Suchergebnisse für ‘spiegel online’

Ups, (v)erfahren!

“Wo Menschen arbeiten, passieren auch Fehler”, hat Kai Diekmann bekanntlich vor einiger Zeit gesagt. Aber man muss wohl bei “Bild” arbeiten, um einen eigenen Fehler, wenn man ihn entdeckt, auf andere zu schieben und so zu korrigieren, dass der Eindruck entsteht, man habe eine besondere Rechercheleistung erbracht und die Info quasi exklusiv.

So hieß es vorgestern in “Bild” und bis gestern Nachmittag auch bei Bild.de in einem Text über den neuen Opel:

"Leser-Reporter erwischt neuen Opel

Heute indes steht bei Bild.de an derselben Stelle dies hier:

In Internet-Foren wurde bereits eifrig diskutiert, ob der Passat-Konkurrent bei seiner Vorstellung möglicherweise “Aura” heißen wird. BILD erfuhr: Opel hat sich endgültig für den Seriennamen Insignia entschieden.

Die Diskussionen in den Internet-Foren dürften mittlerweile wohl etwas abgeebbt sein, denn was “Bild” da angeblich “erfuhr”, gab Opel bereits im November 2007 in einer Pressemitteilung bekannt und diverse Medien berichteten damals darüber. Und die Internetseite www.insignia.de ist vermutlich auch schon seit einiger Zeit online.

Mit Dank an Stefan B. und Christian H. auch für den Scan.

medienlese – der Wochenrückblick

KleinBloggersdorfer, Patenkind Nirmala, Facebook-Sperre bei CS.

Teile der deutschsprachigen Bloggerszene hegten publizistische Gedanken, die über das Schreiben eines privaten Blogs hinausgingen. Jochen Hoff, am 12.03.2008: “Virtuell und als Wochenzeitung im Print. Dienstag ist der Tag der ‘Virtuell Times’ oder meinetwegen auch jeder andere Wochentag. Das Biest kann meinetwegen auch KleinBloggerdorfer Anzeiger heißen. Aber anfangen sollten wir. Mit dem Denken zuerst und dem sammeln von Menschen. Im Herbst sollte die Idee rund sein, im Winter die Technik rund gemacht werden und dann den ersten Januar als Starttag. Das wäre machbar.” Und Don Alphonso, am 07.03.2008: “Wisst ihr, Freunde der Blasmusik, ich trage mich ja selber ab und an mit dem Gedanken, was aufzuziehen. Ich hätte das Medium, die Zielgruppe, den Markt und die Region. Und ich denke mir immer: Ach ne, warum, muss eigentlich nicht sein, ich kann auch anders. Obwohl mir viele Leute in den Ohren liegen, es zu probieren. (…)”
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6 vor 9

Google verschenkt YouTube
(spiegel.de, Christian Stöcker)
Revolution auf YouTube: Künftig darf sich jeder eine eigene Videoseite mit Hilfe des Portals bauen – und sogar Werbeeinnahmen dafür kassieren. Die Zeche dafür bezahlt Eigentümer Google, doch selbstlos ist das Projekt keineswegs: Es soll nichts weniger als die Vorherrschaft im Internet sichern.

Mein Raum gehört mir
(faz.net, Tobias Rüther)
Was ist hier eigentlich der Skandal? Der amerikanische Gouverneur Eliot Spitzer hatte Sex mit einer Prostituierten. Und weil es sich so schön inszenieren lässt, wird die junge Frau nun in die Öffentlichkeit gerissen, ihr Lebensinhalt zweckentfremdet.

Ach Schadzii, du bist so tolliii!
(freitag.de)
Das soziale Leben findet im Netz statt. Wie Jugendliche sich auf der Online-Plattform SchülerVZ inszenieren. Eine Feldforschung.

Dann kamen die Zombies
(zuender.zeit.de, Markus Kavka)
Michael Jackson wurde auch einer und tanzte: Seit vierzig Jahren gibt es Musikvideos. Welches ist das beste? Markus Kavkas Top 100.

Reporter Hates Anchor. Anchor Hates Reporter.
(holytaco.com, Video, 1:49 Minuten)
I usually wait to unleash all my hostile, bitter hatred for someone until I?m on live television with them. This little exchange between two Fox reporters shows you why.

BVG-Streik lohnt sich!
(watchberlin.de, Video, Harald Martenstein, 3:49 Minuten)
Harald Martenstein spinnt die Information des Finanzsenators, dass die Stadt Berlin mit dem aktuellen Streik ihrer Verkehrsbetriebe Gewinn macht, weiter, und findet heraus, dass, wenn 100 Jahre gestreikt würde, Berlin schuldenfrei wäre.

medienlese – der Wochenrückblick

Lieblingsfeind Springer, falsche Lottozahlen, Schweizer Wochen.

Basha Mika, Chefredakteurin der taz, stand in Berlin auf dem Dach eines hohen Hauses und zeigte mit dem Finger auf ein anderes hohes Haus. Sie sagte: “Da zum Beispiel haben wir unseren Lieblingsfeind deutlich zu erkennen und wir haben ihn immer im Blick – Springer”. Sie freute sich über den “Treppenwitz der Geschichte”, dass nach der Umbenennung der Kochstrasse in die Rudi-Dutschke-Strasse die kleine Axel-Springer-Strasse auf die grosse Rudi-Dutschke-Strasse führen wird.

Der Tages-Anzeiger druckte die Lottozahlen von der Vorwoche ab und stürzte damit eine Zürcher Wirtin zuerst ins Glück, dann ins Unglück.

Rainald Goetz verweigerte der langjährigen Freundin der langjährigen Freundin eines langjährigen Freundes von Johnny Häusler ein Pfefferminzbonbon.
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medienlese – der Wochenrückblick

Mohammed-Karikaturen, Schaffhausen-Lobbying, Weltwissen-Hauptquellen.

Schäuble will mehr Mohammed-Karikaturen“, hiess es am 27.02.2008. Doch schon einige Stunden später, am 28.02.2008, lautete der Titel “Karikaturen-Streit: Schäuble ruft nicht zum Abdruck auf“. Der Grund dafür? Die Zeit informierte die anderen Medien in einer Vorabmeldung und riss, jedenfalls gemäss Ansicht von Schäubles Pressesprecher, einen Satz aus einem längeren Streitgespräch aus dem Zusammenhang. Er nannte die Vorabmeldung der Zeit “sehr verantwortungslos”, konnte aber immerhin zugeben, dass Schäuble “im Wesentlichen” diesen Satz gesagt habe: “Eigentlich müssten jetzt alle europäischen Zeitungen diese Karikaturen abdrucken, und zwar mit der Erklärung: Wir finden sie auch miserabel, aber die Inanspruchnahme von Pressefreiheit ist kein Grund, Gewalt zu üben.”

Jörg Ziercke, Chef des deutschen Bundeskriminalamts BKA, freute sich, bald mit Online-Durchsuchungen loslegen zu können und überraschte mit Informationen über Mittel, die genutzt werden: “Einerseits arbeiten wir an eigenen Programmen. Andererseits gibt es kommerzielle Produkte, die genutzt werden könnten.”
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6 vor 9

Hektik im Blätterwald – Journalisten jagen Steuersünder (Tipp)
(ndr.de, Video, 7:49 Minuten)
Zumwinkel-Razzia wurde von Montag auf Donnerstag vorgezogen – für die Medien.

Kassenfurz
(blogs.radio24.ch/christoph)
Gestern Dienstag habe ich wohl den lächerlichsten ?Kassensturz?-Beitrag der letzten Jahre gesehen: ?Werbespots: Schwindel mit unechten Kunden?. Dabei zeigten die Journis vom Schweizer Farbfernsehen anhand des TV-Spots der Krebsliga auf, wie wir Kunden ?getäuscht werden?.

Generation Netz-Naiv
(telepolis.de, Stefan Weber)
Zweifelhafte Informationen in einem Bestseller und ein vermutliches Plagiat im Spiegel verweisen auf den schmalen Grat zwischen schlechter Internet-Recherche und Plagiat.

“Danke für den Spam!”
(zeit.de, Torsten Kleinz)
Mit einer ungeschickten Internetkampagne versuchte die Hamburger FDP vor den Bürgerschaftswahlen zu punkten. Statt Interesse erntet sie Spott – und eine Abmahnung vom Anwalt.

Intimes der Baumstammwerferin
(taz.de, Ilija Trojanow)
Schmerzensgeld ist ein ziemlich hilfloser Versuch, die Härten des Lebens auszugleichen.

Kummer, Kracht und das Copy-Shop-Feeling bei »Tempo«
(umblaetterer.de, Marcuccio)
“Mein erster Gedanke beim Betreten der Redaktionsräume war dieser: Habe ich mich im Eingang geirrt? Hier sah alles wie in Copyland aus.”

6 vor 9

Obama online, Ole offline
(zeit.de, Janko Röttgers)
Im US-Wahlkampf spielt das Internet eine zentrale, in Hamburg so gut wie keine Rolle. Deutsche Politiker lieben immer noch eher Plakatwände.

Zehn lesenswerte Beiträge zur Zukunft des Journalismus
(axel-springer-akademie.de/blog, Markus Hofmann)
Medienrevolution. Untergang. Auferstehung in der schönen, digitalen Welt. Was passiert da eigentlich? Zehn lesenswerte Essays und (Blog-)Beiträge, die sich mit der Frage beschäftigen, mit welchen Veränderungen der Journalismus durch das Internet konfrontiert wird. Und was zu tun ist, um online zu überleben.

Schweizer Bank bekämpft Enthüllungs-Wiki
(spiegel.de, Konrad Lischka)
Die Bank Julius Bär hat in Kalifornien die prominenteste Webadresse der Enthüllungsseite Wikileaks.org sperren lassen. Grund: Angeblich illegal veröffentlichte Kundendaten vom Offshore-Paradies Cayman-Inseln. Doch die sind weiter online – weltweit verteilt.

“Damit hatten wir nicht gerechnet”
(turi-2.blog.de, Peter Turi)
Peter Neumann, Geschäftsführer von Holtzbrincks Zoomer.de, wehrt sich gegen Kritik am neuen Nachrichten-Portal.

Topmodel Fiona: Germany’s next Udo Lattek
(fudder.de, christoph)
Was kommt dabei heraus, wenn eine Teilnehmerin von Germany’s Next Topmodel über Fußball spricht? Fiona Erdmann, selbsternannte Model-Zicke, hat ihren eigenen Bundesliga-Podcast gestartet. Einmal Fremdschämen mit Christoph, bitte.

Das 3.76 Euro Essen
(watchberlin.de, Video, 2:42 Minuten)
Hendryk M. Broder versucht, sich von den vom Berliner Finanzsenator für HartzIV-Empfänger als ausreichend eingestuften 3.76 Euro pro Tag zu ernähren. Und scheitert.

6 vor 9

Wir über uns
(dirkvongehlen.de)
Dirk von Gehlen analysiert die Impressen deutscher Online-Portale.

Onlinejournalismus 2008
(iwkoeln.de)
Der Onlinejournalismus in Deutschland führt in weiten Teilen ein stiefmütterliches Dasein. Wenn Printjournalisten über ihre Kollegen von den Internetablegern sprechen, ist oft von den “armen Verwandten” die Rede. Die Umfrage des Medienspiegels bei 46 Onlineredaktionen von Tageszeitungen bestätigt dieses Bild.

Gute Kommunikationsstrategie: Ehrlichkeit
(neuegegenwart.de, Björn Brückerhoff)
Interview mit dem Public Relations-Professor Dr. Thomas Pleil.

Einsamkeit gebiert Götter und personifizierte Geräte
(telepolis.de, Florian Rötzer)
Wer sich einsam fühlt, so eine Studie, versucht, seine Umwelt zu beleben und zu vermenschlichen.

Suchmaschine: ‘Die Welt ist eine Google’
(news.at/profil, Sebastian Hofer)
Die Suchmaschine Google kontrolliert das Internet, die Online-Werbebranche und die Art, wie wir die Welt sehen. Das ist aber erst der Anfang. Und wo ist Microsoft?

Postchef Zumwinkel: Es gilt die Unschuldsvermutung
(spreegurke.twoday.net, Ursula Pidun)
“Die rigorose Vorverurteilung des Postchefs Zumwinkel ist vermutlich der abenteuerlich inszenierten und medial durchgestylten Durchsuchungsaktion zu verdanken, die im Morgengrauen des vergangenen Donnerstag stattgefunden hat. Selbstverständlich war “rein zufällig” um Punkt sieben Uhr die Presse zur Stelle, als die Villa des Postchefs von der Bochumer Staatsanwaltschaft mit der Begründung des Verdachts der Steuerhinterziehung durchsucht wurde.”

6 vor 9

Obama boomt im Internet
(spiegel.de, Frank Patalong)
US-Präsidentschaftsbewerber buhlen im Web mit allen Mitteln um die Gunst ihrer Wähler – aber keiner ist darin so brillant wie Barack Obama. Und erfolgreich: Seine Netzkampagne wird die Wahl maßgeblich beeinflussen.

?Wikia wird kein Google-Killer?
(handelsblatt.com, Julius Endert und Thomas Knüwer)
Der Gründer der freien Enzyklopädie Wikipedia spricht im Handelsblatt-Interview über sein neues Suchmaschinen-Projekt und die Konkurrenz zu Google, über die Bedrohung des Internets durch staatliche Zensur sowie über die Erfahrungen, die Manager im Internet sammeln können.

Der rundfunkpolitische Sündenfall
(message-online.com/blog, Wolfgang R. Langenbucher)
“Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) und die WAZ Mediengruppe werden künftig im Internet kooperieren. (…) ‘WDR-Intendantin Monika Piel betonte, im publizistischen Bereich gebe es viele Gemeinsamkeiten zwischen dem WDR und der Qualitätspresse.'”

Emotional labil, aber offen für Erfahrungen
(blog.metaroll.de, Benedikt Köhler)
Die Persönlichkeit der Blogger.

Johnny Haeusler: “Ein Blogger muss Eier haben”
(dwdl.de, Johannes Boss)
“Was man bei uns nicht findet, sind testosterongesteuerte Beiträge. Meine Frau verantwortet den Blog mit, wir versuchen insbesondere, Frauen als Leserinnen einzubinden. Wir verzichten auf -ismen und versuchen, uns immer wieder daran zu erinnern, dass wir über Positives schreiben wollen, statt nur zu kritisieren. Schnelle Kritik ist viel zu einfach.”

Schweinchen Schlau ermittelt
(achgut.com, Hendryk M. Broder)
Stefan Niggemeier ist ein ?Medienjournalist?. Das klingt wie ?Sättigungsbeilage? oder ?Speisegaststätte?. Am liebsten liest er BILD und stellt hinterher richtig, was er gelesen hat. Steht ihm der Sinn nach Höherem, nimmt er sich ?Politically Incorrect? vor; und ist er ganz besonders gut drauf, arrangiert er eine Verbindung zwischen PI und mir. Wie neulich in der FAS.

6 vor 9

Was haben wir bloß falsch gemacht?
(faz.net, Henning Hoff)
?Flat Earth News? heißt die fast 400-seitige Abrechnung von Nick Davies mit dem britischen Qualitätsjournalismus. Überraschend dabei: Die darin Angegriffenen loben das Werk als ?Aufruf zum Handeln?.

“Fernsehen ist das letzte Überbleibsel der Sowjetunion”
(hr-online.de, Andreas Bauer)
Im November vergangenen Jahres war der DV-Berater Michael Rosenblum im Funkhaus zu Gast und stellte seine ganz eigene DV-Philosphie vor. Inwieweit sich seine Ansätze und Ideen auf den hr übertragen lassen, bleibt abzuwarten. Andreas Bauer sprach mit Herrn Rosenblum.

2007: Qualitätsverluste im Journalismus (+ Topthemen 2007)
(nachrichtenaufklaerung.de)
“Schon heute arbeitet in Deutschland jeder dritte Journalist ohne feste Anstellung. Die seit 2001 anhaltende Medienkrise lässt die Zahl der ?Freien? weiter wachsen. Fehlender Kündigungsschutz und unzureichende soziale Absicherung führen zu gravierenden Qualitätseinbußen. Journalisten recherchieren weniger und verlassen sich zunehmend auf PR-Material. Unabhängige Information wird immer seltener. Da Medienbetriebe durch diese Entwicklung Kosten sparen, wird darüber kaum berichtet.”

Der Außenminister
(tagesspiegel.de, Christian Meier)
Mathias Müller von Blumencron gilt als der diplomatische Mann in der neuen “Spiegel”-Doppelspitze. Er soll Online und Print stärker verknüpfen. Ein Porträt.

Die vergangene Zukunft des Fernsehens
(telepolis.de, Marcus Hammerschmidt)
1970, als das Internet selbst in seinen absoluten Anfängen steckte, und Dinge wie YouTube reine Science Fiction waren, träumten einige Amerikaner vom demokratischen Fernsehen.

16 Blogs und ihre Einnahmen im Januar 2008
(selbstaendig-im-netz.de, Peer Wandiger)
In diesem Monat findet ihr hier 16 Blogs und ein Blick auf deren Einnahmen. Es werden immer mehr Blogs, die ihre Einnahmen veröffentlichen. Doch da gibt es sehr große Unterschiede.

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