Josef Joffe, Antisemiten, Gaza

1. „Zeitungen oder Quelle – Dinos sterben langsam“
(rolandtichy.de)
Roland Tichy, noch Chefredakteur der „Wirtschaftswoche“, versucht im Urlaub deutschsprachige Zeitungen digital zu erwerben.

2. „Einstweilige Verfügung gegen “Die Anstalt”: Zeit-Journalisten wehren sich gegen ZDF-Satire“
(meedia.de, Julia Wadhawan)
Im Streit um eine ZDF-Satire melden sich „Zeit“-Journalisten zu Wort. Josef Joffe: „Betonen möchte ich: Um Satire oder Meinungsfreiheit ging es in dem Antrag auf einstweilige Verfügung nicht. Satire darf vieles, solange sie weder Fakten, noch Persönlichkeitsrechte verletzt. Meinungsfreiheit darf alles, was das Grundgesetz erlaubt. Das muss so bleiben; daran dürfen Journalisten als letzte rütteln.“

3. „Why the Sun’s ‚boy with the devil mark‘ front page should make you uneasy“
(newstatesman.com, englisch)
Die „Sun“-Schlagzeile „Boy, 4, has mark of devil“.

4. „Glauben Sie das?“
(sueddeutsche.de, Johannes Boie und Tim Neshitov)
Der Propagandakrieg wird komplizierter, es gibt nicht nur Fälschungen, sondern auch Fälschungen von Fälschungen: „Und je länger ein Krieg andauert, desto mehr steigt bei Aktivisten die Bereitschaft, jeder Desinformation zu glauben, die das eigene Feindbild bestätigt.“

5. „Auch Linke können Juden hassen“
(tagesanzeiger.ch, Thomas Meyer)
Ist Antisemitismus eine Angelegenheit „rechtsextremer Kreise“? Thomas Meyer widerspricht: „Der linke Antisemit ist sich nicht bewusst, dass er ein Antisemit ist. Er hält sich für einen guten, vernünftigen, fairen und einfühlsamen Menschen. Er vergleicht morgens in der Zeitung die Opferzahlen und glaubt dann, den Nahostkonflikt in dessen Komplexität erfasst zu haben und ein moralisches Urteil darüber fällen zu können.“

6. „Eine ganz normale Nacht in Gaza Stadt“
(martin-lejeune.tumblr.com)
Martin Lejeune berichtet aus Gaza: „Während ich diese Zeilen schreibe, um mich zu beruhigen, bin ich nicht im al-Deira Beach Hotel am Strand von Gaza, in dem die ausländischen Korrespondenten Schutz suchen. Ich bin im Wohnhaus einer muslimischen Familie im Zentrum von Gaza Stadt. Ich höre, wie in den Nachbarwohnungen unseres Hauses kleine Babys ohne Unterbrechung schreien, verängstigte Kinder in den Armen ihrer Mütter weinen, die Erwachsenen fluchen.“ Siehe dazu auch diesen, aktuellen Beitrag.