Tja. Wie viele Fotos hätte der Bild.de-Autor noch in der Fotogalerie gebraucht, um nicht zu behaupten, an diesem getunten VW Passat Variant (siehe Ausrisse) seien keine Außenspiegel zu sehen?
Nachtrag, 19. Februar. Nach drei Tagen hat auch Bild.de sie entdeckt.
1. So viele Rügen wie noch nie (taz.de)
Der Deutsche Presserat habe im Jahr 2025 mit über 100 öffentlich ausgesprochenen Rügen einen neuen Höchststand seit seiner Gründung verzeichnet. Ein Schwerpunkt der mehr als 2.000 eingegangenen Beschwerden habe auf der Nahost-Berichterstattung gelegen. Allein über 300 davon hätten sich gegen einen unbelegten “Bild”-Artikel über einen getöteten Al-Jazeera-Journalisten gerichtet. Die häufigsten Gründe für die ausgesprochenen Rügen seien Verletzungen der journalistischen Sorgfaltspflicht gewesen, dicht gefolgt von medialen Verstößen gegen den Persönlichkeitsschutz.
2. TikTok “in europäische Hände legen”? Keine gute Idee (socialmediawatchblog.de, Simon Berlin & Martin Fehrensen)
Die Social-Media-Experten Simon Berlin und Martin Fehrensen kritisieren den Vorschlag von Kultur- und Medienstaatsminister Wolfram Weimer, TikTok nach US-Vorbild in ein europäisches Medienkonsortium zu überführen, als realitätsfern und unausgegoren. In Europa seien weder der politische Wille und die nötigen Druckmittel gegenüber China vorhanden, noch existiere ein Käufer, der den mutmaßlich zweistelligen Milliardenbetrag für das Netzwerk aufbringen könnte. Anstatt auf illusorische Zwangsverkäufe zu setzen, sollten lieber bestehende Gesetze angewendet werden, um die beherrschenden Plattformen zu regulieren.
3. ARD-Radios: Bald liest eine KI Wetter- und Verkehrsnews (digitalfernsehen.de, Manuel Weis)
Die ARD-Popwellen würden planen, ab dem 3. März in ihren gemeinsamen Abend- und Nachtprogrammen für die Wetter- und Verkehrsmeldungen eine KI-Stimme einzusetzen. Die redaktionelle Kontrolle bleibe dabei vollständig beim Menschen, da Redakteurinnen und Redakteure die Texte schreiben und prüfen würden, bevor eine KI sie vorliest. Die generierten Stimmen würden auf den echten Moderatoren basieren und aus Transparenzgründen klar gekennzeichnet.
4. Die “Zeit” wird 80 (wolfgangmichal.de)
In seinem Beitrag zum 80. Geburtstag der “Zeit” analysiert Wolfgang Michal die Gründe für eine anhaltende Erfolglosigkeit der Wochenzeitung in Ostdeutschland. Aus seiner Sicht schreibt das “Leib- und Magenblatt der besserverdienenden Akademiker” an der Lebensrealität der ostdeutschen Bevölkerung vorbei. Zudem stoße die historisch gewachsene Regierungsnähe des Blattes in den ostdeutschen Bundesländern auf Skepsis und Ablehnung.
5. Schon entdeckt: RiffReporter (verdi.de, Gunter Becker)
Die journalistische Genossenschaft “RiffReporter” feiere ihr zehnjähriges Bestehen und biete mittlerweile über 100 Mitgliedern eine Plattform für unabhängigen, hierarchiefreien Wissenschaftsjournalismus. Gunter Becker fasst in seinem Beitrag einige “Innenansichten” aus dem Selbstverwaltungsmodell zusammen. So plane die Genossenschaft, neben weiterem Wachstum und mehr Reichweite, auch die Gründung eines Fördervereins, um unter anderem ihr hauseigenes Redaktionssystem an andere Medienhäuser lizenzieren zu können.
6. Filmakademie warnt vor Einflussnahme auf Berlinale (spiegel.de)
Die Deutsche Filmakademie (Stellungnahme) und die Europäische Filmakademie sowie Hunderte internationale Kulturschaffende (Offener Brief) hätten sich hinter die Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle gestellt und eindringlich vor politischer Einflussnahme gewarnt. Anlass für den breiten Protest sei eine von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer einberufene Krisensitzung, bei der Tuttle als Reaktion auf die jüngsten politischen Eklats während des Filmfestivals offenbar die vorzeitige Kündigung drohen könne.
7. Wenn die Wahrheit stimmt, aber die Bilder lügen (radioeins.de, Lorenz Meyer, Audio: 4:23 Minuten)
Zusätzlicher Link, da in eigener Sache: In einem Kommentar für radioeins kritisiert der “6-vor-9”-Kurator die jüngsten Vorfälle bei ARD und ZDF, bei denen ein KI-generiertes Video im “heute journal” sowie irreführende Schnittbilder einer applaudierenden Angela Merkel im “Bericht aus Berlin” ausgestrahlt worden seien. Mit diesem Vorgehen liefere der öffentlich-rechtliche Rundfunk extremen Rechten und sogenannten Alternativmedien gefährliche Munition für ihr “Lügenpresse”-Narrativ.
1. Tolerieren, regulieren oder verbieten: Wie umgehen mit Social Media? (wdr.de, Susan Link, Video: 57:13 Minuten)
Im “Presseclub” geht es um die Frage, ob nach australischem Vorbild ein Social-Media-Verbot für Personen unter 16 Jahren eingeführt werden soll, um junge Menschen vor Suchtgefahren zu schützen: “Wie gefährlich sind die sozialen Netzwerke für unsere Demokratie und welche Möglichkeiten gibt es, sich aus der Abhängigkeit der großen Tech-Konzerne in den USA und China zu lösen?” Es diskutieren Jakob Hanke Vela (Büroleiter des “Handelsblatt” in Brüssel), Laura Hertreiter (Feuilletonchefin der “Zeit”), Gavin Karlmeier (freier Journalist und Digitalexperte) sowie Katharina Nocun (freie Journalistin, Autorin und Podcasterin).
Weitere Lesetipps: Social-Media-Sucht: Wie Schwarz-Rot die Verantwortung auf Nutzer schiebt (volksverpetzer.de, Patrick Gensing). Bei netzpolitik.org hat Sebastian Meineck die allgemeine Stimmungslage zusammengefasst: So breit ist die Kritik am Social-Media-Verbot: “Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) findet ein Social-Media-Verbot bis 16 Jahre sympathisch. Viele Organisationen aus Kinderschutz, Wissenschaft und Pädagogik lehnen das Verbot allerdings ab – und warnen vor Schäden für Kinder und Jugendliche. Die Übersicht.” (netzpolitik.org, Sebastian Meineck) Die Union ist sich bei dem Thema anscheinend nicht einig. Die CSU widerspreche ihrer großen Schwester: CSU stellt sich gegen Altersgrenze für Social Media (spiegel.de).
2. ZDF zieht New-York-Korrespondentin Nicola Abrecht ab (dwdl.de, Alexander Krei)
Das ZDF berufe seine New-York-Korrespondentin Nicola Albrecht ab, da sie in einem Bericht für das “heute journal” ungekennzeichnete KI-Bilder und thematisch falsches Videomaterial verwendet habe. Chefredakteurin Bettina Schausten spreche von einem schweren Verstoß gegen interne Richtlinien. Dies habe die journalistische Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Senders massiv beschädigt.
Weiterer Lesetipp: Unterstützung habe Albrecht vom langjährigen “heute-journal”-Moderator Claus Kleber erhalten: “Es gilt, den Rücken breit zu machen und dafür zu sorgen, dass professionelle Journalisten furchtlos ihrer Arbeit weitermachen können. Wie Nicola Albrecht.” (dwdl.de, Uwe Mantel)
3. Kuschelblatt für klasse Leute (taz.de, Anne Fromm & David Muschenich)
Der Verleger Holger Friedrich habe mit der “Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung” (“OAZ”) eine neue Wochenzeitung auf den Markt gebracht, die gezielt ostdeutsche Identitätsgefühle und Befindlichkeiten bedienen wolle. Anne Fromm und David Muschenich haben sich die erste Ausgabe der “OAZ” angeschaut. Diese fokussiere sich auf das Narrativ einer angeblich bedrohten Meinungsfreiheit und falle durch unkritische Beiträge auf, darunter ein schmeichelhaftes Porträt des AfD-Chefs Tino Chrupalla sowie russlandfreundliche Forderungen.
Weiterer Lesetipp: Für t-online.de hat Medienexperte Volker Lilienthal die “Ostdeutsche Allgemeine Zeitung” rezensiert. Ihm ist neben vielem Großen auch eine in ihrer Widersprüchlichkeit bezeichnende Kleinigkeit aufgefallen: “Reden müssen wir noch über eine ganz merkwürdige Losung in kleiner Schrift auf Seite eins ganz unten: ‘Unabhängig. Mutig. Gewaltfrei.’ Was soll das? Wie könnte eine Zeitung je gewalttätig sein? Was wären ihre Instrumente? Oder sind die anderen gewalttätig, die ‘OAZ’ aber nicht? Im Impressum findet sich ganz unten noch ein Hinweis: ‘Unsere Waffe ist das Wort. Es kann, wenn nötig, geschliffen sein.’ Also doch nicht so ganz gewaltfrei?” (t-online.de, Volker Lilienthal)
4. Von Trumps Gnaden (netzpolitik.org, Tomas Rudl)
Der US-Sender CBS beuge sich zunehmend dem politischen Druck der Trump-Administration. So habe man in vorauseilendem Gehorsam ein Interview des Satirikers Stephen Colbert zensiert. Zudem sei die Unabhängigkeit der Nachrichtenredaktion massiv eingeschränkt. Der neue, Trump-freundliche CBS-Eigentümer David Ellison baue den Sender ideologisch um und lasse kritische Berichte unterdrücken. Tomas Rudl hat die Entwicklung für netzpolitik.org zusammengefasst.
5. Nostalgie in Hof: Radiogeschichte zum 80. Jubiläum von RIAS Berlin (radiowoche.de, Stephan Wunder)
Der 80. Geburtstag des Rundfunksenders RIAS sei vom offiziellen Nachfolgesender in Berlin weitgehend ignoriert worden, doch in der oberfränkischen Stadt Hof hätten sich über 120 ehemalige Hörerinnen und Hörer, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter zusammengefunden. Die Stadt Hof pflege eine besonders enge emotionale Verbindung zu dem Sender. Dieser habe über viele Jahre als “mediales Schaufenster” mit zahlreichen Live-Übertragungen fungiert.
6. Ein rätselhafter Todesfall – und ein erster Satz für die Ewigkeit (spiegel.de, Hauke Goos)
Hauke Goos analysiert humorvoll eine kuriose Lokalnachricht aus dem Jahr 1979 über einen rätselhaften Todesfall. Dabei nimmt er die unbeholfenen, aber charmanten Phrasen des damaligen Reporters detailliert unter die Lupe, wie etwa den angesichts der Leiche “nicht schlecht staunenden” Briefträger. Am Ende feiert Goos diese eigenwillige Wortwahl als unfreiwillig komische Prosa-Miniatur und würdigt den kuriosen Einleitungssatz als Meisterwerk für die Ewigkeit.
1. “Wir verstehen uns als Chronisten” (kontextwochenzeitung.de, Oliver Stenzel)
Die Journalisten Peter Schwarz und Alexander Roth berichten schon seit langer Zeit über den Wandel der rechtsextremen Szene im Rems-Murr-Kreis, die sich von festen Treffpunkten zunehmend ins Internet verlagert habe. Dabei fungiere die AfD als Sprachrohr, das rechtsextreme Positionen normalisiere. Beide Reporter seien massiven Anfeindungen und Morddrohungen ausgesetzt, was insbesondere bei Roth strenge Sicherheitsvorkehrungen im Alltag erfordere. Im Interview mit der “Kontext:Wochenzeitung” sprechen sie über ihre Arbeit und die Aufgaben von Journalismus.
2. KI-Desinformation auf TikTok: Angriffe zielen auf die Bundesregierung (cemas.io, Julia Smirnova)
Laut einer Analyse des CeMAS würden die Bundesregierung und Kanzler Friedrich Merz auf TikTok massiv mit KI-generierten Inhalten angegriffen. Diese KI-Slop-Videos würden Falschmeldungen über absurde Verbote sowie pro-russische und AfD-freundliche Narrative verbreiten. Hinter den untersuchten Accounts stecke vermutlich ein koordiniertes Netzwerk, das bereits Millionenreichweiten erzielt habe. Sprachliche Fehler und thematische Schwerpunkte würden auf ausländische Akteure oder kommerzielle “Content Farmen” hindeuten.
3. Was bringt ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche? (correctiv.org, Samira Joy Frauwallner & Pamela Kaethner & Alexandra Ringendahl)
Seit einigen Tagen wird über ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche in Deutschland diskutiert. Unlängst hatte die SPD-Bundestagsfraktion zum Schutz der psychischen Gesundheit ein generelles Social-Media-Verbot für Personen unter 14 Jahren sowie eine algorithmusfreie Version für Jugendliche bis 16 Jahren gefordert. Dieser Vorstoß erhalte breite politische Unterstützung, unter anderem von Bundeskanzler Friedrich Merz. Die “Correctiv”-Redaktion hat dazu Experten und Expertinnen aus der Sucht-, Medien- und Jugendforschung befragt. Deren Fazit: “Der Schutz junger Menschen ist wichtig, in der Verantwortung sind aber nicht allein junge Menschen.”
4. Als deutsche Reporterin im Iran (verdi.de, Till Schmidt)
ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa beschreibt im Interview die Lage im Iran nach den massiven Protesten und dem “Zwölftagekrieg” von 2025 als äußerst volatil. Die journalistische Arbeit vor Ort unterliege strengen Restriktionen. Während der staatlichen Internetblockade sei Gaa auf direkte Gespräche vor Ort angewiesen gewesen, um Informationen zu verifizieren. Die deutsche Wahrnehmung neige aus ihrer Sicht oft dazu, den Widerstand zu romantisieren und die Brutalität des Sicherheitsapparates zu unterschätzen.
5. Sparpaket beschlossen: Wie die DW 21 Millionen sparen will (dwdl.de, Uwe Mantel)
Nach der Etatkürzung durch den Bundestag müsse die Deutsche Welle ein Sparpaket von insgesamt 21 Millionen Euro umsetzen. Dies habe unter anderem die komplette Schließung der Griechisch-Redaktion zur Folge. Auch Angebote in Portugiesisch, Dari/Paschtu und Spanisch sowie Formate wie das russische Satiremagazin “Zapovednik” würden reduziert oder eingestellt. Rechnerisch seien 160 Vollzeitstellen betroffen, wobei betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden sollen.
6. X muss Böhmermann-“Parodie”-Account löschen (lto.de, Pauline Dietrich & Felix W. Zimmermann)
Das Landgericht Köln habe die Plattform X per einstweiliger Verfügung verpflichtet, einen verifizierten Fake-Account des Satirikers Jan Böhmermann zu löschen. Trotz des Namenszusatzes “Parody” sei für die Nutzerinnen und Nutzer nicht zweifelsfrei erkennbar gewesen, dass es sich um eine Parodie handle. Böhmermann habe argumentiert, dass der Account unter seinem Namen gezielt rechte Inhalte und Hass verbreite. Das Gericht habe bestätigt, dass der Account Persönlichkeitsrechte verletze und zudem gegen die eigenen Richtlinien von X verstoße.
Weiterer Gucktipp: Rechtsanwalt Chan-jo Jun vertritt Böhmermann in dem Fall und hat mit seiner Kollegin Jessica Flint ein interessantes Erklärvideo dazu veröffentlicht, in dem auch der frühere Bundesjustizminister Marco Buschmann eine Rolle spielt: Wenn Musk meint, über dem Recht zu stehen, braucht es Böhmermann (youtube.com, Video: 14:58 Minuten).
7. Ist Donald Trump ein “Dealmaker”? (radioeins.de, Lorenz Meyer, Audio: 4:30 Minuten)
Zusätzlicher Link, da in eigener Sache: Bei radioeins spricht der “6-vor-9”-Kurator über das Wort “Dealmaker”, das gern in der Berichterstattung über US-Präsident Donald Trump verwendet wird: “Es stammt aus Trumps eigenem Branding. ‘The Art of the Deal’ heißt sein bekanntestes Buch. Geschrieben hat er es bereits 1987 und seitdem geistert das Wort durch die Medien. Trump hat den Begriff ‘Dealmaker’ zu so einer Art politischem Markenkern gemacht. Und jetzt benutzt ihn der deutsche Bundeskanzler. Das klingt nach Vernunft und nach Verhandlungstisch. Oder täuscht das?” (radioeins.de, Audio: 4:30 Minuten)
1. Ostidentitäre Bewegung im Medienmarkt (journalist.de, Matthias Meisner)
Der Verleger Holger Friedrich plane mit der “Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung” ein neues ostdeutsches Leitmedium, dessen Start sich jedoch verzögere und das wegen seiner Nähe zu rechten und russlandfreundlichen Narrativen bereits vorab polarisiere. Kritiker würfen Friedrich vor, mit einer fragwürdigen Ästhetik und speziellen Personalentscheidungen gezielt das rechte Milieu zu bedienen und demokratiefeindliche Tendenzen zu verstärken.
2. Appell an Caren Miosga nach Chrupalla-Einladung (tagesspiegel.de, Sebastian Leber)
Nach der Einladung von AfD-Chef Tino Chrupalla in die Talksendung von Caren Miosga haben sich zahlreiche Journalistinnen und Journalisten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem offenen Appell an die Medien gewandt. Sie fordern darin, Demokratiefeindlichkeit gemäß dem Medienstaatsvertrag klar zurückzuweisen und Antidemokraten die Möglichkeit zur Selbstdarstellung zu entziehen. Transparenzhinweis: Der “6-vor-9”-Kurator gehört zu den Unterzeichnern.
3. Homeland Security jagt ICE-Kritiker in sozialen Netzwerken (spiegel.de)
Die US-Regierung verschärfe die Verfolgung von Kritikerinnen und Kritikern der Abschiebebehörde ICE. Das Heimatschutzministerium habe hunderte Anfragen an Plattformen wie Meta oder Google gestellt, um Daten von Nutzerinnen und Nutzern anzufordern. Die Plattformen seien dem teilweise nachgekommen. Die Regierung argumentiert, die Informationen seien für die Sicherheit von ICE-Beamten notwendig.
4. Hunderttausende Kinder und Jugendliche süchtig nach Social Media (taz.de)
Laut einer aktuellen Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit nutze mehr als ein Viertel der Kinder und Jugendlichen Soziale Medien in einem riskanten oder sogar krankhaften Ausmaß. Rund 350.000 Betroffene gälten als explizit suchtkrank. Dieses pathologische Verhalten äußere sich durch Kontrollverlust, Schlafstörungen und schulische Probleme. DAK-Chef Andreas Storm bezeichne die Entwicklung trotz leicht gesunkener durchschnittlicher Nutzungszeiten als “alarmierend”.
5. Der SR lässt sich checken (verdi.de, Volker Nünning)
Der Saarländische Rundfunk lasse seit Oktober seine Organisationsstrukturen durch eine externe Beratungsfirma evaluieren. Es gehe darum, den öffentlich-rechtlichen Sender an den Medienwandel anzupassen und die Kritik des Landesrechnungshofs am bisherigen Controlling umzusetzen. Die Personalratsvorsitzende habe betont, dass der Prozess keinen Stellenabbau zum Ziel habe.
6. Vertrauenskrise: Wenn KI-Suche Fake-Zitate findet (medientage.de, Petra Schwegler)
Eine Analyse der Berliner Firma Bernstein Analytics zeige, dass tagesschau.de und spiegel.de die dominierenden Quellen in KI-Antworten seien, wobei Modelle wie ChatGPT tendenziell häufiger auf linksliberale als auf konservative Medien zurückgreifen würden. Parallel dazu warne eine britische Recherche vor einer massiven Glaubwürdigkeitskrise. Boulevardmedien würden unter dem Druck von Deadlines und SEO zunehmend unwissentlich KI-generierte Fake-Experten von PR-Agenturen zitieren.
1. Medien im Trump-Fieber? (deutschlandfunk.de, Sascha Wandhöfer, Audio: 49:51 Minuten)
“Jeden Morgen neue Nachrichten aus den USA. Das nervt viele Hörerinnen und Hörer. Und sie finden: Oft sind Berichte zu oberflächlich, geben Lügen des US-Präsidenten zu unkritisch weiter. Sind die Medien im Trump-Fieber?” Über diese Frage diskutieren beim Deutschlandfunk Rieke Havertz von der “Zeit”, ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen und Medienjournalist Klaus Raab.
2. Überwachungskonzern Palantir verklagt die “Republik” (netzpolitik.org, Markus Reuter)
Markus Reuter schreibt, dass der US-Überwachungskonzern Palantir gerichtlich gegen das Schweizer Magazin “Republik” vorgehe. Das Unternehmen wolle eine Gegendarstellung zu einer Recherche erzwingen, die Sicherheitsrisiken und die Ablehnung der Software durch die Schweizer Armee thematisiert habe. “Republik” habe aufgedeckt, dass das Schweizer Militär eine Zusammenarbeit wegen der Gefahr eines nicht verhinderbaren Datenabflusses an US-Geheimdienste ausgeschlossen habe.
3. Muss man für ein Volontariat beim ZDF bereits Influencer sein? (dwdl.de, Simon Pycha)
Wie Simon Pycha berichtet, habe das ZDF mit der Abfrage von Follower-Zahlen im Bewerbungsverfahren für Volontariate eine hitzige Debatte ausgelöst. Kritiker würden befürchten, dass journalistische Kompetenz zunehmend durch bloße Selbstdarstellung und Reichweite ersetzt werden. Von Seiten des öffentlich-rechtlichen Senders heiße es zur Verteidigung, die Follower-Angabe sei kein Ausschlusskriterium, sondern solle als alternativer Kompetenznachweis für Bewerberinnen und Bewerber dienen.
4. Lesen und lesen lassen (taz.de, Tilman Baumgärtel)
Tilman Baumgärtel beklagt in seinem Essay, dass elaborierte Kulturtexte in der heutigen Aufmerksamkeitsökonomie kaum noch Resonanz fänden, da die Reichweite von Printmedien schwinde, und Social-Media-Algorithmen differenzierte Inhalte systematisch benachteiligen würden. Debatten entstünden heute zunehmend durch virale Posts in Sozialen Netzwerken statt durch das klassische Feuilleton. Dies führe dazu, dass Autorinnen und Autoren ihre komplexen Texte nun in verkürzten Videoformaten anteasern müssen, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden.
5. News-Podcasts: Kompass für den Krisenmodus (blog.medientage.de, Petra Schwegler)
Laut einer aktuellen Audio-Studie von Seven.One seien News-Podcasts im Jahr 2025 zum meistgehörten Genre im deutschsprachigen Raum avanciert und hätten mit knapp 40 Millionen Downloads sogar Comedy und True Crime überholt. Dieser Zuwachs werde maßgeblich durch das permanente gesellschaftliche Krisenklima getrieben. Internationale Studien würden diesen Trend bestätigen.
6. Wieso hat RTL Gil Ofarim so leicht davonkommen lassen? (uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 21:46 Minuten)
TV-Kritikerin Anja Rützel äußert im “Übermedien”-Podcast ihr Entsetzen darüber, dass Gil Ofarim jüngst das RTL-Dschungelcamp gewonnen habe, obwohl er zuvor durch falsche Antisemitismus-Vorwürfe gegen einen Hotelmitarbeiter in einen Skandal verwickelt gewesen sei. Rützel wirft dem Sender vor, Ofarim eine Plattform für Unwahrheiten geboten zu haben, ohne diese in der Sendung selbst einzuordnen.
7. Wenn im Journalismus Sprache versagt (oe1.orf.at, Rosanna Atzara & Stefan Kappacher, Audio: 30 Minuten)
Zusätzlicher Link, da mit eigener Beteiligung: Beim österreichischen Medienmagazin “Doublecheck” (Ö1) geht es um die unreflektierte Übernahme von Euphemismen und Verschleierungen durch Medien. Insbesondere bei der Berichterstattung über Femizide würden Fachleute wie Corinna Milborn neben dem “6-vor-9”-Kurator eine voyeuristische Täterperspektive bemängeln: “Stellen Sie sich vor, jeden Tag würde ein Banker von einem Kunden erschossen, weil der sein Geld verloren hat. Würden wir das ‘Finanzstreit’ nennen? Oder ‘Bankentragödie’?”
1. “Ein Social-Media-Verbot macht den Jugendschutz schlechter” (netzpolitik.org, Sebastian Meineck)
Der Medienrechtler Stephan Dreyer kritisiert im Interview mit netzpolitik.org, dass die politische Debatte über ein Social-Media-Verbot für Minderjährige nach australischem Vorbild weitgehend von der komplexen Forschungslage entkoppelt sei. Zudem würde ein derartiges Verbot gegen geltendes EU-Recht wie den Digital Services Act verstoßen. Dreyer warnt davor, dass nationale Alleingänge rechtlich kaum durchsetzbar seien und ein pauschales Verbot den Jugendschutz sogar verschlechtern könne. Außerdem verlören Jugendliche wichtige Teilhabe- sowie Kommunikationsräume.
2. Wir werden zu Wölfen gemacht (taz.de, Annekathrin Kohout)
Die unkommentierte Veröffentlichung der Epstein-Files diene lediglich als Rohmaterial für die “Reaktionsmaschinerie” der Sozialen Medien, stellt die Kulturwissenschaftlerin Annekathrin Kohout in ihrer “taz”-Kolumne fest. Statt zur Aufklärung beizutragen, würden die Akten von Content Creatorn und True-Crime-Formaten zu Unterhaltung verarbeitet. Dadurch verschwimme die Grenze zwischen authentischem Material, Fiktion und gezielter Desinformation bis zur Unkenntlichkeit.
3. Merz in den Epstein-Files: Erwähnung ist kein Hinweis auf Straftaten (correctiv.org, Gabriele Scherndl)
Gabriele Scherndl stellt klar, dass Behauptungen über eine Verwicklung von Bundeskanzler Friedrich Merz in den Epstein-Skandal haltlos seien, da sein Name lediglich in einem den Akten beigefügten Blogpost über die Trilaterale Kommission auftauche. Die bloße Erwähnung belege keinerlei Kontakt zu dem Sexualstraftäter, werde jedoch in Sozialen Medien gezielt aus dem Kontext gerissen, ähnlich wie bei Falschmeldungen über Stephanie von Bismarck oder KI-generierten Bildern von Politikern. Die Unübersichtlichkeit der riesigen Datenmenge des US-Justizministeriums biete einen idealen Nährboden für Verschwörungsmythen.
4. Notfalleinsätze bei RTL nach Entlassungen? Burkard rudert zurück (dwdl.de, Timo Niemeier)
RTL-Moderatorin Katja Burkard habe ihre Aussagen aus dem Podcast “Zwischen den Zeilen” revidiert, wonach es im Zuge der Bekanntgabe des Stellenabbaus beim TV-Sender zu Zusammenbrüchen und Krankenwageneinsätzen gekommen sei. In einem Instagram-Video habe sie eingeräumt, ungeprüftes Hörensagen weiterverbreitet zu haben. Sie habe nun klargestellt, dass die dramatischen Schilderungen über medizinische Notfälle nicht der Wahrheit entsprächen.
5. Wie christliche Influencer mit dem rechten Rand flirten (youtube.com, Angela Giese & Felix Wolf, Video: 28:31 Minuten)
“Hat der christliche Glauben ein Comeback in der GenZ? Wenn man sich die Social-Media-Accounts von Christfluencern ansieht, hat man den Eindruck, die Antwort lautet: ja. Sie propagieren den ‘Jesus Glow’ und versprechen jungen Menschen, dass der Glaube ihnen in Krisenzeiten Halt und Orientierung bietet.” Angela Giese und Felix Wolf haben sich auf die Spur der sogenannten Christfluencer gemacht, die am rechten Rand fischen würden: “Wir zeigen, wie mit dieser schwarz-weißen Weltanschauung die politischen Linien zu Rechtspopulisten und der AfD verschwimmen. Dabei sprechen wir mit Theologen, Aussteigern und folgen der Spur in die USA bis zu Donald Trump.”
6. Instagram-Chef bestreitet Suchtpotenzial der App (spiegel.de)
Instagram-Chef Adam Mosseri habe in einem richtungsweisenden Prozess in Los Angeles bestritten, dass die App “klinisch süchtig” macht, und den Konsum lediglich mit der Begeisterung für Fernsehserien verglichen. Die Klägerin werfe den Plattformen vor, durch Funktionen wie das endlose Scrollen gezielt psychische Probleme verursacht zu haben. Der hinter Instagram stehende Social-Media-Konzern Meta argumentiere, dass die Ursachen in den vorbestehenden schwierigen Familienverhältnissen der Frau zu suchen seien. Snapchat und TikTok hätten sich bereits vor Prozessbeginn mit der Frau auf einen Vergleich geeinigt.
7. Ein Reality-Format jagt das nächste (radioeins.de, Lorenz Meyer, Audio: 4:34 Minuten)
Zusätzlicher Link, da in eigener Sache: Der “6-vor-9”-Kurator kritisiert anlässlich des fast nahtlosen Übergangs vom “Dschungelcamp” zu “Germany’s Next Topmodel”, dass seriöse Medien diese Reality-Formate oft wie echte Dokumentationen besprächen, obwohl es sich um konstruierte Inszenierungen handele: “Man muss sich mal vorstellen, ein Journalist würde über einen Spielfilm schreiben: ‘Brad Pitt hat gestern mutig gegen die Zombie-Invasion gekämpft.’ Das wäre doch absurd, oder?”
1. Antisemitismus-Vorwurf: Einspieler aus “Stefan Raab Show” entfernt (dwdl.de, Thomas Lückerath)
Wie Thomas Lückerath berichtet, habe RTL einen Einspieler aus der “Stefan Raab Show” über den “Dschungelcamp”-Kandidaten Gil Ofarim entfernt, nachdem Kritik laut geworden sei, dieser bediene antisemitische Klischees. Stein des Anstoßes sei unter anderem die Erwähnung eines vererbten “Betrüger-Gens” sowie die Verwendung stereotyper Bilder gewesen. RTL betone, es habe sich lediglich um Satire gehandelt. Trotzdem habe man den Beitrag aufgrund möglicher Missverständnisse von allen Plattformen gelöscht.
2. Nicht nach Washington schielen (djv.de, Hendrik Zörner)
Der Deutsche Journalisten-Verband warnt die Regierungskoalition eindringlich davor, medienpolitische Entscheidungen an den vermuteten Reaktionen von US-Präsident Donald Trump auszurichten. Konkret dürfe ein geplantes Gesetz, das US-Streamingdienste zu Investitionen in den deutschen Filmstandort verpflichte, nicht aus Angst vor angedrohten Strafzöllen gestoppt werden. Ebenso müsse die Bundesregierung die angekündigte Digitalsteuer für Big-Tech-Konzerne endlich umsetzen.
3. Trump bepöbelt CNN-Journalistin im Oval Office (spiegel.de)
Als die CNN-Korrespondentin Kaitlan Collins im Oval Office kritische Fragen zur schleppenden Aufarbeitung des Falls Jeffrey Epstein gestellt habe, habe US-Präsident Donald Trump sie persönlich attackiert und als “schlimmste Reporterin” beschimpft. Statt auf die Kritik der Opfer oder die Verbindungen seiner Vertrauten einzugehen, habe Trump der Journalistin vorgeworfen, nie zu lächeln. Das Weiße Haus habe den Vorfall anschließend in Sozialen Medien triumphierend verbreitet.
4. Journalismus in Zeiten von Big Tech (verdi.de, Bärbel Röben & Lars Lubienetzki)
Auf dem 38. dju-Journalismustag habe Keynote-Speaker Markus Beckedahl eindringlich vor der Abhängigkeit von Big-Tech-Firmen gewarnt und eine Strategie für digitale Souveränität gefordert. Das Ziel sei es, die Demokratie nicht den Algorithmen von Konzernen wie X oder TikTok zu überlassen. Expertinnen und Experten sowie Journalistinnen und Journalisten hätten dafür plädiert, auch “periphere Medienakteure” und Content Creator stärker einzubinden.
5. Volontariat im Journalismus: Ablauf, Aufgaben und Bewerbung (media-lab.de)
Das “Media Lab Bayern” hat wertvolle Tipps für das Volontarit zusammengestellt: “Du willst in den Journalismus einsteigen und fragst dich, ob ein Volontariat der richtige Weg für dich ist? In diesem Artikel bekommst du einen ehrlichen Überblick über alles, was dich im Volo erwartet: Von Alltag und Aufgaben über Bezahlung und Zugangsvoraussetzungen bis hin zu Bewerbungstipps, Perspektiven und möglichen Stolpersteinen.”
6. Programmvorschau: Diese Journalistenfilme laufen 2026 im Kino (journalistenfilme.de, Patrick Torma)
Patrick Torma hat sich angeschaut, welche “Journalistenfilme” uns im Jahr 2026 erwarten. So halte das bevorstehende Kinojahr ein Wiedersehen mit kultigen fiktiven Medienfiguren bereit, darunter Hape Kerkelings Horst Schlämmer und die Horror-Reporterin Gale Weathers in “Scream 7”. Ernstere journalistische Themen würden in Steven Spielbergs Sci-Fi-Film “Disclosure Day” sowie in Aaron Sorkins Drama “The Social Reckoning” behandelt, das den Facebook-Skandal um die Whistleblowerin Frances Haugen aufarbeite.
7. Epstein‑Akten: Warum die Wahrheit im Chaos untergeht (radioeins.de, Lorenz Meyer, Audio: 3:56 Minuten)
Zusätzlicher Link, da in eigener Sache: Bei radioeins kommentiert der “6-vor-9”-Kurator die Veröffentlichung der Epstein‑Akten. Diese führe zu Orientierungslosigkeit, Fehlinterpretationen und einer Verdrängung der tatsächlichen Opferperspektive. Das Fazit: “Diese Aktenberge klären uns nicht auf. Oder anders gesagt: Wir ertrinken in Daten, aber wir verdursten nach Kontext.”
1. Mit Vollgas gegen die Brandmauer (taz.de, Nicholas Potter)
In einem ausführlichen Porträt beschreibt die “taz” Ulf Poschardt, Herausgeber der Axel-Springer-“Premiummarke”, als polarisierenden Kulturkämpfer, der sich mit seinem Bestseller “Shitbürgertum” gegen ein linksliberales Milieu positioniere und dabei auch intern für erhebliche Spannungen sorge. Poschardts redaktionelle Linie habe eine Welle von Kündigungen ausgelöst, darunter prominente Namen wie Investigativreporter Hans-Martin Tillack und Vize-Chefredakteur Robin Alexander.
2. Nach Festnahme bei Anti-ICE-Protest: Ex-CNN-Moderator und Journalist Don Lemon ist wieder frei (tagesspiegel.de)
Der Journalist und ehemalige CNN-Moderator Don Lemon sei einen Tag nach seiner Festnahme auf Anweisung des US-Justizministeriums wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Er müsse sich jedoch wegen angeblicher Verschwörung gegen die Religionsfreiheit vor Gericht verantworten. Die Anklage werfe ihm vor, sich bei einem Anti-ICE-Protest in einer Kirche wissentlich einem stürmenden Mob angeschlossen zu haben. Lemon betont, er habe dort lediglich seine Arbeit als Berichterstatter ausgeübt.
3. Monitor Journalismusfreiheit beobachtet Einschränkungen der journalistischen Arbeit (concordia.at)
Im Presseclub Concordia ist der neue “Monitor Journalismusfreiheit” präsentiert worden (youtube.com, Video: 43:15 Minuten), mit dem Ziel, rechtliche, psychische und physische Einschränkungen der Pressearbeit in Österreich systematisch zu dokumentieren und sichtbar zu machen. Die Projektverantwortlichen Walter Strobl und Patricia Lierzer stellen die Methodik und erste Erkenntnisse vor. Über ausgesuchte Problemfelder berichten: Colette M. Schmidt (“Der Standard”), Ingrid Brodnig (freie Journalistin), Alexander Fanta (“Follow the Money”) und Johannes Greß (freier Journalist).
4. Demokratie auf der Anklagebank (verdi.de)
Die Organisation CASE habe seit 2010 über 1.300 SLAPP-Fälle in Europa dokumentiert, wobei Deutschland mit 20 registrierten Fällen im Jahr 2024 neben Italien und Serbien zu den am stärksten betroffenen Ländern gehöre. Da die meisten Einschüchterungsversuche bereits im Vorfeld durch aggressive Abmahnschreiben erfolgen und Betroffene oft aus Angst schweigen würden, bleibe ein großer Teil der Fälle der Öffentlichkeit verborgen.
5. Des Guten zu viel? Wenn Unwetterwarnungen Angst machen (ardaudiothek.de, Thomas Bimesdörfer & Kai Schmieding, Audio: 18:49 Minuten)
Thomas Bimesdörfer und Kai Schmieding haben mit dem Fernsehmeteorologen und Buchautor Sven Plöger über die richtige Dosis bei Unwetterwarnungen gesprochen: “Wo liegt der Mittelweg zwischen Abstumpfung und Panikmache? Verstehen wir vielleicht auch die Wettervorhersagen nicht immer richtig? Gibt es ein Vermittlungsproblem?”
6. Synchro-Showdown: Netflix bald ohne deutsche Tonspur? (dwdl.de, Timo Niemeier & Thomas Lückerath)
Zwischen Netflix auf der einen Seite und deutschen Synchronsprecherinnen und -sprechern auf der anderen sei ein Konflikt über neue Vertragsklauseln entbrannt, da der Streamingdienst Sprachaufnahmen ohne direkte Vergütung zum Training von KI-Systemen nutzen wolle. Wegen der im Raum stehenden Boykottmaßnahmen habe Netflix in einem Brief gewarnt, dass man bei anhaltenden Verzögerungen gezwungen sein könnte, Inhalte künftig nur noch mit deutschen Untertiteln statt mit einer Synchronfassung zu veröffentlichen.