Ebola, MH370, Staatsferne

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Ebola löst Panik-Epidemie in Redaktionen aus“
(udostiehl.wordpress.com)
Wie Medien mit einem Verdachtsfall einer Ebola-Infektion in Kanada umgehen. Siehe dazu auch „Entwarnung in Kanada: Erkrankter hatte kein Ebola“ (tagesschau.de).

2. „Kämpfen Konzerne mit unsauberen Mitteln um jugendliche Kunden?“
(mediathek.daserste.de, Video, 6:06 Minuten)
„Report Mainz“ recherchiert am Beispiel von Y-Titty zur gebotenen Trennung zwischen redaktionellen und werblichen Inhalten bei YouTube-Videos.

3. „Flight MH370: the relatives should have been told the worst in private“
(theguardian.com, Joanna Moorhead, englisch)
Die Hinterbliebenen der Passagiere des nun von den Behörden als abgestürzt deklarierten Flugs MH370. „As the 10 O’Clock News beamed all this into my sitting room last night, there was only one thought in my mind: we shouldn’t be seeing this. No reporter, no camera, no prying eyes, no public should have been allowed into the room through which the grieving relatives, who had just been told the Malaysian plane has definitely been lost with no survivors, had to walk.“

4. „Kapitulation des Gerichts vor der Politik“
(berliner-zeitung.de, Christian Bommarius)
Christian Bommarius kommentiert das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum ZDF-Staatsvertrag: „Natürlich, wer es als Erfolg betrachtet, wenn ein Vier-Zentner-Mann nach mehrmonatiger Diät zwei Pfund verliert, wer dem Alkoholiker gratuliert, dem es endlich gelingt, von dem Kasten Bier, den er gewöhnlich an jedem Tage zu trinken pflegt, einmal in der Woche eine Flasche ungeleert zu lassen, der wird auch das 14. Rundfunkurteil des Bundesverfassungsgerichts als Meilenstein auf dem Weg zur verfassungsrechtlich verlangten Staatsferne des Senders beklatschen.“ Siehe dazu auch „Triumph des Staatsfunks“ (cicero.de, Alexander Kissler).

5. „Alters-Schwäche“
(theeuropean.de, Thore Barfuss)
Der Graben im Journalismus verlaufe nicht so sehr zwischen Online und Print als zwischen jüngeren und älteren Journalisten: „Aus Sicht der alten Hasen gehört Plöchinger mit seinen 37 Jahren einfach noch zu den jungen Hüpfern.“ Siehe dazu auch „Hoodie-Journalisten rudern lachend die Galeeren“ (jensrehlaender.tumblr.com) und „Es war Sonntag. Und es regnete“ (medium.com, Simon Hurtz).

6. „Ein halbes Jahrhundert lang Doktorand“
(zeit.de, Hans-Dieter Eberhard)