Recht auf Vergessenwerden, verärgerte Griechen, Vertrauen

1. „Chatting in secret while we’re all being watched“
(firstlook.org/theintercept, Micah Lee, englisch)
Blogger und Aktivist Micah Lee gibt eine Anleitung, wie mit „Jabber“ und „Tor“ Edward Snowden-like private Kommunikation geschützt werden kann.

2. „Vergiss mich, Google!“
(correctiv.org, Sylvia Tippmann)
Das Recherchebüro „Correctiv“ wirft gemeinsam mit dem „Guardian“ (Artikel auf Englisch) einen Blick auf die Zahlen hinter das Recht auf Vergessen „Recht auf Vergessenwerden“. Google äußere sich zu den Löschanfragen bisher sehr eingeschränkt und mit „drastischen Beispielen“, die „kontroverse Anfragen, von Kriminellen bis hin zu fragwürdig agierenden Politikern“ bebildern. Der Großteil der Anfragen würde sich aber auf „Privates und Persönliches“ beziehen.

3. „Griechen ärgern sich über deutsche Medien“
(srf.ch, Camilla Alabor)

4. „Deutschland muss für eine Prise Sex und Perversion herhalten“
(meedia.de, Alexander Becker)
Nach dem Motto „Wir zeigen die Welt, wie sie wirklich ist“ plaudert Benjamin Ruth, Herausgeber der deutschen „Vice“, im Interview. Anlass ist das zehnjährige Bestehen des Ablegers hierzulande. Dazu auch: „10 unfassbar geile und gute Geschichten, für die wir Vice dankbar sind“ (editionf.com, Nora-Vanessa Wohlert).

5. „Der fragwürdige Erfolg von Restaurant-Coach Rosin“
(ndr.de/zapp, Gita Datta, Video, 7:36 Minuten)
Für „Zapp“ hinterfragt Gita Datta das „Kabel eins“-Coaching-Format „Rosins Restaurants“: „Zahlreiche ehemalige Teilnehmer beklagen sich gegenüber Zapp über fragwürdige Methoden bei den Dreharbeiten, über erfundene Geschichten und gestellte Situationen.“

6. Trau, schau, wem!
(punktmagazin.ch, Ronnie Grob, David Fehr, Boris Gassmann)
Die goldenen 1980er und 1990er des Journalismus sind passé. In einer umfassenden Analyse gehen die Autoren der Frage nach: „Wem kann man noch trauen?“

Auch wenn ein Unternehmen die Rechnung bezahlt: Unabhängiger oder zumindest teilweise unabhängiger Journalismus ist durchaus möglich. Es kommt ganz darauf an, wie viel Freiheit den Journalisten zugestanden wird.