Thomas Schaaf, Wait But Why, Malawi

1. „Verifizieren – die journalistische Schlüsselqualifikation“
(get.torial.com, Bernd Oswald)
Bernd Oswald stellt Sessions vor, die sich an der re:publica mit dem Verifizieren von Inhalten befasst haben: „In Zeiten, wo die Gier nach schnellen Informationshäppchen und Aktualisierungen stetig steigt, ist eine saubere Verifizierung um so wichtiger.“

2. „Millionen Klicks – mit 3 Mitarbeitern und 100 Artikeln: Wie Wait But Why den Online-Journalismus neu erfindet“
(t3n.de, Martin Weigert)
Martin Weigert stellt die Website „Wait But Why“ vor: „Tim Urban publiziert immer dann einen Artikel, wenn er einen fertig hat. Und da viele der Stücke viele tausend Worte umfassen (der Text über Elon Musk liegt bei rund 6.500), können mitunter mehrere Wochen vergehen, bis Leser einen neuen Beitrag bei WBW finden.“

3. „Frischer Wind von unten“
(journafrica.de, Deogracias Kalima)
Vier Journalisten in Malawi gründen eine private Nachrichtenagentur: „Chefredakteur Paul Akomenji schwört, dass LINA politische Einflussnahme als Folge finanzieller Zuwendungen nicht in Kauf nehmen werde – eine Andeutung dafür, dass es solche Zuwendungen sind, die freie und lebendige Medien vernichten. ‚Ehe wir uns von Politikern unterstützen lassen, schließen wir lieber‘, sagt Akomenji nachdrücklich. Stattdessen wollen sie unabhängige Organisationen um Unterstützung zu bitten: Botschaften, internationale Organisationen und die Geschäftswelt zum Beispiel, nicht aber Politiker.“

4. „‚Wir brauchen eine öffentlich-rechtliche Suchmaschine'“
(telemedicus.info, Fabian Rack)
NDR-Verwaltungsratsmitglied Dagmar Gräfin Kerssenbrock fordert eine öffentlich-rechtliche Suchmaschine: „Eine öffentlich-rechtliche Suchmaschine müsste eine vergleichbare Nutzenfunktion haben wie Google, jedoch bereinigt um den Einfluss verschiedenster Interessengruppen auf das Suchergebnis. (…) Wir brauchen eine öffentlich-rechtliche Suchmaschine, die ausschließlich eine dienende Funktion für eine informierte Gesellschaft im wachsenden digitalen Datenberg hat, ohne wirtschaftliche Interessen verfolgen zu müssen.“

5. „Schluss mit muffig“
(11freunde.de, Dirk Gieselmann)
Die Medien werfen Thomas Schaaf vor, er habe Probleme, mit seiner Mannschaft zu kommunizieren: „Die Spekulationen haben Thomas Schaaf in eine Lage versetzt, aus der er sich naturgemäß kaum wird befreien können. Wir sehen eine sich selbst erfüllende Prophezeiung: Schaafs Hang zur Einsilbigkeit wird zu seinen Ungunsten ausgelegt, und das soll er, der ja tatsächlich ungern mehr sagt als unbedingt nötig, nun bitteschön wortreich entkräften. (…) Er wird öffentlich einer Prüfung unterzogen, ob er als leitender Angestellter den Ansprüchen an eine modernen Unternehmenskommunikation genügt. Beherrscht er den Jargon angenehm sedierender Pressemitteilungen? Kann er professionell dementieren?“

6. „I had (the privilege) to give a couple of interviews to media journalists these last days and keep wondering“
(facebook.com, Wolfgang Blau, englisch)