Ukraine, Obama, Jacques Pilet

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Schweigen statt Schreiben“
(tagesspiegel.de, Paul Flückiger)
Paul Flückiger schreibt über die Situation der Medien in der Ukraine.

2. „Die Viralbranche hat die Online-Medienlandschaft verändert“
(netzwertig.com, Martin Weigert)
Martin Weigert zählt einige grundsätzliche Gemeinsamkeiten in den „Erfolgsrezepten der Klickmonster und BuzzFeed-Imitatoren“ auf: „Der Großteil des Traffics stammt aus Social Networks, allen voran von Facebook. Die meisten Inhalte sind eher seicht und emotional aufgeladen denn faktisch relevant. Überschriften werden laufend verfeinert und verändert, Ästhetik, Stil und Wahrheitsgehalt werden der Fähigkeit zum Anlocken möglichst vieler Nutzer untergeordnet. Daten, nicht menschliche Beschlüsse, entscheiden über Schlagzeilen, Platzierungen und Veröffentlichungszeitpunkte.“

3. „Closed to the press: Image control at the White House“
(blogs.afp.com, Tangi Quemener, englisch)
Die US-Regierung verbreitet viele eigene Bilder und verwehrt unabhängigen Fotografen den Zugang: „Souza and the other official photographers are paid by the state and of course are loyal to the administration. Obviously they aren’t going to portray Obama in an unflattering way, and every image that is released has been carefully screened and selected.“

4. „‚Es wäre ein provokativer Gag'“
(bazonline.ch, Seraina Gross)
Der Westschweizer Publizist Jacques Pilet im Interview: „Wir müssen wieder selbst nach­denken, wir müssen versuchen, uns wieder ein eigenes Bild zu machen. Stattdessen rufen wir Spezialisten an, mit Vorliebe Politologen. Als ob der Politologe über eine Art Super­intelligenz verfügen würde, als ob er etwas wüsste, worauf ein guter Journalist nicht selbst kommen würde, wenn er ein paar Minuten nach­denken würde. Das kommt einer ­Demission gleich. Die Journalisten sind daran, sich selbst von ihrem Beruf zu verabschieden.“

5. „Streich der Woche: Grammatikkurs für die Bild“
(badische-zeitung.de, Video, 2:07 Minuten)
Christian Streich erklärt einem „Bild“-Reporter die Wendung „kann sein“.

6. „Eltern vergessen Namen ihres Kindes, weil sie ihn sich nirgends tätowiert haben“
(der-postillon.com)