James Foley, Bernd Lucke, Prostatakrebs

1. „Die Würde stirbt zuerst“
(journalist.de, Carsten Stormer)
Der von der IS ermordete James Foley war mit Carsten Stormer befreundet. Stromer schreibt über den Umgang mit den Bildern der Exekution: „Wir sollten dem Drang widerstehen, einem Hilflosen, dem Kriminelle das Messer an die Kehle setzen, beim Sterben zuzusehen. Nur so geben wir dem Opfer jene Würde zurück, die ihm Fanatiker rauben wollen. Es braucht nicht viel Fantasie, um zu verstehen, dass Jim Foley, Steven Sotloff und David Haines einen grauenvollen Tod gestorben sind. Die Hinrichtungen sind ein Attentat auf alle, die an Freiheit und Demokratie glauben und diese Gewaltideologie ablehnen. Deshalb gilt es, Respekt vor den Opfern und ihren Familien zu zeigen – und vor sich selbst. Aus dem gleichen Grund würden wir uns keine Vergewaltigung ansehen, sie nicht als News verkaufen.“

2. „‚Österreichs‘ falsches Terror-Testimonial“
(kobuk.at, Thomas Hoisl)
„Österreich“ zeigt ein Bild auf der Titelseite, auf dem „Sabina (15)“ abgebildet sein soll – tatsächlich ist das Foto von einem Reuters-Fotografen und zeigt „eine syrische Rebellin namens Umm Dschafar. Diese kämpfte damals für eine weibliche Brigade der Freien Syrischen Armee, also in Wahrheit für die Gegner des IS.“

3. „Sex mit vielen Frauen schützt vor Prostatakrebs“
(stimmthaltnicht.de)
„Sex mit vielen Frauen schützt vor Prostatakrebs“, ist auf Augsburger-allgemeine.de zu lesen. Stimmthaltnicht.de dagegen hält fest: „Die mediale Berichterstattung über diese Studienergebnisse erweckt (…) zum Teil den Anschein, dass es zwischen der Anzahl der Sexualpartnerinnen und einer Prostatakrebserkrankung einen Ursachen-Wirkung-Zusammenhang gibt. Diesen Schluss lässt die Studienform jedoch nicht zu.“

4. „Warum das ‚Westfalen-Blatt‘ ein Interview auch ohne alle Antworten veröffentlicht“
(newsroom.de, Bülend Ürük)
Das „Westfalen-Blatt“ veröffentlicht ein Interview mit Bernd Lucke, das von diesem nur teilweise autorisiert wird. Redaktionsleiter Ulrich Windolph gibt Auskunft: „Das verschriftete Interview lag Professor Lucke dann sehr früh am Freitag vor. Trotz mehrfacher Rückfragen unsererseits über den Tag sah sich Herr Lucke aber nicht in der Lage, das komplette Interview freizugeben. So blieb der gesamte Fragenkomplex zum Thema Rechtspoulismus unautorisiert. (…) Es gab diesbezüglich auch keine Kritik von Herrn Lucke, sondern lediglich den wiederholten Hinweis, dass er sich mit Blick auf anderweitige terminliche Verpflichtungen und Sitzungen nicht imstande sähe, seine Antworten zum Thema Rechtspopulismus freizugeben.“

5. „Versteckte Recherche“
(sueddeutsche.de, Matthias Kolb)
US-Investigativreporter befassen sich mit dem Thema Verschlüsselung: „Wer als Journalist einen PGP-Schlüssel hat, sollte diesen auf Twitter und auf seiner Website zeigen, rät Angwin, um zu signalisieren, dass eine sichere Kontaktaufnahme möglich sei.“

6. „Medien: Fortgesetzter Kindesmissbrauch“
(politplatschquatsch.com)
Ein Foto eines Mädchens mit roter Jacke und blauer Baseballmütze, das auf eine Hochhaussiedlung blickt: „Seit Jahren schon muss das kleine Mädchen immer ran, wenn es um Armut, Kinder, Kinderarmut oder Hartz-4 oder Bildungsdefizite geht.“