Suchergebnisse für ‘korrigiert’

Kurz korrigiert (456 – 460)

Nur der Vollständigkeit halber, damit es keine Missverständnisse gibt:

Mit Dank an Stefan W., Tobias, Christian H., Judith S., Carsten F., Olaf N., Christoph S., Virgile D. und Florian A.

Kurz korrigiert (455)

"Laut Artikel 195 des Bundesgesetzbuches (BGB) können Sie Fehler von Handwerkern bis zu drei Jahre nach der Dienstleistung geltend machen."Hoffen wir mal, dass Eckard Pahlke, “Anwalt für Immobilienrecht vom Mieterverein zu Hamburg”, der heute in “Bild” die “wichtigsten Fragen” zum Thema “Ärger mit den Handwerkern?” klärt, die Wörter “Artikel” und “Bundesgesetzbuch” (siehe Ausriss) nicht selbst in den Text geschrieben hat – und dass dieser Unsinn kein Indiz für die Qualität der Ratgeber-Seite ist.

Mit Dank an Jings und Steffen K. für den sachdienlichen Hinweis.

Nachtrag, 23.50 Uhr (mit Dank an die zahlreichen Hinweisgeber): Zu Recht weisen uns viele Leser darauf hin, dass es sich bei der Beauftragung eines Handwerkers meist um einen sogenannten Werkvertrag handeln wird, für den die Verjährungsfristen nach Paragraph 634a BGB gelten. “Fehler von Handwerkern” kann man also für gewöhnlich bis zu zwei Jahre (bei Bauwerken fünf Jahre) geltend machen. Die von “Bild” angegebenen drei Jahre sind eher die Ausnahme.

Kurz korrigiert (454)

Auch der Blick ins eigene Archiv will gelernt sein. Und wenn Bea Peters es wichtig findet, in der heutigen “Bild” zu behaupten, das aktuelle “Playboy”-Covergirl Liza Li sei “mit 18 ein Pop-Ferkelchen (Lied-Text: ‘Warum gibt’s nicht lila Augen, warum muss man beim Blasen saugen … Mit unverhüllter Fantasie, dein Arsch ist pure Poesie’)” gewesen, dann stimmt die Sache mit dem “Pop-Ferkelchen” nur so halb:

Ja, in einem “Bild”-Artikel mit der Überschrift “Pop-Ferkelchen” (siehe Ausriss) tauchte im September 2006 auch Liza Li (1) auf. Nein, die zitierte Textpassage wurde damals zu Recht der Sängerin Roxy (2) zugeschrieben.
 
Mit Dank an Roxys “Lied-Text”-Mittexter Lutz K. für den Hinweis.

Kurz korrigiert (452 & 453)

In Deutschland wird gestreikt, und Bild.de versteht die Welt nicht mehr berichtet…

  • über die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst, in denen Ver.di und die dbb Tarifunion gemeinsam höhere Löhne für die Angestellten des Bundes und der Kommunen verlangen:

    "Sollen sich endlich einigen: Ver.di-Chef Frank Bsirske (li.) und Frank Stöhr, Vorsitzender der Tarifunion des Beamtenbundes"

  • bzw. über die Einigung der Bahn mit der Lokführergewerkschaft:

    "Die Bahn hatte am Sonntag eine Klage vor dem Amtsgericht Frankfurt nach der endgültigen Einigung mit der Lokführer-Gewerkschaft Ver.di zurückgezogen."

Mit Dank an Steffen und Manuel G. für die Hinweise.

Kurz korrigiert (451)

Dass eine “Wetten dass..?”-Wette bei Bild.de von zwei Autoren als “beeindruckend” bezeichnet wird, während dieselben Autoren in einem (in Teilen identischen aber etwas längeren) Text in der “BamS” über dieselbe Wette schreiben, sie sei “nicht gerade unter die Haut” gegangen – geschenkt.

Darüber, dass Halle in Sachsen-Anhalt liegt (“BamS”) und nicht in Sachsen (Bild.de), sollte es allerdings keine zwei Meinungen geben:

"Halle/Saale – Gestern lud Entertainer Thomas Gottschalk (57) zum zweiten Mal aus Sachsen zur Wettschlacht ein – und schlug vorher selbst verbal zu."

Mit Dank an die zahlreichen Hinweisgeber.

Kurz korrigiert (450)

Schon möglich, dass Karoline Herfurth, die “Bild” heute zur Gewinnerin des Tages macht, ihr Abitur mit einer Note von 1,5 bestand. Auch möglich, dass sie auf eine Waldorfschule ging. Kaum möglich ist es indes, dass es sich dabei um eine “DDR-Waldorfschule” handelte, wie “Bild” behauptet. Denn zum einen wurde Herfurth (*22.05.1984) wahrscheinlich erst eingeschult, als es die DDR schon nicht mehr gab. Und zum anderen waren Waldorfschulen in der DDR verboten.

Mit Dank an Andreas K. für den sachdienlichen Hinweis.

Kurz korrigiert (449)

Bild.de kooperiert mit der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Leser von Bild.de können bis Mittwoch 13 Uhr per Online-Wahl die beiden Trainer für das DEL-All-Star-Game bestimmen, bei dem eine Auswahl der besten europäischen DEL-Spieler gegen eine Auswahl der besten nordamerikanischen DEL-Spieler antritt.

Mit was für einem kompetenten Partner die DEL da zusammenarbeitet, sieht man an der Anmoderation auf Bild.de:

"Was in der nordamerikanischen NHL schon lange Tradition ist, steigt jetzt auch im deutschen Eishockey – das All-Star-Game!"

Dass das DEL-All-Star-Game nicht zum ersten, sondern bereits zum zehnten Mal (also seit 1998 fast jährlich) stattfindet, geht bei Bild.de, äh, irgendwie unter.

Mit Dank an Florian E. für den sachdienlichen Hinweis.

Nachtrag, 14.34 Uhr: Der Eishockey-Beauftragte von Bild.de hat in der Anmoderation unauffällig ein “wieder” ergänzt.

Kurz korrigiert (448)

Normalerweise können Zahlen bei “Bild” gar nicht groß genug sein.

Um so erstaunlicher ist deshalb, was passierte, als “Bild” Nicolas Sarkozy gestern zum “Verlierer” des Tages machte:

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy (52) hat während seines Wahlkampfes 3400 Euro nur für sein Make-up ausgegeben.

3400 Euro mag für den Laien nach viel Geld klingen; in Wahrheit lagen die Ausgaben wohl bei 34.400 Euro, wie “Handelsblatt”, “RP Online”, “Express”, Südwestrundfunk oder … äh: “Bild.de” übereinstimmend unter Berufung auf “Le Parisien” berichteten.

Mit Dank an Jan F. für den Hinweis.

Kurz korrigiert (447)

Was hat John Wayne beim Pferdeholen mit dem Nobelpreis zu tun? Eigentlich nichts, aber als am Montag die Nobelpreise in Stockholm und Oslo verliehen wurden, nahm Al Gore seinen Friedensnobelpreis in Cowboy-Stiefeln entgegen. Diese Tatsache war für “Bild” offenbar so wichtig, dass sie sich gestern in der Klatsch-Rubrik auf der letzten Seite ausführlich damit beschäftigte. Rund die Hälfte des Textes über die “Nobelpreis-Überreichungs-Zeremonie” drehte sich allein darum.

Nicht so wichtig war für “Bild” hingegen, wer da eigentlich sonst noch wofür irgendwelche Nobelpreise bekam:

Genauso höflich verneigten sich seine deutschen Preisträger-Kollegen bei Schweden-König Carl Gustaf XVI. (61): die Physik-Nobelpreisträger Professor Gerhard Ertl (71) und Professor Peter Grünberg (69).

Gerhard Ertl bekam den Chemie-Nobelpreis, während der Physik-Nobelpreis an den Deutschen Peter Grünberg und den Franzosen Albert Fert ging.

Mit Dank an wayne für den sachdienlichen Hinweis.

Kurz korrigiert (446)

Es ist nicht ganz einfach mit dem Zählen. Gerade im Dezember sind viele angehalten, kleine Papptürchen in der richtigen Reihenfolge zu öffnen. Da kann man bei komplexeren Sachverhalten schon mal den Überblick verlieren.

So wie der Mann, der gestern Abend noch schnell den News-Ticker bei Bild.de mit der Zweitliga-Spiel SC Freiburg gegen Borussia Mönchengladbach (1:3) füllen musste:
"Die Tore für die Gäste erzielten Rob Friend (6.) und Sascha Rösler (58./76.). Freiburg kam durch ein Eigentor von Patrick Paauwe (64.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich."
Zählen wir noch einmal nach:
0:1 in der 6. Minute
0:2 in der 58.
1:2 in der 64.

Ausgleich?! Das gesuchte Wort war wohl eher “Anschluss”.

Im ausführlichen Spielbericht ging man deshalb wohl lieber auf Nummer sicher und formulierte das alles etwas unverfänglicher:

Da schien bereits alles gelaufen. Doch Paauwe nickte einen Matmour-Freistoß unglücklich ins eigene Netz (64.). Plötzlich war wieder Leben in der Bude.

Mit Dank an Daniel N. für den Hinweis.

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