Ines Pohl, Bürgerkinder, Westfalenpost

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Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Der Ekel schaltet Gehirnzellen aus“
(blog.alvar-freude.de)
„Taz“-Chefredakteurin Ines Pohl schreibt in einem Beitrag für den Deutschlandfunk, dass im vergangenen Jahr „250.000 Deutsche rund 20 Milliarden Euro für Bilder und Filme mit nackten Kindern ausgegeben“ hätten. „Das bedeutet: durchschnittlich 80.000 Euro, achtzigtausend Euro pro Konsument. Der Ekel hat bei Ines Pohl offensichtlich alle Gehirnzellen abgeschaltet.“

2. „Wie klingt eigentlich eine Zeitung?“
(jawl.net, Christian Fischer)
Auf der Website So-klingt-die-wp.de sucht die „Westfalenpost“ ein Soundlogo: „In den AGB, die liest ja eh keiner, versteckt man dann, dass der Gewinner für diese tausend Euro sämtliche Rechte an dem von ihm komponierten Logo abtritt. Die Mitmach-Aktion-Veranstalter dürfen das Soundlogo wo und wann auch immer sie wollen abspielen, sie dürfen es weiter bearbeiten, sie dürfen es sogar weitergeben und sie sind auf immer und ewig die einzigen die das alles dürfen. Schicke Sache, so für tausend Euro. Glaubt mir: das ist ziemlich günstig.“

3. „Piraten dementieren Bombergate“
(taz.de, Sebastian Heiser)
Die Bundespressesprecherin der Piratenpartei sendet der „taz“ per E-Mail einen „Korrekturhinweis“, doch diese will von ihrer bisherigen Berichterstattung nicht abrücken. „Wenn Anne Helm den Prozess gegen den Berliner Kurier und die taz gewinnt, ist das Verfahren für sie kostenlos und sie kann zudem Schmerzensgeld wegen der Falschberichterstattung einfordern.“

4. „Die Lanz-Stromberg-Filter-Bubble“
(blog-cj.de, Christian Jakubetz)
Gelangweilt liest Christian Jakubetz den x-ten Verriss der ZDF-Show „Wetten, dass..?“. „Der SZ/SpOn-Leser will bestätigt wissen, wie recht er hatte, die Sendung nicht zu schauen und den Lanz doof zu finden. Wenn es also eine Art Lanz-Filter-Bubble gibt, dann tun SZ und ‚Spiegel‘ gerade alles dafür, dass diese Blase ja nicht platzt.“

5. „Seitdem bewegt sich niemand mehr“
(perlentaucher.de, Anja Seeliger)
„Die teilweise erstickende Uniformität und Leere im deutschen Kulturbetrieb ist genau den Bürgerkindern geschuldet, die sich jetzt die Stellen und öffentlichen Gelder teilen“, schreibt Anja Seeliger zur Personalsituation (auch) in den Feuilletons. „Frank Schirrmacher wurde mit 35 Jahren Herausgeber der FAZ und damit unkündbar. Das ist zwanzig Jahre her, gut möglich, dass noch zwanzig dazukommen. Thomas Steinfeld leitet seit 1997 als Chefredakteur erst das Literaturressort der FAZ und dann das Feuilleton der SZ. Das sind 17 Jahre. Wer jetzt noch mit einem festen Vertrag in einer Zeitungsredaktion sitzt, wird dort, wenn es irgend geht, bis zur Pensionierung ausharren. Wie kann in solchen Verhältnissen Durchlässigkeit entstehen?“

6. „Jimmy Kimmel Reveals ‚Epic #SochiFail: Wolf in My Hall‘ Prank“
(youtube.com, Video, 8:05 Minuten)