Suchergebnisse für ‘korrigiert’

Kurz korrigiert (130)

Es stimmt zwar, dass der Bundestagspräsident und der stellvertretende Regierungssprecher eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen – jedenfalls aus großer Entfernung.

Das entschuldigt aber nicht, dass Bild.de die beiden verwechselt. Vor allem deswegen nicht, weil ein Blick in die gedruckte “Bild” deutlich macht, dass der von Bild.de als Thomas Steg bezeichnete Brillenträger mit Halbglatze nicht Thomas Steg ist. Und selbst, wer nur ab und zu in die “Bild”-Zeitung schaut, sollte eigentlich erkennen, dass es sich bei dem Mann “vorne rechts” um Norbert Lammert handelt.

Mit Dank an Frank B. für den sachdienlichen Hinweis.

Kurz korrigiert (129)

Bild.de, der Online-Ableger des selbsterklärten “absolut führenden Mediums” dieser Weltmeisterschaft, zeigt ein Foto des jubelnden Diego Maradona von 1986 und schreibt dazu:

WM 1986 – Maradona jubelt über seinen zweiten WM-Titel

Diego Maradona hat 1986 seinen ersten und einzigen WM-Titel geholt. Argentinien wurde zwar auch 1978 Weltmeister, Maradona war aber damals nicht im Kader.

Danke an Arndt L. für den Hinweis!

Nachtrag, 3.7.2006: Inzwischen steht bei Bild.de unter dem Maradona-Foto nur noch: “WM 1986: Argentinien holt mit Maradona den Weltmeister-Titel!” Das ist richtig.

Nachtrag, 19.30 Uhr. Also, ganz genau genommen war Maradona vorher doch schon einmal Weltmeister: Juniorenweltmeister 1979. Aber das hat Bild.de sicher weder gewusst noch sagen wollen.

Kurz korrigiert (128)

Statt einfach einen WM-Artikel aus der aktuellen “BamS” zu übernehmen, hat sich Bild.de entschieden, ihn in einer Fassung zu veröffentlichen, die sich an einer einzigen Stelle vom “BamS”-Text unterscheidet. Unter der Überschrift “Englands Elfer-Deppen sind raus” heißt es (nach dem gestrigen Viertelfinal-Sieg Portugals über England) bei Bild.de:

Was bedauerlicherweise insofern dumm falsch ist, als Portugal doch schon bei der WM 1966 im Halbfinale gegen England antrat, wie man beispielsweise auf der offiziellen Website der WM 2006 nachlesen kann.

Mit Dank an Arnd R., Ralph R., Volker L., Sebastian S. und Katharina B. für den Hinweis.

Nachtrag, 17.40 Uhr: Na, das ging ja wieder fix. Steht da den lieben, langen Tag über falsch da — und plötzlich nicht mehr

Kurz korrigiert (127)

Den spielfreien Tag gestern hat die “Bild”-Zeitung — bekanntlich “wie bei jedem Turnier das absolut führende Medium” — dazu genutzt, ein paar Leserfragen zu beantworten. Zum Beispiel diese:

Gibt es Doping-Tests bzw. Kontrollen? Ja! Nach jedem Spiel werden zwei Spieler jedes Teams auf verbotene Substanzen getestet. In der WM-Geschichte gab's nur einen Doping-Fall: 1994 wurde Diego Maradona der Drogen-Einnahme überführt.

Das ist falsch. Außer Maradona wurden drei andere Spieler bei Fußball-Weltmeisterschaften des Dopings überführt: der Haitianer Ernest Jean Joseph (1974), der Schotte Willie Johnston (1978) und der Spanier Ramon Calderé (1986).

Und um zu wissen, dass Maradona nicht der einzige war, hätte “Bild” nur in den eigenen Internet-Auftritt schauen müssen. Die Doping-Geschichte von Jean Joseph steht nämlich im großen Rückblick auf die WM 1974, den Bild.de vorgestern veröffentlicht hat.

Danke an Martin B. für den Hinweis.

Kurz korrigiert (126)

Anders als Bild.de behauptet, war die torärmste Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten nicht die WM 1974 mit durchschnittlich 2,55 Toren pro Spiel, sondern die WM 1990 mit 2,21 Toren pro Spiel. Die WM 1974 war noch nicht mal die zweittorärmste aller Zeiten. Das war die WM 2002 mit 2,52 Toren pro Spiel. Und die dritttorärmste WM aller Zeiten war auch nicht die von 1974, sondern die WM 1986 (2,54 Tore/Spiel). Aber die vierttorärmste WM aller Zeiten, das war die WM 1974.

Eine FIFA-Torstatistik der Jahre 1982-2002 gibt’s hier [pdf].

Mit Dank an André K. für den sachdienlichen Hinweis.

Nachtrag, 19.45 Uhr: Die Meldung ist inzwischen offenbar aus dem WM-Telegramm von Bild.de verschwunden.

Nachtrag, 29.6., 0.42 Uhr: Wie es aussieht, hat Bild.de den Fehler gar nicht selbst gemacht, sondern bloß von der Nachrichtenagentur AP übernommen. Die hatte übrigens zuvor eine sehr ähnliche, aber wahrscheinlich korrekte Meldung herausgegeben. Die darin angegebenen Tore pro Spiel für die WM 2006 (2,41) berücksichtigen nämlich offenbar, anders als die offizielle FIFA-Statistik, auch im Elfmeterschießen erzielte Tore.

Mit Dank an Frank und Chiquita für den Hinweis.

Kurz korrigiert (125)

Manchmal ist es ganz praktisch, dass Bild.de zu den “Bild”-Artikeln immer gleich passende Werbung zeigt. So kann der interessierte Leser, wenn er genau hinsieht, gleich erkennen, dass die Autobiographie von Franziska van Almsick gar nicht “Abgetaucht” heißt, wie “Bild” schreibt, sondern “Aufgetaucht” — was irgendwie auch naheliegender ist.

Danke an Kurt R.!

Nachtrag, 16.58 Uhr. Sieh an: Plötzlich steht auch im Artikel der richtige Titel.

Kurz korrigiert (124)

Franz Josef Wagner schreibt heute an die “WM-Schiedsrichter” und beschwert sich, ups, Verzeihung, beschwert sich, dass die zu viele gelbe und rote Karten zeigen. Dabei stellt er fest:

Wir operieren inzwischen in den Gehirnen und Zellen der Menschen, Flugkörper fliegen außerhalb unserer Galaxie.

Und wenn Wagner hier nicht außerirdische Flugkörper meint, dann ist das natürlich Unsinn. Der am weitesten von der Erde entfernte von Menschen gebaute Flugkörper ist nämlich die Sonde “Voyager 1”. Sie durchfliegt gerade die Grenze unseres Sonnensystems in rund 14 Milliarden Kilometern Entfernung. Das ist ganz schön weit weg. Um aber unsere Galaxie, also die Milchstraße, auf dem kürzesten Weg zu verlassen, müsste “Voyager 1” noch mal rund 1000 Lichtjahre, bzw. 9,5 Billiarden Kilometer zurücklegen – wenn sie die richtige Richtung eingeschlagen hat.

Mit Dank an Roland W. und Klemens K. für den Hinweis.

Kurz korrigiert (123)


Links, das ist Luis Alfredo Palacio Gonzales, Präsident von Ecuador.

Und wer ist der Mann rechts?

Nun ja, die Meinungen gehen auseinander.

Die allermeisten Medien behaupten zwar übereinstimmend, es sei Horacio Sevilla-Borja, der ecuadorianische Botschafter.

Aber die “Bild”-Zeitung behauptete, es handele sich dabei um “Ecuardors Staatspräsident Alfredo Palacio”.

Ts, wem soll man da jetzt glauben?

Mit Dank an Thorsten R., Philipp M. und Günther Jauch für den Hinweis.

Blättern:  1 ... 18 19 20 ... 76