“FAZ” bedauert Frage, Bedrohte Synchronbranche, Bollywood-Ausflug

1. Tötung russischer Soldaten: FAZ bedauert Frage an Selenskyj
(medien.epd.de)
Der Evangelische Pressedienst berichtet, dass die “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (“FAZ”) sich von einer Formulierung ihres Korrespondenten Michael Martens distanziere. Bei einer Pressekonferenz habe Martens den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gefragt, wie Europa der Ukraine helfen könne, “mehr russische Soldaten zu töten”. Der Vorfall habe heftige Reaktionen in den Sozialen Medien nach sich gezogen. Die “FAZ” bedauere die “missverständlich formulierte” Frage.

2. Wie KI Synchronsprecher bedroht
(youtube.com, Filmriss, Video: 39:32 Minuten)
In diesem “Filmriss”-Video geht es um den Machtkampf zwischen der deutschen Synchronbranche und dem rasanten Vormarsch generativer Künstlicher Intelligenz. Bekannte Stimmen wie Charles Rettinghaus (unter anderem Jamie Foxx und Leornado DiCaprio), Giuliana Jakobeit (u. a. Keira Knightley) und Peter Flechtner (u. a. Ben Affleck) schildern die emotionale und handwerkliche Tiefe des Synchronschauspiels. Und sie kritisieren das ungefragte und oft rechtswidrige Training von Sprachmodellen mit ihren eigenen Stimmen.

3. Bahn frei für Bahn-Bashing?
(taz.de, Ambros Waibel)
Die “taz” befasst sich mit zwei aktuellen ZDF-Dokumentationen über die Deutsche Bahn (“Unsere Bahn: geliebt, verflucht – gefährlich?” sowie “Das Deutsche-Bahn-Desaster”). Beide Dokumentationen zögen am Ende ein ähnliches Fazit: Das Desaster bei der Bahn fungiere als Sinnbild für die verfehlte Infrastrukturpolitik und den Zustand der gesamten Bundesrepublik. “taz”-Redakteur Ambros Waibel erwähnt dabei auch die juristische Auseinandersetzung zwischen der Bahn und dem ZDF über redaktionelle Korrekturen und Fragen der Pressefreiheit.

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4. Wegen Fake News: Angriff auf Sanitäter in Rumänien
(orf.at)
Der ORF berichtet über einen schwerwiegenden Zwischenfall in Rumänien, bei dem Rettungskräfte von einer bewaffneten Gruppe mit Äxten und Steinen angegriffen worden seien. Auslöser sei eine virale Falschnachricht auf TikTok gewesen, laut der Sanitäter in Krankenwägen angeblich kleine Kinder rauben würden. Der ORF-Beitrag thematisiert den konkreten Fall, aber auch die daraus resultierende Debatte über eine stärkere Regulierung und Identitätspflicht in Sozialen Netzwerken.

5. Der Fall Karl Anders und die Frankfurter Rundschau
(journalistik.online, Alf Mayer & Horst Pöttker)
Alf Mayer und Horst Pöttker rekonstruieren das Verdrängen des Verlegers und Widerstandskämpfers Karl Anders aus der Geschichte der “Frankfurter Rundschau”. Anders habe das Blatt Mitte der 1950er-Jahre durch Kredite, kaufmännisches Know-how und den Aufbau des Druckgeschäfts vor dem Konkurs gerettet, sei jedoch nach einem Zerwürfnis mit Mitherausgeber Karl Gerold aus der offiziellen Zeitungschronik gestrichen worden. Die beiden Autoren diskutieren darüber, inwiefern das Ausblenden relevanter Fakten aus der eigenen Hausgeschichte eine Verletzung journalistischer Sorgfaltspflichten darstellt.

6. Mein bester Freund ist Bollywood-Star
(ardmediathek.de, Samuel Häde, Video: 34:00 Minuten)
Die “Y-Kollektiv”-Doku wirft einen Blick auf die Milliarden-Industrie Bollywood: “Y-Kollektiv-Reporter Samuel Häde begleitet seinen besten Freund und Bollywood-Schauspieler Anant Joshi exklusiv durch seinen Alltag – und trifft die deutsche Schauspielerin Lisa-Marie Spiegel, die in Mumbai vom Durchbruch träumt. Er erlebt hautnah, welchen Hype Bollywood-Stars in Indien auslösen und wirft einen Blick hinter die Kulissen auf die Menschen, die die Traumfabrik unter harten Arbeitsbedingungen am Laufen halten.”