„Social Media Murder“, WDR vs. RWE, Zeitungssterben

1. What happens when a ‘social media murder’ suspect wants to go viral
(washingtonpost.com, Abby Ohlheiser & Elahe Izadi, englisch)
In den USA sind zwei Journalisten während eines Interviews vor laufender Kamera erschossen worden. Der Täter filmte den Mord aus seiner Perspektive und stellte das Video online. Die „Washington Post“ zeichnet nach, was daraufhin in den Sozialen Medien passierte. Siehe dazu auch: „Wenn ich die Videos ansehe, verliere ich einen Teil meiner Würde“ (kress.de).

2. WDR contra RWE
(taz.de, Malte Kreutzfeldt)
Nach der Besetzung des Braunkohletagebaus hatte WDR-Redakteur Jürgen Döschner einen Kommentar geschrieben, in dem er die Demonstranten lobte. Das brachte ihm viel Aufmerksamkeit – und noch mehr Kritik von RWE-Mitarbeitern. Nun wehrt sich Döschner mit einem offenen Brief.

3. Und ewig lockt das Zeitungssterben
(nzz.at, Veit Dengler)
Veit Dengler beobachtet, dass das Gespenst des „Zeitungssterben“ schon seit Jahren in Europa umhergeht. „Sterben ist anscheinend eine wesentliche Tätigkeit von Zeitungen.“ Dengler zählt Gründe auf, warum es sie trotzdem noch gibt.

4. Pressefreiheit à la Sachsen
(freelens.com, Roland Geisheimer)
Ein Fotojournalist erlebt in Heidenau eine „sehr merkwürdige Auslegung des Kunsturheberrechtsgesetzes und auch des Artikel 5 des Grundgesetzes“. Als er Beamte fotografiert, wird er im Polizeigriff abgeführt, fixiert und mit Strafanzeige bedroht. Freelens meint dazu: „Die sächsische Polizei sollte sich zukünftig lieber wieder auf ihre originären Aufgaben konzentrieren, in dem sie die Sicherheit der Flüchtlinge vor Ort gewährleistet und diese vor dem rechtsradikalen Mob schützt.“

5. Weiße Kommentare
(spreeblick.com, Johnny Haeusler)
Johnny Haeusler hat die Schnauze voll. Sein Blogeintrag über Rechtsradikalismus in Deutschland ist zum wiederholten Mal zum Sammelbecken für rechte Trolle geworden. Seine Lösung: „Kommentare, die mich nerven, haben ab jetzt weiße Schrift auf weißem Grund. Wer diese Kommentare dennoch lesen will […], kann den Text markieren und dann wieder erkennen.“

6. Unsere Haltung beim Thema Tagesschau
(titanic-magazin.de, Torsten Gaitzsch)
Eine Reaktion auf diesen Blogeintrag des „Tagesschau“-Chefredakteurs.