Johannes Kram, Tages-Anzeiger, Stefanie

1. „Hauptsache, die Story knallt“
(tagesspiegel.de, Patrick Wildermann)
Patrick Wildermann stellt Johannes Kram vor, Autor des Theaterstücks „Seite Eins“: „‚Seite Eins‘ legt vielmehr ein System der multiplen Verflechtungen offen, an dem auch die Leser oder Zuschauer mit ihrer Lust am Untergang anderer beteiligt sind. ‚Wenn man sich die Fernsehboulevard-Magazine anschaut, Wahnsinn, was für ein Verkehrsunfall-Porno da stattfindet‘, findet Kram, ‚und das sind öffentlich-rechtliche Sender‘.“

2. „‚Es ist einfacher, irgendeine Indiskretion über Parteifreunde in den Medien zu platzieren als ein politisches Konzept'“
(zeit.de, Christopher Lauer)
Christopher Lauer schreibt über die Skandalisierungsprozesse zwischen Politikern und Journalisten: „Große öffentliche Debatten werden vielleicht über das Internet beschleunigt, aber noch immer von den klassischen Medien bestimmt. Es ist also an Journalisten, so banal und naiv das jetzt klingt, sich zu entscheiden, worüber sie wie berichten wollen.“ Siehe dazu auch „‚Diese Spirale wird nicht nur von den Bürgern gedreht'“ (tagesanzeiger.ch, Philipp Loser).

3. „Keine Motivation mehr für den Tagi“
(edito.ch, Philipp Cueni und Bettina Büsser)
Bruno Schletti, Ex-Wirtschaftsredakteur beim „Tages-Anzeiger“, redet über die Auswirkungen von Sparmaßnahmen bei Tamedia: „Kaum eine Morgensitzung beginnt mit der Frage: Was sind die relevanten Geschichten? Man schlägt die naheliegenden Themen vor, die sich innerhalb nützlicher Frist realisieren lassen – letztlich eine Überlebensfrage, da das Unternehmen Überstunden nicht zu zahlen gewillt ist. Honoriert wird nicht Qualität oder Engagement. Entscheidend ist am Ende des Tages, dass das Blatt voll ist. Es gibt also kein inhaltliches Teamdenken, kaum inhaltliche Diskussionen, auch werden Beiträge nicht wie früher von der Redaktion begleitet und nicht mehr gegengelesen. Die journalistische Qualität geht an allen Ecken und Enden vor die Hunde.“

4. „‚Es mangelt in erster Linie an der Erfahrung'“
(persoenlich.com, Edith Hollenstein)
Res Strehle, Chefredakteur des „Tages-Anzeigers“, gibt Auskunft, warum Führungspositionen trotz ausdrücklich formulierten Absichten nicht mit Frauen besetzt wurden.

5. „Das Glaubwürdigkeitsproblem der YouTube-Prominenz“
(buggisch.wordpress.com)
Wenn es um Werbung geht, „verwendet der YouTube-Kumpel von nebenan aber exakt dieselben Methoden wie der börsennotierte Medienkonzern“, bemängelt Christian Buggisch: „Dabei wäre die Sache ganz einfach: ‚Für dieses Video habe ich Geld von der Techniker Krankenkasse bekommen.‘ Ein solcher Satz vom YouTuber im Video gesprochen (und nicht nur klein ein- und ausgeblendet) sowie in der Videobeschreibung vermerkt, und ich wäre zufrieden.“

6. „Ich bin Stefanie“
(ichbinstefanie.ch)