Archiv für August, 2007

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Verfahren gegen 17 Journalisten wegen Geheimnisverrats (+ + +)
(tagesschau.de)
Wegen der Veröffentlichung von geheimen Akten des BND-Untersuchungsausschusses laufen nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios mindestens 17 Ermittlungsverfahren gegen Journalisten.

Arbeit, Familie, Gott und Vaterland
(nzz.ch, Lutz Hachmeister)
Journalismus in Deutschland ist die Geschichte einer verspäteten Profession. Ein ums andere Mal, von links bis rechts, wurde die Medienkultur des Auslands als «wesensfremd» wahrgenommen, wie der Medienforscher Lutz Hachmeister im folgenden Artikel schreibt.

Ein Sender vernichtet sich selbst
(taz.de, David Denk)
Sat.1 hatte einmal ein Programm mit Profil. Heute ist es TV egal. Entlassungen und die Abschaltung der Informationssendungen sind nur neue Höhepunkte eines schleichenden Verfalls des Senders.

Wie weiblich sind Weblogs?
(onlinejournalismus.de, Fiete Stegers)
In Blogs und Blog-Kommentaren bestimmen Männer den Ton. Besonders, wenn die Diskussion ums Bloggen selbst geht, ist von Frauen kaum etwas zu hören. Stimmt der Eindruck? onlinejournalismus.de sprach darüber mit Jan Schmidt. Ein Mann – aber einer, der es wissen muss.

Wo wird was gegoogelt?
(zeit.de)
Wofür interessieren sich die Deutschen im Internet? Und wie ist ihr Interesse regional verteilt? Wir gaben 64 Begriffe vor – die Karte verzeichnet, wo mit Hilfe von Google am häufigsten wonach gesucht wird.

Die kleinen Blog-Sünden
(basicthinking.de, Robert Basic)

6 vor 9

Der Medienkrieg der Steinzeit-Kämpfer
(welt.de, Ansgar Graw)
Die Taliban stehen für eine hoffnungslos rückständige Lebensweise. Trotzdem gelingt es ihnen, dem Westen über eine geschickte PR-Strategie Ängste und Emotionen aufzuzwingen. Wie die Gotteskrieger Schlagzeilen diktieren.

“Medien werden von allen Seiten benutzt”
(tagesschau.de, Sabine Klein)
Das Auswärtige Amt hat das Video der deutschen Geisel in Afghanistan als “gezielt lanciertes Mittel der Einschüchterung” bezeichnet. Es wurde dem arabischen Sender Al Dschasira zugespielt, der es auch als erster ausstrahlte. Macht sich der Sender damit zum Werkzeug der Entführer? tagesschau.de sprach mit dem Deutschland-Korrespondenten des Senders, Aktham Suliman.

Gericht verpflichtet Web-Forum zur Vorab-Zensur
(spiegel.de, Konrad Lischka)
Streitthema Anruf-Spielshows: Die TV-Firma Callactive siegt vor Gericht wohl endgültig über ein kritisches Web-Forum. Die Teilnehmer auf Call-in-TV dürfen nun nicht einmal mehr von “verwirrten Anrufern” sprechen.

Stunde der Hysteriker
(weltwoche.ch, Hanspeter Born)
Ausschluss des stärksten Fahrers, Ausschluss des Publikumslieblings und Sieg eines zweifelhaften Spaniers. War die Tour de France ein Skandal? Nicht unbedingt.

Falstaffs Edelmarke
(faz.net, Jordan Mejias)
Fünf Milliarden Dollar lässt Rupert Murdoch sich Dow Jones kosten. Das Prunkstück des Konzerns, das ?Wall Street Journal?, hat es ihm besonders angetan. Kritiker sprechen von einem ?schwarzen Tag? für Amerikas Journalismus. Doch dieser Kauf geht die ganze Welt an.

“Das ist ein Sonderfall”
(hna.de)
Das “Wall Street Journal” könnte auch online überleben, sagt Medienexperte Jo Groebel im Interview.

Wiedervorlage: Kurz korrigiert (430)

Am 29. Juni, vor gut einem Monat also, hatte “Bild” fälschlicherweise behauptet, 1943 hätten Rotarmisten ein Fenster der Marienkirche in Frankfurt/Oder nach Russland verschleppt (wir berichteten).

Heute, also gut einen Monat später, berichtigt “Bild” diesen Fehler in der Korrekturspalte (und hat im selben Text sogar noch zwei weitere gefunden).

Platz für die Korrektur der beiden Falschmeldungen in der gestrigen “Bild” (wir berichteten) war da offenbar keiner mehr.

Das hat dann wohl noch einen Monat Zeit…

Nachtrag, 2.8.2007: Doch schon heute gesteht sich die “Bild”-Zeitung zumindest ein, dass ihr vorgestern “in der Rubrik ‘Gewinner’ ein Fehler unterlaufen” ist. Dass damit von der “Gewinner”-Meldung selbst (“jetzt wollen sie die USA erobern: die deutsche Popband Juli”) nicht mehr viel übrig bleibt, schreibt “Bild” nicht.

6 vor 9

Eine Zeile Lebenslauf
(schattenraum.de, Philip Steffan)
“Erster August. Seit einigen Minuten bin ich nicht mehr Angestellter der Axel Springer AG (bzw. der Ullstein GmbH). Der Grund dafür ist tatsächlich mein Text Apokalyptische Springreiter vom 12. Mai. Was da im Hause passiert war, hab ich ja damals aufgeschrieben. Es hat fast sechs Wochen gedauert, bis dies jemandem aufgefallen war. Das finde ich schon erstaunlich für eine Zeitungsgruppe, die gerne mit Begriffen wie Online First um sich wirft.”

Myspace, so Allah will!
(netzeitung.de, Stefan Wirner)
«Internet im Iran? Gibt?s nicht!» Wer so denkt, irrt. Das Netz ist in Teheran so verbreitet wie in Berlin. Iranische Frauen mögen vor allem Myspace, wie Stefan Wirner erfahren hat.

?Mich hat bloggen nie interessiert”
(politik-digital.de)
Am 31. Juli 2007 war die Podcasterin Annik Rubens von “Schlaflos in München” zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Im Chat sprach sie über ihre Liebe zum gesprochenen Wort, ihre Anfänge als Podcasterin und die Unterschiede zwischen Blogs, Radio und Podcasts.

Die Kasse klingelt für eine bessere Welt
(faz.net, Stefan Appelius)
Keine Partei lässt sich beim Thema Finanzen gern in die Karten schauen. Das Besondere bei der SPD: Sie verfügt über eigene Unternehmen beziehungsweise über Beteiligungen an Unternehmen – und zwar vorzugsweise im Medienbereich.

“Ein Wirrwarr wie im 19. Jahrhundert”
(welt.de, Dankwart Guratzsch)
Die neuen Schreibweisen der Reform sind ab morgen in ganz Deutschland verbindlich, selbst für Nachrichtenagenturen. Von einer einheitlichen Regelung kann aber trotzdem keine Rede sein: Schweizer verglichen die Reform schon mit den Zuständen vor über 100 Jahren.

Towers of Babble
(newyorker.com, Paul Goldberger)
What should a newsroom look like in the twenty-first century?

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