Town Hall Meeting, Wachhund, Schabernack

1. „Die hässlichste Debatte der US-Geschichte“
(spiegel.de)
Beim „Town Hall Meeting“ haben sich heute Nacht Hillary Clinton und Donald Trump um Dinge wie Trumps frauenfeindliche und sexistische Sprüche, Clintons E-Mail-Affäre und Pläne für Steuern und Einwanderung gestritten. Welcher Kandidat konnte im TV-Duell am meisten überzeugen? Der „Spiegel“ fasst die Urteile einiger großer amerikanischer Medien zusammen.

2. Bittere Bilanz: 10 Jahre nach dem Mord an Anna Politkowskaja
(dw.com)
Vor zehn Jahren wurde die renommierte russische Journalistin und Menschenrechtlerin Anna Politkowskaja erschossen. Die Täter sind inzwischen verurteilt, die Auftraggeber bis heute unbekannt. Die „Deutsche Welle“ blickt zurück.

3. «Wir wollen unser Baby wach, intelligent, ohne Bullshit»
(persoenlich.com, Edith Hollenstein)
Viele Jahre war der Schweizer Constantin Seibt Redakteur beim Schweizer „Tages-Anzeiger“ („Tagi“). Nun verlässt er die Zeitung und wagt mit einem Start-up im Medienbereich den Schritt in die Selbstständigkeit. „Unser Ziel dabei ist, dem Journalismus seinen Platz in der Demokratie zurückzugeben: als verlässlicher Wachhund. Wir wollen unser Baby wach, intelligent, ohne Bullshit. Das Kindchen muss groß genug sein, um Strahlkraft zu haben. Und eine Stimme in den wichtigsten Debatten. Und es muss schlank genug sein, um auf dem freien Markt überleben zu können.“

4. Die Relevanz der Langeweile
(de.ejo-online.eu, Kurt W. Zimmermann)
„Schon wieder eine Studie zur Medienqualität. Und schon wieder wissenschaftlicher Schabernack“, ächzt der Schweizer Journalist Kurt W. Zimmermann. Stein des Anstoßes ist das Schweizer „Medienqualitätsrating 2016“, mit dem das News-Angebot der 43 führenden Schweizer Zeitungen, Online-Sites, TV- und Radioangebote getestet wurde. Zimmermann bezeichnet es als „wissenschaftlichen Humbug“, Medien wie die „NZZ“ und den „Blick“ an denselben Kriterien zu messen. „Ich glaube, wir sollten unsere abgehobenen Medienwissenschaftler in die tägliche Medienrealität zurückholen. Wenn es nach ihnen ginge, dann hätten wir im Journalismus bald die höchste Qualität – und die höchste Langeweile.“

5. „Ich helfe, wo ich kann“
(sueddeutsche.de, Katharina Riehl & Ralf Wiegand)
Andreas Petzold war Reporter bei der „Münchner Abendzeitung“, gründete später die Frauenzeitschrift „Allegra“ und war 14 Jahre lang Chefredakteur des Magazins „Stern“. Derzeit ist er Herausgeber von „Stern“ und „Neon“. Im Interview mit der „SZ“ spricht er über Krisen, Reiseziele als Titelgeschichten – und darüber, ob die einst so erfolgreiche, aber mittlerweile wackelnde Zeitschrift „Neon“ noch zu retten ist.

6. @PolizeiSachsen: Kleingeist-Tweet führt zu Twitter-Diskussionen
(flurfunk-dresden.de)
Die sächsische Polizei hat es auf Twitter manchmal nicht leicht. Nach ihrem Tweet gegen das Verbreiten von Ressentiments und Sinnlos-Meldungen musste sie sich auch noch mit „Bild.de“-Chef Julian Reichelt rumschlagen, der ihr unterstellt, es auf „billigen Social-Media-Applaus“ abgesehen zu haben.