Die “New York Times” berichtete vor eineinhalb Wochen über ein “Obscure German Soccer Team”, das es zum “Brooklyn Cult” geschafft hat. Dass sich in einer Kneipe neben der Williamsburg Bridge, der East River Bar, seit Jahren Fußballfans zum gemeinsamen Gucken treffen, sei vor allem ein “Anti-Fascist Thing”, steht in der Überschrift. In dem Artikel geht es um den FC St. Pauli und seine New Yorker Anhänger, die East River Pirates.
Bild.de fand die Geschichte wohl ganz gut und wollte auch über den Fanklub berichten. Aber der wollte nicht. Und machte das “Bild”-Autor Herbert Bauernebel in einer Antwort auf dessen Anfrage mit ziemlich deutlichen Worten klar:
“YNWA”, You’ll Never Walk Alone, dachte sich offenbar auch Bauernebel, schnappte sich einen Fotografen und suchte am Samstag die East River Bar auf, während das Spiel zwischen dem FC St. Pauli und Erzgebirge Aue gezeigt wurde. Der “Bild”-Reporter führte Interviews, der Fotograf fotografierte — bis die East River Pirates es mitbekommen haben. Dann kam es laut Statement des Fanklubs zu einem hitzigen Streit:
Bild.de brachte die Geschichte gestern, allerdings ohne Hinweis zu all dem Trubel. Im Gegenteil: Man sei “zu Gast bei den St. Pauli-Fans aus der Brooklyn-Bar” gewesen:
Die Info aus dem Statement der East River Pirates, dass Herbert Bauernebel und der Fotograf die Bar während der zweiten Halbzeit verlassen haben sollen, ist übrigens ganz interessant. Am Ende des Bild.de-Artikels steht:
Der FC St. Pauli hat unterdessen die frühe Führung vergeigt und geht beim Abpfiff als Verlierer mit 1:2 vom Platz. Ein paar enttäuschte Gesichter gibt es schon, aber dann geht der Barbetrieb gleich heiter weiter. Das Sportliche ist dann doch eher nebensächlich …
Woher der Autor das bloß weiß, wenn er die East River Bar früher verlassen haben sollte?
1. Whistleblower oder Hacker? (tagesschau.de, Andreas Bellinger & Hendrik Maaßen)
Seit einigen Jahren erschüttern die “Football Leaks” die Fußballwelt. Der bislang unbekannte Informant “John” hatte rund 70 Millionen teils vertrauliche Dokumente dem “Spiegel” übergeben, die das Nachrichtenmagazin mit dem NDR und dem Recherchenetzwerk EIC teilte. Hinter dem Tarnnamen “John” steckt der 30-jährige Portugiese Rui Pinto, der am 16. Januar verhaftet wurde und mittlerweile in Budapest unter Hausarrest steht. Bis etwa Mitte März muss Ungarns Justiz über einen Auslieferungsantrag Portugals entscheiden. Sollte dieser positiv entschieden werden, könnte es für Pinto gefährlich werden: “Ich fürchte, dass, wenn ich ein portugiesisches Gefängnis betrete, vor allem eines in Lissabon, ich dort nicht lebend herauskomme.”
2. Gute Nachrichten! (blog.tagesschau.de, Kai Gniffke)
Eine katholische Religionslehrerin hat zusammen mit ihren Grundschülern einen Brief an die ARD-Nachrichtenredaktion verfasst. Die Botschaft: Die “Tagesschau” verbreite zu viele schlechte Nachrichten. “Manche von uns können deshalb nicht mehr gut schlafen”. Man wünsche sich mehr “gute Nachrichten”. “ARD-aktuell”-Chefredakteur Kai Gniffke hat den Kindern geantwortet.
3. Episode 28: Live in Berlin (mit Stefan Niggemeier) (soundcloud.com, Lukas Heinser & Friedrich Küppersbusch, Audio: 73:15 Minuten)
Ex-BILDblog-Chef Lukas Heinser und der Journalist und TV-Produzent Friedrich Küppersbusch haben die neueste Folge ihres Podcasts vor Live-Publikum aufgenommen. Ab Minute 37 mit dabei: Der ebenfalls ehemalige BILDblog-Chef und “Übermedien”-Mitgründer Stefan Niggemeier, der sich anlässlich des Falls Relotius an seine Zeit beim “Spiegel” erinnert.
4. Hirsebrei für den Generaldirektor (bstu.de, Philipp Springer, Video: 2:56 Minuten)
Am 15. Juni 1971 erschien in der von der SED gelenkten Bezirkszeitung “Freies Wort” ein Artikel, der sich mit dem Aufbau des Sozialismus in der thüringischen Stadt Schmalkalden beschäftigte. Dort wurde unter anderem von einem verdienten Generaldirektor eines örtlichen Betriebes berichtet. Einem Generaldirektor, “der früh um halb fünf an der Arbeit ist und abends um neun seine Frau anruft, sie solle die Hirse warmmachen, in einer halben Stunde sei er zu Hause”. Dieses Detail empörte einen anonymen Leserbriefschreiber: “Das kann man im Kindergarten erzählen, aber doch nicht Erwachsenen vorsetzen.” Das Ministerium für Staatssicherheit archivierte die “Tatschrift”, stieg aber nicht in weitere Ermittlungen ein, was möglicherweise auch an den fehlenden technischen Voraussetzungen lag.
5. Focus Online löscht Artikel von Osthessen News (der-freigeber.de, Jens Brehl)
Nach Informationen des “Freigebers” Jens Brehl hat “Focus Online” verschiedene von einem Medienpartner gelieferte Artikel gelöscht, von denen Brehl zuvor zwei als Verstöße gegen den Pressekodex bemängelt hatte: Bei einem Beitrag über den Besuch eines Grünen-Politikers habe es sich um eine nicht gekennzeichnete Pressemitteilung gehandelt, ein Beitrag über die Rabattaktion eines Autohauses habe den Verdacht auf Schleichwerbung nahegelegt.
6. N-tv-Chef: “Wir brauchen mehr Luft zum Atmen” (wiwo.de, Peter Steinkirchner)
Hans Demmel, Chef des Nachrichtensenders n-tv, sieht sich von den öffentlich-rechtlichen und gebührenfinanzierten Sendern bedroht: “Wir brauchen als Privatsender mehr Luft zum Atmen. Deshalb fordern wir von der Politik, dass sie den Auftrag von ARD und ZDF endlich neu so definiert und schärft, dass wir endlich zu einer Reduzierung des Angebots kommen.” Seiner Meinung nach sollten sich die Sender auf die Kernbereiche Bildung, Information und Kultur konzentrieren: “Wir fordern, dass diese Inhalte 75 Prozent des Angebots und der Budgetverwendung ausmachen sollen.”
Beim WDR ereignete sich in den vergangene Tagen eine Geschichte, die sehr an die Kokainaffäre des Fußballtrainers Christoph Daum im Jahr 2000 erinnert. Dieser sollte eigentlich Coach der deutschen Männer-Nationalmannschaft werden, doch es gab die starke Vermutung, dass er Kokain konsumierte, ein Verhalten, das der um einen “sauberen Sport” bemühte DFB nicht dulden konnte. Die Vorwürfe standen, vorgebracht durch Uli Hoeneß, im Raum. Daum bestritt heftig und bot schließlich zu seiner Ehrenrettung auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz eine freiwillige gerichtsmedizinische Überprüfung seiner Haare auf Kokainrückstände an. Dort verkündete er: “Ich tue das, weil ich ein absolut reines Gewissen habe”.
Als das Resultat der Haarprobe schließlich mit einem positives Testergebnis feststand, war wissenschaftlich belegt, dass Daum gelogen hatte. Bis heute wird darüber gerätselt, warum er sich im Wissen über das zu erwartende Ergebnis in eine solche Situation brachte, die zu einem riesigen Skandal führte.
Und nun zum WDR.
Dessen Radiosender WDR 5 hatte auf seiner Homepage ein Interview mit dem Blogger David Berger angekündigt. Berger ist eine schillernde Figur der Neuen Rechten. Er tritt mit Mitgliedern der Identitären Bewegung auf, sitzt im Kuratorium der Desiderius-Erasmus-Stiftung der AfD, sein Blog ist nicht nur eines der reichweitenstärksten der Szene, sondern verzeichnet laut “Correctiv” bei Facebook und Twitter mehr Interaktionen als taz.de oder Tagesspiegel.de. Dort werden immer wieder Beiträge veröffentlicht, die auch objektiv betrachtet als Hetze gegen Minderheiten bezeichnet werden müssen. Unter anderem wurde dort der “Johannes Gabriel”-Text erstveröffentlicht, der Homosexuelle mit Pädophilie assoziierte und der später, nach seinem Abdruck in der “FAZ”, vom Presserat als “diskriminierend” gerügt wurde.
Die Rechercheplattform “Correctiv” weist in einem Faktencheck völkische Rhetoriken und reihenweise Falschmeldungen nach, vor allem seine Kritik am Islam habe Berger mittlerweile auf die Spitze getrieben:
Schlagzeilen auf seinem Blog lauten:
“‘Goldstücke’ oder die Wiederkehr der Zoophilie” (25.05.2018)
“Bombenentschärfung, Messer- und Giftattacken: Auch in Frankreich wird Ramadan gefeiert” (19.05.2018)
“ISLAMische Merkmale: Dominanzdenken, Kritikresistenz, Schuldverweigerung, Opferrollen und Forderungsmentalität” (03.10.2017)
“Europa: ‘Eines Tages wird das alles uns gehören'” (24.08.2017).
In der Vorab-Information des WDR zum “Tischgespräch” mit David Berger war nichts über die öffentliche Rolle zu lesen, die dieser seit Jahren einnimmt. “Verharmlosend” ist ein viel zu verharmlosendes Wort für die Beschreibung, die der WDR für seinen Gesprächsgast wählte. Er sei bei manchen Schwulen zur Hassfigur mutiert und mache sich mit den politischen Äußerungen in seinem Blog “bei vielen unbeliebt”, heißt es dort lediglich.
In den sozialen Netzwerken wuchs folglich der Protest darüber, dass der Sender seinen Hörerinnen und Hörern Basisinformationen über Berger vorenthielt. Außerdem wurde angesichts des Weglassens der aktuellen Rolle Bergers in der Ankündigung befürchtet, dass auch das Interview selbst keinerlei Einordnung und Reflexion seiner politischen Bedeutung enthalten würde.
All das, was Theaterautor, Blogger und Marketingexperte Johannes Kram schon so gemacht hat, würde nicht in diese Box passen. Deswegen hier unvollständig und im Schnelldurchlauf: Nicht nur, aber auch wegen seiner Medien-Kampagne ist Guildo Horn zum “Eurovision Song Contest” gekommen. In seinem neuen Buch “Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber” prangert er die “schrecklich nette Homophobie” auch in den Medien an. Für seinen “Nollendorfblog” bekam er eine Nominierung für den “Grimme Online Award”, er selbst erhielt 2018 den Tolerantia Award. Und mit “Seite Eins — Theaterstück für einen Mann und ein Smartphone” hat er Boulevard-Kritik auf die Bühne gebracht. Dafür ein herzliches Dankeschön vom BILDblog.
Das wäre die Stelle gewesen, an der der WDR eine saubere Lösung hätte finden können. Das “Tischgespräch” war nämlich schon längst aufgezeichnet, und die Verantwortlichen wussten, dass die Befürchtungen der Kritiker (auch von mir in meinem “Nollendorfblog” geäußert) nicht nur berechtigt waren — in Wahrheit war alles noch viel schlimmer: Es gibt in der Sendung nicht nur keine kritische Auseinandersetzung; vielmehr hilft der Interviewer seinem Gesprächsgast sogar bei dessen Legendenbildung, unterstützt ihn dabei, nachweislich falsche Angaben über dessen Werdegang in sanftem Plauderton zu verquirlen. “Deutschlandradio Kultur” wird den Beitrag später als “journalistische Bankrotterklärung” bezeichnen. (Erst nach erneuter heftiger Kritik heftete der WDR einen Hinweis vor den Beitrag: “In dem Gespräch ist auch David Bergers Internetblog Thema. Darin veröffentlicht Berger zum Teil rechtsradikale und menschenverachtende Beiträge.”)
Als Erwiderung auf die Kritik hätte der WDR also zugeben können, dass da etwas falsch gelaufen ist. Man hätte sagen können, man möchte David Berger gerne noch einmal einladen, aber in eine Sendung, in der man auf eine kritische Auseinandersetzung vorbereitet ist. So hätte man zu einer Lösung kommen können, die sowohl den Berger-Kritikern als auch den -Unterstützern zu vermitteln gewesen wäre. Vor allem hätte man aber hier noch eine Entscheidung treffen können, die den eigenen journalistischen Prinzipien genügen könnte.
Stattdessen entschied man sich beim WDR für die Haarprobe. Der Sender platzierte eine Notlüge, von der alle Beteiligten wissen mussten, dass sie spätestens bei der Ausstrahlung des Gespräches auffliegen wird. Auf der Website wurde die Ankündigung des Berger-Interviews um einen Hinweis ergänzt, in dem es unter anderem heißt:
Die Redaktion hat über die Frage, ob es eine Sendung mit David Berger geben soll, im Vorfeld ausführlich diskutiert. Den Ausschlag gab letztlich die Überzeugung, dass WDR 5 auch mit Menschen in den journalistisch-kritischen Diskurs gehen möchte, die Positionen vertreten, die viele nicht teilen. Wenn unsere Gesellschaft die offene Diskussion will, dann sollte sie auch die verschiedenen Positionen kennen — selbst, wenn das für manche nur schwer zu ertragen sein mag.
So wie Christoph Daums “reines Gewissen” eine bewusste Irreführung war, so war es beim WDR das Beschwören eines beabsichtigten “journalistisch-kritischen Diskurses”. Der WDR musste wissen, dass das Interview genau das Gegenteil davon war. Trotzdem blieb der Sender bei dieser Behauptung, die bald jeder als falsch erkennen konnte.
Und wie Fußballtrainer Daum trieb sich der WDR immer tiefer in die Misere: Jetzt hatte man also nicht nur eine zur baldigen Ausstrahlung vorgesehene PR-Sendung für einen Rechtspopulisten. Man hatte auch das Versprechen des Senders, dem sei nicht so. Und nach wie vor entschied man sich dazu, auf der Ankündigungsseite des Senders keine angemessene Einordnung des Interviewgastes vorzunehmen, während man gleichzeitig den Protestlern auf Twitter permanent mitteilte, wie ernst man ihre Kritik nehme.
Am Vormittag der für den Abend geplanten Ausstrahlung ging dann der Senderchef selbst in die Offensive, um eine weitere Etage auf das Kartenhaus zu setzen. In der Sendung mit dem für die momentane Situation wunderbar zynischen Titel “Neugier genügt” nahm Florian Quecke Stellung zu den Vorwürfen. Er verteidigte unter anderem die unterlassenen Informationen im Ankündigungstext mit dem Hinweis darauf, dass es die Höflichkeit gebiete, einen Gast nicht schlechter als beschrieben aussehen zu lassen, und bestätigte damit zumindest, dass es in der ganzen Sache nie um journalistische Kriterien gegangen sein kann. Und er verteidigte die Einladung Bergers und behauptete, es handele sich lediglich um “das falsche Format”, weil das “Tischgespräch” vom Charakter her zu wenig politisch konfrontativ sei.
Aus dem Umfeld des Senders hört man, dass die Einladung Bergers in die Sendung “Tischgespräch” allerdings kein Unfall gewesen sei; das Gespräch habe genau so stattfinden sollen. Die journalistische Katastrophe sei nicht aus Unwissenheit passiert, sondern weil der Gesprächsführer exakt gewusst habe, wen er da vor sich haben wird: “Tischgespräch”-Moderator Ulrich Horstmann soll diesen Gast für genau dieses Format gewollt haben. Man merkt dem Gespräch an, dass der Moderator nicht undankbar dafür ist, an gewissen Stellen nicht nachfragen zu müssen. Insofern war es genau das richtige Format.
Wir haben beim WDR nachgefragt. Dort sagte man uns, dass die Redaktion sich dazu entschieden habe, “David Berger einzuladen, weil sie seine Entwicklung vom Kirchenkritiker und gefragten Talkgast zum polemisierenden Publizisten am rechten Rand nachzeichnen wollte.” Doch auch das ist nicht gerade glaubwürdig: Die Radikalisierung Bergers spielte in der Sendung nicht nur keine Rolle, der Interviewer stellte sie durch Suggestivfragen sogar in Abrede.
Wie es zu all dem kommen konnte, müsste der WDR mal erklären. Doch dafür müsste der Sender erst einmal eingestehen, dass so gut wie nichts von dem, was er bisher zur Sache verlautbart hat, mit der Realität in Einklang zu bringen ist. Der WDR müsste erst einmal runter. Runter vom Koks.
1. Focus und Stern verlieren jeweils neun Prozent an Reichweite (horizont.net, David Hein)
Die Media-Analyse “ma Pressemedien” erfasst die Reichweiten der Publikumszeitschriften in Deutschland, und die sind gegenwärtig meist rückläufig. Vor allem die aktuellen Magazine haben es schwer. So haben “Focus” und “Stern” jeweils neun Prozent an Reichweite verloren. Gegen den Trend zulegen konnten Wochenzeitungen wie “FAZ”, “Welt am Sonntag” und “Zeit”.
2. Böhmermanns Anwalt zieht vor Bundesgerichtshof (sueddeutsche.de)
Der Rechtsstreit um Jan Böhmermanns Schmähgedicht über Recep Tayyip Erdogan geht in die nächste Instanz: Nachdem der Satiriker letztes Jahr im Berufungsverfahren vor dem Oberlandesgericht Hamburg gescheitert war, hat Böhmermanns Rechtsanwalt Christian Schertz nun Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt.
3. Fußball und Fernsehen: Das Geld hat den Sportjournalismus versaut (120minuten.net, Jérôme Grad)
Können Fußballübertragungen und die Berichterstattung drumherum wirklich kritisch sein? Angesichts der Tatsache, dass Fernsehsender und andere Bewegtbild-Plattformen jedes Jahr einen Milliardenbetrag für die Übertragung von Fußballspielen investieren? Hat das Geld “den Sportjournalismus versaut”, wie der frühere DFB-Mediendirektor und langjährige SWR-Sportchef Gerhard Meier-Röhn sagte? In einem längeren Beitrag erklärt Jérôme Grad die derzeitige Situation und entwirft verschiedene Szenarien für die Zukunft.
4. Ein bisschen Pressefreiheit (deutschlandfunk.de, Marc Engelhardt)
Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht Äthiopien derzeit noch auf einem unrühmlichen 150. Platz, doch das könnte sich bald zum Besseren wenden: Unter dem Premierminister und selbsternannten Reformer Abiy Ahmed wurden Dutzende inhaftierte Journalisten freigelassen, die Blockade von 250 Websites und Blogs aufgehoben und kritische Medien zur Rückkehr nach Äthiopien bewegt. Von echter Pressefreiheit sei das Land jedoch noch weit entfernt.
5. “Paradise Papers”: Haft für türkische Journalistin (ndr.de, Oliver Mayer-Rüth, Video: 4:46 Minuten)
Bei ihren Recherchen zu den “Panama Papers” stieß die türkische Journalistin Pelin Ünker auf die Namen der Söhne des ehemaligen türkischen Ministerpräsidenten und heutigen Parlamentspräsidenten Yildirim. Für ihre Berichterstattung über diesen Fall wurde sie mit Preisen für hervorragenden investigativen Journalismus ausgezeichnet. Und zu etwas mehr als einem Jahr Haft verurteilt — wegen “übler Nachrede” …
6. Diese Instagrammer posten gefakte Werbung, um sich als Influencer zu gerieren (omr.com, Roland Eisenbrand)
Dass manche Instagram-Influencer ihre von Unternehmen bezahlten Posts nicht als Werbung erscheinen lassen wollen, ist soweit bekannt. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall: Instagrammer, die ihre Posts gezielt wie Werbung aussehen lassen, obwohl das beworbene Unternehmen sie gar nicht dafür bezahlt hat. “OMR” ist der Sache nachgegangen und hat sich nach deutschen Beispielen umgeschaut.
Der argentinische Fußballspieler Emiliano Sala wird seit vorgestern vermisst. Er war mit einer einmotorigen Propellermaschine auf dem Weg von Nantes, wo sein alter Fußballverein, der FC Nantes, spielt, nach Cardiff, wo er einen Vertrag beim Premier-League-Klub Cardiff City unterschrieben hatte. Über dem Ärmelkanal verschwand das Flugzeug am Montagabend vom Radar. Seitdem wird nach Sala und dem Piloten gesucht.
Zuvor hatte Sala per WhatsApp eine Sprachnachricht verschickt, über die nun viele Medien berichten. Darunter auch Bild.de:
Die Redaktion interpretiert die Aufnahme in bemerkenswerter Weise: Es sei …
eine dramatische Sprach-Nachricht des Argentiniers, die er per WhatsApp an Freunde schickte.
Und:
Schon zu Beginn der knapp einminütigen Nachricht heißt es: “Ich bin tot!”
Bei Bild.de schlussfolgern sie:
Im Hintergrund zu hören: Motorengeräusche. Kaum zu fassen: Sala spricht mit relativ ruhiger Stimme. Er klingt erschöpft, fast schon lethargisch — offenbar ohne jede Hoffnung zu überleben …
Tatsächlich spricht Emiliano Sala in der Aufnahme davon, dass das Flugzeug so aussehe, als würde es gleich in Stücke fallen. Und er sagt: “Wenn ihr in eineinhalb Stunden noch nichts Neues von mir gehört habt, keine Ahnung, ob man jemanden schickt, mich zu suchen, der wird mich eh nicht finden, aber das wisst ihr ja.” Er sagt auch: “Papa, habe ich eine Angst.” Angesichts des möglichen Absturzes und der aktuellen Suche nach dem Fußballer wirkt die Sprachnachricht sicher gespenstisch — sie ist ohne diesen Hintergrund allerdings keineswegs “dramatisch”, wie Bild.de schreibt. Sala gähnt beim Reden. Er nennt seine Freunde spaßig “ihr Verrückten”. Er fragt sie: “Wie geht es Euch, Brudis, alles gut?” Er sagt auch nicht zwingend “Ich bin tot!”, sondern “estoy muerto”, was man mit Blick auf den Kontext (er erzählt anschließend, wie viel er vor seiner Abreise nach Cardiff in Nantes noch erledigen musste — “ich musste Sachen erledigen, Sachen erledigen, Sachen erledigen und es hörte nicht auf, es hörte nicht auf, es hörte nicht auf”) besser mit “Ich bin vollkommen fertig” übersetzen kann. Und dann die Behauptung von Bild.de, Sala sei “offenbar ohne jede Hoffnung zu überleben”, was ziemlicher Unsinn ist, schließlich blickt er in der Aufnahme in die Zukunft und erzählt, dass er bald ja das erste Training mit seinem neuen Team habe: “Mal sehen, wie es wird.”
Die Familie von Emiliano Sala soll darum gebeten haben, die Audioaufnahme nicht zu verbreiten. Bild.de hat die Audioaufnahme in den Artikel eingebettet (und, ja, auch wir tragen durch die Zitate weiter oben dazu bei, dass sich der Inhalt der Aufnahme verbreitet — wir verzichten allerdings bewusst auf jeglichen Link zu Artikeln, in denen die Originalaufnahme zu hören ist).
Die Spieler der deutschen Handballnationalmannschaft sind bei der Weltmeisterschaft in Deutschland und Dänemark derzeit ziemlich erfolgreich — und ihre Familien möglicherweise in Gefahr. Jedenfalls dann, wenn man der Logik von Julian Reichelt folgt.
Der “Bild”-Chef wollte bekanntermaßen nicht, dass der Branchendienst “kress” sein Gehalt öffentlich schätzt, da das seine Familie in Gefahr bringe, so Reichelt.
Entweder sind ihm die Familien anderer Menschen herzlich egal oder er hat bei seiner Begründung damals Unfug erzählt — jedenfalls bringt Julian Reichelts Portal Bild.de heute diese Geschichte:
Hinter der “Bild plus”-Paywall (schließlich will Bild.de auch noch ein bisschen was daran verdienen) fein säuberlich aufgelistet: die Gehälter der Nationalspieler Uwe Gensheimer, Silvio Heinevetter, Steffen Weinhold, Patrick Wiencek, Finn Lemke, Hendrik Pekeler, Steffen Fäth, Paul Drux, Fabian Wiede, Jannik Kohlbacher, Patrick Groetzki, Andreas Wolff, Matthias Musche, Fabian Böhm, Martin Strobel und Franz Semper.
Und da ist noch lange nicht Schluss. Zum Vergleich nennt Bild.de auch noch die Monatsgehälter “anderer deutscher Sport-Stars”. Mit dabei: Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel, Fußballer Mesut Özil, Basketballer Dennis Schröder, Eishockeyspieler Leon Draisaitl, Golfer Martin Kaymer, Volleyballer Georg Grozer sowie Tischtennisspieler Dimitrij Ovtcharov.
Auch für deren Familien heißt es laut Julian Reichelt nun: Gefahr!
Wen Julian Reichelt nach Julian-Reichelt-Logik sonst noch in Gefahr gebracht haben könnte:
Franck Ribéry, Fußballer beim FC Bayern München, hat im Familienurlaub in Dubai ein Steak gegessen, das mit Gold umhüllt war, und ein Foto davon in den Sozialen Medien gepostet, was zu heftigen Vorwürfen und Anfeindungen gegen ihn führte, und was ihn wiederum dazu verleitete, unter anderem zu antworten: “F*ckt eure Mütter, eure Großmütter und auch euren Stammbaum.”
Nun ja.
Seit den Beleidigungen durch Ribéry fordert Matthias Brügelmann, Chefredakteur des “Bild”-“Sport-Kompetenzcenters” (ja, das heißt wirklich so), vehement dessenRauswurf — was aber nicht gefruchtet hat, denn der FC Bayern München sprach lediglich eine Geldstrafe aus.
Nun mag Franck Ribérys Hang zu Beschimpfungen und vergoldeten Steaks vielfältige Gründe haben. Seine Religion dürfte dabei allerdings nicht von Bedeutung sein. Bei Bild.de bringen sie sie heute dennoch auf der Startseite ins Spiel:
Hinter der Bezahlschranke steht dann auch nichts weiter, was Goldsteak und/oder Mütter-Beleidigung mit der Religion verbindet, aber man kann den Islam ja mal in den negativen Zusammenhang bringen. Das hat schließlich im vergangenen Jahr bei “Bild” schon prima funktioniert.
Gleich zu Beginn des “Bild plus”-Artikels erzählt die Redaktion übrigens von der islamfeindlichen Hetze, der die Familie Ribéry derzeit ausgesetzt ist:
Nachdem Ribéry gestern von den Bayern eine Geldstrafe aufgebrummt bekam, meldete sich seine Frau wieder zu Wort. Bei Instagram postete sie Beleidigungen, die sie selbst im Netz erhalten hatte.
Ein “Bayern-Fan” hatte geschrieben: “Verschwinde aus Deutschland, verdammte islamische Schlampe.”
Bei Bild.de haben sie mit ihrer heutigen Dachzeile wieder mal etwas dafür getan, dass solche Nachrichten so bald nicht aufhören.
Mit Dank an noir, Sven B. und @migrokosmos für die Hinweise!
Eine Stadt in Trauer. Ein Verein unter Schock. Eine Familie in Fassungslosigkeit.
Das schreiben “Bild” und Bild.de zum Tod von Herbert Gentner, der am frühen Samstagabend, kurz nach Abpfiff der Bundesligapartie zwischen dem VfB Stuttgart und Hertha BSC, noch im Stadion starb. Herbert Gentner war der Vater von VfB-Kapitän Christian Gentner.
“Eine Familie in Fassungslosigkeit”, analysiert die “Bild”-Redaktion also. Sie will das eigene Handeln aber ganz offensichtlich nicht anpassen und die Familie Gentner nicht in Ruhe trauern, etwas Fassung zurückgewinnen lassen. Stattdessen will sie Klicks abgreifen, Abos verkaufen und Auflage machen. Sie will Geld verdienen mit dem Tod eines Menschen. Denn seit Samstag feuern die “Bild”-Medien wie am Fließband Artikel zu dem Thema raus. Eine Auswahl.
Bild.de berichtete — wie andere Medien auch — recht schnell über den tragischen Vorfall im Stadion des VfB Stuttgart. Noch am späten Samstagabend folgte diese Schlagzeile:
“Bild am Sonntag” hatte das Thema auf der Titelseite und groß im Blatt:
Im Laufe des Sonntags legte Bild.de nach. Die Redaktion begann mit ihren Spekulationen zur Todesursache:
Die Antwort auf den Klickköder hat das Bild.de-Team hinter die Bezahlschranke gepackt.
Gestern am Abend die nächste “Bild plus”-Story:
(Unkenntlichmachung durch uns. Der Krankenwagen ist laut “Bild”-Redaktion leer.)
Heute macht dann auch die “Bild”-Zeitung mit. Der Tod von Herbert Gentner, die angebliche Todesursache und der Ablauf am frühen Samstagabend im Stadion sind die große Titelgeschichte:
Im Blatt fast eine komplette Seite:
Zitate im Text belegen, dass die “Bild”-Schnüffeleien im privaten Umfeld von Herbert Gentner bereits begonnen haben; “Bild”-Reporter haben sich schon mit dem zweiten Vorsitzenden des örtlichen Fußballvereins unterhalten und “Vertraute” des Verstorbenen aufgetrieben.
“Bild” schreibt, dass “Bild” “DIE WICHTIGSTEN FRAGEN” beantworte. Die entscheidende haben sich die “Bild”-Mitarbeiter aber offenbar nicht gestellt: “Was zur Hölle machen wir hier eigentlich?”
Der “Bild”-Sport-Chefkolumnist schrieb am Samstag:
Die 2. Liga hat beschlossen, ihr Montagsspiel, das seit 1993 zur Tradition geworden ist, wieder abzuschaffen.
Zurückzuführen ist dies auf massive Proteste der Fans in der Kurve, die Montagsspiele grundsätzlich ablehnen. Und kritisieren, dass die Anhänger der Auswärtsmannschaft aus logistischen Gründen benachteiligt werden.
Ich mag diese Spiele am Montagabend. Ich schaue sie mir zu Hause auf dem Sofa oder in einer Sky-Kneipe an. Aber ich bin wegen der Abschaffung nicht gefragt worden. Und deshalb fühle ich mich nur noch als Fan 2. Klasse.
Hach ja, so ein gemütlicher Fernsehabend auf der Couch. Was beklagen sich die rund 2000 Anhängerinnen und Anhänger des FC St.Pauli beispielsweise eigentlich, die gestern bei wenigen Grad im Stadion in Bochum standen, nachdem sie tagsüber, an einem Montag, 350 Kilometer aus Hamburg bis in den Ruhrpott gefahren sind und bevor sie spätabends 350 Kilometer wieder zurück nach Hamburg fahren mussten, um es heute zur Arbeit zu schaffen?
Nun kann man gegen Alfred Draxlers Gefühlswelt erstmal nichts sagen. Aber gegen seine abenteuerliche Argumentation:
Dabei sind wir doch eindeutig in der Mehrheit. Das Spiel HSV gegen Köln haben an einem Montagabend bei Sky 505 000 Zuschauer gesehen. Die gesamte 2. Liga bringt es bei neun Partien pro Spieltag durchschnittlich “nur” auf 175 000 Stadionbesucher.
Weil viele Fußballfans am Montagabend den Fernseher einschalten, wenn dort die 2. Liga läuft, soll das automatisch bedeuten, dass sie es befürworten, dass die Spiele am Montagabend stattfinden? Es bräuchte mal eine Umfrage, in der Fans — ob nun Kurvensteher oder Draxlers Sofa-Kompagnons — sagen könnten, was sie von den Montagsspielen halten …
Moment, die gibt’s ja! Der Verein FC PlayFair!, der “kicker” und das Deutsche Institut für Sportmarketing haben im Februar dieses Jahres die Ergebnisse einer gemeinsamen Umfrage präsentiert. Und die waren eindeutig: Das Spiel am Montagabend um 20:30 Uhr lehnen 91,4 Prozent der 186.254 Fans, die teilgenommen haben, ab. Die restlichen 8,6 Prozent bilden Alfred Draxlers “eindeutige” “Mehrheit”.
Mit Dank an Patrick B. für den Hinweis!
Nachtrag, 16:46 Uhr: Die von uns verlinkte Umfrage von FC PlayFair!, “kicker” und dem Deutschen Institut für Sportmarketing bezieht sich auf die Anstoßzeiten in der 1. Fußball-Bundesliga. Es ist sicher nicht auszuschließen, dass unter den 186.254 Teilnehmern auch Anhänger von Vereinen der 2. Bundesliga waren. Die Montagsspiele in der 2. Bundesliga starten ebenfalls um 20:30 Uhr.
In Alfred Draxlers Text geht es außerdem auch um die beschlossene Abschaffung der Montagsspiele in der 1. Bundesliga.
1. So lief die Recherche (sueddeutsche.de, Katrin Langhans & Frederik Obermaier)
Hinter dem etwas sperrig wirkenden Begriff “Implant Files” steckt ein internationales Rechercheprojekt, bei dem es um unzureichend geprüfte Implantate und fehlerhafte Medizinprodukte geht. Katrin Langhans und Frederik Obermaier erzählen, wie es zu dem Projekt kam, warum die Informationen daraus so wichtig sind, wie die Behörden auf die Vorwürfe reagiert haben, und was man als Betroffener machen kann.
Weiterer Lesehinweis: Georg Mascolo leitet den Rechercheverbund von NDR, WDR und “Süddeutscher Zeitung”. Im Gespräch mit dem “Deutschlandfunk” erläutert er, warum internationale Kooperationen und gemeinsame Recherchen sinnvoll sind: “Wir haben festgestellt, dass es bestimmte globale Missstände gibt, wo es Sinn hat, eben auch einen globalen Journalismus entgegenzusetzen”.
2. Distanzierung von der Distanzierung (djv.de, Hendrik Zörner)
Bei der “FAZ” erschien am Wochenende online ein Beitrag über das Saudi-Arabien-Lobbying der Berliner PR-Agentur WMP EuroCom AG, der sich auf die vorhergehende Berichterstattung der “Bild am Sonntag” berief. Wenige Zeit später löschte die “FAZ” den Artikel und veröffentlichte einen aktualisierten Bericht. Ein Verwirrspiel, bei dem auch die “BamS”-Chefin und (indirekt) Friedrich Merz vorkommen und bei dem man sich, wie Hendrik Zörner vom Deutschen Journalisten-Verband ausführt, ein paar erläuternde Worte gewünscht hätte.
3. Der Skandal, der keiner war: Mit diesem Erlass nahm die BAMF-Affäre ihren Anfang (fragdenstaat.de, Arne Semsrott)
Im Frühjahr erschütterte ein vermeintlicher Skandal die Republik: Die Bremer Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wurde von Medien und der eigenen Revisionsabteilung beschuldigt, ab 2015 tausendfach falsche Asylbescheide ausgestellt zu haben und dies auch noch in Verfahren, für die sie mehrheitlich nicht zuständig gewesen sei. Mit ihren Vorwürfen handelten die Medien wie auch die interne Revision äußerst fahrlässig, wie Arne Semsrott berichtet. Das schlecht ausgestattete Revisions-Referat des BAMF habe offenbar nicht den Erlass der eigenen Behörde gekannt, nach der die Bremer Außenstelle tatsächlich für die Fälle zuständig war.
4. “Stille Orbánisierung” (taz.de, Markus Nowak)
Markus Nowak berichtet in der “taz” über die zunehmend bedrohte Pressefreiheit in Litauen. Vor allem der öffentlich-rechtliche Sender LRT sehe sich durch das litauische Parlament in seiner Freiheit bedroht. Noch liegt Litauen in der Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 36 von 180 Ländern. Das kann sich jedoch 2019 ändern, wenn in dem baltischen Land neben EU-Parlament und Kommunalwahlen auch ein neues Staatsoberhaupt bestimmt wird.
5. Sorgenkind Fairness (spiegelkritik.de)
Wenn einem Onlinemedium gerichtlich eine Gegendarstellung auferlegt wird, drängte es sich geradezu auf, den Originalbeitrag im Onlinearchiv um diese Gegendarstellung zu ergänzen. Doch damit tun sich manche Medien schwer, wie “Spiegelkritik” am Beispiel von “Spiegel Online” erklärt. Das Portal habe sich dazu nach neun Jahren erneut an den “Spiegel” gewandt, aber keine Antwort bekommen und fragt nun: “Unfähigkeit oder Trotz?”
6. So geht es weiter mit dem “Anti-Fa”-Duschgel (horizont.net, Ingo Rentz)
In einer frechen Werbekampagne preist der FC St. Pauli sein “Anti-Fa”-Duschgel (“Die wilde Frische auf der Straße”) an. Das hat die Firma Henkel auf den Plan gerufen, die sich um ihre Marke Fa sorgt. Nun hat man sich friedlich geeinigt: Das Produkt werde in den Filialen der Drogeriekette Budni “nur sehr eingeschränkt vermarktet”, den Verkauf über die eigene Website darf der Fußballklub jedoch uneingeschränkt fortführen.