Totalablehner, Emma, Olaf Latzel

1. „Im Netz der Wutbürger und Verschwörungstheoretiker“
(faz.net, Markus Linden)
Markus Linden analysiert die sich im Internet formierende „weitgehend anonyme, über alternative Medien informierte Bewegung der Totalablehner“.

2. „Gegenlesen? Nicht mit uns“
(kontextwochenzeitung.de, Susanne Stiefel)
Viele junge Journalisten wissen nicht mehr, dass die Autorisierung von Interviews ein journalistisches Entgegenkommen und kein Muss sei, bemerkt Susanne Stiefel. „Alle reden derzeit von Pressefreiheit, die es gegen islamistische Amokläufer zu verteidigen gilt. Keine Widerrede. Dringend notwendig wäre es jedoch auch, diese tapfer verteidigte Freiheit den vielen Pressestellen von Unternehmen, Politikern und Universitäten ins Gedächtnis zu rufen, deren Job es ist, ihre Auftraggeber in den schönsten Farben schillern zu lassen oder zu verkaufen.“

3. „Ach Bild :( Die bösen Griechen-Milliardäre zahlen keine Steuern für ihre Schiffe?“
(diewunderbareweltderwirtschaft.de, Dieter Meyeer)
Dieter Meyeer schreibt über den Bild.de-Artikel „Warum zahlen superreiche Griechen keine Steuern?“ und fragt, warum darin nicht im Ansatz belegt werde, „dass die namentlich genannten und an den Pranger gestellten Milliardäre wirklich keine Steuern zahlen. Kennt die Bild deren Steuererklärung?“

4. „Chefredaktoren auf dem Schleudersitz“
(nzz.ch, Thomas Maissen)
Es war zu lesen, Markus Spillmann habe als erster Chefredaktor in der Geschichte der NZZ zurücktreten müssen. Das ist nicht so, wie Historiker Thomas Maissen mit einem Blick zurück auf das 19. Jahrhundert klar macht.

5. „Kein Hassprediger, ein Don Quijote“
(boess.welt.de)
Gideon Böss hört eine Predigt des evangelischen Pastors Olaf Latzel, der in den Medien als „Hassprediger“ bezeichnet wird. Und urteilt: „Es bleibt ein Geheimnis, wo der Pastor Hass gegen andere schürt. Diese Predigt ist vielmehr der Versuch eines frommen Christen, die Werte seiner Religion gegen die Moderne zu verteidigen, deren ‚alle Meinungen sind gleich viel wert‘-Toleranz für ihn Neuheidentum ist und dem er eine kompromisslose ‚Jesus, sonst nichts‘-Parole entgegenhält. (…) Das Christentum ist eben in Gottesfragen nicht tolerant und Jesus hat nicht gepredigt, ’soll doch jeder glauben, was er will‘. Latzel macht nichts weiter, als daran zu erinnern.“

6. „Meine Mudda gehört zu Deutschland“
(taz.de, Deniz Yücel)
Deniz Yücel antwortet auf eine E-Mail der Zeitschrift „Emma“, die in Erfahrung bringen will, welche Rolle „MuslimInnen in Deutschland“ jetzt spielen sollen „bei dem Schulterschluss von DemokratInnen aller Provenienzen gegen den Islamismus in Deutschland und die Terrorismusgefahr“.