Abenteuer Wege, Kundendaten, Oradour

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Die dumpfe Seite des BILD-Journalismus – Primitive Berichterstattung über ein NS-Verfahren ohne rechtsstaatliches Augenmaß“
(strafblog.de, Rainer Pohlen)
Rainer Pohlen vertritt einen 88-Jährigen, dem „die Beteiligung am Massaker von Oradour vorgeworfen wird“. „‚Trotz der Anklage geht der Scherge seinem geregelten Alltag nach‘, heißt es in dem BILD-Beitrag, und weil das offensichtlich von besonderem Interesse für die Öffentlichkeit ist, wird dann genüsslich aufgezählt, welche Lebensmittel der alte Mann im Supermarkt für 23,03 Euro eingekauft hat. Haben die noch alle Tassen im Schrank, frage ich mich da. Was hat das mit dem Tatvorwurf zu tun? Wir schauen doch auch nicht in den Kühlschrank irgendwelcher Bildzeitungsfuzzies.“ Siehe dazu auch den Beitrag „Riesiges Medieninteresse an Oradour-Verfahren – Abmahnung an BILD geschickt“.

2. „Datenleck legt Kundendaten von ‚Kurier‘ und ‚Krone‘ offen“
(derstandard.at, Markus Sulzbacher)
Software-Entwickler Roman Ranzmaier stösst auf ungeschütze Kundendaten, siehe dazu den Beitrag „Hundertausende Kundendaten von Krone und Kurier ungeschützt im Netz verfügbar“ (ranzmaier.at).

3. „Urlaubswelt ohne Sponsor“
(dradiowissen.de, Nail Al Saidi, Audio, 7 Minuten)
Das Reisemagazin „Abenteuer Wege“ profiliert sich mit unabhängigen Reisejournalismus.

4. „Der Dschungelcamp-Effekt. Oder warum Journalisten Angst vorm Bloggen haben“
(lousypennies.de, Karsten Lohmeyer)
Bloggen als Journalist berge auch die Möglichkeit der Selbstentblößung, schreibt Karsten Lohmeyer: „Ich enthülle plötzlich, dass meine angeblich so gute Schreibe der letzten Jahre der Arbeit eines guten Textchefs zu verdanken ist. Und dass ich es schaffe, orthografisch und grammatikalisch fehlerfreie Texte zu schreiben, nur der Arbeit von Schlussredakteuren, den leider viel zu wenig gewürdigten Textrettern unserer Branche, zu verdanken ist.“

5. „‚Ein fester Job wäre ein Ausschlusskriterium'“
(sueddeutsche.de, Matthias Kohlmaier)
Micky Beisenherz, einer der Autoren der heute startenden RTL-Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, im Interview: „Ich halte die Teilnehmer auch nicht für Opfer, wie das immer wieder zu lesen ist. Die wissen alle, was sie tun und werden ziemlich ordentlich dafür bezahlt.“

6. „Super-Symbolfoto (100)“
(stefan-niggemeier.de)