bei Nahrungsmitteln, sondern den Verbraucherpreisen insgesamt. Die Agentur Reuters hatte geschrieben:

Die Verbraucherpreise in China sind im Januar so stark gestiegen wie seit elf Jahren nicht mehr. Der Anstieg auf Jahressicht von 7,1 Prozent sei vor allem auf drastisch verteuerte Nahrungsmittel zurückzuführen, teilte das Nationale Statistikamt am Dienstag mit.

Das war wohl zu kompliziert, für Paul C. Martin.

Vielen Dank an Han Delong!

Nachtrag, 28.2.2008: Inzwischen ist Paul C. Martins Kronzeuge immerhin vom “Bundesbank-Vize” zum “Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank” befördert worden. Die anderen Fehler und Fehlinterpretationen wurden jedoch unkorrigiert stehen gelassen.

6 vor 9

Der Weg zum neuen Blick
(blick.ch/derscheffblog, Bernhard Weissberg)
“Mit der Tür ins Haus, mit den News gleich zum Start: Ja, der Blick wechselt zurück zum Einbundkonzept. Ja, der Sport beginnt von hinten. Und ja, der Sport steht, wörtlich, Kopf. Uff, jetzt ist es draussen. Es? Nun, das, was jeder sofort sieht, wenn er den neuen Blick am 5. März in die Hände bekommt.”

David Weinberger über die neue digitale Unordnung und Wahlkampf im Internet-Zeitalter
(elektrischer-reporter.de, Mario Sixtus, Video, 14:06 Minuten)
Für den Netz-Philosophen David Weinberger ist das vermeintliche digitale Chaos die große Chance, alte Zöpfe unserer Vorstellungswelt zu entsorgen: das Entweder-Oder-Prinzip beispielsweise.

“Ich vermute, dass Springer genervt ist von uns”
(readers-edition.de, Felix Kubach)
Stefan Niggemeier, zusammen mit Christoph Schultheis Betreiber des ?Bild?-kritischen Portals bildblog.de, spricht im Interview über das von der Axel Springer AG gegen ihn geplante Verbot, weiterhin Eingaben an den Presserat zu richten (bislang 12), über das zweifelhafte Hamburger Gerichtsurteil bezüglich des Moderierens von Kommentaren und über seinen Streit mit Henryk M. Broder.

Wie der Verleger Axel Springer einmal beinahe seine Welt verloren hat
(faz.net, Hans-Peter Schwarz)
Anfang der siebziger Jahre stand der Springer-Verlag auf der Kippe: Die Verluste der ?Welt? wurden immer größer. Axel Springer war kurz davor, die “Welt” an die F.A.Z. zu verkaufen. Wir drucken Auszüge aus einer neuen Springer-Biographie des Historikers Hans-Peter Schwarz.

“Wir bloggen, weil wir glauben”
(zuender.zeit.de, Simon Columbus)
Seit einem Jahr sitzt der ägyptische Blogger Kareem Amer im Gefängnis, weil er den Islam beleidigt hat.

Das Ende der Flash-Freiheit
(taz.de, Ben Schwan)
Internet-Videos bei YouTube und Co. kann derzeit jeder anlegen und online stellen. Das könnte sich ändern: Flash-Hersteller Adobe plant ein Rechtemanagement.

medienlese – der Wochenrückblick

Diekmann mit Videoblog, Blogger und Sex, Einkaufsbummel der Publigroupe.

Der Chefredakteur der deutschen Bild-Zeitung, Kai Diekmann, produzierte eine erste Folge eines Videoblogs. Mit einer nicht sehr grossen Handykamera stellte er sich an einem “Media-Get-Together” vor allerlei Leute aus Medien und Politik und überraschte seine Gesprächspartner mit der Aussicht, bald im Internet zu sehen zu sein. Sein gleich am Anfang des Videos verkündetes Motto lautet “Jetzt wird immer zurückgeschossen” und hört sich an wie eine Kampfansage gegen das Bildblog, dem der Springer-Verlag absurderweise verbieten will, Beschwerden beim deutschen Presserat einzureichen (ebenso repressiv die taz: “Nehmt dem Mann die Kamera weg!“). Der “journalistische Anstandswauwau” des Springer-Verlags (Die Presse), nach einer Leserbefragung aus 4/5 Lesern bestehend, die ihre “kritische Haltung gegenüber Bild” (Vorurteile?) gerne untermauert haben möchten, vermeldete Diekmanns neue Tätigkeit (noch) nicht.
Read On…

Vater Calmund war gar nicht so dick

Reiner Calmund hat das Grab seines Vaters in Vietnam gefunden, “Bild” war dabei – und zeigt sogar ein Foto von Vater Calmund aus seiner Zeit als Fremdenlegionär:

Und für alle die sich fragen, was denn die seltsamen Zahlen auf dem Foto zu bedeuten haben, hat “Bild” auch eine Antwort druntergeschrieben:

BILDblog-Leser Ralf M., Moderator im Fremdenlegionsforum LaLegion, hat uns netterweise zum Vergleich ein weiteres Legionärsfoto geschickt (siehe Abb. A), und wir selbst haben dann auch noch eins gefunden (siehe Abb. B):

Heinrich W. wäre demnach 113 Kilo schwer und 4,50 Meter groß gewesen, Willy Q. nur 86 Kilo schwer, aber dafür 7,72 Meter groß.

Wir tippen deshalb: Das sind gar keine “Angaben zu Gewicht und Größe” der Legionäre, sondern ihre Handynummern.*

*) BILDblog-Leser Ralf M. behauptet indes steif und fest, es handle sich dabei um die sog. Matricule (Matrikel-/Stammnummer), die jeder Fremdenlegionär mit Eintritt in die Legion erhält. Aber sowas kann natürlich nur behaupten, wer sich mit sowas auskennt.

Spot-Dernière

Man muss ja nicht immer gleich an Schleichwerbung denken, bloß weil Bild.de darüber berichtet, für welches Versandhaus Sylvie van der Vaart vom Katalog-Cover lächelt, für welche Firma Matthias Reim, Wayne Rooney, die Klitschkos, Roberto Blanco und Jürgen Drews in einem TV-Spot mitspielen — oder Michael Schumacher und Kimi Räikkönen.

Aber wenn es heute zu Schumi und Kimi bereits auf der Bild.de-Startseite heißt…

"Neue Schumi-Werbung -- Wussten Sie schon, dass Formel-1-Star Kimi Räikkönen deutsch spricht? Nein? Dann müssen Sie unbedingt den neuen TV-Spot von Fiat sehen"
… dann kommt man schon ins Grübeln. Vor allem, weil die “neue Schumi-Werbung”, die Bild.de redaktionell doch eher spärlich aufbereitet, seit immerhin fast zwei Monaten im deutschen Fernsehen läuft.

Mit Dank an Jens V. und Matthias K.

Mitfahrzentralenjournalismus

Huub Stevens ist derzeit und noch etwa sechs Monate Trainer des Fußballbundesligisten Hamburger SV. Im Sommer wird er aus privaten Gründen den Verein verlassen. Folgerichtig sucht der HSV einen neuen Chefcoach. Aber welche Rolle spielt Stevens dabei? Die Hamburg-Ausgabe der “Bild” meinte am Montag:

"Stevens hilft bei Trainersuche"
Kein Wunder, dass nach dem Test in Aachen (2:1) Stevens und Sportchef Dietmar Beiersdorfer in den Wagen sprangen, auf “Trainer-Tour” in die Niederlande fuhren.

Gestern war sich dagegen das “Hamburger Abendblatt” sicher:

"Trainer Huub Stevens über seinen Nachfolger: Ich suche nicht mit"

Im Artikel wird Stevens dann recht deutlich (siehe auch Kasten):

Fahrgemeinschaft
 
“Schmunzeln musste Stevens dagegen über Vermutungen, dass er dem HSV bei der Suche nach seinem Nachfolger helfen und bereits intensiv involviert sein soll. Tatsächlich nahm Stevens am Freitagabend auf dem Weg in seiner [sic] Heimat Sportchef Dietmar Beiersdorfer ein Stück mit dem Auto mit, bevor sich dieser zu einem Treffen verabschiedete — ohne Stevens.”
(Quelle: “Abendblatt”)

Ich bin bei der Trainerfrage weder einbezogen worden noch nach meiner Meinung gefragt worden und habe auch keine Tipps gegeben.

Laut “Abendblatt” ging es bei Beiersdorfers Reise “offenbar ausschließlich um das Sichten von Spielern”. Aber Stevens Version ist ohnehin plausibler, denn kein Trainer wird sich die Blöße geben, seinen eigenen Nachfolger zu bestimmen. Dann könnte er nämlich gleich zurücktreten und dem Neuen das Feld auf der Stelle überlassen, so groß wäre der Autoritätsverlust — oder, wie man es heute beim HSV auf unsere Nachfrage hin formulierte:

Stevens würde ja wohl der Teufel reiten, wenn er nach dem neuen Chefcoach suchen würde.

Mit Dank an Lennart F. für Hinweis und Scans.

Erwischt: “Bild” verkauft Leser für dumm

Fangen wir mal hinten an: Die “Bild”-Zeitung erklärt ihren Lesern heute, wie sich das so mit dem Abkupfern in der Formel 1 verhält. Dafür hat sie den Chef des BMW-Sauber-Formel-1-Teams Mario Theissen befragt und fasst seine Aussage so zusammen:

Abkupfern ist erlaubt (…).

Soweit, so uninteressant (wer sich ein wenig für die Formel 1 interessiert, weiß das sicher schon länger), hat man offenbar bei “Bild” gedacht und sich alle Mühe gegeben, den Artikel darüber, dass BMW Sauber jetzt, genau wie Ferrari schon in der letzten Saison, auch mit Radabdeckungen fährt, etwas aufzupeppen.

Fragt sich nur, ob es wirklich notwendig war, den Leser deswegen für komplett dumm zu verkaufen:

"Erwischt: BMW klaut bei Ferrari"

Heute der nächste Mammut-Test der Formel 1. (…) Erstmals herrscht höchste Geheimhaltungsstufe. (…)

BILD weiß: BMW hat bei Ferrari geklaut!

Hoffentlich weiß “Bild”, dass BMW bei Ferrari “geklaut” hat! Jeder Formel-1-interessierte Leser weiß es schließlich auch. Oder “erwischte”, um es im “Bild”-Jargon zu sagen, BMW schon bei der Präsentation ihres neuen Autos vor einer guten Woche mit den neuen Radabdeckungen. Da hat BMW das neue Auto nämlich offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. (Ein Video davon gibt es übrigens auch auf Bild.de direkt neben dem “Erwischt”-Artikel). Ganz ohne Geheimhaltungsmaßnahmen in der BMW-Welt in München. Eine dieser “geklauten” Abdeckungen ist dabei auf einer Proberunde abgefallen.

P.S.: Wir wissen zwar nicht genau, ob Renault, wie “Bild” schreibt, diese Saison auch mit den “geklauten” Radabdeckungen fährt, aber Toyota tut das offenbar. Und war auch in der letzten Saison schon gelegentlich damit auf der Strecke unterwegs.

Mit Dank an B. S. für den sachdienlichen Hinweis.

Bruchlandung

Manchmal ist es schwer, als Journalist den Überblick zu behalten. Beispielsweise, wenn nach einer Bruchlandung widersprüchliche Fakten in der Redaktion eintrudeln und ein ziemliches Chaos vorherrscht.

Manchmal machen es einem die Beteiligten aber leichter, indem sie zum Beispiel eine Pressekonferenz einberufen und der Pilot eine auch für Laien verständliche Erklärung abgibt.

Aber für “Bild” ist nichts leicht genug.

Doch der Reihe nach:

Am Donnerstag ist eine Boeing 777 von British Airways beim Landeanflug auf den Londoner Flughafen Heathrow plötzlich abgesackt und hat auf einer Wiese vor der Landebahn aufgesetzt.

Gestern berichteten britische Medien über die Bruchlandung:

Both engines on the British Airways jet which crash-landed at Heathrow failed to respond to both automatic and manual demands for more thrust two miles short of the airport, investigators have said.

(Alle Hervorhebungen von uns.)

Heißt: Die Turbinen erhöhten die Leistung nicht wie erforderlich, es fehlte an zusätzlichem Schub für die Landung. Dass beide Triebwerke vollständig ausgefallen sind, steht keineswegs fest und ist sogar eher unwahrscheinlich.

Und “Bild” titelt:

TRIEBWERKSAUSFALL!

Überhaupt ist in “Bild” alles ganz besonders dramatisch:

Alle zwölf Fahrwerkräder sind abgerissen. Die Tragflächen haben sich in die Kabinenwand gebohrt.

Nun ja, das linke Hauptfahrwerk wurde schon mal nicht abgerissen, sondern in den Flügel gedrückt, und von der Kabine heißt es in einem Bericht explizit, dass sie nicht beschädigt wurde:

It skidded sideways and debris was thrown around as a wing became detached from the fuselage, but the passenger cabin stayed intact.

Aber es kommt noch besser. In seiner gestern verlesenen Erklärung erklärte Peter Burkill, der Pilot des Flugzeugs, sein Co-Pilot John Coward habe beim Landeanflug die Maschine geflogen:

As captain of the aircraft I am proud to say that every member of my team played their part expertly yesterday, displaying the highest standards of skill and professionalism, no-one more so than my Senior First Officer John Coward who was the handling pilot on the final approach and did the most remarkable job.

Entsprechend sahen die Überschriften in Großbritannien aus:

“Captain reveals co-pilot landed BA crash flight”

“Co-pilot controlled crash-landing”

“Captain Cool lauds heroic Coward”

Die “Bild”-Zeitung aber schreibt:

Der Held: Peter Burkill (43) verhinderte die Katastrophe

Dieser Bruchpilot ist ein echter Held! Peter Burkill (43), Kapitän der Crash-Boeing von London, verhinderte mit kühler Besonnenheit ein Inferno am Flughafen Heathrow. (…)

Pilot Burkill reißt den Bug hoch, versucht, wie ein Segelflieger den Kurs gerade zu halten, schafft es noch über den Flughafenzaun. (…)

Pilot Burkill, der gefeierte Held, gibt sich bescheiden, sagte nur: “Die ganze Crew hat perfekt funktioniert. Die größte Leistung hat mein Co-Pilot vollbracht.”

Dass der Pilot “den Bug hochreißt”, ist gleich doppelt falsch. Denn das tat nicht nur Burkill nicht, sondern auch Co-Pilot Coward nicht; es wäre auch fatal gewesen. Er musste die Nase des Flugzeugs herunterdrücken — und genau das tat er offenbar auch:

He pushed the nose down to gain speed (…).

Aber Ahnungslosigkeit muss nicht auf Kosten von Detailfreude gehen, lehrt uns “Bild” und berichtet:

Während der Jet aus 150 Meter Höhe über Wohnvierteln absackt, funkt Burkill seelenruhig an den Tower: “Gehe auf Gleitflug!”

Seelenruhig, soso. Laut anderer Medien hatten die Piloten nicht einmal die Zeit, überhaupt einen Funkspruch abzusetzen.

Mit Dank an Klaus, Manuel, Renke B. und Tobias R. für die Hinweise.

6 vor 9

Wettstreit der besten Argumente
(werbewoche.ch, Josefa Haas)
Der Journalismus steht im Wettbewerb der Informationsvermittlung – eine sportliche Herausforderung, findet Josefa Haas.

Der «Blick» soll dicker werden (+)
(sf.tv, Video, 5:23 Minuten)
Mehr Seiten, ein neues Layout und eine Frauenzeitschrift als Beilage: Am Ringier-Hauptsitz in Zürich wird mit Hochdruck an der neuen Ausrichtung der Tageszeitung «Blick» gefeilt. Das Vorgaben sind klar: Mehr exklusive Geschichten.

Ringier – 175 Jahre Abenteuer
(tagesanzeiger.ch, Constantin Seibt)
Zum Geburtstag des Verlags erscheint morgen ein Buch – es ist ein Alptraum für jeden Unternehmensberater.

Radio Tropic ade
(nzz.ch, ras.)
Start von Radio 1 – zurück zu mehr Einfalt.

Neu! “Bild” bringt Qualitätsjournalismus!
(perlentaucher.de, Thierry Chervel)
Die Bild-Zeitung druckt Frank Schirrmachers “dramatischen Beitrag” zu Jugendgewalt nach. Und basht Schirrmachers Kollegen Jens Jessen: “Muss er Konsequenzen fürchten?”

Zwischen Befindlichkeit und Quote
(taz.de, Meike Laaff)
Inzwischen haben klassische Medien auf die Neuerungen des Web 2.0 reagiert. Inhaltlich rümpfen Journalisten aber noch die Nase über Blogger.

In die Tonne getreten (2)

FCB-Manager Uli Hoeneß:
 
“Das ist Zufall, denn man kann sich ja vorstellen, dass man nicht von Freitag bis Sonntag einen Transfer über die Bühne bringt.”
(Quelle: fcbayern.de)

Wenn Sportbild.de unter der Überschrift “Borowski-Transfer: Klinsmann nicht beteiligt” berichtet, der Wechsel des Fußballspielers Tim Borowski von Werder Bremen zum FC Bayern München sei “nicht vom künftigen Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann angestoßen worden”, wenn Kicker.de vermeldet, Borowski Wechsel sei “keineswegs vom künftigen Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann eingefädelt worden” und auch der FC Bayern (siehe Kasten) nichts davon wissen will, dass der Neuzugang “ein Verdienst des zukünftigen Bayern-Coaches gewesen sein könnte”…

… wie berichtete dann wohl “Bild” darüber? — Na, so:

"Klinsi holt WM-Helden Borowski"

Mit Dank an Lorenz S.

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