Suchergebnisse für ‘BILD’

Hauptsache, das Nummernschild ist verpixelt

Erfahrene Fotografen machen am Tatort häufig auch solche Fotos, die keine Persönlichkeitsrechte verletzten und – ohne allzu große Bedenken und sogar ohne Unkenntlichmachung – von Medien veröffentlicht werden können.

Bünde, Rohrbombe, Amtsgericht, Scharfschützen, SEKLaienfotografen hingegen…

…knipsen drauflos und schicken ihre Fotos anschließend als “BILD-Leser-Reporter” an “Bild”. Und bei Bild.de werden die dann veröffentlicht – offenbar ebenfalls ohne allzu große Bedenken, vor allem aber (vom Nummerschild abgesehen!) ohne Unkenntlichmachung (siehe Ausrisse).

Laut Pressekodex* allerdings (der sich als “Leitfaden für die journalistische Arbeit” versteht) soll, wenn Anhaltspunkte für die mögliche Schuldunfähigkeit eines Täters vorliegen, eine “Abbildung unterbleiben”.

Und da der hier abgebildete Mann schon vor seiner Tat in psychiatrischer Behandlung gewesen ist und, wie sogar Bild.de selbst schreibt, nach seiner Tat “in die Psychiatrie” gebracht wurde, spricht wohl alles dafür, dass Anhaltspunkte für eine mögliche Schuldunfähigkeit des Täters vorliegen.

Gut möglich, dass der Laienfotograf das nicht wusste – und diesen komischen Pressekodex gar nicht kennt. Aber er hat die Fotos ja auch nicht veröffentlicht.

*) Für Verstöße gegen den Pressekodex in Online-Angeboten sieht sich der Presserat nur dann zuständig, wenn sie “von Zeitungs-, Zeitschriftenverlagen und Pressediensten in digitaler Form verbreitet wurden und zeitungs- oder zeitschriftenidentisch sind”. Das ist beim Bild.de-Bericht über den abgebildeten Mann nicht der Fall, denn die gedruckte “Bild” berichtete anders. Der Presserat hat zwar kürzlich angekündigt, dass der Pressekodex in Zukunft auch für die Online-Angebote von Zeitungen und Zeitschriften gelten soll. Ob das irgendwas ändert, ist fraglich. Schließlich sind Persönlichkeitsrechtsverletzungen wie die oben geschilderte nicht deshalb verantwortungslos, weil man damit riskiert, sich eine Rüge des Presserats einzufangen, sondern weil sie die Persönlichkeitsrechte verletzen.

6 vor 9

Gestellte Szene auf Spiegel-Online
(spiegelkritik.de)
Die Nachrichtenagentur ddp bestätigt nach Prüfung den Fake, entschuldigt sich für die Panne, nimmt das Bild aus dem Angebot und beendet die Zusammenarbeit mit dem Fotografen.

Bloggen für Millionen
(tagesspiegel.de, Irja Most)
In den USA haben Blogger längst erkannt, dass man mit der eigenen Meinung richtig gut Kasse machen kann – sogar hauptberuflich. Aber funktioniert das auch in Deutschland?

Weblogs im Magazin-Style?
(web-funk.de)
Aktuell wird eine Diskussion innerhalb der Blogosphäre darüber ausgetragen, ob Blogs ein magazinähnliches Layout, und das damit verbundene Look and Feel vertragen oder nicht. Ein guter Anlass für mich als Theme-Autor, ein paar persönlichen Ansichten zum Thema beizusteuern und auch die Meinung der Webfunkleser abzufragen.

Das Geschäft mit dem Tod: Der Nachruf auf Britney Spears
(jetzt.sueddeutsche.de, Thomas Schuler)
Die amerikanische Nachrichtenagentur AP hat einen Nachruf auf Britney Spears verfasst.

Chronische Sinnlosigkeit
(medienheft.ch, Gerti Schön)
Die US-Journalisten stürzen sich in der Berichterstattung über die Vorwahlen gern auf Schlammschlachten und Portraits der Präsidentschaftskandidaten. Dabei liegen Wahlprognosen häufig falsch. Aussen vor bei diesem Wettrennen um Köpfe und Prognosen bleiben Analysen über die politischen Inhalte.

Tagebuch eines Steuerzahlers
(nzzfolio.ch, Thomas Schenk)
Wie viel der Journalist und Tramführer Thomas Schenk an einem Tag dem Staat entrichtet.

Schulmädchenrechnung

Okay, mal abgesehen davon, dass der TV-Moderator Reinhold Beckmann am Samstag in “Bild” “das deutsche Schulsystem” kritisieren durfte, hat das, was die “Bild”-Zeitung heute zur Titelgeschichte macht (siehe Ausriss), keinerlei Neuigkeitswert:

Schlampige Schulreformen und lausige Lehrpläne bedeuten für immer mehr Schüler brutalen Stress. (…) Hauptproblem ist das auf 12 Jahre verkürzte Abi (…) Und: Die Umsetzung treibt Schüler und Eltern in den Wahnsinn.

Und zur Veranschaulichung des “Wahnsinns” hat “Bild” eine kleine Textaufgabe in ihrer Berichterstattung versteckt. Sie lautet:

Nadia (…) macht das verkürzte Abi in 12 Jahren, (…) hat 31 Unterrichtsstunden/Woche, dazu kommen ca. 10 Stunden pro Woche für Hausaufgaben.

Und die (unausgesprochene) Frage ist natürlich: Wieviele Stunden paukt Nadia in der Woche?

Um’s ihren Lesern nicht allzu schwer zu machen, bietet “Bild” selbst zwei verschiedene Lösungvorschläge an.

Erstens (auf der Titelseite und im Kommentar):

"50 Stunden Lernen pro Woche!" -- "Während mancher Erwachsene sich heute weigert, mehr als 35 Stunden in der Woche zu arbeiten, pauken die Kids von heute zum Teil über 50 Stunden in der Woche für die Schule."

Und zweitens (im “großen Report in BILD”):

"Nadja (13) paukt 41 Stunden in der Woche…"

Falsch ist beides. Weil nämlich Unterrichtsstunden hierzulande nur 45 Minuten dauern, kommt die kleine Nadia (nur) auf ca. 33 Stunden Lernen pro Woche*, also wahlweise 8 bzw. 17 Stunden weniger als “Bild” behauptet. Aber aus der Wahrheit hätte “Bild” womöglich keine so schöne Schlagzeile machen können…

*) Wie “Bild” auf die Zahl 50 kommt, wird den “Bild”-Lesern heute nirgends verraten. Vermutlich aber stammt sie aus der Samstags-Ausgabe von “Bild”. Dort hieß es über die 16-jährige Schülerin Claudia, dass sie “bis zu 50 Stunden in der Woche” lerne. Doch auch dort waren’s bei genauerem Hinschauen – inklusive “Zusatzkurs” (1,5 Stunden) und sonntägliches “Klausuren und Referate vorbereiten, lernen” (6 Stunden) – “nur” bis zu 41 Stunden. Wie großzügig man vorgehen muss, um am Ende tatsächlich die sagenhaften 50 Stunden zusammenzukratzen, hat immerhin der “Münchner Merkur” schon mal vorgemacht – übrigens vor knapp einem Jahr.

Mit Dank auch an die Hinweisgeber.

6 vor 9

Schlimmer geht immer
(brandeins.de, Jens Bergmann)
Dass die Welt uns sonderbar erscheint, hat auch mit den Journalisten zu tun. Die liefern gern ein Zerrbild der Wirklichkeit. Weil’s so schön bequem ist. Ein kleines mediales Sündenregister.

Anschluss gesucht
(sonntagszeitung.ch, David Bauer)
Wie ist das eigentlich, wenn man vom Internet keine Ahnung hat? Zu Besuch in einem Kurs für Anfänger.

Harald Martenstein: Jeder Autor ist eine Inszenierung
(dwdl.de, Johannes Boss)
“Der Videoblog kultiviert die klassische freie Rede, so wie sie schon im Forum Romanum kultiviert wurde. Diese freie Rede hat es vor dem Internet in unserer Kultur kaum mehr gegeben. Es gab die Podiumsdiskussion und die Talkshow als dialogische Formen, aber die freie Rede über ein freies Thema unterscheidet sich eben deutlich von der Talkshow. In der freien Rede geht es um Rhytmik, Gestik, Einsatz des Körpers.”

Mein digitaler Selbstmord
(spiegel.de, Frauke Lüpke-Narberhaus)
Es wird gegruschelt, genetzwerkt, gelästert – Facebook, Xing und StudiVZ gehören zum Studentenleben. Doch was passiert, wenn man aussteigt? Hat man dann keine Freunde mehr? Frauke Lüpke-Narberhaus will es wissen: Sie hat ihr digitales Leben beendet.

Lehrer, hört die Signale
(taz.de, Ole Reissmann)
Die Hierarchie an Schulen gerät ins Wanken: Bei spickmich.de werden Lehrer öffentlich benotet – und sind dagegen machtlos. Selbst vor Gericht.

50 Jahre ARPA: An der Wiege des Internets
(futurezone.orf.at, Ronda Hauben)
Immer noch hält sich der Mythos, das Internet sei vom US-Militär entwickelt worden, um ein Datennetz zu schaffen, das auch einen Atomkrieg überstehen könne. Ronda Hauben erklärt, warum dieses Gerücht nicht stimmt, indem sie die fünfzigjährige Geschichte der ARPA erzählt, jener Behörde, unter deren Ägide das Internet entstand.

medienlese – der Wochenrückblick

Nazi-Skandale, Wasserspiele, Promisaufen.

Die Liste der Woche erstellte das Blog Coffee and TV: Ein unmöglich vollständige, aber doch sehr aufschlussreiche Auflistung der “skandalösesten Skandale und der empörenswertesten Entgleisungen”. Studiert man die “Nazi-Skandale”, fällt vor allem auf, dass sie in immer kürzeren Abständen vorfallen (was an der Zusammenstellung liegen kann, aber auch an der zunehmenden Hysterie der Medien, die sich auf solche Äusserungen wie verhungerte Tiere stürzen). Falls jemand nicht ins Dschungelcamp eingeladen wurde und nicht komplett unbekannt ist: es ist eine ziemlich sichere Methode, um mal wieder in die Schlagzeilen zu kommen.

20min.ch testete erfolgreich die Weisheit der Massen und fand so heraus, dass das seit kurzem im Internet an allen Ecken und Enden auftauchende Bild von ein paar Jungs im Pool, die mittels Badelatschen eine schwimmende Stromleiste gebastelt haben, gestellt war. Andreas Wessels aus Nordwalde: “Natürlich war da kein Strom drauf. So verrückt sind wir nicht.” Die Bilder “seien am Nachmittag des 1. Juli 2007 während einer Lan-Party” entstanden.
Read On…

Brutal reingefallen

"Kiel: CDU-Politiker brutal überfallen"

Wir wissen zwar nicht seit wann dieser Teaser auf der Politik-Seite von Bild.de steht, aber sicher ist: Er steht dort schon viel zu lange.

Aber der Reihe nach.

Der CDU-Politiker Manfred Ritzek wurde offenbar gestern Abend mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Worüber die Nachrichtenagentur dpa heute gegen halb elf so berichtete:

CDU-Landtagsabgeordneter Ritzek in Kiel niedergeschlagen
Der schleswig-holsteinische CDU- Landtagsabgeordnete Manfred Ritzek (Norderstedt) ist in Kiel bei einem Überfall niedergeschlagen und verletzt worden. Dies teilte Parlamentsvizepräsidentin Ingrid Franzen am Donnerstag im Plenum mit. Der Vorfall habe sich am Vorabend ereignet, als Ritzek zu Fuß auf dem Weg von einer Veranstaltung in sein Hotel gewesen sei. Der 67-Jährige liege im Krankenhaus, sagte ein CDU-Sprecher.

Bild.de berichtet darüber unter der Überschrift “CDU-Politiker brutal überfallen — Klinik!” sehr viel detaillierter und hat sogar mit Ritzeks Frau gesprochen:

BILD.de sprach mit Ritzeks Ehefrau Hildegard. “Ich komme gerade aus dem Krankenhaus (…).”

Gestern gegen 23 Uhr in Kiel: Ritzek kommt von einer Parteiveranstaltung, ist auf dem Weg in sein Hotel. Plötzlich bemerkt er eine dunkle Gestalt hinter sich. Immer wieder dreht er sich um. Der Unbekannte ist 30 Meter entfernt. Ritzek wird mulmig.

“Dann war die Person weg”, berichtet seine Ehefrau, “und dann verspürt mein Mann einen schweren Schlag. Er kann sich an nichts erinnern. Erst im Krankenhaus wachte er wieder auf.” (…)

“Die Polizei ermittelt aber. (…)”, sagt Hildegard Ritzek.

Nun ja, die Polizei hat ermittelt und kam zu dem Ergebnis, es gebe keine Anhaltspunkte, dass Ritzek Opfer einer Straftat geworden sei:

Die Verletzungen des 67-jährigen Landtagsabgeordneten Ritzek dürften von einem Sturz ohne Fremdverschulden stammen.

Diese Pressemitteilung der Polizei wurde um 16.00 Uhr herausgegeben. Bereits um 15.22 Uhr veröffentlichte die Nachrichtenagentur dpa eine Meldung unter der Überschrift “CDU-Landtagsabgeordneter Ritzek verletzt – kein Überfall”. Und um kurz vor 17.00 Uhr berichtete dpa in einer Zusammenfassung, aus Polizeikreisen sei bekannt geworden, dass bei Ritzeks Sturz “auch Alkoholkonsum eine Rolle gespielt” habe.

Und wie gesagt: Bei Bild.de steht über vier Stunden später immer noch die Brutaler-Überfall-Version.

Mit Dank an Lucas S. für den sachdienlichen Hinweis.

Nachtrag, 21.20 Uhr: BILDblog wirkt offenbar. Nur kurze Zeit nach Veröffentlichung diesen Eintrags war die Ankündigung der Überfall-Ente bei Bild.de wie von Zauberhand verschwunden. Und inzwischen ist es auch der komplette Bild.de-Artikel. Dafür gibt’s an anderer Stelle (weit weniger groß angekündigt) einen neuen.

Nachtrag, 1.2.2008: Auch “Bild” berichtet heute über Ritzeks Malheur. Überschrift: “Waren es Gangster oder doch der Wein?”

6 vor 9

Das neue “Du”: Die neue Avantgarde ist das gebildete Bürgertum
(facts.ch, Giorgio Girardet)
Ein Chat-Interview von Giorgio Girardet mit Walter Keller, dem neuen Chefredaktor von “Du“: “Ich suche Autoren, die frisch im Hirn sind, nicht verbraucht, nicht zynisch oder schnippisch”.

“Hogenkamp vergleicht Birnen mit Karotten”
(persoenlich.com, David Vonplon)
Ein am Mittwoch publiziertes Interview mit Peter Hogenkamp hat in der Redaktion von “Cash daily” Unmut ausgelöst. “Die Website von ‘Cash daily’ ist für mich ein Paradebeispiel dafür, wie man’s nicht machen darf” urteilte der Blogwerk-Gründer. Chefredaktor Rüdi Steiner will diese Kritik nicht unbeantwortet stehen lassen: In einem Kurzinterview mit “persoenlich.com” entgegnet er den Argumenten Hogenkamps.

Kopf der Woche: Key-Player
(werbewoche.ch, Andreas Panzeri)
Jann Jenatsch setzt als CEO der umstrukturierten Keystone auf Kontinuität und will schon bald auch Video anbieten.

Kuscheln als Strategie
(taz.de, David Denk)
Christoph Amend ist Redaktionsleiter des “Zeit-Magazins Leben“. Ein Job, in dem er die Traditionsmarke pflegen – und junge Leser gewinnen soll.

Blass und beliebig
(berlinonline.de, Rainer Braun)
Die ARD-Politmagazine sind immer noch nicht das, was sie sein sollen.

Verleger Ringier: Internet ist Werbemedium der Zukunft
(handelsblatt.com)
Der Schweizer Verleger Ringier erwartet eine drastische Verschiebung der Werbeausgaben von traditionellen Medien in Richtung Internet. Gegen die Vorteile von Online-Medien können sich gedruckte Zeitungen nach Meinung des Verlegers nur behaupten, indem sie besonders fantasievollen Journalismus anbieten.

Kurz korrigiert (450)

Schon möglich, dass Karoline Herfurth, die “Bild” heute zur Gewinnerin des Tages macht, ihr Abitur mit einer Note von 1,5 bestand. Auch möglich, dass sie auf eine Waldorfschule ging. Kaum möglich ist es indes, dass es sich dabei um eine “DDR-Waldorfschule” handelte, wie “Bild” behauptet. Denn zum einen wurde Herfurth (*22.05.1984) wahrscheinlich erst eingeschult, als es die DDR schon nicht mehr gab. Und zum anderen waren Waldorfschulen in der DDR verboten.

Mit Dank an Andreas K. für den sachdienlichen Hinweis.

Suche Publicity, biete Schlagzeile

In Deutschland beginnt die Karnevalssaison, und Tim Bibelhausen ist “Promifriseur”. Zumindest gehören zu den Kunden in seinem Kölner Salon “Hair Concept” nach eigenen Angaben auch Jürgen und Ramona Drews, Mickie Krause, Michaela Schaffrath, Ulla Kock am Brink u.v.a.m. — und zum Thema “Haarverlängerung/-Verdichtung” holte sich der TV-Sender RTL “bereits mehrmals” bzw. “immer” Rat bei Bibelhausen. Noch bekannter denn als “Promifriseur” ist Bibelhausen, der 2005 auch mal kurzzeitig Kandidat in der RTL2-Show “Big Brother” war, jedoch unter seinem Künstlernamen “Tim Toupet”. Sein bislang größter Erfolg ist das Ballermann-Lied “Du hast die Haare schön”, das sich durch den Auftritt einer Bewerberin für die RTL-Show “Deutschland sucht den Superstar” auch jenseits der mallorquinischen Grenzen ins öffentliche Bewusstsein drängte. Am 11. Januar erschien Bibelhausens aktuelle Single “Ich hab ‘ne Zwiebel auf dem Kopf — ich bin ein Döner”, ein Lied, das dadurch eine breitere Öffentlichkeit erreichte, dass Michaela Schaffrath es unlängst in der RTL-Show “Ich bin ein Star, holt mich hier raus” einem Millionenpublikum vorsang.

Und die “Bild”-Zeitung druckt heute Bibelhausens kompletten “Döner”-Text (siehe Ausriss). Anlass dafür ist Bibelhausens Behauptung, er sei “der heimliche Geliebte von Dschungel-Michaela (Ex Gina Wild)” (siehe Ausriss):

“Wir kennen uns seit über einem Jahr”, erzählt Tim. (…) Doch im November 2007 habe sich das Verhältnis geändert — aus den beiden wurde ein Paar. Tim: “Wenn’s nach mir ginge, hätte alles schon eher bekannt werden können.”

Im Dschungel verriet sich Michaela übrigens, als sie übermütig “Ich bin ein Döner” trällerte — das neue Lied von Tim Bibelhausen (…). Ihr Pech: Der Song war bei ihrem Abflug nach Australien noch gar nicht auf CD veröffentlicht. Tim: “Sie kannte es von zu Hause, ich hatte es ihr vorgespielt.”

Weil aber Schaffrath selbst sich erst gestern noch von “Bild” mit der Aussage zitieren ließ, sie sei “zur Zeit Single”, ist obige “Döner”-Passage heute der einzige Beleg für Bibelhausens Behauptung, er sei Schaffraths “heimlicher Geliebter” — und dabei nicht ganz richtig: Das “Döner”-Lied ist bereits im Dezember auf einem CD-Sampler erschienen, öffentlich vorgetragen wird es von Bibelhausen offenbar schon viel, viel länger. Tätää.

Mit Dank an Ralph A., Alexander Z., Tobias S., Holger P., Stefan P. und tobito für den Hinweis.

Nachtrag, 30.1.2008 (mit Dank an Jan W.): Eine in kölscher Mundart gesungene Version des “Döner”-Songs [mp3] gibt es offenbar schon seit November 2006.

Nachtrag, 1.2.2008: In “Bild” findet sich heute eine Fortsetzung der Geschichte (Überschrift: “Michaela Schaffrath über ihren heimlichen Geliebten: ‘Er hat mein Herz gebrochen, ich will ihn nicht mehr sehen'”). Darin heißt es rückblickend, “dass Tim Toupet offen über die Beziehung geplaudert hatte”. Schaffrath selbst allerdings, die “nie wieder über diese Sache reden” will, fasst Bibelhausens Geheimnisverrat in “Bild” lieber dahingehend zusammen zusammen, “dass er auf meine Kosten Werbung für sich machen wollte”. Und dass Bibelhausen das Döner-Lied “für sie geschrieben” habe, nennt Schaffrath “Quatsch”. Wie wir.

Live aus dem Schlachthof

"Zwei Männer an U-Bahnhof abgestochen"

So steht’s heute in der “Bild”-Zeitung und der Duden definiert “abstechen” so:

ab|ste|chen: 1. (ein Schlachttier) durch das Durchstechen der Halsschlagader töten: ein Schwein, einen Hammel a.; (derb von Menschen:) er hat seine Opfer brutal abgestochen. (…)

Und wer weiß, vielleicht fand ein Bild.de-Mitarbeiter, dass “abstechen” unnötig reißerisch klingt und hat sich deshalb entschieden, den Artikel online mit einer etwas neutraleren Überschrift zu versehen:

"Zwei Männer an
U-Bahnhof erstochen"

Allerdings heißt es im Text überraschenderweise (und offenbar zutreffend):

René H. wurde im Rücken getroffen, Burak B. rammten sie ein Messer in den Bauch. Klinik!

Mit Dank an Sascha für den sachdienlichen Hinweis.

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