EuGH, Gabriele Pauli, Homosexuelle

1. „Über die Kraft einer positiven Sogwirkung und wie verfrühte Kritik sie verhindert“
(netzwertig.com, Martin Weigert)
Martin Weigert beobachtet, wie unterschiedlich neue Projekte in Schweden und in Deutschland aufgenommen werden: „Für Deutsche ist ein frühzeitiges Diskutieren aller Vor- und Nachteile ein Muss. Wird ein neues, herausforderndes Vorhaben angeschoben, dann müssen sich die Initiatoren darauf einstellen, dass selbst womöglich vorhandene ehrenwerte Ziele und ein eventuelles allgemeines öffentliches Interesse an der Verwirklichung nicht vor ausgedehnten, mit negativer Tonalität untermalten Analysen schützen.“ Siehe dazu auch „kritik-kritiker kritik“ (wirres.net, felix schwenzel).

2. „Zensur bei der taz?“
(blogs.taz.de/hausblog, tazkommune)
Die „tazkommune“ antwortet auf den Beitrag „Warum ich nicht mehr für die TAZ schreibe“ von Schriftsteller Raul Zelik: „Die allgemeinen Vorwürfe von Zelik gegen die taz können wir nicht nachvollziehen. Wir verstehen bereits nicht, wie man die Ablehnung eines Textes durch eine Redaktion als ‚Zensur‘ bezeichnen kann.“

3. „Bild darf Ex-Landrätin Pauli nicht als ‚durchgeknallte Frau‘ bezeichnen“
(juraforum.de)
Ein Rechtsstreit zwischen „Bild“ und Gabriele Pauli vor dem Oberlandesgericht München behandelt einen Text von Franz Josef Wagner.

4. „EU Wants a ‚Right to Be Forgotten,‘ But the Internet Never Forgets“
(mashable.com, Lance Ulanoff, englisch)
Lance Ulanoff kommentiert ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), das Suchmaschinen dazu verpflichtet, personenbezogene Daten von Privatpersonen auf Anfrage aus ihren Ergebnissen zu streichen: „You’ve got it all wrong, EU. I say this not as someone who enjoys a level of popularity on the web, but as a regular person who managed to anger a powerful few (at least online).“ Siehe dazu auch „Wer gegen Netzsperren ist, muss auch das EuGH-Urteil zu Löschpflichten von Google ablehnen“ (internet-law.de, Thomas Stadler) und „EuGH: Suchmaschinen und Datenschutz“ (telemedicus.info, Adrian Schneider).

5. „10 Tipps auf dem Weg zur Normalität“
(journalist.de, Jennifer Stange)
Jennifer Stange gibt Tipps, wie man beim Schreiben über Homosexuelle „jenseits von übereuphorischen Riesenschlagzeilen, Klischees und peinlicher Verschwiegenheit die Dinge beim Namen nennt“.

6. „Wie man eine Geschichte schnell erhitzt“
(faz.net, Michael Hanfeld)
Als PR-Mann von McDonald’s, wie ihn den „Spiegel“ darstellt, tauge Günter Wallraff nicht, schreibt Michael Hanfeld: „Günter Wallraff ist nämlich nicht nur Enthüllungsjournalist, sondern auch so etwas wie ein Mediator: Er verfolgt Geschichten weiter, selbst wenn sie keine Schlagzeilen mehr machen, und schaltet sich in Fällen ein, die nicht groß genug für eine Story sind. Nur zum PR-Mann von McDonald’s, als der er im ‚Spiegel‘ mehr oder weniger erscheint, taugt er nicht.“