Filterblasen, Allan Nairn, Tatort

1. „Statistik: Wo verkauft sich Bild am besten – wo am schlechtesten?“
(meedia.de, Jens Schröder)
Am besten verkauft sich „Bild“ nach einer „Meedia“-Auswertung in den Städten Halle, Frankfurt und Neumünster sowie in den Landkreisen Stormarn, Leipzig und Pinneberg. Am schlechtesten in den Städten Berlin, Bonn und Köln sowie in den Landkreisen Märkisch-Oderland, Tübingen und Oberhavel.

2. „‚Dieses Recht ist völlig verrückt'“
(nzz.ch, Stefan Betschon)
Bezüglich des durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) geschaffenen Rechts auf Vergessenwerden hat Google bisher „mehr als 91 000 Anträge auf die Entfernung von insgesamt 328 000 Verweisen auf Web-Seiten (URL) erhalten. Am meisten Anträge kamen aus Frankreich (17,500 Anträge mit 58,000 URL), Deutschland (16,500, 57,000 URLs) und Grossbritannien (12,000, 44,000). Mit Bezug auf die URL wurden mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Löschanträge ausgeführt, die entsprechenden Suchanfragen führen nun bei Google ins Leere.“ Siehe dazu auch „Wikipedia link to be hidden in Google under ‚right to be forgotten‘ law“ (theguardian.com, Juliette Garside, englisch).

3. „Israel, Gaza, Krieg & Daten – Die Kunst, Propaganda zu personalisieren“
(de.globalvoicesonline.org, Gilad Lotan)
Eine Übersetzung des Texts „Israel, Gaza, War & Data“ (medium.com, englisch), in dem Gilad Lotan über Propaganda und Filterblasen schreibt.

4. „Spy Agency Stole Scoop From Media Outlet And Handed It To The AP“
(huffingtonpost.com, Ryan Grim, englisch)
Die Exklusivität der Story „Barack Obama’s Secret Terrorist-Tracking System, by the Numbers“ (firstlook.org/theintercept) wird von der US-Regierung hintertrieben. „The government’s decision to spoil a story on the topic of national security is especially unusual, given that it has a significant interest in earning the trust of national security reporters so that it can make its case that certain information should remain private.“

5. „Dürfen wir vorstellen: der Journalist, der Kriegsverbrecher vernichtet“
(vice.com, Max Metzger, englisch)
Max Metzger spricht mit Investigativjournalist Allan Nairn: „Oftmals besteht die Ironie darin, dass die Leute, die Nairn anprangert, ihn nicht töten oder foltern können, denn er ist US-Staatsbürger—das würde die amerikanische Förderung und Unterstützung gefährden.“

6. „‚Eine Leiche ist ausreichend'“
(sz-magazin.sueddeutsche.de, Susanne Schneider und Alexandros Stefanidis)
Ein Interview mit fünf „Tatort“-Kommissaren. Klaus J. Behrendt: „Wenn wir die Polizeiarbeit eins zu eins abbilden müssten, würden wir von den 90 Filmminuten etwa 70 oder 80 im Büro verbringen, in den Computer glotzen oder Akten lesen.“