Team Wallraff, Roboterjournalismus, Siezen

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Eine Ente geht um die Welt: Medien lassen Schumacher aufwachen“
(meedia.de, Marvin Schade)
Verschiedene Medien melden, Michael Schumacher sei aus dem Koma erwacht: „Die Suche nach der Quelle der Falschmeldung bleibt bisher erfolglos.“

2. „‚Die Personifizierung des Roboterjournalisten ist absurd'“
(barnabyskinner.com)
Cord Dreyer erklärt in einem Interview, weshalb er nur wenig hält vom Wort „Roboterjournalismus“: „Die grossen journalistischen Leistungen, die Reportage, einen politischen Zusammenhang erklären, Menschen kennen lernen – das kann eine Maschine in absehbarer Zeit nicht leisten. Was sie kann, ist Routinearbeiten übernehmen.“

3. „Die Glaubwürdigkeit der Medien steht auf dem Spiel“
(salzburg.com, Manfred Perterer)
„Fast alles Geld fließt direkt an die großen Wiener Boulevard- und Gratisblätter. Regionalzeitungen werden mit Brosamen abgespeist“, schreibt Manfred Perterer über die Inserate-Vergabe „von öffentlichen und halböffentlichen Stellen“ in Österreich, „mit denen eine wohlwollende Berichterstattung erkauft werden soll“.

4. „‚Jeder macht mal Fehler – aber bei uns Journalisten stehen sie gleich in der Zeitung'“
(hogn.de, Helmut Weigerstorfer)
Helmut Weigerstorfer befragt Lokaljournalist Jörg Homering-Elsner, der die Facebook-Seite „Perlen des Lokaljournalismus“ ins Leben gerufen hat.

5. „Dann bleiben wir doch lieber per Sie“
(medienwoche.ch, Antonio Fumagalli)
Sollen sich Politikjournalisten und Parlamentarier duzen oder siezen? Antonio Fumagalli versucht, „zumindest in der Grussform eine Abgrenzung aufrechtzuhalten. Die Parlamentarier sind nicht unsere Feinde. Sie sind aber auch nicht unsere Freunde – obschon einem gewisse Parlamentarier selbstverständlich sympathischer sind als andere.“

6. „Team Wallraff – Reporter undercover – Folge 1“
(rtl-now.rtl.de, Video, 50:05 Minuten)
Siehe dazu auch „Das darf nicht sein, das darf nicht sein“ (spiegel.de, Stefan Kuzmany).