Suchergebnisse für ‘korrigiert’

Kurz korrigiert (480)

Peter Heinlein, der “Bild”-Medienkolumnist, der sich mit Medien ungefähr so gut auskennt wie Andreas Englisch mit dem Vatikan, schreibt aktuell nicht nur darüber, was der ehemalige “Spiegel”-Chefredakteur Stefan Aust über seine Nachfolger sagt. Bemerkenswert findet Heinlein vor allem, wo Aust es sagt:

Auch dem öffentlich-rechtlichen Medienmagazin Zapp vom NDR, dem er, wie viele andere auch, Zeit seines Amtslebens beim Spiegel die kalte Schulter gezeigt hatte, stand Aust nun zu Werbezwecken ausführlich Rede und Antwort.

Nö.

Aust hat auch jetzt nicht mit “Zapp” gesprochen und nannte die Sendung in dem Gespräch, auf das sich Heinlein bezieht, “diese merkwürdige Sendung”. “Zapp” zeigte nur Ausschnitte aus dem Interview, das Aust dem NDR-Vorabendmagazin “DAS!” gab, und hatte darauf in der Anmoderation auch unmissverständlich hingewiesen.

Und wer die verpasst hatte, konnte es zur Not an den drei Buchstaben zwischen Aust und der Moderatorin erkennen:

Mit Dank an Thomas P.!

Kurz korrigiert (479)

Wenn irgendwas kompliziert ist in der jüngeren Geschichte Europas, dann sicherlich die Geschichte (Ex-)Jugoslawiens. Aber man muss sich nicht sonderlich gut auskennen, um festzustellen, wie schlecht sich einer auskennen muss, der behauptet, der ehemalige Präsident der bosnischen Serben, Radovan Karadzic, sei in Belgrad durch “jugoslawische Richter” verhört worden.

“Bild”-Redakteur Hans-Jörg Vehlewald behauptet das heute in einer Titelgeschichte über Radovan Karadzic trotzdem – bislang offenbar auch weltexklusiv. (Aber Vehlewald behauptet im selben Artikel ja auch, es handele sich bei Karadzic um den “ehemaligen Präsidenten der Serben”.)

Und wo wir schon dabei sind: Dass “Bild” heute auf der Titelseite über ein Foto Karadzics das Wort “Exklusiv” geschrieben hat, deutet übrigens nicht etwa auf eine besondere Rechercheleistung o.ä. hin. Wie man dem Fotonachweis entnehmen kann, hat “Bild” von der serbischen Zeitung “Blic” wohl nur irgendwelche Exklusiv-Rechte erworben.

Mit Dank auch an Simon S.

Kurz korrigiert (473 – 477)

Manche lesen “Bild” ja nur wegen der Sport-Berichterstattung. Wir würden abraten, denn…

  • … “Bild” berichtet aus dem Trainingslager von Mainz 05 und macht dabei den Norweger Jörn Andersen zum Dänen. Außerdem lautet der Nachname von Elkin Soto immer “Soto” – und nicht manchmal “Sotos”.
  • … im Artikel über die “Aftershow-VIP-Party” nach dem Boxkampf von Wladimir Klitschko wird Tim Mälzer mit den Worten zitiert, er sei beim “Charity-Fußball-Cup von Christoph Metzelder” von Metzelder “umgeruppt”worden. Das ist eher unwahrscheinlich, da das Benefizspiel von Per Mertesacker initiiert worden war (was man theoretisch auch bei “Bild” wusste) – und Christoph Metzelder gar nicht mitgespielt hat.
  • … anders als Bild.de behauptet, hat Werder Bremen auch nicht gegen Oldesloe 5:0 gewonnen, sondern gegen den VfL Oldenburg.
  • … und dann ist da natürlich noch diese Meldung aus dem “News-Ticker” von Bild.de:

    Der Italiener Leonardo Piepoli (36) vom spanischen Team Saunier Duval hat die erste Hochgebirgsankunft der 95. Frankreich-Rundfahrt für sich entschieden. Der Giro-Berg-König von 2007 setzte sich im Finale der 10. Etappe nach 156 km von Pau zur Ski-Arena Hautacam im Ziel auf dem 1520-m-Pass im Schlusspurt vor seinem spanischen Landsmann Juan Jose Cobo durch.
    (Hervorhebung von uns)

Mit Dank an Timo B., Tobias D., Benni K., Olaf K., Tanja K., Peter S. und Konni!

Kurz korrigiert (472)

Ja, ja, “Borussia ist schon ganz Klopp”, und ein Tor ist niemals nur ein Tor, meint man in der “Bild”-Sportredaktion:

Jörg Weiler jedoch, Autor dieses Textes über das Fußballspiel Dortmund gegen den FC Luzern, kennt offenbar die beiden am 1:1 beteiligten Spieler wesentlich schlechter als sie einander.

Und Tamás Hajnal und Giovanni Frederico kennen sich “aus Karlsruher Zeiten” nur insofern “gut”, als Federico in der Saison 2006/2007 für den Karlsruher SC insgesamt drei Tore gegen den 1. FC Kaiserlautern schoss – für den Hajnal damals spielte. Erst zur Saison 2007/2008 wechselte Hajnal zu Karlsruhe – just als Federico den Verein Richtung Dortmund verließ.

Mit Dank an Bene F., Matthias B., Thomaas D., Tobias R., Sven G., Carsten K., Christian H., Dirk H., Jens, Michael K., Simon W., Lothar S., derOssi, Tim R., Marcus S. und viele andere für den Hinweis.

Kurz korrigiert (470-471)

Der neunte Punkt der dieswöchigen persönlichen “Top10” von “Bild”-Kolumnist Mainhardt Graf Nayhauß (oder “Nayhaus”, wie Bild.de ihn nennt) lautet:

Im schönsten Glanz ... soll der Reichstag ab 23. Mai 2009, dem 50. Gründungstag der Bundesrepublik, mittels einer "dauerhaften Gesamtillumination" (offizielle Mitteilung) erstrahlen. Für Vorschläge wird ein Wettbewerb ausgeschrieben.

Und jetzt können Sie sich aussuchen, welcher Fehler in diesem Satz Ihre persönliche Top-1 ist: Dass die Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 2009 selbstverständlich schon ihren 60. Geburtstag feiert. Oder dass die Einsendefrist für den Wettbewerb Mitte Juni abgelaufen ist und der Bundestag den Gewinner (Michael Batz) bereits am Dienstag vergangener Woche bekanntgegeben hat.

Mit Dank an Jason M.!

Nachtrag, 14. Juli. Die “Bild”-Zeitung hat beide Fehler am Samstag in ihrer Korrekturspalte berichtigt; bei Bild.de hat man sich immerhin zu einer Teilkorrektur durchringen können (und schreibt den Namen des Kolumnisten jetzt anders).

Kurz korrigiert (469)


Zumindest in Teilen der heutigen Ausgabe* ziert die Titelseite der “Bild”-Zeitung am Tag nach der 0:1-Niederlage der deutschen Fußballnationalmannschaft im EM-Finale gegen die spanische Elf ein Foto, das – anders als “Bild” behauptet – gar nicht “das Tor” zeigt, sondern eine andere (dem Torschuss ähnliche, aber für die Spanier weniger erfolgreiche) Szene aus demselben Spiel.

Erkennen kann das, wer sich mit Fußball auskennt, übrigens daran, dass der junge Mann links im Bild nicht der deutsche Nationalspieler Philipp Lahm ist, sondern sein Team-Kollege Per Mertesacker. Und wir wollen uns nicht ausmalen, was für ein Aufhebens “Bild” um diesen Fehler gemacht hätte, wenn er jemand anderem passiert wäre.

*) Offenbar um sicher zu gehen, hat “Bild” das Foto in anderen Ausgaben durch eins der spanischen Mannschaft beim Jubeln ersetzt. Man erkennt sie gut an ihren roten Trikots und der EM-Trophäe.

Mit Dank an Lennart S., Ben und an Sascha – auch für den selbstlosen Kauf einer “Bild”-Zeitung und das Fotografieren derselben.

Kurz korrigiert (463-468)

Der Eurovision Song Contest vergangene Woche hatte nicht “nur 3,47 Millionen” Zuschauer und “11 Prozent Marktanteil”, sondern 6,38 Millionen Zuschauer und 27,9 Prozent Marktanteil.

 

Thomas Hermanns hat den deutschen Vorentscheid zum Grand-Prix nicht seit 2005, sondern erst seit 2006 moderiert (2005 moderierte Reinhold Beckmann).

 

Auch wenn sich Bild.de-Kolumnist Alex von Roon anders erinnert (und nur 20 Minuten entfernt wohnt): Die Indiana-Jones-Achterbahn steht nicht in den Universal Studios, sondern im Disneyland.

 

Wenn der Kandidat bei “Schlag den Raab” “um 1.27 Uhr siegte”, war das nicht, wie Bild.de scheinminutiös protokolliert, “nach nervenaufreibenden fünf Stunden und 27 Minuten”, sondern nach nervenaufreibenden fünf Stunden und 12 Minuten.

 

Das ist nicht das belgische Brügge, sondern der Stadtteil Bryggen im norwegischen Bergen.

 

Und das ist nicht der kleine Skoda Fabia Greenline, sondern der große Skoda Superb.

Aber das nur am Rande.

Mit Dank an eko, Andre M., Joachim, Gregor G., Nat, Christian E. und Chris B.!

Nachtrag, 3. Juni. Die Redaktion von Bild.de hat sich in ihrer unergründlichen Weisheit dafür entschieden, die letzten beiden Fehler zu korrigieren, die vier anderen aber weiter zu verbreiten.

Kurz korrigiert (462)

Gesucht hat Bild.de eigentlich “12 gute Gründe, jetzt Schweiz-Urlaub zu buchen” — und dann doch noch einen gefunden, an der (reise)journalistische Kompetenz von Bild.de zu zweifeln.

Grund Nummer 8 lautet nämlich:

"8. Ardennen-Käse verkosten -- Bei der Käse-Herstellung macht den Schweizern keiner was vor! Aus dem mittelalterlichen Städtchen Gruyères in den Ardennen kommt ein besonders kräftiger. Tipp: Die Käserei „Maison du Gruyère“ (Familienpauschale 6,20 Euro) besuchen! Infos: www.lamaisondugruyere.de"
“Ardennen-Käse”? Da wird doch wohl nicht jemand das Alpenstädtchen Gruyères in “Heidiland” (Bild.de) mit seinem französischen Namensvetter im rund 600 Kilometer entfernten Westteil des rheinischen Schiefergebirges verwechselt haben?!

Doch.

P.S.: Die angegebene Internetadresse endet natürlich eigentlich auf .ch.

Mit Dank an Lars M. für den Hinweis.

Nachtrag, 19.5.2008: Wie blöd kann man eigentlich sein? Offenbar hat sich doch noch jemand bei Bild.de erbarmt und sich den “Ardennen-Käse” nochmals vorgeknöpft. Naja, eigentlich hat jemand bei Bild.de nur die “de”-Endung der Internetadresse in “ch” geändert, die falschen “Ardennen” aber weiterhin falsch dastehen lassen. Ach ja: Und klickt man auf den “ch”-Link, gelangt man nach wie vor auf die falsche “de”-Website.

2. Nachtrag, 0.31 Uhr: Ach, und beim Korrigieren von Fehlern macht Bild.de keiner was vor. Inzwischen hat sich offenbar noch mal jemand an den Käse gewagt, den Link wirklich korrigiert und sogar die “Ardennen” aus dem Textchen entfernt. Leider hatte der Korrektor aber wohl keine Überschriftenberechtigung, weswegen da nach wie vor der berühmte “Ardennen-Käse” angepriesen wird. Echt wahr.

Fortsetzung folgt?

Fortsetzung folgt!

3. Nachtrag, 20.5.2008: Der Überschriftenberechtigte hat im Reise-Ressort vorbeigeschaut und viereinhalb Tage nach Veröffentlichung “Käse” aus dem “Ardennen-Käse” gemacht.

4. Nachtrag, 15.39 Uhr: BILDblog-Leser Mathias W. weist uns soeben darauf hin, dass die Familienpauschale im Maison du Gruyère offenbar nicht “6,20 Euro” (Quelle: Bild.de) sondern “8 Euro” (Quelle: lamaisondugruyere.ch) beträgt.

Kurz korrigiert (461)

Wir wollen das nicht dramatisieren. Aber da man sich bei “Bild” rühmt, “näher dran” zu sein, wollen wir doch anmerken, dass “Bild.de-Experte Ralf” Schumacher, anders als “Bild” gestern behauptete, am vergangenen Sonntag bei der DTM-Präsentation im Mercedes keine “Runden auf der abgesperrten ‘Kö'” drehte und auf dem Foto nicht durch Düsseldorf “braust”. Das hat offenbar sein Team-Kollege für ihn erledigt, während Ralf Autogramme schrieb.

Mit Dank an Peter K. für den sachdienlichen Hinweis.

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