NonstopNews, Seymour Hersh, Instant Articles

1. „Breaking News in Delmenhorst“
(ndr.de, Video, 29:17 Minuten)
Julian verbringt sieben Tage mit Blaulicht-Reportern der TV-Agentur NonstopNews aus Delmenhorst.

2. „‚Laut einem Medienbericht‘ – wie Nonsense aus der ‚Bild‘ die Roaming-Debatte bestimmt“
(blog.lehofer.at)
Hans Peter Lehofer beschäftigt sich mit einer von anderen Medien aufgegriffenen „Bild“-Story. „Wäre es wirklich zuviel verlangt, einmal kurz eine Suchmaschine zu bedienen, um die Behauptungen der ‚Bild‘ zu überprüfen, vor allem wenn sie schon beim ersten Blick unglaubwürdig sind? Hätte nicht irgendjemand auf die Idee kommen können, sich das ‚Geheimpapier‘ einmal anzuschauen?“

3. „The media’s reaction to Seymour Hersh’s bin Laden scoop has been disgraceful“
(cjr.org, Trevor Timm, englisch)
Wie Journalisten auf das Stück „The Killing of Osama bin Laden“ von Seymour Hersh in der „London Review of Books“ reagiert haben: „This is not to say all the assertions contained in Hersh’s story are accurate. Some may turn out not to be true; I simply don’t know. But neither do any of Hersh’s critics, because, unfortunately, the flippant blog posts dismissing Hersh out of hand outnumber follow-up reporting on his stories by about 50 to one.“ Siehe dazu auch „Podcast Extra: Seymour Hersh“ (onthemedia.org, Audio, 22 Minuten, englisch).

4. „Secrets of the Brussels media machine“
(thepressproject.net, Nikos Sverkos, englisch, 2. Mai)
Nikos Sverkos schreibt über die Medien in Brüssel: „In terms of collection and distribution of news, the main players in the system are the three major European-level media outlets: the agencies Reuters and Bloomberg, and the Financial Times newspaper. Whatever this group reports, all other media outlets in Europe rush to reproduce. Thus – intentionally or not – articles published by the group are spread widely.“

5. „Bitte benutzen Sie den Lieferanteneingang“
(faz.net, Michael Hanfeld)
Michael Hanfeld kritisiert eine Kooperation von „Spiegel“ und „Bild“ mit Facebook, Instant Articles: „Facebook wird zum Verleger – mit den Inhalten anderer, die sich auch noch darüber freuen, dass sie ihre Werke kostenlos abgeben dürfen. Man muss sich das entsprechende Werbevideo von Facebook antun: Da sehen wir Journalisten mit Stockholm-Syndrom, die mit glänzenden Augen erzählen, wie schnell ihre Story bei Facebook aufpoppt. Als wäre das ein Gnadenerweis, als gäbe es außerhalb von Facebook kein Leben in der Online-Welt.“ Siehe dazu auch „könige, kaiser und lakaien“ (wirres.net, Felix Schwenzel) – in dem der Text von Hanfeld als „ein schneller, hingekotzter aufregertext“ beschrieben wird.

6. „Funkstille für Rundfunkjournalisten!“
(prinzessinnenreporter.de, Elke Wittich)
Printjournalistin Elke Wittich erzählt von Erfahrungen, die sie mit Hörfunkjournalisten gemacht hat: „Guten Tag, ich bin Frau Dingens vom wichtigen Rundfunksender Sowieso und ich habe mit großer Begeisterung Ihren Artikel gelesen. Ach so, nein, ich möchte Sie nicht interviewen, ich mache selber einen Beitrag zum Thema, könnten Sie so nett sein und mir die Kontaktdaten derjenigen geben, mit denen Sie gesprochen haben, danke. Nein, jetzt, können Sie nicht später Ihre Deadline einhalten/in Urlaub fahren/wasimmer, es ist wirklich dringend? Und super wäre es, wenn Sie mir eben sagen, welche Aspekte Sie für besonders wichtig halten, vielleicht so als kurze Gliederung.“