Hinrichtungsbilder, Syrien, Klicks

1. „Wie Bilder inszeniert werden“
(deutschlandradiokultur.de, Stefan Maas)
Fernsehbilder als Kompromiss zwischen Politikern und Journalisten.

2. „Bitte nicht wieder Exekutionsbilder!“
(journal21.ch, Peter Studer)
Peter Studer erinnert sich, wie er im Schweizer Fernsehen Hinrichtungsbilder veröffentlicht hatte, und zu was das geführt hatte: „Man sah, wenn ich mich recht erinnere, das Stammesgericht über einen angeblichen Ehebrecher, dem zuguterletzt der Hals aufgeschlitzt wurde. Zwei, drei Sekunden davon samt Blutstrahl zeigte unser Sender. Kurz darauf gab es eine wahre Flut von Hinrichtungsbildern der Dschihad-Kämpfer im arabischen Raum: Kniendes Opfer, zum Beispiel eine britische Sozialarbeiterin oder ein gefangener amerikanischer Soldat, Exekution mit dem Schwert, am Boden rollender Kopf. Immer dieselbe Quelle: Der Jihad selber. Er wollte damit ein Allmachtgefühl seines Zugriffs, Schrecken bei den Gegnern erzeugen.“

3. „Journalisten in Syrien leben gefährlich, aber wir brauchen sie!“
(blog.amnesty.de, Geoffrey Mock)
Viele Nachrichtenagenturen und Medieneinrichtungen ziehen ihre Reporter aus Syrien zurück, „und diejenigen, die bleiben, sind auf ihren Reisen extrem vorsichtig“, berichtet Geoffrey Mock: „Wenn Reporter wie James Foley ihre Arbeit nicht machen können, verbreiten sich schnell wieder stereotype Einstellungen und Vorurteile über Gesellschaften, über die wir nichts wissen. Die Kommentare und Analysen bleiben dann denjenigen überlassen, die die Situation nur aus zweiter Hand kennen.“

4. „The New Editors of the Internet“
(theatlantic.com, Dan Gillmor, englisch)
Dan Gillmor fragt, nach welchen Grundsätzen Medienplattformen Inhalte entfernen: „What actual policies are at work? Are the policies being applied consistently? If it’s appropriate to take down these videos and pictures, why not the images of so many others who’ve been the victims of ISIS and other criminals?“

5. „News Feed FYI: Click-baiting“
(newsroom.fb.com, Khalid El-Arini und Joyce Tang, englisch)
Facebook reagiert mit zwei Updates auf klick-ködernde Schlagzeilen: „If people click on an article and spend time reading it, it suggests they clicked through to something valuable. If they click through to a link and then come straight back to Facebook, it suggests that they didn’t find something that they wanted. With this update we will start taking into account whether people tend to spend time away from Facebook after clicking a link, or whether they tend to come straight back to News Feed when we rank stories with links in them.“

6. „Der Wolfgang-Büchner-Preis 2014 geht an den Branchendienst meedia.de“
(blog.borrowfield.de, twschneider)