Hurendichte, Hochstapler, Google Maps

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Arabische Ausgabe der BILD-Zeitung: ‚Ausspähen ist notwendig!'“
(heise.de/tp, Markus Kompa)
Markus Kompa lässt sich von den „Sieben Thesen zum NSA-Skandal“ (bild.de, Julian Reichelt) zu einem eigenen Text inspirieren.

2. „Pi mal Daumen: Datenjournalismus zur Sexarbeit in Deutschland bei Welt Online“
(datenjournalist.de, Lorenz Matzat)
Lorenz Matzat bespricht eine datenjournalistische Arbeit der „Welt“, die zur Schlagzeile „Augsburg misst die größte Hurendichte Deutschlands“ geführt hat. In den Kommentaren nimmt Lars-Marten Nagel dazu Stellung.

3. „Getty vs. Google: Zweierlei Maß“
(wortvogel.de, Torsten Dewi)
Aufgrund darin gelagerter Kunstschätze wird ein Münchner Wohnhaus vielfach gezeigt. Torsten Dewi erinnert daran, wie nachhaltig die Unkenntlichmachung von Liegenschaften bei Google Maps ist.

4. „‚Hochstapler‘ schreiben ist gefährlich“
(nzz.ch, Brigitte Hürlimann)
Ein Prozess folgt auf einen mit einem Journalistenpreis ausgezeichneten Artikel, der sich mit der Berichterstattung „über die Physikerin, den Weltraum-Fan Barbara Burtscher“ auseinandergesetzt hatte (BILDblog berichtete): „Blenderin, Prahlerin oder Aufschneiderin hätte der Journalist schreiben dürfen und wäre straflos davongekommen. All diese Begriffe wären laut dem Obergericht unbedenklich gewesen.“

5. „The Media Blew It Again“
(digitaljournalists.org, mendte, englisch)
Verschiedene Medien verbreiten vorschnell eine Nachricht auf Twitter: „The Globe, the BBC and several other media outlets reported that the former head of the NSA was shot and killed in the shooting at the Los Angeles Airport on Friday. He was not.“

6. „Hey Blogger, ihr seid nur Marionetten der Werbeindustrie!“
(neueelite.de, Natalie Mayroth)
In einem Blogbeitrag auf „Neue Elite“ fragt Natalie Mayroth nach den wahren Journalisten: „Als bloggende Freelance-Studentin tapse ich hier selbst auf sehr dünnem Eis, aber ich finde es traurig, wenn ein Werbefeature mit einem redaktionell aufbereiteten Beitrag vertauscht wird.“